Neue Bundesregierung 2021 Diskussionsthread

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Im Einzelhandel haben die auch zu meiner Zeit mehr Geld in der Ausbildung bekommen als im Handwerk.
Danach als Geselle sieht es dann aber anders aus.
 
Und natürlich an den oftmals eher unattraktiven, nicht mehr zeitgemäßen Konditionen. Man bekommt, was man zu bezahlen bereit ist.
Da sind nicht nur schlecht bezahlte Berufe/Arbeitsstellen betroffen, die Leute sind einfach zu faul/bequem geworden..."Sozialhilfe regelt", hab ich schon von einigen ehmaligen Mitschülern gehört.

In der Kranken - und Altenpflege das will auch kaum einer machen. Obwohl die gar nicht so schlecht bezahlt werden.
Deswegen wird man langfristig aus dem Ausland Arbeitskräfte holen müssen.
Bei uns im Krankenhaus braucht man mittlerweile Übersetzer...aber die machen ihre Arbeit, kann man nix dagegen sagen.
Für Berufe in der Kranken-und Altenpflege musste aber auch für geboren sein, für mich wäre das auch nix, geb ich offen zu.
Abgesehen, dass das absolut nichts für mich war hätte ich nicht zu den Bedingungen arbeiten wollen.
Als man die Azubi Gehälter gesehen hat musste man ja weinen. Ich hab für 9h pro Woche bei Obi gejobbt (neben dem Fachabi) und genau so viel Geld bekommen wie nen Kumpel in seiner Ausbildung zum Schreiner.
Rat mal wer mehr geleistet hat, ich jedenfalls nicht.
Bei Aldi hat man zur selben Zeit mehr als das doppelte als Azubi bekommen, also auch alle die nicht studieren konnten/wollten konnten deutlich besser verdienen.
Ich hab auch nur ein paar Kröten in der Ausbildung bekommen, Lehrjahre sind nunmal keine Herrenjahre. Wer nach der Ausbildung ranklotzt, kann sich nen güldenes A-Loch verdienen, indem er den Btrieb übernimmt bzw. ne eigene Firma gründet.
 
Da sind nicht nur schlecht bezahlte Berufe/Arbeitsstellen betroffen, die Leute sind einfach zu faul/bequem geworden..."Sozialhilfe regelt", hab ich schon von einigen ehmaligen Mitschülern gehört.
Da die Sozialhilfe bekanntlich nicht sehr hoch ist, kann man sich ungefähr ausmalen, wie die Gehälter gestaltet sein müssen, damit staatliche Almosen dagegen als echte Alternative erscheinen. :ugly:
 
Da die Sozialhilfe bekanntlich nicht sehr hoch ist, kann man sich ungefähr ausmalen, wie die Gehälter gestaltet sein müssen, damit staatliche Almosen dagegen als echte Alternative erscheinen. :ugly:
Wenn man sieht, was man von seinem erarbeiteten Geld für Miete, Versicherungen, Auto usw. alles ausgeben musst(und es wird ja nicht besser, sondern alles nur teurer), biste als Sozialhilfeempfänger fast besser dran, weil du für dein Einkommen im Grunde nichtmal aufstehen musst. :ugly:
 
Wenn man sieht, was man von seinem erarbeiteten Geld für Miete, Versicherungen, Auto usw. alles ausgeben musst(und es wird ja nicht besser, sondern alles nur teurer), biste als Sozialhilfeempfänger fast besser dran, weil du für dein Einkommen im Grunde nichtmal aufstehen musst. :ugly:
Man bekommt zwar Wohnung und Nebenkosten bezahlt wenn man ALG II bekommt, aber zum leben bleibt auch nicht viel übrig. Da ist nichts mit Kultur oder Urlaub. Oder Essen gehen.

Deswegen ist das Argument: "ALG II wäre zu hoch" Blödsinn. Im Gegenteil jetzt wo die Inflation stark gestiegen ist, ist es sogar noch zu wenig. Und die 50 Euro Erhöhung im Januar + 18 Euro Kindergeld auch viel zu wenig.
Arbeitgeber stehen in der Pflicht angemessen zu bezahlen. 12 Euro Mindestlohn sind eigentlich auch viel zu wenig. Bei den ganzen gestiegenen Kosten.

Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann ist das Piloten jetzt auch streiken. Die bekommen bis zu 250K im Jahr. Das ist bei denen eher ein Luxusproblem.
 
Man bekommt zwar Wohnung und Nebenkosten bezahlt wenn man ALG II bekommt, aber zum leben bleibt auch nicht viel übrig. Da ist nichts mit Kultur oder Urlaub. Oder Essen gehen.
Die Mietpreise sind gestiegen, die Nebenkosten sind gestiegen und steigen, Lebensmittelpreise sind gestiegen, Spritkosten sind gestiegen...was soll da denn bei nem Arbeitnehmer noch übrigbleiben?^^

Deswegen ist das Argument: "ALG II wäre zu hoch" Blödsinn. Im Gegenteil jetzt wo die Inflation stark gestiegen ist, ist es sogar noch zu wenig. Und die 50 Euro Erhöhung im Januar + 18 Euro Kindergeld auch viel zu wenig.
Arbeitgeber stehen in der Pflicht angemessen zu bezahlen. 12 Euro Mindestlohn sind eigentlich auch viel zu wenig. Bei den ganzen gestiegenen Kosten.

