Klimabilanz Batterie- vs. Verbrennerauto

Was du vorschlägst nennt sich Dritter Weltkrieg.
Nein Danke, da suche ich lieber weiter nach alternativen Ideen.
Und Technik/Wissenschaft ist nun mal die eine Prothese mit der der Mensch immer wieder "natürliche Grenzen" überwunden hat (zum Guten wie zum Schlechten).
 
Was du vorschlägst nennt sich Dritter Weltkrieg.
Nein Danke, da suche ich lieber weiter nach alternativen Ideen.
Und Technik/Wissenschaft ist nun mal die eine Prothese mit der der Mensch immer wieder "natürliche Grenzen" überwunden hat (zum Guten wie zum Schlechten).
Na die letzten beiden Weltkriege haben kaum etwas geändert in Hinsicht Bevölkerung. Auch ein weiterer mit A Waffen geführter würde das nicht unbedingt ändern.

Das Stichwort lautet Geburtenkontrolle. Eine wirklich schnelle ethische Lösung gibt es für das Problem ja nicht, aber das wäre eine bei der man nicht den Thanos spielen müsste.
 
AW: Umweltbilanz Batterie- vs. Verbrennerauto

Ihr müsst mal größer denken,

unser Planet kann nun mal nur eine begrenzte Ressource
an Rohstoffen bereitstellen.
Wenn diese ausgeschöpft ist, entsteht halt ein Defizit,
welche nachfolgenden Generationen ausgleichen müssen. :ugly:

Wirklicher Umweltschutz geht nur mit einer radikalen Absenkung der Weltbevöllkerung einher.

Das würde aber bedeuten,
man müsste erstmal auf ein gesundes Maß schrumpfen.

Man muss noch nicht einen auf Thanos machen ;), einfach in den Himmel schauen, das ist wohin der Mensch sich auf machen sollte.
 
Angeblich werden für das Jahr 2100 - 11 Milliarden Menschen erwartet.
Aber wenn das mit dem Klimawandel so schnell weitergeht werden das niemals so viele werden.
Denn wenn die Nahrung und Ressourcen knapper werden, geht die Bevölkerung von alleine zurück.
 
Angeblich werden für das Jahr 2100 - 11 Milliarden Menschen erwartet.
Aber wenn das mit dem Klimawandel so schnell weitergeht werden das niemals so viele werden.
Denn wenn die Nahrung und Ressourcen knapper werden, geht die Bevölkerung von alleine zurück.

Nö, zurück werden die nicht gehen.:ugly:

Eher werden das in den rückständigen Ländern immer mehr,
allein bis 2050 wird sich die Bevölkerung in Afrika verdoppeln.

Mit dem Klimawandel und der Bodenerosion,
werden sich dann Millionen von Flüchtligen auf den Weg nach Europa machen.
 
[Umweltbilanz ist zu komplex, also nur] Klimabilanz Batterie- vs. Verbrennerauto

Zumal ich deine Trendanalyse hahnebüchern finde.
Mal abgesehen davon dass du sie falsch verstanden hast: Damit kann ich bestens leben. ;)
Du tust so, als wäre die Gewichtszunahme von Verbennerautos ein Naturgesetz, dass aus den Motoren resultiert, dabei ist es eine Reaktion auf das Verhalten von Neuwagenkäufern.
Niemand tut so. Warum verhalten sich die Käufer denn so? Warum kaufen Menschen Produkte die sie gar nicht brauchen, die Ansprüche erfüllen die sie so vorher gar nicht hatten/kannten, oder um [bzgl. Auto] in Gegenden fahren zu können (zb. Flussbett in Touareg-Werbung) die sie gar nicht befahren dürfen? Na? Richtig, weil sie kein korrektes Bewusstsein mehr für die "echte Realität" haben, dafür was ihr Handeln wirklich bedeutet, und sich nur noch von der Werbung manipulieren lassen. Udn ich glaube eben nicht, dass das beim Thema Elektroauto auch noch in dem Maße so ablaufen/funktionieren wird. Einfach weil es hier neue Player (Hersteller) gibt, die genau das Spielchen nicht mehr spielen, und damit die Konkurrenz auch zum nachahmen zwingen.

