Liberalisierung weicher Drogen

@ ruyven

ja, da muss ich dir schon recht geben, wenn sich ein Alkoholkranker "geoutet" hat oder aufgrund seines (übermäßigen) Alkoholkonsums (negativ) auffällig wird, ja auch dann sind Alkoholkranke nicht akzeptiert. Die eigentliche Alkoholsucht wird aber viel zu lange von den meisten ignoriert/akzeptiert...ich arbeite seit gut 15 Jahren im sog. sozialen Bereich, wieviel Leute dort ein ernsthaftes Alkoholproblem haben bishin zur reinen Sucht ist unglaublich, aber es wird ignoriert solange keine Fehler passieren..und selbst dann...

Was ich, kurz zusammenfassend, nur sagen möchte ist, dass meine Meinung ist das Alkohol ein viel größeres Problem (Konsum, Menge, Erreichbatkeit, gesellschaftl. Akzeptanz) in unserer Gesellschaft ist als der ganze Popanz um Cannabis die letzten 40 Jahre.
 
Das Alkoholsucht oft unter den Teppich gekehrt wird, ist mir klar - deswegen schrieb ich "scheinen". Allerdings sind es eben auch erst die schwer Abhängigen, die regelmäßig Ausfallerscheinungen auf dem Niveau von Cannabis-Berauschten zeigen.

Und ja: Natürlich ist Alkohol absolut derzeit ein größeres Problem, als Cannabis. Weil letzteres eben für die Mehrheit gar nicht oder nur schwer zugänglich und nur unter großer Vorsicht überhaupt konsumierbar ist, während ersteres immer und überall geht.
 
Das ist kein Problem. Oder von mir aus ist es ein Problem, aber dann nur eins von tausenden. Probleme gehören zum Leben dazu. Das ist keine perfekte Welt und Probleme sind Alltag. Viele haben z.B. ein ganz unscheinbares Problem, und zwar ein Fressproblem. Muss man dagegen was machen? Nein, das bleibt jedem selbst überlassen, ob er wie Rainer Calmund durch die Gegend laufen will. Worauf ich hinaus will ist, dass wir mit Problemen leben bzw auch sogar selber bestimmen, was ein Problem ist. Die Regierung hat bestimmt, dass der Konsum von Cannabis ein Problem ist und es verboten. Warum? Wahrscheinlich weitgehend willkürlich, genauso wie viele andere Gesetze wie z.B. die permanente Geschwindigkeitsbegrenzung auf des Highways der USA. Oder das Kaugummiverbot in Singapur. Oder das Verbot von Homosexualität in dem einen Land und die Möglichkeit gleichgeschlechtlicher Ehen in einem anderen Land. Da regiert oft die Willkür. Genauso ist es halt mit Marihuana. In Holland erlaubt, hier nicht.
 
Allerdings sind es eben auch erst die schwer Abhängigen, die regelmäßig Ausfallerscheinungen auf dem Niveau von Cannabis-Berauschten zeigen.
Du bist nicht oft unterwegs, oder? :D

In einer Gesellschaft, in der es für extrem viele dazu gehört, viel Alkohol zu vertragen, ist es kein Problem, wenn man Cannabis legalisiert. Es kann nur besser werden.
 
Natürlich ist Alkohol gesellschaftlich akzeptiert.
Aber eben nicht der Missbrauch bzw. der Überkonsum.
Und beim Alkohol ist es meiner Meinung nach einfacher maßvoller damit umzugehen als mit Cannabis.
 
@Threshold
Deiner Meinung nach vielleicht, nur gehe ich mal davon aus, dass du dich beim Alkohol gut einschätzen kannst, wie viel du verträgst, aber das weißt du auch nicht von Anfang an. ;)

Wie schon erwähnt wirkt Cannabis, wenn man es raucht, schneller und direkter, es lässt sich also leichter einteilen.
Bei Keksen sieht die Sache schon wieder ganz anders aus, aber das ist dann auch das Problem beim Alkohol, denn durch die verzögerte Wirkung kann man bei starkem Konsum nie sagen, wann es zu viel ist, außer man weiß es aus Erfahrung und selbst dann hängt es auch noch damit zusammen, was man vorher gegessen hat.
Schluck einen Löffel Olivenöl, bevor du saufen gehst. ;)

Solange es aber cool ist, wenn man viel verträgt, ist aber auch der Missbrauch gesellschaftlich toleriert, zumindest wenn man zufällig auf der selben Feier ist.
Unangenehm fällt es den meisten nur dann auf, wenn sie zur Abwechslung mal nüchtern sind.
 
