Adrenalize
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AW: Innenminister beschließen Verbot von Killerspielen
Wobei die Begrenzung auf eine Strophe wohl auch aus Gründen der Länge erfolgt, alle drei wären für Sportveranstaltungen etc. wohl auch zu lang. Strophe 2 über Weiber, Treue und Alk wird immer sträflich vernachlässigt
Es ist afaik aber rechtlich weder verboten, Strophe 1, noch das ganze Deutschlandlied zu singen. Den Text kann bloß keiner. Bei der Fußball WM 1954 sang man noch Strophe 1, weil jeder nur die kannte.
Klar gilt es gemeinhin als verwerflich, die von den Nazis besudelte Strophe zu singen, verboten ist es aber nicht. Meinetwegen darf auch jeder Killerspiele für verwerflich halten.
Aber ob jemand hinter verschlossener Haustüre die erste Strophe singt oder solche Spiele spielt, sollte nicht der staat entscheiden. Womit wir wieder beim Recht auf Privatsphäre wären.
Die meisten WKII-spiele befassen sich überdies aber rein mit Wehrmacht, Marine oder Luftwaffe, SS-Truppen werden nicht gezeigt (außer vielleicht bei den Wolfenstein-Spielen) und auch die Nazi-Greueltaten werden nicht gezeigt. In Guten Filmen wie Band of Brothers oder Soldat James Ryan beschränkt man sich ja ebenso auf Darstellung von Schlachten. Ok, bei BoB wird auch die Befreiung eines Nebenlagers vom ** Dachau (?) gezeigt.
Die Darstellung eines ** in einem populären Spiel ist mir nicht bekannt. Man spielt ja für gewöhnlich nur die aliierten Truppen und auf die Darstellung von Kriegsverbrechen beider Seiten wird weitestgehend verzichtet.
Die Nachstellung historischer Schlachten ist für mich eben so legitim, sei es als Film den man sich im Kino ansieht, in Form von handbemalten Plasiksoldaten oder in einem Videospiel, solange man sich dabei streng an geschichtliche Fakten hält und es mit der Gewalt nicht übertreibt. Wenn ein Soldat einen Zivilisten erschießt, wird er dafür belangt, dasselbe erwarte ich auch im Spiel.
Die ersten negativen Folgen, die mir bei Computerspielen oder Internetsurfen einfallen, sind Übergewicht durch Bewegungsmangel, soziale Abgrenzung, Verlernen von sozialer Interaktion, da der Umgang mit andere über Chats und Foren eben nicht das persönliche Miteinander ersetzen kann.
Die Jugend hat heute sicher viele Probleme, sie haben weniger soziale Kompetenzen als früher, leiden öfters unter Übergewicht, lesen oft keine Bücher mehr... da gibt es vieles.
Aber wenn Millionen pubertärer Zocker das Erwachsenenalter erreichen ohne Amok zu laufen, und sich erfolgreich im Berufsleben etablieren, wie es momentan der Fall ist, dann sehe ich da keinen Handlungsbedarf.
Och, die erste Strophe wird ja auch heute durchaus in einigen brauneren Kreisen gesungen, die haben da keine moralischen Bedenken.Die Nationalhymne. Sie zu singen -und zwar von Anfang bis Ende- tut niemandem weh, richtet keine bleibenden Schaeden an - und trotzdem laesst man es mit der dritten Strophe bewenden. Warum? Und koennte man nicht wenigstens eine "uncut"-Version ab 18 verkaufen?
Man tut es nicht, weil es gesellschaftlichen Konsens gibt - dass die erste Strophe, die zusammen mit dem Horst-Wessels-Lied von den Nazis gesungen wurde, ein Symbol fuer etwas ist, wovon man sich distanziert. Fuer diesen Konsens braucht es keine Individualerfahrung mit dem sogenannten Dritten Reich. Ein wenig Ver- und Anstand genuegen hier seltsamerweise.
Wobei die Begrenzung auf eine Strophe wohl auch aus Gründen der Länge erfolgt, alle drei wären für Sportveranstaltungen etc. wohl auch zu lang. Strophe 2 über Weiber, Treue und Alk wird immer sträflich vernachlässigt

Es ist afaik aber rechtlich weder verboten, Strophe 1, noch das ganze Deutschlandlied zu singen. Den Text kann bloß keiner. Bei der Fußball WM 1954 sang man noch Strophe 1, weil jeder nur die kannte.