Und aktuell sind die erfolgreichsten Elektroautos Kleinwagen, die in die Gewichtsklasse der leichtesten Golf-Modelle (~1200-1300Kg) fallen (zw. bei globaler Betrachtung noch deutlich darunter).

Top 20 – Das sind die erfolgreichsten Elektroautos

Tesla Model 3: E-Auto stürmt Verkaufscharts in Europa
Einigen wir uns darauf, dass wir lieber über heutige/absehbare Autos diskutieren sollten, wie im Startpost dieses Threads dargelegt, anstatt über den von dir vorgeschlagenen Gesinnungswandel zu spekulieren, so wünschenswert er auch wäre.
Ich habe nie von einem kompletten Gesinnungswandel gesprochen, der sämtliche Autofahrer in den nächsten Jahren auf elektrische Kleinstwagen umsteigen läßt. Nicht mal ansatzweise. Ich habe verdeutlichen wollen, dass die Entwicklung in diese Richtung, egal wie groß oder klein sie ist, nicht unmöglich - und ein Stück weit sogar wahrscheinlich - ist, und daher auch berücksichtigt werden sollte, wenn man über die zukünftige Mobilität diskutieren will. Denn das Umdenken wird mMn in einem gewissen Rahmen kommen (eben weil es heute schon da ist/anfängt), und wird dann auch einen entsprechenden Einfluss haben. Wie sich das am Ende entwickeln wird ist eben Spekulation.^^

Du hingegen hast diese Möglichkeit(en) pauschal als gänzlich unwahrscheinlich abgetan. Und wenn man es genau nimmt, dann ist ein "Gesinnungswandel" (ich würde es umdenken nennen) sogar eine logische Konsequenz. Ob es jetzt Anfangs 10%, oder wann genau es auch mal 20%, 50% oder noch mehr sein werden, die so denken (und kleinere Autos kaufen), darüber kann wiederum diskutiert werden. Aber so zu tun als würde die Mobilität sich in den nächsten 10-20-30 Jahren nicht enorm verändern, sondern quasi den aktuellen Zustand (das aktuelle Bewusstsein) widerspiegeln, DAS ist für mich unrealistisch.
Klima ist viel einfacher:
Aber eben auch nur ein Teil vom Ganzen, wo man ja nicht mal korrekt abschätzen kann wie groß der Anteil genau ist.

Siehe zb. die weiter vorne erwähnten 200.000kWh jährlicher Stromverbrauch einer Tankstelle. Sind wenigstens die in deiner Klimabilanz drinnen?

Wie viele Elektroautos könnten mit dem Verbrauch von den aktuell ca. 15.000 Tankstellen betankt werden? Sagen wir mal durch Einsparungen sind es nur 150.000kWh im Jahr, mal 15.000 Tankstellen = 2.250.000.000kWh. Bei großzügigen 35kWh/100KM (da die meisten E-Autos sparsamere Kleinwagen sind dürfte der reale Durchschnittsverbrauch deutlich geringer ausfallen) würde das für ca. 6,5 Milliarden Kilometer rein elektrisch gefahrene Strecke reichen. Wenn ich mich nicht verrechnet habe, sind das ungefähr 450.000 stattliche (35kWh/100KM!) PKWs die 15.000KM im Jahr fahren. Das sind ca. 4x so viele Elektroautos wie es aktuell in Deutschland gibt. Die ca. 1,5kWh die laut Department of Energy pro Liter rafiniertem Treibstoff anfallen (also ca. 10kWh/100KM bei einem Verbrenner mit 6,6L/100KM) kommen da auch noch mal obendrauf...

Wie gesagt, für mich gehört die Umwelt in den Vergleich mit rein, und hier liegt der Verbrenner ganz weit vorne. Batterie hin oder her.

