Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Der globale Norden kann seinen Wohlstand dem ausgebeuteten globalen Süden auch mitunter verdanken.

Wenn man nicht will, dass der globale Süden hierhin flüchtet, sollte man im globalen Norden keine Waffen in diese Länder exportieren, die Leid und Flucht verursachen.
Außerdem heißt es aber dann auch, dass man hier die ausbeuterischen Strukturen im globalen Süden lahmlegen müsste, was erstmal zu weniger Lebensqualität hierzulande führen wird.

Aber keiner möchte mehr verzichten, weil Kaffee und Früchte müssen 365 Tage im Jahr immer in den Theken und Klamotten schön günstig sein, daher ist es den meisten schlichtweg egal, dass der globale Süden ausgebeutet wird. Die Konsequenzen heißen daher Flucht und Zuwanderung in Länder mit Wohlstand und stabilen Strukturen.

Ein Teufelskreis!
Das stimmt. Und zukünftig werden noch Klimaflüchtlinge dazu kommen.

Die Freundin von meinen Sohn ist Äthopierin. Und wir sind froh das sie da ist.
Sie hat sich auch super integriert. Ist seit 8 Jahren in Deutschland und spricht perfekt Deutsch.
Momentan macht sie ihr Fachabitur auf einer Schule mit dem Schwerpunkt "Sozial - und Gesundheitswesen".
Später will sie Sozialarbeit oder Psychologie studieren.

Dennoch kann Europa nicht jeden Menschen aufnehmen der hier hin will.
 
Soweit ich weiß, ist das EU Recht, daher werden die auch verteilt, sobald sie Land erreicht haben.
Die werden ja eben in der EU nicht richtig verteilt. Manche Ländern nehmen so gut wie keine Flüchtlinge auf.
Dann müsstest du die Boote zurück drängen oder verhindern, dass sie Afrika verlassen.
Es gibt zwei Möglichkeiten:

Entweder sitzen sie hier in Flüchtlingslagern oder in Nordafrika.
In Nordafrika geht es ihnen aber deutlich schlechter.
Da werden sie teilweise auch mißhandelt.

Eine Dauerlösung ist das nicht. Aber mir fällt auch keine bessere ein.

Optimal wäre die Fluchtursachen zu bekämpfen. Das sie keinen Grund mehr haben aus ihren Heimatländern zu flüchten. Aber das ist sehr schwierig. Zumal das mit der Erderwärmung ja noch dazu kommt.
Und manche Gebiete so gut wie unbewohnbar werden.
 
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Optimal wäre die Fluchtursachen zu bekämpfen. Das sie keinen Grund mehr haben aus ihren Heimatländern zu flüchten. Aber das ist sehr schwierig. Zumal das mit der Erderwärmung ja noch dazu kommt.
Und manche Gebiete so gut wie unbewohnbar werden.
Ja man müsste schauen was es für Push- und Pull-Faktoren gibt.
Ich weis das das Argument mit dem deutschen Sozialsystem auch gern von rechter Seite ausgeschlachtet wird aber wir sehen es an Dänemark das es da nach der Änderung weniger Zuwanderung gibt.
Ich würde ja auch ehrlich gesagt nach Deutschland wollen weil es hier so viel ohne Gegenleistung gibt.
 
Ja man müsste schauen was es für Push- und Pull-Faktoren gibt.
Krieg ist das wesentliche. Und auch nur auf den Gedanken zu kommen, Kriegsflüchtlingen wie aktuell den Ukrainern keine Hilfe zu geben, ist an Menschenverachtung kaum zu überbieten. Und ja, menschenfeindliches Gedankengut zieht sich tief in CDU/CSU und auch die FDP herein. In der SPD findet man es auch, bei den Grünen weniger. Jetzt kann sicherlich über Höhe und Umfang der Hilfe diskutieren und auch die Frage, "wann ist ein Krieg zu Ende". Denkt man z.B. an den Jugoslavienkonflikt zurück, waren weit über eine Million Kriegsflüchtlinge im Land. Bis auf eine kleine Zahl von ca. 50.000 sind diese mit den Jahren nach dem Krieg wieder in ihre Heimat zurückgezogen. Genauso wird es mit den Ukrainern sein, den Syrern und vielen anderen Menschen.

Der Themenblock sollte aber an geeigneter Stelle tiefer beleuchtet werden. Es ist klar, dass es der einzige Themenblock der AfD ist und dort auf unerträgliche Weise mit Ängsten und Vorurteilen hantiert wird. Auch zu diesem Thema fehlt mir ein klares Bekenntnis der Regierung mit Zielen. Weil sie Angst vor dem Thema hat, sagt sie lieber wenig und überlässt das Feld den Rechtsradikalen.

