AW: Niederländische Firma bietet Umzüge zum Mars ab dem Jahr 2023 an
Wichtig für den Erfolg des Unternehmens ist vor allem, dass sich ausreichend Personen finden um eine Kolonie auf dem Mars aufbauen zu können, diese sollten natürlich auch entsprechend zahlungskräftig sein.
Daran wird die Sache aber scheitern.
Abgesehen von der Zahl müsste die Gruppe natürlich auch noch andere Anforderungen erfüllen, man bräuchte vor allem etwa Ärzte und Techniker
Aber selbst wenn sich eine geeignete, motivierte Gruppe findet halte ich den Zeitplan für "sehr optimistisch"; eine dauerhaft lebensfähige Marskolonie aufzubauen erfordert einiges an know-how, das heute teils nur in Ansätzen existiert.
Ein Problem wäre etwa die Energieversorgung: diese könnte man etwa mit einem Kernreaktor oder mit einem großen Solarfeld sicherstellen; hat man
ausreichend Energie ist vieles schon mal einfacher; auf dem Mars gibt es sehr große Mengen von Eisenerz, man könnte also einfach Eisen und Stahl herstellen, dabei fällt praktischerweise Sauerstoff an. Die Athmosphäre des Mars besteht großteils aus CO2, dieses könnte man ebenfalls zur Sauerstoffgewinnung nutzen, Pflanzen benötigen das CO2 natürlich auch um zu wachsen, mit ausreichen Energie könnte man auch Eis schmelzen und so Wasser gewinnen und Ziegel als Baumaterial brennen. Auch Glas könnte man relativ einfach herstellen.
Aber so weit muss man erstmal kommen.
Man muss natürlich auch die Nahrungsversorgung sicherstellen, eine sehr aufwendige Angelegenheit; wenn die Kolonie nicht für immer auf extrem teure Erdimporte angewiesen sein soll müsste man irgendwie einige Gewächshäuser errichten; CO2 gibt es ja wenigstens schon, künstliche Beleuchtung wäre hilfreich, die Sonne ist auf dem Mars erheblich schwächer als auf der Erde. Man bräuche aber in jedem Fall auch eine beachtliche Agrarfläche um eine größere Kolonie zu versorgen.
Ein großes Problem ist auch die Herstellung von
Kunststoffen; auf dem Mars gibt es ja soweit bekannt kein Erdöl oder vergleichbare Rohstoffe, die Herstellung dieser heute für uns so selbstverständlichen Materialien wäre für die Bewohner der Marskolonie also ein sehr großes Problem; für viele Anwendungen sind sie aber fast unerlässlich, etwa für Dichtungen oder die Isolierung elektischer Leitungen, auch der Bau bzw. die Reperatur von z.B. überlebenswichtigen Raumanzügen ist ohne geeignete Kunststoffe (fast) undenkbar. Man könnte nur irgendwie versuchen auf Basis von CO2 und Wasser einfache Kunststoffe zu erzeugen oder Pflanzenmaterial als Ausgangsstoff nutzen; letzteres ist auf dem Mars aber natürlich sehr wertvoll, ersteres ist technisch anspruchsvoll und aufwendig.
Gibt freilich noch zahlreiche weitere (potentielle) Probleme.
Soweit ich weiß ist der Mars zu leicht um dauerhaft ne Atmosphäre zu halten. Also egal was man da macht, es wäre nicht von Dauer.
Doch, der Mars kann durchaus (einigermaßen) dauerhaft eine Athmosphäre halten- er hat ja auch eine:
Wikipedia schrieb:
Die Marsatmosphäre besteht zu 95,3 % aus
Kohlenstoffdioxid. Dazu kommen noch 2,7 %
Stickstoff, 1,6 %
Argon, geringe Anteile an
Sauerstoff (1300
ppm) und
Kohlenmonoxid (800 ppm) sowie Spuren von
Wasserdampf (210 ppm) und anderen Verbindungen oder Elementen.
Die Atmosphäre ist ziemlich staubig. Sie enthält Teilchen mit etwa 1,5
µm im Durchmesser, die den Himmel über dem Mars in einem blassen gelb- bis orange-braunen Farbton erscheinen lassen.
Der atmosphärische
Druck beträgt auf der Oberfläche des Mars im Schnitt nur 6,36
hPa (Hektopascal). Im Vergleich zu durchschnittlich 1013 hPa auf der Erde sind dies nur 0,63 % und entspricht dem Luftdruck der Erdatmosphäre in 35 Kilometern Höhe. Die Atmosphäre wurde wahrscheinlich im Laufe der Zeit vom
Sonnenwind abgetragen und in den Weltraum mitgerissen. Dies wurde durch die geringe Schwerkraft des Planeten und sein schwaches
Magnetfeld begünstigt, das kaum Schutz vor den hochenergetischen Teilchen der Sonne bietet.