Erwähnte ich, dass das Thema Umweltschutz eine Diskussion zur Klimabilanz von Antrieben restlos sprengen würde?
q.e.d.
Ich hab auch keine Kinder denen ich ne Welt hinterlassen müsste.
Erster, einfachster und wirkungsvollster Schritt in eine bessere Zukunft.
Theoretisch.. aber dennoch versuche ich zu tun was geht. Muss aber dazu sagen dass ich mich nicht auf das böse CO2 beschränke. Ich kenne meinen CO2-Abdruck nicht mal. Interessiert mich auch nicht. Aber ich vermeide unnötigen Konsum wo es geht, wir haben unseren Fuhrpark auf Elektroautos umgestellt auch wenn die fast 2x so viel kosten wie andere Spielzeuge gekostet hätten.
Kennen sollten man die Klimabilanz von Dingen schon, wenn man das Klima schützen will. Darum ja z.B. dieser Thread hier, um die Frage zu klären ob Batterieautos sich überhaupt klimatechnisch lohnen, oder ob du
zusätzlich Autos konsumiert hast, die auch noch doppelt so teuer waren und am Ende im Worst Case mehr schaden als nutzen.
Und ja, mir ist bewusst dass das nicht alle machen können. Erwarte ich auch nicht. Aber ich ärger mich grün und blau wenn vor allem die wo es sich locker leisten können nachhaltiger zu leben genau das Gegenteil tun und aus rein monetären Gründen einfach nicht nachdenken und nur immer an sich selber denken... da werd ich
/sign. "ein ressourcenschonendes Haus bauen" ist garantiert keine Lösung für eine bessere Zukunft. Aber es ist um Welten besser als ein ressourcenfressendes Haus zu bauen, was immer noch ein beliebtes Konzept ist.
Zu den Auto-Akkus. Also so ganz wartungsfrei sind sie nicht. Zumindest nicht alle. Unsere 2 Batterien müssen nach 80.000km bzw. 4 Jahren das Kühlmittel wechseln. Bei Batterien die nicht temperiert werden fällt das natürlich weg, dafür halten sie vermutlich auch nicht so lange.
Der Kühlkreislauf erstreckt sich aber bis zum einem Kühler, oder? Da kann man die Flüssigkeit dann leicht wechseln, genau wie beim Verbrenner. Aber an die Zellen muss man eigentlich nur rann, wenn man sie austauschen möchte, weswegen für Neuwagenverkäufer nichts dagegen spricht, sie sehr, sehr schlecht zugänglich zu verbauen.
@Adi1
Ich teile deine Einsicht, der Ressourcenverbrauch muss vor allem im Westen runter pro Person.
Nicht nur im Westen. China z.B. hat beim Pro-Kopf-Ressourcen-Verbrauch mittlerweile mit Portugal gleichgezogen und liegt bei 2/3 unseres Niveaus. Längerfristig tragbar wären im globalen Mittel 1/3 - wenn man 100% der Ressourcen für die Menschheit und 0% für Natur einplant und wenn es zu keinem weiteren Bevölkerungswachstum kommt. Beides ist falsch, das eigentlich anzustrebende Niveau von 20% des deutschen Pro-Kopf-Verbrauchs schaffen heute (bzw. 2014, neuere Daten hat globalfootprint noch nicht flächendeckend) nicht einmal mehr die für ihren hohen Lebensstandard berühmten Industrienationen Tschad, Somalia, Papua Neuginea, Nicaragua oder Kap Verden. (Aber Zentralafrika, Haiti, Afghanigstan und Sri Lanka. Madagaskar, Nepal, Tadschikistan, Gambia und der Kongo müssten ihr heutiges "Niveau" ""nur"" halten.
Open Data Platform)
Mal abgesehen davon dass du sie falsch verstanden hast: Damit kann ich bestens leben.
