Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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2 Personen 50 m2. Wir haben uns auch Nachhaltigkeitsgründen massiv verkleinert.


Das Thema wird sowieso bald kommen, denn den Wohnungsmangel wird man durch Neubauten nicht lösen können, was man dafür braucht ist eine Mobilisierung des verfügbaren Wohnraums, also eine Orientierung des Wohnraumbedarf an m² pro Kopf.
Scheint ein primär ostdeutsches Problem zu sein?

Quelle: https://www.deutschlandatlas.bund.de/DE/Karten/Wie-wir-wohnen/046-Wohnungsleerstand.html

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Die Problematik ist der Vorsatz "muss man öfters machen".
Wer genau ist "man"?
Der Staat?

"muss man öfters machen" hat leider einen diktatorischen Ansatz und hat nicht mehr viel mit Demokratie zu tun.
Bestimmt der Staat... sowas klappt ja dann auch immer prima :)

Die aktuelle Rechtslage definiert im Übrigen bei Neubezügen von Bürgergeld-Beziehern derzeit 16 m²/Person.
Theoretisch müsste jeder Bürgergeld-Bezieher für mehr auch selber draufzahlen, wovon faktisch abgesehen wird, da es praktisch keinen Wohnraum 32 m² für 2 Personen als Neubau nach ca. 1990 mehr gibt.

Was genau würdet ihr denken, wenn "man" sagt, dass ihr in 32 m² umziehen müsst?

Wie nachhaltig ich doch mal mit meiner Kirsche gewohnt hatte.... zu Ausbildungszeiten :ugly:
Waren aber ganze 33m²... Also ganz ehrlich. Schön ist da dann auch was anderes. Auf Dauer ist das , für mich, einfach zu klein^^
 
Es stehen einer einzelnen Person vom Amt her 50 qm² zu. Dazu kommen pro weitere Person 15qm² dazu.
Das was du fordest ist absurd.
Hört es sich besser an, wenn ich sage: "Im Hinblick auf eine nachhaltige Stadtentwicklung und die Schaffung von bezahlbaren Wohnraum, wird die Suffizienz immer stärker in der Vordergrund treten. Dabei ist es notwendig eine bedarfsgerechte und an den Nachhaltigkeitszielen orientierte Steuerung der verfügbaren Wohnfläche zu erreichen..."





So besser? Entschuldigt, dass ich es nicht in schöne Worthülsen gepackt habe.
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Hört es sich besser an, wenn ich sage: "Im Hinblick auf eine nachhaltige Stadtentwicklung und die Schaffung von bezahlbaren Wohnraum, wird die Suffizienz immer stärker in der Vordergrund treten. Dabei ist es notwendig eine bedarfsgerechte und an den Nachhaltigkeitszielen orientierte Steuerung der verfügbaren Wohnfläche zu erreichen..."
Aber doch nicht indem man sozial schwache Menschen und Flüchtlinge gegeneinander ausspielt. Das ist nämlich das was du gefordert hast.
 
Aber doch nicht indem man sozial schwache Menschen und Flüchtlinge gegeneinander ausspielt. Das ist nämlich das was du gefordert hast.
Nein, ich habe gesagt, dass es eine am individuellen Bedarf orientierte und staatliche reglementierte Verteilung von Wohnraum geben soll. Dass das natürlich primär wieder die Sozialschwachen trifft und Immobilienbesitzer wahrscheinlich im Wesentlichen unberührt bleiben werden, ist aber in der Tat richtig und wird die von Dir beschriebenen Konflikte anheizen. Aber im Endeffekt ist bedeutet "Suffizienz beim der nachhaltigen Wohnraumnutzung" nichts anderes als "Oma Else fliegt aus ihrer 65m² Wohnung und eine Familie, die den Wohnraum braucht, zieht ein." Zumindest immer dann wenn staatliche Stellen die Möglichkeit dazu haben.
 
Aber doch nicht indem man sozial schwache Menschen und Flüchtlinge gegeneinander ausspielt. Das ist nämlich das was du gefordert hast.
Das genau ist das Kernproblem.
Menschen, die auf günstigen Mietraum angewiesen sind, sollen ihren Mietraum (wenn auch im Versprechen für neuen Mietraum) an Flüchtlinge abgeben.
Das hat soziale Sprengkraft und schürt Ängste in einem nicht unerhebliche Teil der Bevölkerung.
 