Klar gilt es gemeinhin als verwerflich, die von den Nazis besudelte Strophe zu singen, verboten ist es aber nicht. Meinetwegen darf auch jeder Killerspiele für verwerflich halten.
Aber ob jemand hinter verschlossener Haustüre die erste Strophe singt oder solche Spiele spielt, sollte nicht der staat entscheiden. Womit wir wieder beim Recht auf Privatsphäre wären.
Da begibst du dich schon wieder auf gefährliches Glatteis. die Symbole werden ja nur in deutschen Versionen entfernt, und auch nur deshalb, weil Spiele rechtlich nicht als Kunst gelten, im Gegensatz zu filmen, wo in jedem Porno oder drittklassigem Actionfilm Swastikas ohne Ende rumgewedelt werden dürfen, auch wenn das Niveau des Films im Bereich "Sondermüll" residiert. So Gott will, wird das aber irgendwann mal geändert. Die Mediengesetze sind ja mehr als nur angestaubt in der Hinsicht.Bei Spielen - stellt man diesen Konsens auf den Kopf: man belaesst das, wofuer es steht, in voller Grafikpracht und kantengeglaettet im Spiel und entfernt lediglich einzelne Symbole wie z. B. Hakenkreuze (obwohl die ihren Ursprung weit vor den Nazis und eine voellig andere Bedeutung haben, als gemeinhin mit ihnen assoziiert wird). Wer das kritisiert, dem mangelt es eben an Medienkompetenz und Zugang zu dieser speziellen Art von "Kunst".
Die meisten WKII-spiele befassen sich überdies aber rein mit Wehrmacht, Marine oder Luftwaffe, SS-Truppen werden nicht gezeigt (außer vielleicht bei den Wolfenstein-Spielen) und auch die Nazi-Greueltaten werden nicht gezeigt. In Guten Filmen wie Band of Brothers oder Soldat James Ryan beschränkt man sich ja ebenso auf Darstellung von Schlachten. Ok, bei BoB wird auch die Befreiung eines Nebenlagers vom ** Dachau (?) gezeigt.
Die Darstellung eines ** in einem populären Spiel ist mir nicht bekannt. Man spielt ja für gewöhnlich nur die aliierten Truppen und auf die Darstellung von Kriegsverbrechen beider Seiten wird weitestgehend verzichtet.
Das du dieser Meinung bist, hast du ja schon mehrfach verdeutlicht. Aber hier gibt es eben keinen moralischen Konsens, ich und viele andere sehen das Abballern von humanioden Aliens oder Zombies halt als gruselige Unterhaltung an, nicht schlimmer als eingängige Filme. Geschmacklich sicher diskutabel, wie auch die Filme, aber für einen normalen Menschen nicht psychisch schädigend im Hinsicht auf Agression oder Gewalt.Spiele der Art, wie die Innenministerkonferenz sie beschrieben hat -also solche, die "die virtuelle Ausuebung von wirklichkeitsnah dargestellten Toetungshandlungen oder anderen grausamen oder sonst unmenschlichen Gewalttaetigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen" sind keine "Kunst", sondern eine Schande fuer diese Gesellschaft.
Die Nachstellung historischer Schlachten ist für mich eben so legitim, sei es als Film den man sich im Kino ansieht, in Form von handbemalten Plasiksoldaten oder in einem Videospiel, solange man sich dabei streng an geschichtliche Fakten hält und es mit der Gewalt nicht übertreibt. Wenn ein Soldat einen Zivilisten erschießt, wird er dafür belangt, dasselbe erwarte ich auch im Spiel.
Die ersten negativen Folgen, die mir bei Computerspielen oder Internetsurfen einfallen, sind Übergewicht durch Bewegungsmangel, soziale Abgrenzung, Verlernen von sozialer Interaktion, da der Umgang mit andere über Chats und Foren eben nicht das persönliche Miteinander ersetzen kann.
Die Jugend hat heute sicher viele Probleme, sie haben weniger soziale Kompetenzen als früher, leiden öfters unter Übergewicht, lesen oft keine Bücher mehr... da gibt es vieles.
Aber wenn Millionen pubertärer Zocker das Erwachsenenalter erreichen ohne Amok zu laufen, und sich erfolgreich im Berufsleben etablieren, wie es momentan der Fall ist, dann sehe ich da keinen Handlungsbedarf.
