cryon1c
Lötkolbengott/-göttin
AW: Just Cause 3 mit Denuvo-Kopierschutz: 3DM befürchtet das Ende der gecrackten Spiele
Man kann es so sehen, man kann es aber auch andersrum sehen.
Viele Entwickler haben sich bei den Kunden richtig unbeliebt gemacht, der Hype und das Herdenverhalten (Freund XY hat es, also muss ich auch wenn ich mitzocken will) überwiegt leider.
Steam hat nicht umsonst die Rückgabemöglichkeit eingeführt.
Das hat nichts mit dem Konsum zu tun (und glaub mir gute Spiele nutze ich so oft und so lange wie ein Auto, da is nix mit 10h durchgerannt und weggeworfen) - das hat mit guten Produkten zu tun.
Im Gegensatz zu Nahrung kann eine Spielekopie weder verfallen noch verzehrt werden. Ein Auto bei der Testfahrt wird beansprucht, das geht nicht spurlos vorbei. Die Kirsche, die man auf dem Markt probiert, kann der Verkäufer auch schlecht aus einem rausholen und weiterverkaufen. Gerade deswegen sollte das "Probefahren" bei Spielen absolut kein Thema sein.
Es gab einfach viel zu viel Rotz auf dem Markt, die Leute sehen es nicht mehr ein, für schlechte Produkte noch Geld rauszuwerfen.
Wie will man sonst die Entwickler bestrafen, die unfertigen Mist auf den Markt loslassen und sich dann über schöne Zahlen und schlechte Bewertungen bei Steam etc. freuen? Wenn ein reales Produkt schlecht ist, bleibt der Hersteller nicht nur auf den Entwicklungs- und Herstellungskosten sitzen, sondern auch auf der Ware. Ist bei den digitalen Gütern nicht so, deswegen kann man nur diesen Weg nehmen. Und wie man sieht, ist die Option mit der Rückgabe richtig positiv aufgenommen worden - also wollen die Leute so eine Möglichkeit.
Nicht um 5-10% vom Spiel zu sehen, sondern um keinen Scheiß zu kaufen den man danach nicht loswird.
Lies dir bitte noch mal meinen letzten Post durch. Das Problem beim "Testen" mittels einer Raubkopie ist, dass man etwas von dem Wert, der implizit im Spiel steckt, dadurch schon konsumiert, ohne dafür entsprechend zu entlohnen.
Übrigens ist es beileibe nicht so, dass wir alles, was wir konsumieren, auch vorher testen könnten. Bestes Beispiel ist Nahrung. Du kannst im Supermarkt keine Verpackungen aufmachen und ausprobieren, wie alles so schmeckt. Ebensowenig kannst du im Restaurant was bestellen, was du nur mal testest, um des dann zurückgehen zu lassen, falls es dir nicht schmeckt (das machen manche vielleicht, aber es ist keineswegs ok). Die Realität sieht so aus, dass wir oft Konsumentscheidungen treffen müssen, die mit einem gewissen Risiko verbunden sind. Das ist ganz normal.
Der Vergleich mit dem Auto ist übrigens weit hergeholt, weil es zum einen in einer völlig anderen Preisregion liegt, einen völlig anderen Produktcharakter hat und auch einen anderen Status für das alltägliche Leben (ala wenn das Auto nicht geht, dann komme ich nicht zur Arbeit). Dass man so ein Produkt wirklich testen möchte und das in der Regel auch in einem gewissen Umfang kann, ist sicherlich diesen Umständen geschuldet. Darüber hinaus ist ein Auto viel langlebiger als ein Videospiel. Ein Auto fahre ich jeden Tag und nutze es mehrere Jahre. Wenn ich eine Testfahrt damit mache, dann habe ich nur einen winzigen Bruchteil des Wertes des Produkts erfahren. Bei einem Videospiel hingegen kann zwei Stunden testen schon bedeuten, dass man praktisch einen Großteil des Gesamtwerkes konsumiert und erfahren hat, ohne dafür bezahlen zu wollen. Dadurch dass man Videospiel nicht verkaufen kann, erhöht sich diese Problematik noch, eben weil dadurch (digitale) Spiele keine klassischen Produkte mit bleibendem (bzw. stetig fallendem Wert), sondern im Prinzip Wegwerfprodukte sind, die sich durch den Konsum verbrauchen (ganz ähnlich wie ein Kinofilm oder eben Nahrungsaufnahme, nur mit dem Vorteil, dass wir sie tatsächlich mehr als einmal konsumieren können, wenn wir denn wollen).
Wer Spiele illegal testet, genießt bereits einen Teil dessen, was den Wert des Spiels ausmacht, ohne den Entwickler dafür zu entlohnen. Wenn man das Spiel danach kauft, ist es ok, aber wenn man das bei allen Spielen machen würde, dann bräuchte man nicht testen. Das Problem tritt bei den Spielen auf, die man dann nicht kauft. Denn hier begeht man eindeutig ein moralisches und auch gesetzliches Verbrechen, weil man eben etwas konsumiert hat, ohne dafür zu bezahlen. Dafür ist es auch unerheblich, ob das Produkt gut oder schlecht ist, unser persönlichen Auffassung nach. Auch ein schlechtes Produkt hat einen Wert, den der Hersteller festlegt und an den wir uns zu halten haben (einzige Ausnahme sind imo Produkte, die tatsächlich gar nicht funktionieren oder stark von dem abweichen, wie sie vermarktet bzw. beschrieben wurden vor dem Kauf).
Man kann es so sehen, man kann es aber auch andersrum sehen.
Viele Entwickler haben sich bei den Kunden richtig unbeliebt gemacht, der Hype und das Herdenverhalten (Freund XY hat es, also muss ich auch wenn ich mitzocken will) überwiegt leider.
Steam hat nicht umsonst die Rückgabemöglichkeit eingeführt.
Das hat nichts mit dem Konsum zu tun (und glaub mir gute Spiele nutze ich so oft und so lange wie ein Auto, da is nix mit 10h durchgerannt und weggeworfen) - das hat mit guten Produkten zu tun.
Im Gegensatz zu Nahrung kann eine Spielekopie weder verfallen noch verzehrt werden. Ein Auto bei der Testfahrt wird beansprucht, das geht nicht spurlos vorbei. Die Kirsche, die man auf dem Markt probiert, kann der Verkäufer auch schlecht aus einem rausholen und weiterverkaufen. Gerade deswegen sollte das "Probefahren" bei Spielen absolut kein Thema sein.
Es gab einfach viel zu viel Rotz auf dem Markt, die Leute sehen es nicht mehr ein, für schlechte Produkte noch Geld rauszuwerfen.
Wie will man sonst die Entwickler bestrafen, die unfertigen Mist auf den Markt loslassen und sich dann über schöne Zahlen und schlechte Bewertungen bei Steam etc. freuen? Wenn ein reales Produkt schlecht ist, bleibt der Hersteller nicht nur auf den Entwicklungs- und Herstellungskosten sitzen, sondern auch auf der Ware. Ist bei den digitalen Gütern nicht so, deswegen kann man nur diesen Weg nehmen. Und wie man sieht, ist die Option mit der Rückgabe richtig positiv aufgenommen worden - also wollen die Leute so eine Möglichkeit.
Nicht um 5-10% vom Spiel zu sehen, sondern um keinen Scheiß zu kaufen den man danach nicht loswird.


