Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Demokratie funktioniert nunmal nicht in jedem Land.
Beziehungsweise sollte Demokratie idealerweise organisch aus einem Land herauswachsen, und nicht weil die "U.S.-Europäer" es als das politische Maß aller Dinge sehen und per F16 Bomber in andere Länder tragen.
Das mögen manche Völker nämlich überhaupt nicht.
 
Und in Afghanistan haben sich die Extremisten leider das Land zurück geholt.
Weil man im Westen nicht verstanden hat wie Afghanistan funktioniert, genau wie es schon die Russen nicht verstanden haben. Die Mehrzahl der Menschen lebt in Afghanistan nun einmal nicht in den Ballungszentren der paar großen Städte, sondern auf dem Land / in der Provinz und da ist ein Großteil der Förderungen nie angekommen, im Gegenteil, das meiste Geld ist schon vorher in den Händen von korrupten Warlords und installierten Regierungsbeamten versickert und der Rest davon fast nur in den Städten.

Dazu kam noch das man auf dem Land und in der Provinz vor allen die Kampfhandlungen und Razzien, gegen die Taliban abbekommen hat.

Für die Mehrzahl der in Afghanistan lebenden Afghanen war das System "West" in Summe nie nennenswert besser als wie sie zuvor gelebt haben, sie hatten weiterhin keinen Strom, kein fließend Wasser, oder andere den Lebensstandard steigernde Dinge, sollten aber plötzlich westliche Ideale und Ansichten leben und demokratisch sein.

Funktioniert halt nicht.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ja aber dann kann ich auch meine Stimme ungültig machen oder halt nicht wählen gehen weil so lange die "Protestpartei" die ich wähle an der 5%-Hürde scheitert hat das kein Einfluss auf das Ergebnis.

Ach, die Piratenpartei hatte also keinerlei Einfluss auf die Politik und bis heute hat keine der großen Parteien irgend eine Form von Digitalstrategie? (Ich sage nicht "gute", ich sage nur irgend eine.) Und man sollte auch nicht die FDP wählen? Oder die Linke? Oder die Grünen? Sondern nur CDU und SPD, denn alle anderen lagen in der Geschichter der BRD mal unter 5%. Einschließlich der AFD! Böse-unter-5%-Partei die zu wählen absolut NULL Einfluss auf die Politik hat.
(laut Gabbaguenter)


Die nächste Chance "richtig" Protest/echte Alternativen zu wählen wird ja die Europawahl. Da gibt es nämlich keine 5% Hürde. Die Partei z.B. ist ja dort zuletzt mit zwei Mandaten eingezogen.

Ob mehr als 5% der AFD-Wähler das wissen? Oder überhaupt, was man bei einer "Europawahl" wählt?

hmmm...

Ist es noch früh genug, um eine Partei "Ich bin gegen Europa" zu gründen? Die Option würden bestimmt sehr viele auf einem "Europwahl"-Zettel ankreuzen und dann lästern ich und 3-4 andere die nächsten vier Jahre mit Sonneborn in der letzten Reihe rum :ugly: .


Eine hervorragende Grundlage, um mit jemandem an einem Strang zu ziehen!

Exakt. Deswegen fängt ja auch keiner von denen an, mal zu denken respektive die Wahrheit zu sagen. Läuft ja auch so sehr gut.

Wenn es schon im eigenen Land scheitert, wie soll das dann erst global als Menschheit hinhauen?

In dem man auf ausführliche Darlegungen einer Sachlage nicht nur Suggestivfragen fallen lässt.


DAS haben viele noch gar nicht begriffen was in wenigen Jahren los ist, dann bricht die Hölle los.
Dann wird man fleißig über Schießbefehle diskutieren müssen, vielleicht via Drohne. Belastet dann den Operator auch nicht so als wenn er die Wumme direkt richtet.

Oder jetzt einfach mal Gas geben mit der Energiewende und den betroffenden Menschen vor Ort eine Persepktive schaffen?