Zumindest ist Dir die Bude, die warme Heizung/Wasser und das Futter sicher...und bei mir in der Stadt anscheinend auch das Sonntagsbesäufnis mit Tankstellenbier.
Wir wundern uns jeden Sonntag, wie das funktioniert...ich kauf mir an der Tanke ja nur Diesel und Kippen, für den Rest bin ich zu arm/geizig.

Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann ist das Piloten jetzt auch streiken. Die bekommen bis zu 250K im Jahr. Das ist bei denen eher ein Luxusproblem.
Für uns sind das vielleicht Luxusprobleme, aber die Piloten sehen das sicherlich gaaaaanz anders. Außenstehende können da glaube ich nicht so mitreden.
Die sind viel Unterwegs, haben viel Verantwortung und Stress...dafür musste wahrscheinlich auch geboren sein, weil...nen normales, geregeltes Familienleben kannste Dir abschminken.
 
Die Mietpreise sind gestiegen, die Nebenkosten sind gestiegen und steigen, Lebensmittelpreise sind gestiegen, Spritkosten sind gestiegen...was soll da denn bei nem Arbeitnehmer noch übrigbleiben?^^
Deswegen müssen sie angemessen bezahlt werden. Aber jetzt kommen auch noch andere Probleme dazu.
Da muß der Staat jetzt schon mehr entlasten. Auch die Arbeitgeber. Sonst wird es sehr viele Aufstocker im neuen Jahr geben.
 
Die haben gesagt im Handwerk gibt es so wenig Nachwuchs weil die jungen Menschen keine Lust darauf haben und lieber studieren oder was anderes machen.
In der Kranken - und Altenpflege das will auch kaum einer machen. Obwohl die gar nicht so schlecht bezahlt werden.
Deswegen wird man langfristig aus dem Ausland Arbeitskräfte holen müssen.

Die Bezahlung ist halt nur das eine.
Es kommt halt auch auf den Arbeitsinhalt an. Die Aussicht mit 60 exakt dieselben Aufgaben zu machen wie mit 20 holt halt keinen mehr ab.
 
Deswegen müssen sie angemessen bezahlt werden. Aber jetzt kommen auch noch andere Probleme dazu.
Da muß der Staat jetzt schon mehr entlasten. Auch die Arbeitgeber. Sonst wird es sehr viele Aufstocker im neuen Jahr geben.
Definiere "Angemessen"...dadurch steigen die Preise und dann ist das Geld wieder zu wenig...und jetzt ist momentan eh erstmal in vielen Betrieben Kurzarbeit angesagt.

Aber man kann das ja auch wieder unser Traumprinz Habeck machen...die Firmen machen einfach mal nen halbes Jahr pause und wir gwhen in den Winterschlaf...oder so. Das wäre für die Arbeitgeber und Arbeitnehmer am günstigsten...brauchst nix zu futtern, brauchst keinen Strom und Wasser spart die geile Idee auch noch.
 
Aber man kann das ja auch wieder unser Traumprinz Habeck machen...die Firmen machen einfach mal nen halbes Jahr pause und wir gwhen in den Winterschlaf...oder so.
Joar das ist im Lockdown passiert und wir haben nicht zig geschlossene Restaurants und so.
Ich komme grad tatsächlich nicht drauf welches Restaurant in meiner Stadt geschlossen hat, außer
einem, aber da begann es mit der Gesundheit bergab zu gehen und der Vermieter wollte den Mietvertrag nur auf 5 Jahre verlängern, also lieber zu gemacht.
 
Joar das ist im Lockdown passiert und wir haben nicht zig geschlossene Restaurants und so.
Ich komme grad tatsächlich nicht drauf welches Restaurant in meiner Stadt geschlossen hat, außer
einem, aber da begann es mit der Gesundheit bergab zu gehen und der Vermieter wollte den Mietvertrag nur auf 5 Jahre verlängern, also lieber zu gemacht.
Ich hab kein geschlossenes Restaurant erlebt...weder in Thüringen, Niedersachsen noch in Schleswig Holstein, in Hamburg oder in Bayern oder in Baden Württemberg...man saß draußen oder hat es an der Haustür abgeholt, aber so richtig zu hatte keines, wo ich war.

Die frage ist ja außerden, was machste als Arbeitnehmer, wenn kein Geld reinkommt...wenn ein Haufen Leute plötzlich Arbeitslosengeld wollen hilft das der Staatskasse dann auch nicht unbedingt weiter.
 
Die Bezahlung ist halt nur das eine.
Es kommt halt auch auf den Arbeitsinhalt an. Die Aussicht mit 60 exakt dieselben Aufgaben zu machen wie mit 20 holt halt keinen mehr ab.
Es kommen auf eine Pflegefachkraft 13 Patienten im Schnitt. Im Nachtdienst noch mehr. Darunter leidet die Qualität. Da muß es Entlastungen geben.
 
