Innenminister beschließen Verbot von Killerspielen

AW: Innenminister beschließen Verbot von Killerspielen

Was haben wir bloß für eine Politiker-Generation an den Schaltstellen der Macht?

Bei Shortnews gefunden:
Internetsperre gegen Computerspiele?
Quelle des dortigen Artikels:
gulli: Internetzensur: CDU will Netzsperren gegen Computerspiele

"Internetsperre gegen Computerspiele?


Der Generalsekretär der baden-württembergischen CDU, Thomas Strobl, ist für eine Ausweitung der Sperrmaßnahmen über kinderpornografische Inhalte hinaus, um den Zugang zu "Killerspielen" zu verhindern.

Auf dem Internetportal Abgeordnetenwatch plädierte er dafür, die von Ursula von der Leyen und Wolfgang Schäuble vorgeschlagene Sperrung mit dem Blick auf Killerspiele neu zu diskutieren.

Damit reiht er sich in eine Liste von Politikern ein, die bereits vor Inkrafttreten eben dieser Sperre eine Ausweitung auf andere Bereiche fordern."
"Internetsperre gegen Computerspiele?

Jaja, Unser Grundgesetz wird 60, aber die Politik Schei... drauf.
Wie heißt es dort im Artikel 5 so schön: "eine Zensur findet nicht statt?" Wers glaubt wird selig
Es findet ja auch momentan keine Zensur statt.
Selbst wenn man gedenkt betreffende Computerspiele im I-Net zu sperren, dann bedarf es entweder ein neues Gesetz oder vorhandene müssen dahingend geändern werden.
Dann findet zwar eine Zensur statt, werden aber durch den Art. 5 Abs.2 im GG gedeckt:
Artikel 5
(1) Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.

(2) Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutze der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.

Quelle: Deutscher Bundestag: I. Die Grundrechte
 
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Also gilt deine „Medienthese“ nur für Deutschland?

Du willst nicht ernsthaft Brasilien mit Deutschland vergleichen? Selbst Dir sollte klar sein, dass dort nicht nur das Wetter und die Bademoden anders sind.

"Meine" Medienthese habe ich zeitlich belegt -selbst in Deinem Link fallen Amoklaeufe von Heranwachsenden im schulischen Umfeld in Deutschland zeitlich mit Internet, Videospielen & Co. zusammen- und ist im Uebrigen nicht "meine" Theorie, sondern die von Soziologen (Du erinnerst Dich vielleicht an den Link ... ?). Deren Ansicht ich ein klitzekleines bisschen hoeher bewerte als Deine.

Wenn du anderer Meinung bist, steht es Dir selbstverständlich frei, meine These zu widerlegen. ;)

Das mache ich. Gleich nachdem Du Deine Behauptung belegt hast. Das kannst Du doch, oder?

Spitzen wie diese, grundlegendes opportunes Verhalten, Keine Einsicht zu zeigen, bei offensichtlich falschen Annahmen, dass plötzliche Verbleiben einer Diskussion, wenn man argumentativ nicht weiterkommt etc..

"Spitzen" - feil an Deinem eigenen Diskussionsstil, ehe Du mich massregeln willst.

"Grundlegend opportun" - wenn zwei dieselbe Meinung haben, ist einer von ihnen ueberfluessig. (Churchill) Wenn die Meinung falsch ist, sogar beide. (JePe)

Es ist der Sinn einer Diskussion, unterschiedliche Meinungen zum Vortrag zu bringen - und auszuhalten. Mit letzterem scheinst Du immense Probleme zu haben.

"Ploetzliches Verbleiben" - ich vermute mal, das hier "Fernbleiben" gemeint war. Wann ich eine Diskussion als nicht mehr sinnvoll erachte und / oder mich aus Gruenden, die Dir zu nennen ich nicht verpflichtet bin, ich mich von einzelnen "Gespraechs"partnern abwende, willst Du freundlicherweise mir ueberlassen. Vielen Dank im voraus.