Menschen, die auf günstigen Mietraum angewiesen sind, sollen ihren Mietraum (wenn auch im Versprechen für neuen Mietraum) an Flüchtlinge abgeben.
Den Punt greift ja die Bild Zeitung auf, um wieder gegen Flüchtlinge zu hetzen.
Aber die Mieter landen ja nicht auf der Straße.
Bei mir im Mietshaus -- ja eine weitere Geldquelle :D -- wohnt eine deutsche Familie (es hätte auch eine schwedische oder portugiesische Familie sein können).
Bisher kam aber noch keiner zu mir, dass die Familie raus muss, damit Flüchtlinge einziehen können.
Aber wenn die Stadt mir ein Angebot macht, das ich nicht ablehnen kann. ;)
 
Das genau ist das Kernproblem.
Menschen, die auf günstigen Mietraum angewiesen sind, sollen ihren Mietraum (wenn auch im Versprechen für neuen Mietraum) an Flüchtlinge abgeben.
Das hat soziale Sprengkraft und schürt Ängste in einem nicht unerhebliche Teil der Bevölkerung.
Dann brauchen die sich nicht wundern, wenn die Menschen Parteien wie die AfD wählen.
Die wird das dann richtig ausnutzen die Situation und mit Parolen noch mehr anheizen.
 
Den Punt greift ja die Bild Zeitung auf, um wieder gegen Flüchtlinge zu hetzen.
Aber die Mieter landen ja nicht auf der Straße
Nicht nur "Bild" es geht viral überall...
Bei mir im Mietshaus -- ja eine weitere Geldquelle :D -- wohnt eine deutsche Familie (es hätte auch eine schwedische oder portugiesische Familie sein können).
Bisher kam aber noch keiner zu mir, dass die Familie raus muss, damit Flüchtlinge einziehen können.
Aber wenn die Stadt mir ein Angebot macht, das ich nicht ablehnen kann. ;)
Evtl. denkst du dann anders darüber, wenn du ein Angebot weit unter Mietspiegel bekommst, dass du nicht ablehnen darfst...^^
 
Evtl. denkst du dann anders darüber, wenn du ein Angebot weit unter Mietspiegel bekommst, dass du nicht ablehnen darfst...^^
Ich vermiete weit unter dem Mietspiegel. Der liegt bei 10€ pro m². Wären für mein Mietshaus über 1000€. Davon bin ich weit entfernt. Und abgesehen von Energie ist alles in der Miete drin. Nebenkostenabrechnung gibt es bei mir nicht.
 
Ich vermiete weit unter dem Mietspiegel. Der liegt bei 10€ pro m². Wären für mein Mietshaus über 1000€. Davon bin ich weit entfernt. Und abgesehen von Energie ist alles in der Miete drin. Nebenkostenabrechnung gibt es bei mir nicht.
Und das Finanzamt ist dir dafür noch nicht "aufs Dach gestiegen"?

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*edit*
War der falsche Beitrag, korrigiert.
 
Das Thema kenne ich aus Ösiland auch.
Habe selbst keinen Besitz zum Vermieten aber in unserer Straße hat jahrelang ein allein stehender Mann in einem kleinen Ferienhaus (ca. 45-50 m²) zur (wirklich) günstigen Miete von sozial eingestellten Dorfansässigen gewohnt.
Vermieter wie Mieter sind auf dem Kopf gefallen, als das Finanzamt dann den Steueranteil vom Differenzbetrag zur ortsüblichen Durchschnittsmiete haben wollte.
Da ging es um viele tausend Euro, das Mietverhältnis bestand m. W. fast 20 Jahre.

Jetzt steht das Häuschen leer und wird bald abgerissen für eine Luxusverkaufsimmobilie für wahlweise Münchner oder russischsprachige Besserverdiener.
 
