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Selbst wenn* dem so wäre, würde es nicht reichen. Es ist schon mal in den 60-70ern eine zeitlang leicht kühler geworden, der längerfristige Trend über das 20. Jhd. ist aber trotzdem stark positiv.
Der längerfristige Trend ist aber unter anderem deshalb stark positiv, weil konsequente Messungen leider in einer außerordentlich kalten Periode begonnen haben. Wenn man einen statistischen Ausreißer als Basis nimmt, ist es nicht weiter verwunderlich, daß alle folgenden normalen Werte von diesem deutlich divergieren.
Das Klima wird eben von vielen Faktoren beeinflusst - die Sonnenaktivität war z.B. nicht ohne Grund so lange in der Diskussion. Letztendlich kann sie nicht mehr als 10-20% der Entwicklung im letzten Jahrhundert erklären, aber damit ist sie trotzdem stark genug, um Aussetzer im Trend zu produzieren, wenn sie mal genau in Gegenrichtung verläuft. Selbst wenn man alle bekannten kurzfristigen Ursachen für eine Nicht-Erwärmung ausschließen könnte, wäre das kein Grund zur Entwarnung - nur ein Grund für weitere Forschung. Denn dass es einen Treibhauseffekt gibt, ist einfach Fakt (sonst würden wir alle erfrieren), genauso dass CO2 ein Treibhausgas ist und dass der Mensch den CO2-Gehalt deutlich über das natürliche hinaus steigert. (sowohl absolut, vor allem aber auch deutlich schneller).
Sicher gibt es einen Treibhauseffekt. Allerdings ist es meines Wissens mitnichten so, daß wir ohne ihn erfrieren würden. Wenn mich nicht alles täuscht, wäre es ohne ihn etwa 18°C kühler. Sicher wäre das unangenehm, aber nicht tödlich.
Abgesehen davon war der CO2-Gehalt in der Atmosphäre in der Erdgeschichte schon bis zu 20-mal höher als heute. Daß wir also dessen Gehalt über das "Natürliche" hinaus steigern, läßt sich so ohne weiteres gar nicht behaupten.
Das heißt, es muss nach unserem Kenntnissstand eine Erwärmung geben - wenn wir keine messen würden, wäre das toll. Aber solange wir nicht erklären können, warum wir keine messen, d.h. solange wir nicht wissen, was die Kräfte ausgleichen könnte, die eine Erwärmung verursachen, solange könnten wir uns auch nicht drauf verlassen, dass dieser Mechanismus bestand hat.
Nicht minder leichtfertig ist es aber, wenn wir eine einzelne Ursache für ein komplexes Zusammenspiel mehrerer Faktoren verantwortlich machen, wobei wir gar nicht so genau wissen, ob diese einzelne Ursache wirklich die Verantwortung trägt. CO2 mag zwar vielleicht in geringem Maße zum Treibhauseffekt beitragen, ist aber wesentlich weniger wichtig als bspw. Methan oder Wasserdampf.
*: "Wenn" - wenn man sich aber mal die
NASA-Daten anguckt (und US-Regierungsstellen sind nicht gerade dafür bekannt, überzogene Klimapanik zu verbreiten):
Die Temperatur stagniert seit fünf Jahren (was nun wirklich ein sehr kurzer Zeitraum ist). Sinken tut sie gar nicht und über die letzten 10 -erst recht 15- Jahre zeigt der globale Durchschnittswert klar nach oben.
Es stimmt zwar, daß man US-Regierungsstellen sowas in der Regel nicht vorwerfen kann. Dem Direktor des entsprechenden NASA-Instituts, James Hansen, kann man sowas hingegen sehr wohl vorwerfen.
Andere
Daten , die aus Gründen der Datenintegrität vorzuziehen sind (warum, wird
hier ganz gut erklärt), sprechen da eine ganz andere Sprache.
also nochmal... klimaerwärmung ist ein "GLOBALES" phänomen und es wird immer wärmer, nicht kälter...
also nimm die scheuklappen ab und du wirst einsehen: soooo einfach abtun kann man das thema nicht
Anhand der obigen Daten läßt sich ersehen, daß es seit 1978 pro Dekade um 0,045 °C wärmer geworden ist. Dabei gibt es einen Unterschied zwischen Nord- (Erwärmung um 0,088 °C) und Südhalbkugel (0,001 °C).
Vor dem Hintegrund solcher Daten von einer "globalen" Erwärmung zu sprechen, die gefährliche Ausmaße zu erreichen droht, mutet zumindest abenteuerlich an.
Ach so, tut mir leid, daß ich jetzt keine Zeit habe, die Daten in eine Excelgrafik zu übertagen, um Dir zu veranschaulichen, was ich meine, aber zur Not kannst Du das ja auch selber tun.