Aber du scheinst anzunehmen das sobald Cannabis legalisiert wird dadurch die menge der Konsumenten ansteigt.

Aber anhand der NL ist doch deutlich abzusehen das genau das Gegenteil der Fall ist ....Dutch among lowest cannabis users in Europe-report | Reuters

Abgesehen davon, dass dort keine Aussage über die Veränderungen während einer Legalisierung gemacht werden, finden sich die Zahlen aus dem Artikel nicht einmal in der angegebenen ""Quelle"" :huh:
 
Ja, mit "hmm" saß ich auch davor, als ich auf der Suche nach Konsumentenzahlen europäischer Länder, insbesondere der Niederlande, war. Nur gefunden habe ich sie darin eben nicht.
 
Stimmt ...ich war gerade auch erst dabei danach zu suchen aber finde sie auch nicht :schief:

Aber trotzdem ein interressanter Bericht.

Hilft es dir wenn ich dir sage das es in den NL ca 350000 Cannabiskonsumenten gibt ;).....und diese Zahl inden letzten 10 Jahren um 10% gesunken ist
Aber eine Quelle kann ich dir leider dazu nicht angeben ....bzw ich such noch danach
 
Einen Vorteil hätte es noch wenn Cannabis legalisiert würde: man könnte es nicht strecken und würde reines Cannabis bekommen. Gerade beim Cannabis(und nicht beim Marihuana) hört man ja immer wieder das es mit irgendwelchen Dreck gestreckt worden ist.

Ähnlich wie beim Methadonprogramm für ehemalige Heroinabhängige. Das wird kontrolliert abgegeben und Verunreinigungen sind ausgeschlossen. Wobei mir bewußt ist das Methadon nur eine Ersatzdroge ist und das Suchtproblem verlagert wird.

Und zu Holland: Wieviele Leute dort kiffen weiß ich nicht. Aber das durch Legalisierung weniger kiffen glaube ich nicht. Alkohol ist legal und wie gesagt eine Volksdroge. Fast jeder hat in seinen Leben schon mal Alkohol getrunken. Und es gibt immer mehr Alkoholiker.

Edit: Es gibt sogar Leute die nennen sich "Incredible Alk".:lol:
 
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Da muß ich dir leider widersprechen ....frag doch mal am WE in einen Krankenhaus nach wieviel Komasäufer sie zur zeit zur behandlung dahaben und wieviele wegen Cannabismißbrauches;)

edit: Noch besser frag doch mal beim Roten Kreuz auf der Wiesen nach was die zu den maßvollen Umgang mit Alkohol zu berichten haben :lol:

Weil Du Cannabis nicht im Supermarkt kaufen kannst. Könnte man das würden deutlich mehr Cannabis Leichen im Krankenhaus liegen.

@Threshold
Deiner Meinung nach vielleicht, nur gehe ich mal davon aus, dass du dich beim Alkohol gut einschätzen kannst, wie viel du verträgst, aber das weißt du auch nicht von Anfang an. ;)

Du merkst beim Alkohol einfach ab wann es eben nicht mehr gut ist sondern nur noch nervt. Das ist bei Cannabis nicht der Fall. Da denkst du dass du immer gut drauf bist nur dass du es eben nicht mehr bist.
 