Wofür entscheiden sich die CDU/CSU, FW, FDP und AfD Wähler?

Für "Die Grünen sind schuld", wie immer.


Du solltest auch die Wähler der SPD Grünen und der Linken einbeziehen. Auch diese haben zu entscheiden was sie wollen.

Die haben alle eine Antwort auf diese Frage und sich ganz offensichtlich für diese entschieden. Ich will nicht sagen, dass es gute Antworten sind oder dass ich damit rechne, dass sie aufgehen, aber das ist meine subjektive Meinung.
Dass AFD, Union und das restliche Gesocks mit ihren Forderungen "man" müsse was gegen Migration tun und "Migranten sollten weniger werden" keine Antworten liefern, das kann man dagegen sehr objektiv feststellen. Die werden nicht von sich aus weniger. Und was auch immer sich ändern soll, muss nicht von "man", sondern von der Partei gemacht werden, die man wählt.


Gut, reduzieren wir den Treibhausgasausstoß der ganzen Welt mal eben auf nahe 0. Oh... geht ja nicht einfach so, geht auch nicht schnell genug, egal wie viel man macht. Kurzum, funktioniert net.

30-40 Jahre nichts tun und behaupten, man könne nichts tun.
Dann behaupten "na so schnell kann das ja gar nicht gehen" und weitere 30-40 Jahre nichts tun.
Dann als wütender Rentner auf Rechtsextreme Demos schlurfen und sich beschweren, dass die Welt kacke ist und alle anderen (oder "die Grünen") Schuld daran haben.


Wie will man das machen? Selbst mit Gewalt ist das nicht gelungen. Wenn man sich Länder wie Afghanistan und Irak anguckt.

Man könnte zunächst mal damit anfangen, nicht das Gegenteil zu machen. Statebuilding ist in der tat sehr schwer. Aber es gibt kaum eine Krisenregion auf der Welt, in der nicht europäische Staaten, europäische Konzerne oder die entsprechenden Äquivalenten bei unseren diversen "guten Freunden" und "engen Partnern" massivst die Finger drin hatten und nicht selten noch drin haben.

Können wir im Jemen für Demokratie sorgen? Vermutlich nicht.
Müssten jemand im Jemen für Demokratie sorgen, wenn Deutschland darauf verzichtet hätte, im Iran solange Unterdrücker zu unterstützen, bis das zuvor demokratische Interessen zeigende und sich nach Westen orientierende Volk in einer Revolution Islamisten an die Macht gebracht hat? Ggf. genauso wenig. Auch Afghanistan hatte mal eine eigene Demokratie. Als deren letztes Wahlergebnis in eine zugegebenermaßen bedenkliche Richtung abrutschte, haben die Verbündeten unseres Lieblingspartners die Reste der demokratischen Selbstverwaltung lieber gleich ganz durch islamistische Warlords zerstören lassen. Irak? Kämpft bis heute mit einer Entwicklung, die in einem vom Westen initierten Krieg begann.

Das sind historische Beispiele, wie man es nicht machen sollte. Gerade in Afrika finden sich jede Menge weitere aus der Gegenwart, wie es weiterhin falsch gemacht wird. Somaliland hat eine stabile Regierung, die sich für ihr Volk einsetzt - erkennen wir nicht an, wir sprechen das Land lieber korrupte Arschlöcher in Somalia zu. Eritrea, eine der übelsten Diktaturen der Welt? Darf bei uns Veranstaltungen, Spendenaktien und Verfolgungsaktionen von Oppositionellen machen. Wer war guter Freund und Unterstützer der Machthaber in Lybien und Syrien? Wer nutzt Marokko als billige Werkbank, während Westsahara ausgelöscht wird? Die Liste der Beispiele ist sehr lang und irgendwo am Ende stehen dann Israel, Taiwan und Russlands Opfer, die alle schon ihre eigenen Threads hier haben.

Flüchtlinge entstehen nicht. Flüchtlinge werden gemacht. Auch von Deutschland.


