Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Und wie soll das sonst gelingen?
Dazu müssten, darauf will seahawk hinweisen, zuerst die Gesetze geändert werden. Aktuell ist es in diesem Wirtschaftssystem völlig ok, dass Menschen mit einem Durchschnittseinkommen 37 Jahre arbeiten müssen, um im Alter mehr als Bürgergeld zu bekommen. Das ist so gewollt. Muss man halt mehr verdienen und mehr sparen. Dann hat man für des Alter etwas.
Da braucht man schon echt na knall rosa gefärbte Brille wenn es um linksextreme Gewalt geht.
Viele verwechseln Wirtschaftssysteme mit politischen Systemen. Z.B. Sozialismus zu fordern, kann wunderbar im Rahmen demokratischer Strukturen funktionieren. Könnte, wenn nicht, siehe Allende in Chile, der Weltpolizist jede andere Wirtschaftsform als hemmungslosen Kapitalismus unterbindet. Innerhalb der EU sind wir groß und stark genug. Da geht sowas. Da kann man sogar kommunistisches Zeugs wie Sozialversicherungen umsetzen. Zumindest ist das in US-amerikanischer Sichtweise kommunistisches Zeugs. Sehen wir ja zum Glück anders.

Und das sind ja auch die Themen, über die wir diskutieren. Mehr soziale Sicherheit, oder weniger. Die aktuelle Regierung baut soziale Systeme ab. Förderungen und Subventionen gibt es vor allem ans obere Ende. Eine nennenswerte Bafögerhöhung ist lange her.

Und noch einmal für Dich "Autonome" haben nicht mit "links" zu tun. Die schmeißt man gerne in einen Topf, um Linke zu diskreditieren. Oder nennenst Du Mundlos, Böhnhardt und Zschäpe "Konservative"? Das sind grundsätzlich unterschiedliche Dinge. Autonone denken an Anarchie. Anachie ist nicht links. Das ist etwas anderes. Anarchie im wirtschaftlichen Sinn fordert der neue Präsident Argentiniens. Ist es darum ein Linker? Wohl kaum.

Aber alle diese Themen haben nichts mit unserer Regierung zu tun. Das sind alles stramme Neokapitalisten.
 
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Aber wehe der Krabbensalat kostet jetzt 49,90€/Kg statt 39,90€/Kg;
was meinst du wie aufmerksam und engagiert die "Gesellschaft" da plötzlich sein kann :stupid:

Über Dönerpreise wurde hier auch schon diskutiert, aber ja: Alles egal ^^
 
Nicht nur gleichgültig, sondern auch abgetumpft/abgebrüht.
Gleichgültig beziehe ich auf das Gegenteil von Mitgefühl.
Sieht man ja an der Ukraine, wo nicht nur Merz gegen Ukraine Flüchtlinge hetzt.
Dabei gibt es so viele einzelne Schicksale, die traurig machen.
Eins davon liegt oben im Bett und hört Bibi und Tina (schätze ich jedenfalls) und wenn nicht mal ein einzelnes Schicksal Mitgefühl auslöst, geht es mit der Menschheit den Bach herunter.
Über Dönerpreise wurde hier auch schon diskutiert, aber ja: Alles egal ^^
Der Döner ist in den letzten Jahren schon spürbar teurer geworden, aber das ist mir egal. Die Leute wollen auch leben und der Lieferant bekommt ein üppiges Trinkgeld.
Ich esse gerne Döner. :daumen:
Meine Frau auch. :hail:
 
Und wie soll das sonst gelingen?
Indem man zusätzlich auch die Art der Bestimmung des Regelsatzes ändert. Es macht keinen Sinn, dass die Veränderung der Nettolöhne dabei eine Rolle spielt.

Mittelfristig aber über die Einführung eines echten Bürgergeldes und damit einem Ende des Zwangs zur Arbeit. Weiterhin stärkere Umverteilung von oben nach unten. Mehr Geld für Geringverdiener, weniger Geld für Gutverdiener.
Ich kenne solche Menschen nicht. Ich kenne nur Gruppen, die mehr Demokratie wollen, direktere Demokratie, mehr Befugnisse auf kommunaler Ebene, etc.. Ich kenne niemand, der nach Diktatur, König oder Führer schreit. Das erlebe ich offen nur auf der anderen Seite, aber vermutlich kenne ich zu wenig. Keine Ahnung, wo ihr Euch herum treibt.
Ein Volksrat mit Personen gewünschter Gesinnung ist auch nicht demokratisch.
 
