Es gab Zeit da würde 48 Stunden an 6 Tagen gearbeitet und Kinder wurden auch haufenweise in die Welt gesetzt.
Ja das war einmal in Deutschland.
Nur so nebenbei.
Da gab es aber auch noch keine Pille und keine Latex-Kondome und als Frau stand dir in 91% der Fälle realistisch nur Karriere im eigenen Heim und Kindern offen (die restlichen 9% sind, sofern Singlefrauen, was Vorraussetzung war, die als Lehrerinnen, Erzieherinnen, Verkäuferin im Frauenmodegeschäft, Hausmädchen / Bedienstete, oder Krankenschwestern gearbeitet haben, oder Nonnen im Kloster waren).
Wer sich aber nicht wünscht zu diesen Zuständen zurückzukehren muss auch die Arbeitsbedingungen schaffen, die eine realistische Familienplanung und Führung unter heutigen Gegebenheiten erlauben.
Üblicherweise im Durchschnitt 8 bis 9 Stunden täglich arbeiten und dann auch noch 3h Fahrzeit haben tragen ehr nicht dazu bei.
Es heißt ja immer, die deutsche Automobilindustrie gat die E-Mobilität verschlafen.
Tatsächlichen fehlen aber überhaupt erstmal Mechaniker, Elektriker usw. Um die Anlagen zu bauen.
Man kan ja nun schlecht etwas produzieren, wenn man nur dahingefrickelte kleine Testlinien hat.
Meine Arbeitszeit im Juni waren 278 Stunden, würde ich gerne mit jemanden teilen, damit ich mir die Eier auch mal schaukeln kann, weil finanziell kannste das ja momentan eh vergessen, lohnt nicht.
Meine Kollegen sind übrigens zu 70% Ausländer.
Tja, wer es halt Jahrzehntelang nicht für nötig hielt ausreichend in die Ausbildung zu investieren und Anreize für sein Gewerk zu schaffen braucht sich nicht beschweren wenn hinten raus die Fachkräfte fehlen.
Die (aktuellen) Probleme (fehlender Fachkräfte) sind und bleiben von der Wirtschaft ganz alleine hausgemacht, u.a. durch überzogene Ansprüche (kein Elektroniker braucht zwingend ein Abitur und Studium, um seinen Job vernünftig zu machen und die Ausbildung erfolgreich zu absolvieren) und teils auch miese Lohnvorstellungen, ect. pp.
Fachkräfte wachsen halt nicht auf Bäumen und wer heute ausgebildet wird ist auch noch nicht gleich morgen eine Fachkraft (weil das erfordert, normalerweise, auch einige Jahre Berufserfahrung im jeweiligen Berufsfeld, sowie Weiterbildung).
*edit*
Übrigens, als jemand der im Beamtenverhältnis ist und daher deiner Meinung nach ja "nicht arbeitet", kann ich dir sagen das da sehr wohl gearbeitet wird und das Problem ehr nicht die Beamten sind, wenn etwas nicht läuft, sondern Politiker, oder Parteikollegen die ein Pöstchen zugeschranzt bekommen, die als Vorgesetzte in Entscheidungspositionen sitzen, die oft nicht nach Sach- und Fachkentnis entscheiden und umsetzen, sondern viel zu oft erst einmal nach rein politischen Erwägungen und Abwägungen.
Wie diese Vorstellungen dann realisiert werden, oder überhaupt oft auch nur funktionieren sollen (suprise, was es eben nicht, oder nicht gut tut) bleibt an den Beamten im mittleren und höheren Dienst hängen, denen der Stammtischmichel Faulheit und Unfähigkeit unterstellt.