Und das Finanzamt ist dir dafür noch nicht "aufs Dach gestiegen"?
Ich vermiete schwarz. .:D

Neee, natürlich nicht. ;)
Was soll das Amt denn machen? Mich zwingen mehr zu verlangen? Das ist mein Eigentum. Ich kann damit machen, was will ich will. Ich kann es auch leer stehen lassen oder welche gratis darin wohnen lassen oder eben die Miete verlangen, die ich persönlich bereit wäre dafür zu bezahlen.
Ich kann es auch warm abreißen und die Versicherungssumme kassieren. :D
Das ist kein Neubau. Das Haus ist über 100 Jahre alt und wurde immer mal wieder umgebaut/renoviert. Ich hatte es erst renoviert und umgebaut. Neue Gasheizung ist verbaut. Der Dachboden wurde umgebaut. Jetzt gibt es auch oben ein Badezimmer. Dazu einen größerer Raum. Fenster wurden erneuert. Neue Stromleitungen gelegt. Lan Kabel in jedem bewohnbaren Zimmer verbaut. Satellitenschüssel aufs Dach montiert. Es bietet eine kleine Rasenfläche für Gartenmöbel, eine Terrasse. Ein extra Stall für Fahrräder oder sonstiges. Drei Stellplätze für Autos (nicht zusammenhängend). Dazu eine ruhige Gegend mit wenig Verkehr. Ein Waldstück ist nicht weit entfernt. 15min zu Fuß um in die Innenstadt zu kommen.
Da haben Freunde mitgeholfen beim Umbau. Da spare ich Handwerkerkosten.
Trotzdem gab es Leute, die noch was zu meckern hatten (Haus ist alt, zerklüftete Bauweise, Miete zu hoch, bla bla bla. Denen kann man es nie recht machen).
Vermieter wie Mieter sind auf dem Kopf gefallen, als das Finanzamt dann den Steueranteil vom Differenzbetrag zur ortsüblichen Durchschnittsmiete haben wollte.
Da ging es um viele tausend Euro, das Mietverhältnis bestand m. W. fast 20 Jahre.
Kann mir auch passieren. Mit der neuen Wohnungswohngeschichte, oder wie die hieß. Wo du den Wohnraum usw.angeben musstest. Hab ich letztes Jahr noch ausgefüllt, bzw. meine Frau hat das gemacht, ich konnte nicht.
 
Was soll das Amt denn machen? Mich zwingen mehr zu verlangen? Das ist mein Eigentum. Ich kann damit machen, was will ich will. Ich kann es auch leer stehen lassen oder welche gratis darin wohnen lassen oder eben die Miete verlangen, die ich persönlich bereit wäre dafür zu bezahlen.
Was ja genau der initiale Diskussionspunkt ist.
Im Prinzip wird es nach Meinung mancher (@seahawk : und nein, ich meine dich nicht persönlich, weil ich dein grundsätzliches Ansinnen sehr wohl verstehe) in Zukunft so sein, dass du eben als Besitzer von Mieteigentum nicht mehr die komplette Verfügungsgewalt über die Auswahl der Mieter und der Preisgestaltung haben wirst.

Schöne neue Welt...
 
Ich vermiete schwarz. .:D

Neee, natürlich nicht. ;)
Was soll das Amt denn machen? Mich zwingen mehr zu verlangen? Das ist mein Eigentum. Ich kann damit machen, was will ich will. Ich kann es auch leer stehen lassen oder welche gratis darin wohnen lassen oder eben die Miete verlangen, die ich persönlich bereit wäre dafür zu bezahlen.
Waren es nicht ~70% unter der ortsüblichen Miete?^^ Also man wird schon irgdendwie gezwungen die Mietpreise anzuheben :)
 
Mir macht Angst, dass ich gefühlt von lauter Vollversagern umgeben bin...
Keine Sorge, das ist kein Gefühl, das ist tatsächlich so. ;)
Was ja genau der initiale Diskussionspunkt ist.
Im Prinzip wird es nach Meinung mancher (@seahawk : und nein, ich meine dich nicht persönlich, weil ich dein grundsätzliches Ansinnen sehr wohl verstehe) in Zukunft so sein, dass du eben als Besitzer von Mieteigentum nicht mehr die komplette Verfügungsgewalt über die Auswahl der Mieter und der Preisgestaltung haben wirst.