Außerdem: Tesla will die Produktion Ende 2019 auf 100% erneuerbare Energien umgestellt haben. Andere Autobauer haben dies zumindest für ihre E-Autos in Teilen ja auch schon, bzw. sind dabei. Außerdem:
Keine Emissionen, keine Kompromisse


Die gesamte direkt erworbene Energie für alle Supercharger in Europa wird durch saubere Energiequellen wie Sonne und Wind bereitgestellt. Durch Supercharger gefahrerene Kilometer haben 92 Millionen Liter Treibstoff und 200.000 Tonnen CO2 eingespart.
Und das Thema Akku-Recycling hat Elon sich ja auch auch länger auf die Agende geschrieben. Die Zeit arbeitet also immer mehr für die Klimabilanz der Elektroautos, und gegen den stinkenden Verbrenner.:D
 
Naja, aber anstatt immer zu reden was man machen müsste etc. hilft es wenn man im Rahmen seiner Möglichkeiten einfach anfängt was zu machen. Und je mehr Leute das machen desto eher ändert sich was. Nach Änderungen rufen kann man lange, aber ob es was bringt? Ich bin ja auch nicht der Öko-Freak schlecht hin. Ich hab auch keine Kinder denen ich ne Welt hinterlassen müsste. In etwa 40 Jahren bin ich Erde und dann geht mir das was hier passiert am Ar.. vorbei ;) Theoretisch.. aber dennoch versuche ich zu tun was geht. Muss aber dazu sagen dass ich mich nicht auf das böse CO2 beschränke. Ich kenne meinen CO2-Abdruck nicht mal. Interessiert mich auch nicht. Aber ich vermeide unnötigen Konsum wo es geht, wir haben unseren Fuhrpark auf Elektroautos umgestellt auch wenn die fast 2x so viel kosten wie andere Spielzeuge gekostet hätten. Dazu wird so gut wie nie geflogen (schon gar nicht nur um zu shoppen oder so...), das Haus wurde so gebaut dass wir so wenig Ressourcen wie möglich im Betrieb benötigen etc. Beim Essen versorgen wir uns von den Bauern im Umkreis von rund 50km. Viel weniger Plastikabfall seit dem.
Das Ganze kostet natürlich mehr Geld als wir noch vor 10 Jahren gebraucht haben. Aber dafür muss ich nicht immer das neueste Handy haben oder die aktuellste PC-Hardware. Mein neuester Spielerechner ist jetzt fast 6 Jahre alt und funktioniert immer noch :D Getauscht wird wenn was kaputt geht, nicht wenn ich wo in nem Benchmark 1 FPS mehr haben könnte :ugly:
Und ja, mir ist bewusst dass das nicht alle machen können. Erwarte ich auch nicht. Aber ich ärger mich grün und blau wenn vor allem die wo es sich locker leisten können nachhaltiger zu leben genau das Gegenteil tun und aus rein monetären Gründen einfach nicht nachdenken und nur immer an sich selber denken... da werd ich :wall:

Zu den Auto-Akkus. Also so ganz wartungsfrei sind sie nicht. Zumindest nicht alle. Unsere 2 Batterien müssen nach 80.000km bzw. 4 Jahren das Kühlmittel wechseln. Bei Batterien die nicht temperiert werden fällt das natürlich weg, dafür halten sie vermutlich auch nicht so lange.

@Adi1
Ich teile deine Einsicht, der Ressourcenverbrauch muss vor allem im Westen runter pro Person. Ein 3. Weltkrieg würde nicht viel bringen, dazu sterben in Konflikten inzwischen zu wenig Leute als dass sich gross auswirken würde. Das wäre vielleicht ein ganz kleiner einstelliger %-Satz, das bringt nix. Ich vertraue da ja voll auf die Natur. Das war immer so und wird immer so bleiben. Sobald eine Art zu dominant wird kommt eine andere Art die sie ersetzt bzw. minimiert. Sowas wie die Pest mitte des 14. Jahrhunderts. Irgend sowas wird wohl wieder kommen...
 
Erwähnte ich, dass das Thema Umweltschutz eine Diskussion zur Klimabilanz von Antrieben restlos sprengen würde?
q.e.d.
:lol:

Ich hab auch keine Kinder denen ich ne Welt hinterlassen müsste.

Erster, einfachster und wirkungsvollster Schritt in eine bessere Zukunft.

Theoretisch.. aber dennoch versuche ich zu tun was geht. Muss aber dazu sagen dass ich mich nicht auf das böse CO2 beschränke. Ich kenne meinen CO2-Abdruck nicht mal. Interessiert mich auch nicht. Aber ich vermeide unnötigen Konsum wo es geht, wir haben unseren Fuhrpark auf Elektroautos umgestellt auch wenn die fast 2x so viel kosten wie andere Spielzeuge gekostet hätten.