Weiterhin stärkere Umverteilung von oben nach unten. Mehr Geld für Geringverdiener, weniger Geld für Gutverdiener.
Das Umverteilen hört sich immer so reizvoll an aber was soll es denn bedeute? Und wo zieht man da die Grenze wenn Vermögen und nicht Einkommen zum Beispiel besteuert werden soll?

Ich sehe bei der Bürgergelderhöhung gar nicht das Problem. Das Problem ist eher das die Geringverdiener zu wenig verdienen im Verhältnis zu den die Bürgergeld erhalten. Arbeit muss sich lohnen.
Aber selbst wenn du dich ins Zeug gelegt hast und einen guten Job hast kommt der Staat und saugt dich aus. Das seh ich als wirkliches Manko da wenn man dann langsam zu einem angenehmen Verdienst gekommen ist ist man auch ruck zuck im Spitzensteuersatz und das schon bei 63.000 im Jahr. Absoluter Wahnsinn meiner Meinung nach.
 
Umverteilen ist gelebte Gerechtigkeit. Das Verhältnis ziwschen Spitzeneinkommen und Bürgergeld sollte niemals höher als 10:1 sein.
 
Umverteilen ist gelebte Gerechtigkeit. Das Verhältnis ziwschen Spitzeneinkommen und Bürgergeld sollte niemals höher als 10:1 sein.
Kommt drauf an, was man unter "Spitzenverdiener" versteht. Es macht schon einen Unterschied, ob man 5.000€+ Brutto bekommt und seine 160 Stunden hat, oder ob man 5.000€ Brutto bekommt und dafür 210+ Stunden arbeitet. Alles andere hat nix mit Gerechtigkeit zutun.
 
Mittelfristig aber über die Einführung eines echten Bürgergeldes und damit einem Ende des Zwangs zur Arbeit. Weiterhin stärkere Umverteilung von oben nach unten. Mehr Geld für Geringverdiener, weniger Geld für Gutverdiener.
Es gibt so viele Ansätze dazu, es geht mit negativem Steuersatz los, man kann es auch bedingungsloses Grundeinkommen nennen, Emmissionsrechte an jeden, die man verkaufen kann, geht in diese Richtung, etc

Ein Volksrat mit Personen gewünschter Gesinnung ist auch nicht demokratisch.
Ein gewählter Volksrat ist ein gewählter Volksrat. Heute heißen die Gemeinderat. Denen erheblich mehr Befügnisse zu geben, ist ein Ansatz, um Politikverdrossenheit zu beenden und lokale Fragen besser und schneller zu beantworten. Es muss nicht alles zentral gelenkt werden. Aber, wer hat denn heute noch Lust auf politische Arbeit? Darüber zu diskutieren, wie man die Bevölkerung stärker in politische Entscheidungen integriert, ist für mich ein guter Ansatz zu mehr Demokratie. Macht natürlich Arbeit.

Das ist teilweise auf der Agenda der großen Parteien, Stickwort "Mehr Befugnisse auf kommunale Ebene". Aktuell sehe ich in dem Bereich aber wenig Substanzielles. Da passiert nix und die aktuelle Regierung hat das Thema nicht auf dem Schirm. Ganz im Gegenteil sollen viele Aufgaben an den Bund geschoben werden, Aufgaben, die Geld kosten.

Das Verhältnis ziwschen Spitzeneinkommen und Bürgergeld sollte niemals höher als 10:1 sein.
Das ist ungefähr das Verhältnis in den Sechzigern gewesen, wenn man auf Gehälter von Pförtner zu Geschäftsführer mittelständischer Unternehmen schaut. Heute, betrachtet man DAX Konzerne eine Ebene höher, liegt es bei einem Verhältnis bis hin zu 1000:1. Da kann man durchaus diskutieren, wie und ob man das eindämmt, aber nichts in der Richtung passiert. Spitzensteuersätze zu erhöhen oder, was mein Weg wäre, den steuerlich abzugsfähigen Teil eines Gehälter z.B. auch eine Million pro Jahr zu begrenzen, werden nicht einmal angedacht.