Niemand tut so. Warum verhalten sich die Käufer denn so? Warum kaufen Menschen Produkte die sie gar nicht brauchen, die Ansprüche erfüllen die sie so vorher gar nicht hatten/kannten, oder um [bzgl. Auto] in Gegenden fahren zu können (zb. Flussbett in Touareg-Werbung) die sie gar nicht befahren dürfen? Na? Richtig, weil sie kein korrektes Bewusstsein mehr für die "echte Realität" haben, dafür was ihr Handeln wirklich bedeutet, und sich nur noch von der Werbung manipulieren lassen. Udn ich glaube eben nicht, dass das beim Thema Elektroauto auch noch in dem Maße so ablaufen/funktionieren wird. Einfach weil es hier neue Player (Hersteller) gibt, die genau das Spielchen nicht mehr spielen, und damit die Konkurrenz auch zum nachahmen zwingen.
Dein Glaube ist stark, aber ich sehe echt nicht, worauf er fußen sollte. Die Leute kaufen keine Autos, die durch Flussbetten fahren können. Der Touareg (der dafür auch eine günstige Fuhrt braucht) ist mittlerweile ein Außenseiter und seine ursprüngliche Werbung richtete sich auch gar nicht an den heutigen Massenmarkt. Die meisten "SUVs" kapitulieren schon vor einem durchschnittlichen Feldweg nach leichtem Regen und sind tatsächlich reine "Stadt
Geländewagen". Sie werden passenderweise mit Szenen beworben, die ein Smart problemlos bewältigen würde. Und sie werden gekauft, weil sie "geil aussehen", man "sich in was anderem nicht sicher fühlt" und sie "eine hohe Sitzposition mit leichtem Einstieg bieten". (Alles Zitate von SUV-Käufern, und zwar die, die ich am häufigsten höre. Meine Meinung dazu kann ich mir wohl sparen...)
Andere Player sollen das ändern, weil sie "das Spielchen nicht mehr mitmachen"? Erstens ist die Hälfte dieser Punkte gar nicht Teil des Marketings und zweitestens haben die Erfinder dieses Spielchen sich damit gegen Konkurrenten durchgesetzt, die nicht mit Autos-die-durch-Flussbetten-fahren geworben haben. Jetzt soll nicht-mit-Autos-werben-die-durch-Flussbetten-fahren das neue Erfolgsrezept gegen DEN Trend der letzten 10 Jahre sein? Das wär schon ein merkwürdiger Zufall.
Und aktuell sind die erfolgreichsten Elektroautos Kleinwagen, die in die Gewichtsklasse der leichtesten Golf-Modelle (~1200-1300Kg) fallen (zw. bei globaler Betrachtung noch deutlich darunter).
Top 20 – Das sind die erfolgreichsten Elektroautos
Platz 1: 1,6-1,8 t
Platz 2: 1,0 t, aber weils ein Billigprodukt für den chinesichen Markt ist
Platz 3: 1,6-1,7 t
Platz 4: ist gar kein Batterieauto, sondern ein Plug-In-Hybrid. (der 1,7 t wiegt und nur in China sowie in geringen Stückzahlen in SA verkauft wird)
Platz 5: 2,0-2,3 t
Platz 6: 1,5 t, China only
Platz 7: 1,2 t, China only
Platz 8: Noch ein Plug-In, diesmal gut 1,5 t
Platz 9: 2,3 bis 2,5 t (!)
Platz 10: 1,1 t, soweit ich erkennen kann ebenfalls auf China beschränkt
Sorry, aber ich hab ehrlich gesagt keine Ahnung, wie du auf deine Zahlen kommst. Aber die in der Liste genannten sind im Schnitt definitiv schwerer als 1,3 t und wenn man sich auf die beschränkt, die heute von der europäischen Kundschaft angenommen werden, dann liegen sie sogar deutlich über 1,5 t. Genausogut könnte ich eine Liste mit Lotus, Donkervort & Co machen und behaupten, dass Verbrenner weniger als eine Tonne wiegen.