Kennen sollten man die Klimabilanz von Dingen schon, wenn man das Klima schützen will. Darum ja z.B. dieser Thread hier, um die Frage zu klären ob Batterieautos sich überhaupt klimatechnisch lohnen, oder ob du zusätzlich Autos konsumiert hast, die auch noch doppelt so teuer waren und am Ende im Worst Case mehr schaden als nutzen.

Und ja, mir ist bewusst dass das nicht alle machen können. Erwarte ich auch nicht. Aber ich ärger mich grün und blau wenn vor allem die wo es sich locker leisten können nachhaltiger zu leben genau das Gegenteil tun und aus rein monetären Gründen einfach nicht nachdenken und nur immer an sich selber denken... da werd ich :wall:

/sign. "ein ressourcenschonendes Haus bauen" ist garantiert keine Lösung für eine bessere Zukunft. Aber es ist um Welten besser als ein ressourcenfressendes Haus zu bauen, was immer noch ein beliebtes Konzept ist.

Zu den Auto-Akkus. Also so ganz wartungsfrei sind sie nicht. Zumindest nicht alle. Unsere 2 Batterien müssen nach 80.000km bzw. 4 Jahren das Kühlmittel wechseln. Bei Batterien die nicht temperiert werden fällt das natürlich weg, dafür halten sie vermutlich auch nicht so lange.

Der Kühlkreislauf erstreckt sich aber bis zum einem Kühler, oder? Da kann man die Flüssigkeit dann leicht wechseln, genau wie beim Verbrenner. Aber an die Zellen muss man eigentlich nur rann, wenn man sie austauschen möchte, weswegen für Neuwagenverkäufer nichts dagegen spricht, sie sehr, sehr schlecht zugänglich zu verbauen.

@Adi1
Ich teile deine Einsicht, der Ressourcenverbrauch muss vor allem im Westen runter pro Person.

Nicht nur im Westen. China z.B. hat beim Pro-Kopf-Ressourcen-Verbrauch mittlerweile mit Portugal gleichgezogen und liegt bei 2/3 unseres Niveaus. Längerfristig tragbar wären im globalen Mittel 1/3 - wenn man 100% der Ressourcen für die Menschheit und 0% für Natur einplant und wenn es zu keinem weiteren Bevölkerungswachstum kommt. Beides ist falsch, das eigentlich anzustrebende Niveau von 20% des deutschen Pro-Kopf-Verbrauchs schaffen heute (bzw. 2014, neuere Daten hat globalfootprint noch nicht flächendeckend) nicht einmal mehr die für ihren hohen Lebensstandard berühmten Industrienationen Tschad, Somalia, Papua Neuginea, Nicaragua oder Kap Verden. (Aber Zentralafrika, Haiti, Afghanigstan und Sri Lanka. Madagaskar, Nepal, Tadschikistan, Gambia und der Kongo müssten ihr heutiges "Niveau" ""nur"" halten. Open Data Platform)


Mal abgesehen davon dass du sie falsch verstanden hast: Damit kann ich bestens leben. ;)

Niemand tut so. Warum verhalten sich die Käufer denn so? Warum kaufen Menschen Produkte die sie gar nicht brauchen, die Ansprüche erfüllen die sie so vorher gar nicht hatten/kannten, oder um [bzgl. Auto] in Gegenden fahren zu können (zb. Flussbett in Touareg-Werbung) die sie gar nicht befahren dürfen? Na? Richtig, weil sie kein korrektes Bewusstsein mehr für die "echte Realität" haben, dafür was ihr Handeln wirklich bedeutet, und sich nur noch von der Werbung manipulieren lassen. Udn ich glaube eben nicht, dass das beim Thema Elektroauto auch noch in dem Maße so ablaufen/funktionieren wird. Einfach weil es hier neue Player (Hersteller) gibt, die genau das Spielchen nicht mehr spielen, und damit die Konkurrenz auch zum nachahmen zwingen.

