Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Ja, finde ich auch schlimm. Da werden Bewerbungen aussortiert, weil der Bewerber Ahmed oder Betül heißt.
Und dann wollen mir Leute nicht glauben, wenn ich von strukturellen Rassismus spreche, als würde ich ein pinkes Einhorn beschreiben.
Wir hatten die Tage eine Bewerbung von einem jungen Mann Namens Jasmin.
Wir waren etwas verwirrt :ugly:
Jasmin ist ein gängiger Männername in Bosnien. Der Name wird jedoch nicht gleich betont, wie der deutsche Frauenname. Kleine Völkerkunde hier am Rande :)
 
Ich würde meinem Kind, wenn ich auswandere, keinen eindeutig deutschen Namen geben sondern was internationales oder ortübliches, damit keiner Verrenkungen machen muss um den Namen auszusprechen.
 
Für manche Menschen haben Namen eine besondere familiäre Bedeutung. Fände es auch seltsam irgendwann meinem Sohn erklären zu wollen, dass ich seinen Namen nur deshalb ausgewählt habe, damit die Gesellschaft darauf klarkommt. Ich will meinem Kind solche Werte nicht mal vermitteln. Er soll dazu stehen, was er ist und sich nicht für die Gesellschaft bücken müssen, nur weil sie Probleme hat mit seiner Herkunft ;)
 
Und dann wollen mir Leute nicht glauben, wenn ich von strukturellen Rassismus spreche, als würde ich ein pinkes Einhorn beschreiben.
:)
Das ist im globalen Norden halt die Norm, schon unsere gesamte Sprache ist rassistisch.

 
Für manche Menschen haben Namen eine besondere familiäre Bedeutung
Das ist halt in vielerlei Hinsicht schlecht.
Wer irgendwo einwandert soll in dieser Gesellschaft aufgehen und nicht in seiner ethischen Blase leben denn das passiert hier und an anderen Orten.
Ist sehr toll wenn man als Kind nicht mit allen reden kann weil andere Kinder bis zur Einschulung nicht aus dieser Blase rausgekommen sind und kein Deutsch sprechen.

Ich sage aber explizit, dass es dieses Problem weltweit gibt und auch unsere Politik ihre Schuld trägt. Was passiert denn wenn man Gastarbeiter und Einheimische so streng trennt. Eben.
Warum sagt jemand dessen Großeltern schon hier geboren sind noch "Ich bin Türke oder ähnlich"? Das kann doch nicht unser Anspruch sein wie sich Einwanderer hier sehen und das ist eine große Anklage an die deutsche Politik.
Das ist im globalen Norden halt die Norm, schon unsere gesamte Sprache ist rassistisch.
Teilweise krass konstruierte Beispiele.
Hat Kolumbus Amerika entdeckt? Natürlich hat er das, die ganze restliche Welt wusste nichts davon für diese riesige Gruppe hat er Amerika entdeckt.

Ich hab ja letztens auch das gute Restaurant entdeckt, darf ich das jetzt nicht mehr sagen weil ich sonst dem Restaurantbetreiber das Mensch sein abspreche?
 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Das ist halt in vielerlei Hinsicht schlecht.
Wer irgendwo einwandert soll in dieser Gesellschaft aufgehen und nicht in seiner ethischen Blase leben denn das passiert hier und an anderen Orten.
Was ist eine ethnische Blase? Wenn du irgendwo hinziehst. bist du plötzlich kein Deutscher mehr, sprichst auch kein Deutsch und löst dich sofort in der Menge der Mehrheit auf? Seltsame Vorstellung...
Ist sehr toll wenn man als Kind nicht mit allen reden kann weil andere Kinder bis zur Einschulung nicht aus dieser Blase rausgekommen sind und kein Deutsch sprechen.
Klingt so, als holst du dir die ganze Info über die "Ausländer" irgendwo in schlecht informierten Blättern ab. So etwas was du beschreibst passt auf keinen einzigen Ausländer, mit dem ich in meiner Stadt aufgewachsen bin. Selbst syrische Flüchtlinge, die ich kennenlernen durfte haben in relativ kurzer Zeit sehr gut Deutsch gelernt. Wahrscheinlich besser, als du Arabisch in der Zeit lernen könntest ;)
 