Schöne neue Welt...
Natürlich kann ich mir die Mieter aussuchen.
Wenn sich drei bewerben, nehme ich den, der mir am Besten gefällt.
Vor den aktuellen Mietern habe ich das Haus an Wirtschaftsflüchtlinge aus einem mir unbekannten Kulturkreis (nein, es waren keine Bayern :D) vermietet. Es paar ein sehr nettes Paar. Die haben viel gegrillt und ordentlich Soßen drauf gepackt. Ich hab gesagt, dass ich gerade Fastenzeit habe. :ugly:
Es gab auch Biodeutsche Bewerber, aber die sagen mir nicht zu.
Waren es nicht ~70% unter der ortsüblichen Miete?^^ Also man wird schon irgdendwie gezwungen die Mietpreise anzuheben :)
Aber was wollen die machen, wenn du das nicht machst? Steuern erhöhen?
 
Aber was wollen die machen, wenn du das nicht machst? Steuern erhöhen?
Wird doch im verlinkten Beitrag von B24 gesagt, sie fordern die steuerliche Differenz bis zu dem Punkt nach, wo du unter denn geltenden 66% des Mietspiegel vermietet hast.
Ja nach Zeitraum und Zahl der Wohnungen können das sehr locker mal schnell tausende bis zehntausende Euro sein, die du an das Finanzamt nachzahlen darfst.
 
Was ja genau der initiale Diskussionspunkt ist.
Im Prinzip wird es nach Meinung mancher (@seahawk : und nein, ich meine dich nicht persönlich, weil ich dein grundsätzliches Ansinnen sehr wohl verstehe) in Zukunft so sein, dass du eben als Besitzer von Mieteigentum nicht mehr die komplette Verfügungsgewalt über die Auswahl der Mieter und der Preisgestaltung haben wirst.

Schöne neue Welt...
Ich habe es ja bewusst provokant formuliert, weil viele imho die heutige Nachhaltigssprache nicht verstehen.

"Wir müssen beim Wohnraum den Suffizienzgedanken stärken" bedeutet "der Staat soll zukünftig vermehrt Wohnungen zuteilen und entscheiden was für wen angemessen ist."

oder:

"Der Modalsplit beim Verkehr muss ausgeglichener gestaltet werden" bedeutet "In Zukunft sollen 75% Laufen, Radfahren, den ÖPNV benutzen, die 25%, die sich aus Autofahren dann noch leisten können, sind dann okay." Natürlich wird das bevorzugt auf die gesamte Stadt angesetzt und am Ende dürfen, jene in den hochpreisigen Vororten mit dem Auto fahren. Ich meinte: "Dort wo die ÖPNV Versorgung lückenhaft oder die Bevölkerungsdichte gering ist, muss auch weiterhin die individuelle Mobilität gewährleistet sein."
 
"Wir müssen beim Wohnraum den Suffizienzgedanken stärken" bedeutet "der Staat soll zukünftig vermehrt Wohnungen zuteilen und entscheiden was für wen angemessen ist."
Der Staat kann und braucht das nicht entscheiden, weil der Staat nicht permanent sehen kann was in deiner aktuellen Lebenssituation angemessen ist / wäre, weil sich das im Leben oft schnell mal ändern kann, wie Auszug Elternhaus -> Beziehung -> Trennung -> Wohnortwechsel und neue Beziehung -> Trennung -> Beziehung -> Kinder -> Trennung -> Krankheit -> usw. usf.

Was es braucht ist das der Staat dafür sorgt das Einzimmerwohnungen, aber auch Wohnraum allgemein, nicht für Absurdpreise vermietet werden können, dann würden vielleicht auch gerade rüstige alleinlebende Renter oft sogar von selbst aus ihren großen drei und vier Zimmer Wohnungen ausziehen und in eine kleinere ein, oder zwei Zimmer Wohnung, weil das im Alter auch bedeutet weniger Kraft und Zeit zum sauberhalten der Wohnung zu brauchen.
Wenn kleine Wohnungen aber oft mehrfach teurer sind als die große alte Wohnung, ist das schlicht nicht möglich.
 
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