Es kommen auf eine Pflegefachkraft 13 Patienten im Schnitt. Im Nachtdienst noch mehr. Darunter leidet die Qualität. Da muß es Entlastungen geben.
Bei Pflegerobotern muss man darauf achten, dass die das Kissen immer unter den Kopf legen und nicht aufs Gesicht drücken. :ugly:
Das Problem ist, dass diese Berufe nicht produktiv sind und damit nichts erwirtschaften und daher uninteressant sind. Das kannst du nur ändern, wenn du die Gesellschaft änderst.
 
Das Problem ist, dass diese Berufe nicht produktiv sind und damit nichts erwirtschaften und daher uninteressant sind. Das kannst du nur ändern, wenn du die Gesellschaft änderst.
Sind eben Dienstleistungsberufe im gesundheitlichen und sozialen Bereich. Das die nicht so hoch geschätzt werden darüber gibt es auch Studien. Technische Berufe werden z.B. höher geschätzt.
Ausser Ärzte, die haben ein höheres Ansehen.
 
Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann ist das Piloten jetzt auch streiken. Die bekommen bis zu 250K im Jahr. Das ist bei denen eher ein Luxusproblem.
Das finde ich als Außenstehender schwer einzuschätzen.
Die Pilotenausbildung ist wohl sehr teuer und wer sich nicht mit Leib und Seele an eine Arbeitgeber bindet, der die Kosten mitträgt, startet womöglich hochverschuldet in den Beruf. Auch die Mobilitätserfordernisse erzeugen Kosten und bringen viel Verzicht mit sich, der irgendwie kompensiert werden muss.
Und natürlich ist der Beruf generell mit starken Belastungen und hoher Verantwortung verbunden.

Sicherlich gibt es andere Berufe, in denn das ebenso der Fall ist und die grundsätzlich schlechter vergütet sind, aber "Andere werden noch beschi**ener bezahlt!" kann ja kein Argument dafür sein, keine Verbesserung der Konditionen anzustreben.
 
Was ich allerdings nicht nachvollziehen kann ist das Piloten jetzt auch streiken. Die bekommen bis zu 250K im Jahr. Das ist bei denen eher ein Luxusproblem.
Quelle: https://www.kununu.com/de/lufthansa/gehalt/pilot-3169
Du kannst zwischen 34.000 € und 201.200 € verdienen, wobei der Durchschnitt bei 110.200 € liegt. In der Branche bewegen sich die realistischen Gehälter zwischen 33.900 € und 184.300 €.

In Fakt, verdienen die allermeisten (deutlich) unter 100.000 €, wenn man alle Fluggesellschaften in Summe betrachtet.
LH ist schon ein guter Entlohner und die Tarifdiskussion drehte sich ja auch um die Ausgliederung vieler Piloten der LH in eine Billiggruppe mit deutlich geringeren Gehältern.
Was auch noch in Relation zu anderen Berufen sehr viel ist, aber die Zahl "bis zu 250k" suggeriert nur Superverdiener, was so nicht stimmt.
Dass Gehalt von Piloten wird generell etwas überbewertet.
Ein ehemaliger BW Kollege fliegt seit Jahrzehnten Langstrecken-Fracht für eine belgische Cargo-Firma.
Gehe davon aus, dass er aktuell unter 6.000 € brutto/Mon. nach Hause bringt.
 
@Mahoy und @compisucher : Ja so gesehen habt ihr wohl Recht.
Die Pilotenausbildung müssen sie ja auch noch bezahlen.
Und nicht jeder bekommt einen Spitzenverdienst.
Auch Piloten sind keine Top Verdiener mehr. Allerdings haben sie gute Konditionen wenns um Rente und so geht. Da will ja die Lufthansa ran und das kürzen. Dass die Piloten das nicht wollen, kann ich nachvollziehen.
Aber die Zeiten ändern sich.
Ein Bekannter musste sich mit Mitte 50 noch was Neues suchen, da seine Firma insolvent geht.
Statt 33 Tage hat er nur noch 25 Tage Urlaub im Jahr.
Er verdient 400€ weniger im Monat.
Er muss täglich 100km fahren, 90 mehr als früher.
Jeder muss Abstriche machen, Keine Ahnung, wer 250.000€ im Jahr verdient.
Ich bin es jedenfalls nicht. :(
Für so wenig würde ich nicht mal aufstehen. :D
 
@Mahoy und @compisucher : Ja so gesehen habt ihr wohl Recht.
Die Pilotenausbildung müssen sie ja auch noch bezahlen.
Und nicht jeder bekommt einen Spitzenverdienst.
M. W. läuft die Ausbildung über eine Art Kreditsystem.
Jene, de übernommen werden, zahlen nur einen Teil ab.
Damals, als ich mich dafür interessierte, hätte nur die Umschulung von Militär auf Busfahrer bei der LH knappe 70.000 DM gekostet - hatte ich nicht.
Was es heute kostet? :ka:
Ich taxiere den Gesamtaufwand mal auf über 100.000 €.
 
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