Paralellgesellschaften gibt es. Meistens dort wo die Immigranten nur unter sich wohnen.
In den Stadtteilen größerer Städte.
Aber das ist nicht Schuld der Immigranten, sondern das Versagen der Politik.
Politik muß die richtigen Bedingungen für Integration schaffen.
Und Immigranten auch den Willen dazu haben.
Das heisst aber nicht das sie ihre kulturelle Identität oder Wurzeln aufgeben sollen.
Sondern die Landessprache sprechen und sich an die Gesetze halten.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wenn du irgendwo hinziehst. bist du plötzlich kein Deutscher mehr, sprichst auch kein Deutsch und löst dich sofort in der Menge der Mehrheit auf? Seltsame Vorstellung...
Nicht unbedingt in der ersten Generation, aber danach sollte es so langsam aufhören.
Klingt so, als holst du dir die ganze Info über die "Ausländer" irgendwo in schlecht informierten Blättern ab.
Nö, ich beschreibe meine Schulzeit.
Meine Freunde mit Wurzeln in Marokko oder der Türkei die dauernd mit uns abgehangen habend konnten signifikant besser Deutsch als andere mit den selben Wurzeln in meiner Nachbarschaft.
Aber das ist nicht Schuld der Immigranten, sondern das Versagen der Politik.
Hab ich ja auch so gesagt.
Wenn du 10 Menschen mkt mit verschiedenen Migrantionshintergründen zusammen stellst werden die relativ schnell und gut Deutsch lernen weil das der kleinste gemeinsame Nenner ist, stellst du 10 mit dem selben Migrationshintergrund zusammen wird das nicht so schnell passieren, warum auch ist ja aufwendig.

Und nochmal das betrifft alle Völker.
 
Nö, ich beschreibe meine Schulzeit.
Meine Freunde mit Wurzeln in Marokko oder der Türkei die dauernd mit uns abgehangen habend konnten signifikant besser Deutsch als andere mit den selben Wurzeln in meiner Nachbarschaft.
Ich kenne auch zwei Deutsche die perfekt türkisch sprechen können. Kinder lernen schnell voneinander.

Bei uns in OWL ist alles bunt gemischt. Ich bin hier mit Türken, Deutsch-Russen, Polen, Italienern, Griechen, Kroaten, Serben, Arabern und Engländern aufgewachsen. Wovon Türken und Russlanddeutsche wohl die größten Bevölkerungsanteile hier unter den Immigranten stellen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Der fehlerhafte Ansatz beginnt schon damit, dass erwartet wird, dass die Leute Deutsch lernen und ihre kulturellen Identitäten verleugnen um sich anzupassen. Das bereits ist zu tiefst rassistisch. Niemand darf gezwungen werden sich anzupassen. Der Staat muss mit Menschen jeder Herkunft und jeder Sprache zurecht kommen und sie frei von jeglicher Diskriminierung aufnehmen.

Die rassistische Mehrheitsgesellschaft muss sich anpassen, nicht die Migranten.
 
Doch. Der Staat kann verlangen das die Sprache des Staates gesprochen wird und das sich an die hiesigen Gesetze gehalten wird (andere Länder haben richtige Einwanderungsgesetze).
Die kulturelle Identität muß man ja nicht deswegen aufgeben.
Aber es gibt für beide Seiten Rechte und Pflichten.
Das hat auch nichts mit Rassismus zu tun, sondern nennt man "Integration".
 
Zuletzt bearbeitet:
Bei uns in OWL ist alles bunt gemischt. Ich bin hier mit Türken, Deutsch-Russen, Polen, Italienern, Griechen, Kroaten, Serben, Arabern und Engländern aufgewachsen. Wovon Türken und Russlanddeutsche wohl die größten Bevölkerungsanteile hier unter den Immigranten stellen.
Ja eine große Mischung ist nicht schlecht weil dann ist das Deutsche der kleinste gemeinsame Nenner und wird zwangsläufig genutzt.

Aber dieses festhalten an der Identität des Heimatlandes über Generationen hinweg finde ich schädlich.
Wir haben 2 Moscheen in der Nachbarschaft. Sind es eine sunnitische und eine schiitische? Nein.
2 sunnitische, eine türkisch und eine marokkanisch. Toll oder? In der türkischen zahlt Erdogan die Imame und verbreitet sein Gedankengut in Deutschland.

Ne gefällt mir echt nicht.
 