Dazu muss man wissen, schaut man auf die Werteunion oder geht zu Helmut Kohl zurück, dass Meinungen der Rechtsextremen tief in der Gesellschaft verankert sind. Christliche Nächstenliebe ist gerade den Parteien mit "C" im Namen ziemlich fremd, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus in unserer Gesellschaft allgegenwärtig. Eine ernstzunehmende Integrationspolitik findet nicht statt.

Auch hier gilt, es gibt keinen sinnvollen öffentlichen Diskurs. Und datran sind die Rechtsextremen schuld. Solange die AfD mit ihrer Hetze und mit Hass das Thema belegt, dann man sich als grundgesetzfester Mitbürger nur bedingungslos vor die Flüchtlinge stellen. Genau dieses Art und Weise der AfD verhindert sinnvolle Lösungen. Auch das müsste unsere Regierung viel intensiver darlegen. Die AfD lähmt das Thema, anstatt zu vernünftigen Wegen zu kommen.
... Optimal wäre die Fluchtursachen zu bekämpfen. ...
Krieg zu verhindern ist kaum möglich, den Klimawandel aufzuhalten mit den Abermillionen sich in Bewegung Setzenden nimmt auch niemand ernst, Umweltverschmutzung in dritte Weltländer zu verlagern, damit es bei uns sauber bleibt, sind auch solche Themen.

Wir müssten unser Verhalten verändern, das geht in die Köpfe so vieler Egoisten aber nicht herein. Dazu müsste man in der Lage sein, Verantwortung für eigenes Handeln zu haben. Das erlebt man aber sehr selten. Die Fluchtursachen zu bekämpfen, würde unserer Wirtschaft schaden, und das geht ja nunmal gar nicht. Die Rendite ist das wichtigste Kriterium.
Die im Mittelmeerraum liegt. Leute abweisen bedeutet dort dann oft einen Tod durch Ertrinken.
Es ist ein gravierender Unterschied, ob man nur passiv die Einreise verhindert oder, wie es die führende Politiker der AfD wollen, Boote aktiv zu versenken. Und genau an dem Punkt hätte Artikel 18 schon viel häufiger auf bestimmte Politiker angewendet werden müssen. Das ist ja nicht nur Höcke, die Hydra auf viele Köpfe. Und die müsste man regelmäßig abschlagen. Nur so bekommt man die Politiker wieder auf den Boden der freiheitlich-demokratischen Grundordnung.

Auch hier versagen unsere Regierungen und wollen das Thema aussitzen. Das klappt aber nicht.
 
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Laut aktuellen Umfragen würde sie 14% bekommen:
Und wenn sie, wie ich erwarte, ein Strohfeuer ist, sind es bei der nächsten Wahl nur noch 4.
Weil sie entweder blöd sind oder Lügner?
Eine hervorragende Grundlage, um mit jemandem an einem Strang zu ziehen!
Wenn es schon im eigenen Land scheitert, wie soll das dann erst global als Menschheit hinhauen?
Wenn der Balken der sonstigen höher ist als jeder andere Balken bei einer Wahl, ist schon eine Menge erreicht.
Und was? Alles, was über die 5% kommt, wird auch namentlich erwähnt, ebenso wie ein paar, die knapp darunter sind. Unter "Sonstige" wird eben der Kleinkram zusammengefasst, der irrelevant ist.
In unserem System ist es nunmal so, dass alles unter 5% bedeutungslos ist. Da kann man sich die Wahl auch sparen.
 
Ja aber dann kann ich auch meine Stimme ungültig machen oder halt nicht wählen gehen weil so lange die "Protestpartei" die ich wähle an der 5%-Hürde scheitert hat das kein Einfluss auf das Ergebnis.

Jein. Wenn du deine Stimme ungültig machst, ist es für das Wahlergebnis genauso, als hättest du nicht gewählt. Du änderst also nichts am Stimmenverhältnis. Die große Partei ABC hätte dann weiterhin soundsoviel Prozent der abgegebenen Stimmen, nur dass dieser Anteil sich dann eben auf X-1 Stimmen bezieht, statt auf X Stimmen. Wählst du stattdessen die Gummibärchenpartei, kriegen alle anderen Parteien weniger Prozente der abgegebenen, gültigen Stimmen. Nur bei der Abgeordnetenhaus-Wahl in Berlin werden zur Berechnung der 5%-Hürde tatsächlich alle abgegebenen Stimmen gezählt, egal ob gültig oder ungültig. (https://www.wahlrecht.de/lexikon/ungueltig.html).
In der amtlichen Wahlstatistik tauchen tatsächlich auch die ungültigen Stimmen auf und bei der Wahlbeteiligung spielen sie auch mit rein.
 