Dein Glaube ist stark, aber ich sehe echt nicht, worauf er fußen sollte. Die Leute kaufen keine Autos, die durch Flussbetten fahren können. Der Touareg (der dafür auch eine günstige Fuhrt braucht) ist mittlerweile ein Außenseiter und seine ursprüngliche Werbung richtete sich auch gar nicht an den heutigen Massenmarkt. Die meisten "SUVs" kapitulieren schon vor einem durchschnittlichen Feldweg nach leichtem Regen und sind tatsächlich reine "Stadt Geländewagen". Sie werden passenderweise mit Szenen beworben, die ein Smart problemlos bewältigen würde. Und sie werden gekauft, weil sie "geil aussehen", man "sich in was anderem nicht sicher fühlt" und sie "eine hohe Sitzposition mit leichtem Einstieg bieten". (Alles Zitate von SUV-Käufern, und zwar die, die ich am häufigsten höre. Meine Meinung dazu kann ich mir wohl sparen...)
Andere Player sollen das ändern, weil sie "das Spielchen nicht mehr mitmachen"? Erstens ist die Hälfte dieser Punkte gar nicht Teil des Marketings und zweitestens haben die Erfinder dieses Spielchen sich damit gegen Konkurrenten durchgesetzt, die nicht mit Autos-die-durch-Flussbetten-fahren geworben haben. Jetzt soll nicht-mit-Autos-werben-die-durch-Flussbetten-fahren das neue Erfolgsrezept gegen DEN Trend der letzten 10 Jahre sein? Das wär schon ein merkwürdiger Zufall.

Und aktuell sind die erfolgreichsten Elektroautos Kleinwagen, die in die Gewichtsklasse der leichtesten Golf-Modelle (~1200-1300Kg) fallen (zw. bei globaler Betrachtung noch deutlich darunter).

Top 20 – Das sind die erfolgreichsten Elektroautos

Platz 1: 1,6-1,8 t
Platz 2: 1,0 t, aber weils ein Billigprodukt für den chinesichen Markt ist
Platz 3: 1,6-1,7 t
Platz 4: ist gar kein Batterieauto, sondern ein Plug-In-Hybrid. (der 1,7 t wiegt und nur in China sowie in geringen Stückzahlen in SA verkauft wird)
Platz 5: 2,0-2,3 t
Platz 6: 1,5 t, China only
Platz 7: 1,2 t, China only
Platz 8: Noch ein Plug-In, diesmal gut 1,5 t
Platz 9: 2,3 bis 2,5 t (!)
Platz 10: 1,1 t, soweit ich erkennen kann ebenfalls auf China beschränkt

Sorry, aber ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, wie du auf deine Zahlen kommst. Aber die in der Liste genannten sind im Schnitt definitiv schwerer als 1,3 t und wenn man sich auf die beschränkt, die heute von der europäischen Kundschaft angenommen werden, dann liegen sie sogar deutlich über 1,5 t. Genausogut könnte ich eine Liste mit Lotus, Donkervort & Co machen und behaupten, dass Verbrenner weniger als eine Tonne wiegen.

(mit 1,3 Tonnen gemäß Hersteller bekommst du übrigens einen 1,5 l Golf mit 216 km/h Topspeed. Oder, wenn du die knapp 120 fährst, die mit der Hälfte der genannten E-Autos realistisch sind, locker 700 km Reichweite beim Benziner)


Auch hier ist kein einziges Auto erwähnt, das leichter oder kleiner als ein Golf wäre. Mag sein, dass der Tesla 3 genauso wenig Platz bietet, aber außen ist er größer als ein Passat 3B und schwerer als der schwerste 3G. Der letzte Audi S4 wäre vermutlich ein guter Vergleich, da ist dann auch die Klimabilanz eindeutig besser. Aber ob das noch das Kaufverhalten der breiten Masse wiederspiegel? Für Verbennerverhältnisse sind die Modell-3-Verkaufszahlen immer noch niedrig und das obwohl sie nach jahrelanger Wartezeit reichlich Mitnahmeeffekte beinhalten.

Ich habe nie von einem kompletten Gesinnungswandel gesprochen, der sämtliche Autofahrer in den nächsten Jahren auf elektrische Kleinstwagen umsteigen läßt. Nicht mal ansatzweise. Ich habe verdeutlichen wollen, dass die Entwicklung in diese Richtung, egal wie groß oder klein sie ist, nicht unmöglich - und ein Stück weit sogar wahrscheinlich - ist, und daher auch berücksichtigt werden sollte, wenn man über die zukünftige Mobilität diskutieren will. Denn das Umdenken wird mMn in einem gewissen Rahmen kommen (eben weil es heute schon da ist/anfängt), und wird dann auch einen entsprechenden Einfluss haben. Wie sich das am Ende entwickeln wird ist eben Spekulation.^^