Aber dieses festhalten an der Identität des Heimatlandes über Generationen hinweg finde ich schädlich.
Wir haben 2 Moscheen in der Nachbarschaft. Sind es eine sunnitische und eine schiitische? Nein.
2 sunnitische, eine türkisch und eine marokkanisch. Toll oder? In der türkischen zahlt Erdogan die Imame und verbreitet sein Gedankengut in Deutschland.
Es sollten in Moscheen, hier in Deutschland, nur Imame beschäftigt werden, welche auch in Deutschland ausgebildet wurden. In manchen Moscheen wird nämlich die Scharia verbreitet.
 
Der fehlerhafte Ansatz beginnt schon damit, dass erwartet wird, dass die Leute Deutsch lernen und ihre kulturellen Identitäten verleugnen um sich anzupassen. Das bereits ist zu tiefst rassistisch. Niemand darf gezwungen werden sich anzupassen. Der Staat muss mit Menschen jeder Herkunft und jeder Sprache zurecht kommen und sie frei von jeglicher Diskriminierung aufnehmen.

Die rassistische Mehrheitsgesellschaft muss sich anpassen, nicht die Migranten.

was ein Blödsinn.... was anderes fällt mir dazu echt nicht ein.
Natürlich muss auch der Staat mit Menschen jeder Herkunft klar kommen. Aber die Amtssprache sollten diese Menschen schon lernen (wollen). Wie sollen die sonst integriert werden? Mit singen, klatschen und tanzen?

Die Mehrheitsgesellschaft muss sich anpassen... ja ne ist klar
 
Wir haben 2 Moscheen in der Nachbarschaft. Sind es eine sunnitische und eine schiitische? Nein.
2 sunnitische, eine türkisch und eine marokkanisch. Toll oder?
Moscheen sind in Deutschland von den Mitgliedern selbstorganisierte Vereine. Das es bei euch zwei Moscheen gibt, wo türkisch und marokkanisch gepredigt wird, liegt dann wohl daran, dass bei euch diese zwei Bevölkerungsgruppen am meisten leben. Was für einen Sinn würde es dann machen dort den Leuten eine schiitische Moschee aufzuzwingen?
In der türkischen zahlt Erdogan die Imame und verbreitet sein Gedankengut in Deutschland.
Halte ich für eine unbewiesene Unterstellung. Eine Moschee ist erstmal ein Ort wo gebetet wird und religiöse Predigen gehalten werden. Abgesehen davon, veröffentlichen die zwei größten türkischen Moscheegemeinden, Ditib und IGMG, alle Freitagspredigten jede Woche auf deutsch auf ihren Webseiten. Kann man sich gerne heute selber davon überzeugen.
Es sollten in Moscheen, hier in Deutschland, nur Imame beschäftigt werden, welche auch in Deutschland ausgebildet wurden.
Bin ich voll dafür.
In manchen Moscheen wird nämlich die Scharia verbreitet.
Hier ist gefährliches Halbwissen. Scharia ist ein flexibler islamischer Regelkatalog, der das individuelle, als auch das kollektive Leben regeln soll. Im individuellen zählt zur Scharia die Regelung wie und wann man betet, fastet, spendet oder welche Nahrung man isst. Somit leben die Muslime in BRD ja auf individueller Ebene Scharia aus und über diese Scharia wird natürlich auch gepredigt.
Was du mit Sicherheit meinst, ist das Strafgesetzbuch nach Scharia und diese wird in 99% der Moscheen definitiv nicht in Deutschland gepredigt, da sie sonst ratz fatz zu wäre :D
 
Hier ist gefährliches Halbwissen. Scharia ist ein flexibler islamischer Regelkatalog, der das individuelle, als auch das kollektive Leben regeln soll. Im individuellen zählt zur Scharia die Regelung wie und wann man betet, fastet, spendet oder welche Nahrung man isst. Somit leben die Muslime in BRD ja auf individueller Ebene Scharia aus und über diese Scharia wird natürlich auch gepredigt.
Was du mit Sicherheit meinst, ist das Strafgesetzbuch nach Scharia und diese wird in 99% der Moscheen definitiv nicht in Deutschland gepredigt, da sie sonst ratz fatz zu wäre :D
Ja ok. Danke für die Richtigstellung. ;)

Ich hatte mal eine Doku gesehen, da haben Journalisten aufgedeckt, das in manchen Moscheen Hass gepredigt wird.
 
Was für einen Sinn würde es dann machen dort den Leuten eine schiitische Moschee aufzuzwingen?
Das war nicht der Sinn meiner Aussage.
Halte ich für eine unbewiesene Unterstellung.
 
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