(mit 1,3 Tonnen gemäß Hersteller bekommst du übrigens einen 1,5 l Golf mit 216 km/h Topspeed. Oder, wenn du die knapp 120 fährst, die mit der Hälfte der genannten E-Autos realistisch sind, locker 700 km Reichweite beim Benziner)
Auch hier ist kein einziges Auto erwähnt, das leichter oder kleiner als ein Golf wäre. Mag sein, dass der Tesla 3 genauso wenig Platz bietet, aber außen ist er größer als ein Passat 3B und schwerer als der schwerste 3G. Der letzte Audi S4 wäre vermutlich ein guter Vergleich, da ist dann auch die Klimabilanz eindeutig besser. Aber ob das noch das Kaufverhalten der breiten Masse wiederspiegel? Für Verbennerverhältnisse sind die Modell-3-Verkaufszahlen immer noch niedrig und das obwohl sie nach jahrelanger Wartezeit reichlich Mitnahmeeffekte beinhalten.
Ich habe nie von einem kompletten Gesinnungswandel gesprochen, der sämtliche Autofahrer in den nächsten Jahren auf elektrische Kleinstwagen umsteigen läßt. Nicht mal ansatzweise. Ich habe verdeutlichen wollen, dass die Entwicklung in diese Richtung, egal wie groß oder klein sie ist, nicht unmöglich - und ein Stück weit sogar wahrscheinlich - ist, und daher auch berücksichtigt werden sollte, wenn man über die zukünftige Mobilität diskutieren will. Denn das Umdenken wird mMn in einem gewissen Rahmen kommen (eben weil es heute schon da ist/anfängt), und wird dann auch einen entsprechenden Einfluss haben. Wie sich das am Ende entwickeln wird ist eben Spekulation.^^
Hoffen wir, dass du recht hast. Ich sehe, abgesehen von den reinen Modeschwüngen die sich jeglicher Logik entziehen, aber aktuell keinen Anlass. Und vor allem sehe ich nicht, wie E-Autos dazu beitragen sollen respektive warum er mit Verbrenner nicht genauso (un)möglich wäre. Das bisherige E-Auto-Angebot mag aus technischen Gründen ein paar positive Aspekte beinhalten, die von Batterieautokäufern auch geschätzt werden. Aber das ist ein Selektierungseffekt: Es kaufen nicht mehr Leute relativ enge, aerodynamische oder kurze, etwas-weniger-stadt-untaugliche Fahrezeuge, weil sie von den Batterieautoherstellern auf die Idee gebracht wurden. Sondern die, die schon immer offen für sowas waren, kaufen in angemessenen Zahlen auch ein paar Batterieautos. Und all diejenigen, die einen SUV mit 250 über die Autobahn scheuchen wollen, kaufen eben kein Batterieauto, weil ihnen bislang keins angeboten wurde. Ergebnis: Batterieauto-Käufer scheinen relativ vernünftig zu sein, dabei ist es eigentlich eher umgekehrt - relativ Vernünftige werden etwas häufiger zu Batterieautokäufer.
Wenn der Thread lange genug lebt, können wir ja in 6-12 Monaten mal die Verkaufszahlen von Audi Etron und Tesla S vergleichen. Ich befürchte, die werden sehr zugunsten von Ingolstadt ausfallen, sobald die Lieferbarkeit gegeben ist.
Siehe zb. die weiter vorne erwähnten 200.000kWh jährlicher Stromverbrauch einer Tankstelle. Sind wenigstens die in deiner Klimabilanz drinnen?
Gibts zu den 200000 kWh eigentlich eine Primärquelle? Ich finde nur anekdotenhafte Zitate und stelle es mir ganz schön aufwendig vor, den Stromverbrauch sämtlicher Tankstellen Deutschlands für eine allumfassende Analyse zusammenzutragen, wie du sie so zu schätzen weißt.
Wie dem auch sei: Im deutschen Strommix wären das rund 92 Tonnen CO2. Rund 14500 Tankstellen in Deutschland erzeugen zusammen also rund 1,3 Millionen Tonnen CO2 durch ihren Stromverbrauch, vorausgesetzt die von dir genannte Zahl spiegelt den Durschchnitt wieder. Gleichzeitig verkaufen sie Sprit für die Emission von rund 160 Millionen Tonnen CO2 durch den Straßenverkehr (adiere ich Benzin, PKW- und LKW-Diesel auf sollten es sogar eher 190 Millionen sein). Ob der Stromverbrauch der Tanken schon mit drin ist oder nicht macht also einen Unterschied von satten 7 bis 8 Promille!