Hoffen wir, dass du recht hast. Ich sehe, abgesehen von den reinen Modeschwüngen die sich jeglicher Logik entziehen, aber aktuell keinen Anlass. Und vor allem sehe ich nicht, wie E-Autos dazu beitragen sollen respektive warum er mit Verbrenner nicht genauso (un)möglich wäre. Das bisherige E-Auto-Angebot mag aus technischen Gründen ein paar positive Aspekte beinhalten, die von Batterieautokäufern auch geschätzt werden. Aber das ist ein Selektierungseffekt: Es kaufen nicht mehr Leute relativ enge, aerodynamische oder kurze, etwas-weniger-stadt-untaugliche Fahrezeuge, weil sie von den Batterieautoherstellern auf die Idee gebracht wurden. Sondern die, die schon immer offen für sowas waren, kaufen in angemessenen Zahlen auch ein paar Batterieautos. Und all diejenigen, die einen SUV mit 250 über die Autobahn scheuchen wollen, kaufen eben kein Batterieauto, weil ihnen bislang keins angeboten wurde. Ergebnis: Batterieauto-Käufer scheinen relativ vernünftig zu sein, dabei ist es eigentlich eher umgekehrt - relativ Vernünftige werden etwas häufiger zu Batterieautokäufer.
Wenn der Thread lange genug lebt, können wir ja in 6-12 Monaten mal die Verkaufszahlen von Audi Etron und Tesla S vergleichen. Ich befürchte, die werden sehr zugunsten von Ingolstadt ausfallen, sobald die Lieferbarkeit gegeben ist.

Siehe zb. die weiter vorne erwähnten 200.000kWh jährlicher Stromverbrauch einer Tankstelle. Sind wenigstens die in deiner Klimabilanz drinnen?

Gibts zu den 200000 kWh eigentlich eine Primärquelle? Ich finde nur anekdotenhafte Zitate und stelle es mir ganz schön aufwendig vor, den Stromverbrauch sämtlicher Tankstellen Deutschlands für eine allumfassende Analyse zusammenzutragen, wie du sie so zu schätzen weißt.
Wie dem auch sei: Im deutschen Strommix wären das rund 92 Tonnen CO2. Rund 14500 Tankstellen in Deutschland erzeugen zusammen also rund 1,3 Millionen Tonnen CO2 durch ihren Stromverbrauch, vorausgesetzt die von dir genannte Zahl spiegelt den Durschchnitt wieder. Gleichzeitig verkaufen sie Sprit für die Emission von rund 160 Millionen Tonnen CO2 durch den Straßenverkehr (adiere ich Benzin, PKW- und LKW-Diesel auf sollten es sogar eher 190 Millionen sein). Ob der Stromverbrauch der Tanken schon mit drin ist oder nicht macht also einen Unterschied von satten 7 bis 8 Promille! :wow: !Sensation!!11elf
Und dabei ist schon mit eingerechnet, dass eine moderne Tankstelle im wesentlichen ein beleuchteter Parkplatz mit Supermarkt ist. Funktionen, die 1:1 weiterhin Strom fressen, auch wenn man statt Zapf- Ladesäulen aufstellt. Das eigentliche Tanken dürfte weniger als 0,1 Prozent zum Gesamtverbrauch der Verbenner hinzufügen, falls es noch nicht mit eingerechnet sein sollte.

Wie viele Elektroautos könnten mit dem Verbrauch von den aktuell ca. 15.000 Tankstellen betankt werden? Sagen wir mal durch Einsparungen sind es nur 150.000kWh im Jahr, mal 15.000 Tankstellen = 2.250.000.000kWh. Bei großzügigen 35kWh/100KM (da die meisten E-Autos sparsamere Kleinwagen sind dürfte der reale Durchschnittsverbrauch deutlich geringer ausfallen) würde das für ca. 6,5 Milliarden Kilometer rein elektrisch gefahrene Strecke reichen. Wenn ich mich nicht verrechnet habe, sind das ungefähr 450.000 stattliche (35kWh/100KM!) PKWs die 15.000KM im Jahr fahren.