..., benötigt auch ganz erhebliche Mengen an Ressourcen und Aufwand. Blöd, dass im Handwerk so schlecht gezahlt wird, aber da hat man ja dank der EU und offener Grenzen zuerst billige Osteuropäer und jetzt vermehrt billige Nahostler und Afrikaner.

Verstehe ich das richtig? Bauaufwand ist so teuer, weil wir so viele billige (Import-)Handwerker zur Verfügung haben? Das musst du nochmal etwas näher erklären, da scheine ich eine große Wissenslücke zu haben. Wenn ich mehr davon verstehen würde, könnte ich vielleicht aus meinen zu niedrigen Einkommen auch ein zu großes Vermögen machen.
 
Exakt. Deswegen fängt ja auch keiner von denen an, mal zu denken respektive die Wahrheit zu sagen. Läuft ja auch so sehr gut.
Du weißt, wie das gemeint war.
ausführliche Darlegungen
Man kann auch mit vielen Worten wenig sagen.
Verstehe ich das richtig?
Scheinbar nicht.
Bauaufwand ist so teuer, weil wir so viele billige (Import-)Handwerker zur Verfügung haben?
Nein. Wir haben uns zu lange auf billige ausländische Arbeitskräfte gestützt (und machen es noch immer) und so das Handwerk geschwächt. Ohne Lohndumping im Handwerk würde eine breitere, zahlungsfähige Schicht Wohnraum besitzen (und nicht nur mieten und das Geld zur Familie ins Ausland schicken) und sich auch entsprechend darum kümmern. Außerdem hätten wir eine breitere Basis an Handwerkern, die entsprechend ausgebildet sind und nicht nur als schlecht bezahlte Aushilfen ohne Lehre angestellt sind, gerade im Rohbau. Es hat schon seinen Sinn und Zweck, warum man systemrelevante Berufe und Infrastruktur im eigenen Land bedienen will und sich nicht auf ausländische Leistungen verlassen sollte.
Teuer ist der Bau (wie so vieles) dank St. Bürokratius und dank Bergen von Steuern und Abgaben, die ein Paradis für Sozialschmarotzer und eine stetig überalternde Gesellschaft füttern.
 
Für "Die Grünen sind schuld", wie immer.
Das ist doch die SPD, nach Rudi Karel.
Die haben alle eine Antwort auf diese Frage und sich ganz offensichtlich für diese entschieden. Ich will nicht sagen, dass es gute Antworten sind oder dass ich damit rechne, dass sie aufgehen, aber das ist meine subjektive Meinung.
Dass AFD, Union und das restliche Gesocks mit ihren Forderungen "man" müsse was gegen Migration tun und "Migranten sollten weniger werden" keine Antworten liefern, das kann man dagegen sehr objektiv feststellen. Die werden nicht von sich aus weniger. Und was auch immer sich ändern soll, muss nicht von "man", sondern von der Partei gemacht werden, die man wählt.
Ja die haben eventuell eine Antwort. Selbst Mitglieder haben eine Antwort. Nur werden diese Antworten nicht zwingend zu Politik. Das führt dazu das Menschen sich eventuell anders orientieren sich nicht mehr einbringen, anders wählen nicht mehr wählen.
Ich bin aus meiner Partei nach dem Bürgergeldkonpromiss ausgetreten. Danach gab es mehrere weitere Gründe. Wo Politik anders handelt als die erarbeiteten Antworten.
 
Du warst bei der Tierpartei? :D

Fast, am besten liege täte mir vermutlich die Steinpartei. Gibt es noch nicht. ;)
Welche Partei ist das denn? Möchtest du das verraten? :D

Muss ja kein Geheimniss sein, ich war in der SPD. Bin natürlich im Reichsbanner verblieben aber mit der Politik welche betrieben wird bin ich einfach nicht zufrieden. Da tut es mir natürlich um den Ortsverein leid aber so ist es halt.
 