Also ich muß sagen das ich schon beides exzessiv gemacht habe. Beim Alkohol war es KOntrollverlust, da haben nicht 3-4 Bier gereicht. Nein, es mußten mindestens 10 sein und Schluck kam später auch noch dazu. Der Magen hat es dann gedankt. Am nächsten Tag ging es dann gleich mit einen dicken Kater weiter welcher teilweise bis in die Abendstunden hineingereicht hat. Durch den Abschreckungseffekt habe ich dann eine Pause gemacht. Auch wenn es manchmal nur eine Woche war.
Aber gibt Menschen die saufen noch weiter wenn sie gekotzt haben und landen dann mit Alkoholvergiftung im Krankenhaus. Es gibt auch welche die kotzen nicht, das sind die richtigen Alkoholiker welche Promillewerte haben wo andere schon tot wären.
Im Normalfall merkt man schon wenn man zuviel getrunken hat.

Cannabis, da habe ich zu meinen schlimmsten Zeiten 2-3 Gramm am Abend weggeraucht. Dichter von dicht gibt es nicht. Zumindest irgendwann nicht mehr. Dann merkt man von "den Einschlägen" gar nichts mehr und will eigentlich nur noch schlafen. Nur den wenigsten wird davon wirklich schlecht. Kenne auch niemanden der mit einer Cannabisvergiftung ins KRankenhaus gekommen ist.

Aber, wie gesagt, kann es Psychosen auslösen. Bei den meisten passiert das nicht. Man muß da schon vorbelastet sein. Aber es werden immer mehr und gerade jüngere Konsumenten, weil diese immer früher damit anfangen und es auch exzessiv betreiben.

Jetzt habe ich das mit dem Alkohol besser unter Kontrolle und trinke wirklich nur auf Feiern 2-3 Bier. Sonst nie. Cannabis rühre ich gar nicht mehr an, weil ich sofort Paras davon bekomme.
 
Weil Du Cannabis nicht im Supermarkt kaufen kannst. Könnte man das würden deutlich mehr Cannabis Leichen im Krankenhaus liegen.

Sry ...ich glaube für jemanden der Cannabis haben will ist es ein leichtes dieses auch zu bekommen.
Der einzigste Unterschied wenn es im Supermarkt verkauft werden würde wäre wahrscheinlich das man keine Fremdsprache mehr beherrschen muß um sich mit dem Verkäufer zu einigen :lol:

Du merkst beim Alkohol einfach ab wann es eben nicht mehr gut ist sondern nur noch nervt. Das ist bei Cannabis nicht der Fall. Da denkst du dass du immer gut drauf bist nur dass du es eben nicht mehr bist.

Auch den muß ich widersprechen ....ich habe schon Leute vor die Theke kotzen sehen und das nächste was die gemacht haben war ein weiteres Bier zu bestellen.
Wogegen ein Kiffer wenn er genug hat einfach genug hat und keinerlei anstalten macht sich noch mehr zuzudröhnen.
Zumal mir auch gar nicht klar ist wie eine Überdosierung von Cannabis sich auswirken soll.
Meisten folgt dann ein Übergeben und ende der Geschichte.;)

Ins Koma ist auf jeden Fall davon noch niemand gefallen
 
Das exzessiver Alkoholkonsum deutlich gefährlicher ist als exzessiver THC-Konsum sollte aber mittlerweile eigentlich auch jedem klar sein.

Edit:
Ich lebe derzeit in einer Kleinstadt und auch hier ist es extrem einfach illegale Drogen zu erwerben. Vorne mit dabei sind bei uns, in Reihenfolge, Cannabis, dreckiges Heroin (Shore) und Amphetamine (Speed).

^^Einfach ist es also allemal. Denke mal das da so gut wie jeder größere Bahnhof genug zu bieten hat.
 
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Nur zur Erinnerung: An Marihuana kann man nicht sterben. Steht sogar auf Wiki. ;)

Die tödliche Dosis dafür schafft nicht mal ein Jamaikaner auf normalem Wege.
 
Habt ihr schonmal etwas von "Crocodile" gehört? Ist angeblich die härteste Droge da sie mit Feuerzeugbenzin gemischt wird und in die Venen gespritzt wird wie H. Lebenserwartung nach dem 1. Schuss = 1 Jahr da sich der Körper auflöst :wow:
 
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