Für die Gruppe unter den Mitlesenden, die einfach wieder alles abstreitet und sagt "Das stimmt doch gar nicht", doch es stimmt. Hier z.B. ein Text dazu: Die Grafik zeigt nur eine kleine Zeitskala von 2000-2009, aber sie ist eindeutig. Und diese Entwicklung gibt es seit Jahrzehnten.

" ....Die Ungleichheit der Einkommensverteilung hat nicht zuletzt deshalb stark zugenommen,
weil die Bezieher von Spitzeneinkommen überproportional hohe Einkommenszuwächse
erzielten. Vor allem der mittlerweile immense Abstand der Gehälter von Topmanagern zu den
von Normalverdienern wird in Öffentlichkeit und Wissenschaft intensiv diskutiert. Der
vorliegende Beitrag stellt die Topmanager-Vergütungen in den Zusammenhang mit
ökonomischem und normativem Marktversagen....."

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Ein gewählter Volksrat ist ein gewählter Volksrat. Heute heißen die Gemeinderat. Denen erheblich mehr Befügnisse zu geben, ist ein Ansatz, um Politikverdrossenheit zu beenden und lokale Fragen besser und schneller zu beantworten. Es muss nicht alles zentral gelenkt werden. Aber, wer hat denn heute noch Lust auf politische Arbeit? Darüber zu diskutieren, wie man die Bevölkerung stärker in politische Entscheidungen integriert, ist für mich ein guter Ansatz zu mehr Demokratie. Macht natürlich Arbeit.
Bürgerräte gibt es schon lange, die haben aber keine Entscheidungskompetenz und das will die letzte Generation ändern. Hört sich gut an, aber da die Teilnahme freiwillig bleiben soll, ist es klar dass die Teilnehmenden nicht repräsentativ sein können und natürlich auch nicht demokratisch legitimiert wurden.
 
Umverteilen ist gelebte Gerechtigkeit. Das Verhältnis ziwschen Spitzeneinkommen und Bürgergeld sollte niemals höher als 10:1 sein.
Ja so lange man das auf das Einkommen bezieht möchte das möglich sein.
Wenn man aber anfangen will Vermögen zu besteuern kommt man definitiv in die Problematik das Vermögen was vielleicht schon übe Generationen erarbeitet wurde nochmal besteuert wird, was ich unfair finde.

Der Mittelstand also Leute die 70-150% des Durschnitts verdienen werden ja seit Jahren am meisten geschröpft und deswegen schwindet der Mittelstand auch immer mehr.

Bürgerräte gibt es schon lange, die haben aber keine Entscheidungskompetenz und das will die letzte Generation ändern. Hört sich gut an, aber da die Teilnahme freiwillig bleiben soll, ist es klar dass die Teilnehmenden nicht repräsentativ sein können und natürlich auch nicht demokratisch legitimiert wurden.
Bürgerräte wären ein Anfang aber nur wenn sie gewählt und dauerhaft sind. Grundsätzlich ist der Weg hinzu mehr direkter Demokratie gut da sie deutlich gerechter abläuft.
 
Bürgerräte gibt es schon lange, die haben aber keine Entscheidungskompetenz und das will die letzte Generation ändern. Hört sich gut an, aber da die Teilnahme freiwillig bleiben soll, ist es klar dass die Teilnehmenden nicht repräsentativ sein können und natürlich auch nicht demokratisch legitimiert wurden.
Es ist ein Weg. Freiwilligkeit ist immer ein guter Weg. Wer ist denn aktuell in Parteien organisiert? Jeder Bundesbürger mit Pflicht teilzunehmen, oder nicht jeder, weil nur bestimmte Menschen engagiert sind und wir darum keine repräsentative Abbildung der Gesellschaft haben? Das ist je gerade das Problem, was diskutiert wird.

Mit demselben Argument kannst Du unsere Parteienlandschaft als "undemokratisch" ansehen, weil man zuerst kostenpflichtig in der Partei sein muss, nur um z.B. mitzuentscheiden, wer für Wahlen aufgestellt wird. Ich sehe da jetzt keinen qualitativen Unterschied. Es wird nur einfacher und weniger bürokratisch. Ob damit besser, kann ich nicht sagen. Aber wenn man Zugangshemmnisse reduziert, hilft das eigentlich immer. Und trotzdem werden sich nie alle engagieren. Insgesamt wirkt es auch mich demokratischer als bisher und nicht weniger demokratisch.