Muss ja kein Geheimniss sein, ich war in der SPD. Bin natürlich im Reichsbanner verblieben aber mit der Politik welche betrieben wird bin ich einfach nicht zufrieden. Da tut es mir natürlich um den Ortsverein leid aber so ist es halt.
Aber das mit dem Bürgergeld war doch schon lange bekannt und steht auch im Parteiprogramm.

Oder meinst du das mit den härteren Sanktionen?
 
Da muss man nun ran:
Was steht im Text:
" ... Die große Mehrheit der Superreichen halte sich da eher zurück. Im Gegenteil sei der politische Widerstand der Unternehmensverbände hoch, die durch ihre Lobbyarbeit bis in höchste politische Kreise gut vernetzt seien. In Deutschland ist das vor allem der Verband der Familienunternehmen. ..."
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber das mit dem Bürgergeld war doch schon lange bekannt und steht auch im Parteiprogramm.

Oder meinst du das mit den härteren Sanktionen?
Ich meine die "harten" Verhandlungen mit der Union und der damit einhergehenden Sanktionen.

Mensch was würde da hart mit der Union gerungen um einen tragbaren Kompromiss. Der Katja war das ja richtig unangenehm wo sie das Ergebnis in die Kameras sagte.
Wie viele Wochen/Tage hat man da verhandelt?

Seitdem kann ich fast im Wochentakt ansprechen was formulierte Antworten sind und wie diese mit den Füßen getreten werden.
Man kann nicht warten bis die Konservativen teilen wollen!
Klar kann man warten. Quasi bis Godot kommt.
 
Was steht im Text:
" ... Die große Mehrheit der Superreichen halte sich da eher zurück. Im Gegenteil sei der politische Widerstand der Unternehmensverbände hoch, die durch ihre Lobbyarbeit bis in höchste politische Kreise gut vernetzt seien. In Deutschland ist das vor allem der Verband der Familienunternehmen. ..."

Achja, die kleinen und sympathischen "Familienunternehmen" in Deutschland. Sowas wie Volkswagen, BMW, Aldi (Nord/Süd) oder die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland...) :D
 
Da muss man nun ran:

Wer "Steuern" freiwillig zahlen will, kanns ja der Bundesregierung spenden...oder viel sinnvoller in Tierheime, die könnens gebrauchen und können zudem auch noch mit Geld umgehen.
 
Was steht im Text:
" ... Die große Mehrheit der Superreichen halte sich da eher zurück. Im Gegenteil sei der politische Widerstand der Unternehmensverbände hoch, die durch ihre Lobbyarbeit bis in höchste politische Kreise gut vernetzt seien. In Deutschland ist das vor allem der Verband der Familienunternehmen. ..."
Das wäre auch zu schön gewesen. Wenn alle oder der Großteil der Superreichen, freiwillig mehr abdrückt. :ugly:
 
Muss ja kein Geheimniss sein, ich war in der SPD. Bin natürlich im Reichsbanner verblieben aber mit der Politik welche betrieben wird bin ich einfach nicht zufrieden. Da tut es mir natürlich um den Ortsverein leid aber so ist es halt.
Die SPD macht ja seit Schröder neoliberale Wirtschaftspolitik.
Ich wähle ja die Piraten. Aber ich würde nicht auf die Idee kommen, bei den Chaoten Mitglied werden. :D
Achja, die kleinen und sympathischen "Familienunternehmen" in Deutschland. Sowas wie Volkswagen, BMW, Aldi (Nord/Süd) oder die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland...) :D
. Müller Milch? :D
Oder eine Stiftung gründen. Und einen Teil des Vermögens da rein schieben. Und damit die eigene Steuerlast massiv reduzieren... oh wait... :D
Briefkastenfirma in einer steuerfreien Region. :D
Das wäre auch zu schön gewesen. Wenn alle oder der Großteil der Superreichen, freiwillig mehr abdrückt. :ugly:
Ich kriege was wieder. :D
 
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