Wenn ich 2250 Millionen durch 35 teile, erhalte ich 64 Millionen nicht 6,5 Milliarden. Reicht also noch für etwas weniger stattliche 4000 PKW gemäß dieser Rechnung. Ich würde auch 6000 akzeptieren, denn 20-25 kWh/100 km sind im Jahresmittel mit heutiger Technik durchaus erreichbar, solange das Nutzungsprofil zu den Fahrleistungen eines Batterieautos passt.
Verglichen mit 57000000 zugelassenen KFZ ist das nicht gerade viel und du musst noch den Bau von 15000 Spätis sowie einer undefinierten Zahl beleuchteter Ladesäulenparkplätze (Sicherheit&Nacht&so) abziehen.

Für Leute, die die Tankzeiten eines E-Autos akzeptieren, könnten wir alternativ auch wieder Handpumpen mit 0 kWh Verbrauch einführen :P

Außerdem: Tesla will die Produktion Ende 2019 auf 100% erneuerbare Energien umgestellt haben. Andere Autobauer haben dies zumindest für ihre E-Autos in Teilen ja auch schon, bzw. sind dabei. Außerdem:

Und das Thema Akku-Recycling hat Elon sich ja auch auch länger auf die Agende geschrieben. Die Zeit arbeitet also immer mehr für die Klimabilanz der Elektroautos, und gegen den stinkenden Verbrenner.:D

Ich sag nicht, dass Tesla sich keine Mühe gibt. Aber solange die restliche Industrie den dann um so billigeren Kohlestrom nimmt und ich Tesla deswegen auch noch einen saftigen Zuschuss über EEG zahle, hat die Sache einen Beigeschmack. Nur zur Erinnerung: Industriekunden -und dazu dürfte auch Tesla zählen- kaufen Strom mittlerweile für unter 5 Cent pro kWh ein, während Privatkunden die Differenz zwischen diesem Preis und den EE-Gestehungskosten mit 6 Cent pro durch sie verbrauchte kWh subventionieren. An die (kurze) Schlange vorm Ausgabeschalter für Heiligenscheine kann Musk sich gerne anstellen, sobald er von Strom aus selbst gebauten und finanzierten Kraftwerken spricht. Ansonsten ist er "nur" besser als der Abschaum.

Übrigens hat man in Deutschland bislang 69 Möglichkeiten, bei Tesla zu tanken. Willst du mal eine solide Studie zusammenrechnen, wieviel Umwege der Tesla-Fahrer mit seiner max. 300 km Kiste da zusätzlich fahren muss, verglichen mit einem 14500 Standorte Verbrenner und wieviel er dann während der Wartezeit zusätzlich an Energieverbrauch in einer zusätzlich zu schaffenden Aufenhaltsmöglichkeit verursacht?
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich kann Kuhprahs Ansatz absolut nachvollziehen und versuche es ehrlich gesagt ähnlich. Für echten Verzicht vielleicht zu gemütlich aber eben im Zweifelsfall die "gesündere" Alternative wählen. Z.B. Ökostrom für den Preis gebucht den die Stadtwerke eh für die Normalversorgung aufriefen und neuerdings E-Bike zur Arbeit weil es auch einfach Spaß macht. E-Auto wird nach wie vor nur mit Interesse verfolgt weil eben 1. der Nutzen nicht klar und 2. der gewünschte Ausbau noch nicht existiert.
Solang man sich selbst darüber im Klaren ist dass man damit kein Heiliger wird imo immernoch besser als nichts. Den großen Hauruck Moment werden wir Gesellschaftlich wohl eh nicht hinbekommen.
 
Das stimmt so nicht ganz... du kannst im Grunde an jeder Steckdose laden. Schnellladen geht mit dem Model 3 an den eigenen Stationen oder Tausenden anderen CCS Stationen. Und Model S und X können derzeit nur an den eigenen Stationen mit DC Mid schnell laden. Außer mit Adapter an allen Chademo Stationen. Auch etliche. Dort halt nur mit 50kW. Und Mitze des Jahres bekommen auch die nen Adapter für CCS. Leistung wohl irgendwas zwischen 100 und X kW. Das is noch nedd bekannt gegeben. Damit biete damit flexibler als alle anderen am Markt. Vor allem in D. Dort ist das Kartensystem, Abrechnungen etc. ne einzige Katastrophe.
 