!Sensation!!11elf
Und dabei ist schon mit eingerechnet, dass eine moderne Tankstelle im wesentlichen ein beleuchteter Parkplatz mit Supermarkt ist. Funktionen, die 1:1 weiterhin Strom fressen, auch wenn man statt Zapf- Ladesäulen aufstellt. Das eigentliche Tanken dürfte weniger als 0,1 Prozent zum Gesamtverbrauch der Verbenner hinzufügen, falls es noch nicht mit eingerechnet sein sollte.
Wie viele Elektroautos könnten mit dem Verbrauch von den aktuell ca. 15.000 Tankstellen betankt werden? Sagen wir mal durch Einsparungen sind es nur 150.000kWh im Jahr, mal 15.000 Tankstellen = 2.250.000.000kWh. Bei großzügigen 35kWh/100KM (da die meisten E-Autos sparsamere Kleinwagen sind dürfte der reale Durchschnittsverbrauch deutlich geringer ausfallen) würde das für ca. 6,5 Milliarden Kilometer rein elektrisch gefahrene Strecke reichen. Wenn ich mich nicht verrechnet habe, sind das ungefähr 450.000 stattliche (35kWh/100KM!) PKWs die 15.000KM im Jahr fahren.
Wenn ich 2250 Millionen durch 35 teile, erhalte ich 64 Millionen nicht 6,5 Milliarden. Reicht also noch für etwas weniger stattliche 4000 PKW gemäß dieser Rechnung. Ich würde auch 6000 akzeptieren, denn 20-25 kWh/100 km sind im Jahresmittel mit heutiger Technik durchaus erreichbar, solange das Nutzungsprofil zu den Fahrleistungen eines Batterieautos passt.
Verglichen mit 57000000 zugelassenen KFZ ist das nicht gerade viel und du musst noch den Bau von 15000 Spätis sowie einer undefinierten Zahl beleuchteter Ladesäulenparkplätze (Sicherheit&Nacht&so) abziehen.
Für Leute, die die Tankzeiten eines E-Autos akzeptieren, könnten wir alternativ auch wieder Handpumpen mit 0 kWh Verbrauch einführen
Außerdem: Tesla will die Produktion Ende 2019 auf 100% erneuerbare Energien umgestellt haben. Andere Autobauer haben dies zumindest für ihre E-Autos in Teilen ja auch schon, bzw. sind dabei. Außerdem:
Und das Thema Akku-Recycling hat Elon sich ja auch auch länger auf die Agende geschrieben. Die Zeit arbeitet also immer mehr für die Klimabilanz der Elektroautos, und gegen den stinkenden Verbrenner.
Ich sag nicht, dass Tesla sich keine Mühe gibt. Aber solange die restliche Industrie den dann um so billigeren Kohlestrom nimmt und ich Tesla deswegen auch noch einen saftigen Zuschuss über EEG zahle, hat die Sache einen Beigeschmack. Nur zur Erinnerung: Industriekunden -und dazu dürfte auch Tesla zählen- kaufen Strom mittlerweile für unter 5 Cent pro kWh ein, während Privatkunden die Differenz zwischen diesem Preis und den EE-Gestehungskosten mit 6 Cent pro durch sie verbrauchte kWh subventionieren. An die (kurze) Schlange vorm Ausgabeschalter für Heiligenscheine kann Musk sich gerne anstellen, sobald er von Strom aus selbst gebauten und finanzierten Kraftwerken spricht. Ansonsten ist er "nur" besser als der Abschaum.
Übrigens hat man in Deutschland bislang
69 Möglichkeiten, bei Tesla zu tanken. Willst du mal eine solide Studie zusammenrechnen, wieviel Umwege der Tesla-Fahrer mit seiner max. 300 km Kiste da zusätzlich fahren muss, verglichen mit einem 14500 Standorte Verbrenner und wieviel er dann während der Wartezeit zusätzlich an Energieverbrauch in einer zusätzlich zu schaffenden Aufenhaltsmöglichkeit verursacht?