Hier geht es nur darum, dass Parteien ihre Pründe haben wollen. Und ja, wenn man Parteien entmachten will, geht das nur über eine Grundgesetzänderung und genau die müsste mit Zweidrittelmehrheit legitimiert werden. Alles ganz demokratisch.

Aber all diese Punkte sind nicht Teil unserer Regierungspolitik. Es sind wichtige Fragen, sie werden aber nicht angegangen. Stattdessen entkoppeln sich Parteien immer mehr von den Bedürfnissen der Bevölkerung z.B. nach mehr Gleichheit.
 
CO2 Preis hoch bedeutet allerdings auch das vieles wieder teurer wird.

Für Benzin/Diesel gibt es hier ein Berechnungsbeispiel:
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Viele Grüße,
stolpi
 
Kommt drauf an, was man unter "Spitzenverdiener" versteht. Es macht schon einen Unterschied, ob man 5.000€+ Brutto bekommt und seine 160 Stunden hat, oder ob man 5.000€ Brutto bekommt und dafür 210+ Stunden arbeitet. Alles andere hat nix mit Gerechtigkeit zutun.
Nimm doch ein normales Unternehmen.
Wie sieht es denn bei VW aus?
Das wie viel Fache verdient denn der Vorstand im Vergleich zum Arbeiter am Band? Waren das nicht 100x oder so?
Sowas könnte man begrenzen. Wenn der Vorstand also mehr verdienen will, muss er seinen Angestellten auch mehr zahlen, damit das Verhältnis bleit.
 
Nimm doch ein normales Unternehmen.
Wie sieht es denn bei VW aus?
Das wie viel Fache verdient denn der Vorstand im Vergleich zum Arbeiter am Band? Waren das nicht 100x oder so?
Sowas könnte man begrenzen. Wenn der Vorstand also mehr verdienen will, muss er seinen Angestellten auch mehr zahlen, damit das Verhältnis bleit.
VW ist da nen schlechtes Beispiel. :ugly:
Dort ist jeder überbezahlt...

Mir gehts darum, das ich als Selbstständiger viel Geld im Monat bekomme...mache dafür aber auch viel mehr Stunden als der Durchschnitt. Alles nur aufs monatliche/jährliche Einkommen runterzubrechen ist falsch.
 
Mir gehts darum, das ich als Selbstständiger viel Geld im Monat bekomme...mache dafür aber auch viel mehr Stunden als der Durchschnitt. Alles nur aufs monatliche/jährliche Einkommen runterzubrechen ist falsch.
Natürlich musst du auch mehr arbeiten, dafür bist du ja selbstständig.
Das gilt für jeden Freiberufler. Guck dir Schauspieler an. Da verdienen wohl nur 5% richtig gut, andere müssen sich von Monat zu Monat schwingen. Und Rente muss man auch selbst machen.
Es gibt aber eben auch viele Leute, die angestellt sind, sich aber natürlich nicht tot arbeiten.
Während andere täglich schwitzen.
Mir geht es nur darum, ein Verhältnis zu schaffen, der VW Vorstand ist ja auch nur angestellt. wieso kriegt er aber das 100x eines Arbeiters am Band? Reichen 25x oder 50x nicht auch?
Könnte man eine Grenze beim Profifußball setzen? Also ein Club darf nicht mehr als 300 Millionen euro an Gehälter bezahlen? Bezahlt man also Ronaldo 200 Millionen i m Jahr, hast du nur noch 100 Millionen für alle anderen spieler.
 
Fun fact: Genau so ist es mit Beckham und seinen Mitspielern in der MLS gelaufen.
Ja, aber eben nur dort.

Wird aber so im europäischen Fußball nicht kommen. Genauso wenig wie in der NBA, MLB oder NFL ^^
Irgendwann muss das aber kommen, da es sonst kein Ende gibt und irgendwann kann man auch dort die Einnahmen nicht weiter steigern.
Wobei Ronaldo und co. in Saudi Arabien natürlich kein Maßstab ist, da man das nicht refinanzieren kann.
Aber im europäischen Fußball sollte es endlich mal einzuhaltende Grenzen geben.
 
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