Aw: Uo
Ich hab mal ein bißchen Privatunterhaltung entfernt
Der längerfristige Trend ist aber unter anderem deshalb stark positiv, weil konsequente Messungen leider in einer außerordentlich kalten Periode begonnen haben. Wenn man einen statistischen Ausreißer als Basis nimmt, ist es nicht weiter verwunderlich, daß alle folgenden normalen Werte von diesem deutlich divergieren.
Könntest du diesen wachsweichen Schwachsinn (?) bitte anhand von Daten präsentieren/belegen? (oder unterlassen)
Einzelwerte, die sich nach statistischen Kriterien als "Ausreißer" aussortieren lassen könnten, gibt es in den mir bekannten Klimadaten jedenfalls nicht und der aktuelle Temperaturverlauf stellt weder eine Angleichung an ein früheres, wärmeres Niveau dar noch gibt es in der Vergangenheit einen vergleichbaren Temperaturabfall, der als Startpunkt für deine "außerordentlich" kalte Periode dienen könnte. (was auch immer du damit meinst)
Sicher gibt es einen Treibhauseffekt. Allerdings ist es meines Wissens mitnichten so, daß wir ohne ihn erfrieren würden. Wenn mich nicht alles täuscht, wäre es ohne ihn etwa 18°C kühler. Sicher wäre das unangenehm, aber nicht tödlich.
18°C weniger wären für "uns", ausgehend von 9°C Durchschnittstemperatur in Deutschland, definitiv keine Bedingungen, unter denen sich Leben bilden würde. De facto sind es aber auch nicht "18 Grad weniger", wie du verbreitest, sondern -18°C. Viel Spaß im Kampf ums Überleben.
Abgesehen davon war der CO2-Gehalt in der Atmosphäre in der Erdgeschichte schon bis zu 20-mal höher als heute.
Abgesehen davon, dass dieses "20 fach" auf extrem ungenauen Daten beruht (andere Untersuchungen haben für die gleichen Zeiträume schon etwas im Beriech von 1,5-2 fach ermittelt), war das zu einem Zeitpunkt, als es an Land noch nicht einmal Pflanzen gab.
Es dürfte im Interesse der Menschheit sein, die Zustände von damals nicht 1:1 wieder auf"leben" zu lassen. (Wenn man für "Natur" mal die Bedeutung annimmt, die das Wort z.B. beim "Naturschutz" hat -nämlich belebte Natur-, dann lässt sich das auch nicht mehr als "natürlich" im gebräuchlichen Sinne bezeichnen. Die Geschwindigkeit der derzeitigen Änderung erst recht nicht)
Nicht minder leichtfertig ist es aber, wenn wir eine einzelne Ursache für ein komplexes Zusammenspiel mehrerer Faktoren verantwortlich machen, wobei wir gar nicht so genau wissen, ob diese einzelne Ursache wirklich die Verantwortung trägt. CO2 mag zwar vielleicht in geringem Maße zum Treibhauseffekt beitragen, ist aber wesentlich weniger wichtig als bspw. Methan oder Wasserdampf.
In seinem Gesamtumfang ist es wichtiger, als Methan. Wasserdampf hat einen höheren Anteil (afaik aber ein geringes Potential für weitere Steigerungen, zumal H20 bei Kondensation auch sichtbare Strahlung wirkungsvoll abschirmt), seine Bildung hängt jedoch direkt von der Temperatur und nicht von einem direkt für Menschen beeinflussbaren Faktor ab -> CO2 ist die Schraube, an der wir drehen.
Andere
Daten , die aus Gründen der Datenintegrität vorzuziehen sind (warum, wird
hier ganz gut erklärt), sprechen da eine ganz andere Sprache.
Das würde ich so nicht sagen, im Gegenteil. Sie zeigen ebenfalls einen Anstieg, insbesondere die letzten 9-10 Jahre heben sich im 5-Jahresschnitt deutlich von den vorrangegangenen Jahrzehnten ab.(für viel mehr reicht der Datensatz auch nicht). Hast du einen Link, nach welchem Verfahren dieser Datensatz ermittelt wurde? (oder auch nur welche Einheiten er verwendet?)
Die Vorwürfe, die du gegen die NASA-Daten erhebst sind jedenfalls entweder erlogen oder vollkommen veraltet. Nicht einmal die Baseline stimmt und das Verfahren ist mitlerweile auch ein anderes, u.a. werden die vom Autor deines zweiten Links bevorzugten Satellitendaten mit berücksichtigt.
Vor dem Hintegrund solcher Daten von einer "globalen" Erwärmung zu sprechen, die gefährliche Ausmaße zu erreichen droht, mutet zumindest abenteuerlich an.
Stimmt. Aus einem gerade mal 30 Jahre umfassenden Datensatz Prognosen herleiten zu wollen, wäre in der Tat abenteuerlich - weswegen ich mich auch Frage, wieso du diesen Datensatz vorziehst und was du uns mit diesem Abenteuer sagen willst?
Ach so, tut mir leid, daß ich jetzt keine Zeit habe, die Daten in eine Excelgrafik zu übertagen, um Dir zu veranschaulichen, was ich meine, aber zur Not kannst Du das ja auch selber tun.[/QUOTE]
In Zukunft wäre es nett, wenn du die Zeit finden würdest.
Denn meine Zeit ist auch denkbar knapp und das plotten von unzureichenden Daten, die im Rahmen ihrer Aussagekraft eher noch eine Bestätigung denn ein Wiederspruch zu meinen bisherigen Ausführungen ist, ist definitiv nichts, für das ich weiterhin andere Dinge verschieben möchte.