Meinst du meine Antwort an Inu.Id?
Ich sprach von "bei Tesla laden", weil Inu auf den von Tesla weiterverkauften Ökostrom hinwies, nicht von "einen Tesla laden". Das kann man natürlich auch woanders, auch wenn noch lange nicht an allen Start- und Zielorten geschweige denn schnell genug dazwischen, weswegen er für mich weiterhin keine Option ist.


@Olstyle:
Ökostrom, Ökogas, private Flugreisen allenfalls alle paar Jahre, Autofahrten privat minimieren und noch ein Bißchen auf den Verbrauch im Haushalt achten - damit geht schon eine ganze Menge, aber viele Leute empfinden es als Belastung respektive sind nicht bereit, die Kosten zu tragen. Deswegen bin ich auch immer so kritisch, wenn eine Technik mit geringem Potential aber hohen Kosten (wie z.B. Batterieautos) so hochgelobt wird: Die wird sowohl von Privatleuten als auch Politikern gegengerechnet und dafür bleiben andere Maßnahmen aus. So wird aus einem kleinen Vorteil schnell ein dicker fetter Nachteil. Für den Aufpreis eines Batterieautos kann man z.B. einiges an Gebäude sanieren. Die Reichweitennachteile machen auf längeren Strecken mehr Ärger, als gelentlicher Regen auf dem Fahrrad oder mehr NPV-Nutzung. Ehe sich also einer hinstellt und sagt "Ich kauf nen Tesla, dann ist das Klima gerettet" würde ich sagen: Bloß nicht! Bleib bei deinem Mustang! Aber mach verdammt nochmal alles andere, da hat das Klima 10mal mehr von.
 
Gibts zu den 200000 kWh eigentlich eine Primärquelle?
Nur die Angaben von Aral, die mittlerweile aber (zumindest temporär? heute morgen jedenfalls) offline sind. Bei uns im Ort haben wir übrigens 3 Tankstellen, und die Aral-Tankstelle ist die mit Abstand kleinste von allen (von der Ladenfläche, nicht den Säulen), und auch die einzige Tanke die nicht durchgehend geöffnet hat.
Wenn ich 2250 Millionen durch 35 teile, erhalte ich 64 Millionen nicht 6,5 Milliarden.
Wenn du 2250 Millionen kWh durch 35kWh teilst, dann kommst du auf (35kWh Verbrauch für 100KM) 64 Millionen mal 100KM = 64.000.000 x 100=6,4 Milliarden Kilometer. Oder einfacher, pro kWh kommst du in dem Rechenbeispiel ~3KM weit, also kannst du auch 2250 Millionen mit 3 multiplizieren.

btw: Tatsaechlicher Verbrauch: Tesla Model S 100D im Test

Die 35kWh sind als Durchschnittswert also auch definitiv nicht zu optimistisch gerechnet (im Gegenteil). Selbst wenn man den Verbrauch der ~15.000 Tankstellen in der Kalkulation noch etwas weiter reduziert, und den sportlichen Verbrauch des Elektroautos von 35kWh beibehält (den man auch locker auf immer noch realistische 25kWh reduzieren könnte), sind das immer noch verdammt viele Elektroauto-Kilometer.

Rekordwert bei der Anzahl in Deutschland zugelassener Elektroautos – am 1. Januar 2019 hat der Bestand an Stromern auf deutschen Straßen rund 83.200 Fahrzeuge betragen
Quelle: Elektroautos in Deutschland bis 2019 | Statistik

Gehen wir der Einfachheit halber von aktuell 100.000 Elektroautos aus, dann entsprechen die 6 Milliarden Kilometer : 100.000 E-Autos = pro Elektroauto 60.000KM im Jahr Jahr. Oder bei einem doppelt so hohen Bestand von 200.000 Fahrzeugen sind es immer noch 30.000KM im Jahr... ^^
 
Ich kenne genau einen Menschen der wirklich versucht hat für sich fertig zu rechnen was sinnvoll ist und sein Ergebnis in Fahrzeugen war ein Twike für Alltagsstrecken und ein Audi A2 3l für die Langstrecke. Und das Twike im tiefsten Winter gar mit Diesel geheizt.
PNV dagegen ist halt oft doch ein größerer Einschnitt in die Tagesplanung den nicht jeder Bereit ist hinzunehmen.
 
Zurück