Aber keiner möchte mehr verzichten, weil Kaffee und Früchte müssen 365 Tage im Jahr immer in den Theken und Klamotten schön günstig sein, daher ist es den meisten schlichtweg egal, dass der globale Süden ausgebeutet wird. Die Konsequenzen heißen daher Flucht und Zuwanderung in Länder mit Wohlstand und stabilen Strukturen.
Ich frage mich schon seit vielen Jahren, wie das in einigen Jahrzehnten aussehen soll.
Die Bevölkerung der armen Länder wandert stetig in die reichen Länder aus.
Irgendwann haben wir auf der einen Seite völlig überfüllte Länder bzw Städte, und auf der anderen Seite leere Ländereien in die kein Mensch mehr will.

Bei dem Film "Dredd" gab es doch diese Stadt namens "Mega City One" wenn ich mich nicht irre.
So in etwa stelle ich mir die Zukunft vor. Nur eben bezogen auf allgemein volle Länder (nicht nur Städte), und nebenan die verwahrlosten Einöden, in die keiner mehr will.
 
Keine Sorge, es gibt Länder, da werden mehr Kinder geboren als hier. Auch wenn jedes Jahr Millionen in den globalen Norden ziehen, die Bevölkerung des Südens wächst und wächst und wächst.
Na ja, und im Zweifel ziehe ich immer das Landleben vor. Sollte der Süden mal wirklich leer werden, nun, es hätte einen gewissen Charme.
 
Auf Strand, Fische und zu viel Sonne kann ich verzichten. Da nehme ich mir lieber einen See oder Fluss und die Felder, die dazugehören, irgendwo in einer bergigen Region. Wenn es schon der globale Süden sein muss, dann ganz gerne in den Ausläufern der Anden. :D
Strom und Warmwasser... Na ja, man gewöhnt sich dran. Das hat was, fernab der Zivilisation zu sein.
 
Dann müsstest du die Boote zurück drängen oder verhindern, dass sie Afrika verlassen.
Was ja auch ab und an passieren soll....
In Dänemark oder Schweden ist die Nachricht angekommen
Oder auch nicht


Demnach haben Mitte-Links bzw. sozialdemokratische Parteien verloren, wenn sie in der Migrationspolitik dem eher rechten Narrativ folgen. Selbst in DK werden die Sozialdemokraten wohl eher trotz und nicht für ihre Position in der Frage gewählt. In Schweden sind die Schwedendemokraten immer noch im Aufwind. Das sind Positionen, die eine konservative Partei vertreten kann, bei uns scheint das aber ohne Populismus und nach unten treten nicht zu funktionieren.
Und wenn ich mein persönliches Umfeld - rein anekdotische Evidenz - sehe, haben SPD und Grüne z.T. deutlich wegen ihrer neuen Positionen in Fragen der Migration an Ansehen verloren.
 
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Die Wahlergebnisse der Dansk Folkeparti sagen etwas anderes. Zwar haben die Änderungen im Asylrecht nicht den linken Parteien Zulauf gebracht, aber sie haben den Zulauf der Parteien am rechten Rand minimiert. Natürlich wird ein AfD Wähler keine Grünen wählen, aber evtl. wählt der CDU, wenn das Migrationsthema abgeräumt wurde und ein CDU Wähler, wählt dann evtl. Grün.

Wenn eine AfD im Bund auf 20%+ kommt, dann ist es keine Lösung die Bürger besser informieren zu wollen, dann ist da ein Thema vorhanden, dass Menschen bewegt und mobilisiert.
 
Das ist das Problem. Zwingen kann man keinen.
Aber Gelder von der EU abkassieren das können sie.

Bei dem Film "Dredd" gab es doch diese Stadt namens "Mega City One" wenn ich mich nicht irre.
So in etwa stelle ich mir die Zukunft vor. Nur eben bezogen auf allgemein volle Länder (nicht nur Städte), und nebenan die verwahrlosten Einöden, in die keiner mehr will.
Ist gibt es jetzt schon relativ große Städte.

Ich hatte gerade ein Doku über die Stadt Lagos gesehen. Die zweitgrößte Stadt Afrikas mit 20 Millionen Einwohnern. Bis Ende des Jahrhunderts werden dort soviele Einwohner erwartet wie Deutschland insgesamt hat.
Und die Gegensätze sind da extrem. Zwischen arm und reich.
 
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Das stimmt. Und zukünftig werden noch Klimaflüchtlinge dazu kommen.

DAS haben viele noch gar nicht begriffen was in wenigen Jahren los ist, dann bricht die Hölle los.
Dann wird man fleißig über Schießbefehle diskutieren müssen, vielleicht via Drohne. Belastet dann den Operator auch nicht so als wenn er die Wumme direkt richtet.

Oder jetzt einfach mal Gas geben mit der Energiewende und den betroffenden Menschen vor Ort eine Persepktive schaffen?

Wofür entscheiden sich die CDU/CSU, FW, FDP und AfD Wähler?




Viele Grüße,
stolpi
 
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