"Argumentativ" - ich finde hier keine Argumente. Nur ein paar Links zu Studien, die sonstwas belegen sollen, wogegen von mir verlinkte Studien als falsch abgetan werden. Aneinandergereihte Behauptungen ohne jeglichen Beleg (siehe auch Deine Wahrnehmung des gesellschaftlichen Umfeldes von Kindern gutsituierter Eltern). Jede Menge Sprechblasen rund um die Begriffe "Staat" und "Gesellschaft" bei gleichzeitiger Einsichtsverweigerung, dass wir selbst die Gesellschaft sind und der Staat nur ein administratives Instrumentarium - dem Du gleichwohl wertepostulierende Bedeutung beimisst. Was sehr praktisch und bequem ist - denn wenn der Staat die Werte vorgibt, braucht man das ja selbst nicht mehr zu tun. Genau das meine ich mit "Vollkaskodeutschland".

Achso, dann muss es sich wohl um ein Ammenmärchen handel, dass pro Jahr, auch im Verhältnis gesehen, massiv mehr Menschen in den USA durch Waffengewalt getötet werden als in Deutschland.

Der x-te plumpe Versuch, Nebenkriegsschauplaetze zu eroeffnen. Ich hatte gesagt, dass trotz ungleich restriktiverem Waffenrecht in Deutschland die Zahl der Amoklaeufe von Heranwachsenden im schulischen Umfeld in den letzten zehn Jahren deutlich zugenommen hat - und das deutsche Waffenrecht ist im selben Zeitraum mehrfach weiter verschaerft worden. Deine Forderung nach einer nochmaligen Verschaerfung ist also vorhersehbar nicht zielfuehrend.


Was ja auch richtig ist.

Wo genau hatte ich gleich geschrieben, dass dies einzig den "neuen Medien" anzulasten sei? Das naemlich legst Du mir unablaessig in den Mund.

Oh, dann haben die ja hier auch die Demokratie nicht verstanden. ;)

Nur geklickt oder auch gelesen?

Als Reaktion auf den Amoklauf von Winnenden verlangen die Innenminister der Laender ein zuegiges Verbot von Computer-Killerspielen. Auf diese Forderung einigte sich am Freitag die Innenministerkonferenz in Bremerhaven.

(Formatierung dient dem besseren Verstehen, wo noetig.)

Ich werde mit Dir jetzt wohl kaum eine Debatte über Geschmäcker anfangen. Denk einfach daran, nur weil du es nicht nachvollziehen kannst, solltest du Dir nicht anmaßen aus dem Grunde über andere die diesbezüglich eine andere Einstellung haben, negativ herzuziehen.

Wenn Heranwachsende Toeten als unterhaltsam kennenlernen, ist das ein ethisches Problem und keine Frage des persoenlichen Geschmacks. Es ist auch keine Frage individuellen Geschmacks, dass es keine Gladiatorenkaempfe mehr gibt, bei denen die "Darsteller" nach Wahl des Spielers, pardon: Imperators, an die Loewen verfuettert werden oder nicht. Und doch, das ist (letztlich) dasselbe. Nur nicht fuer Menschen, die die Bedeutung des Begriffs Ethik nicht verstanden haben oder ihn fuer antiquierten Ballast halten.

Was soll diese rethorische Frage?

Die Frage war nicht im geringsten rhetorisch gemeint. Welchen Anteil willst Du, zum Beispiel durch Verzicht, leisten, damit die Gesellschaft, die Du anprangerst, besser wird? Und wenn Du nicht zu verzichten bereit bist, mit welchem Recht forderst Du es von anderen (z. B. Waffenbesitzern)? Wie kannst Du von der Gesellschaft Veraenderung fordern, fuer Dich aber Stillstand beanspruchen?

Fakt ist also das man mit einer Waffe einen Amoklauf durchführen kann, mit einem Computerspiel jedoch nicht. Folglich steht es für mich außer Frage, was von den beiden Punkten mehr reglementiert werden muss.

Fakt ist, dass bei Beachtung des geltenden Waffenrechtes keiner der Amoklaeufer Zugang zur Tatwaffe haette haben duerfen (O.K., bei Brasilien bin ich mir da nicht so sicher).

Man koennte Deine Theorie und die aus ihr hergeleitete Forderung also populistisch nennen.

An eine Schusswaffe zu kommen sollte doch wohl deutlich schwieriger sein, als sich ein verbotenes Spiel aus dem Netz zu ziehen. ;)

Wozu dann das Waffenrecht verschaerfen?

Glueckwunsch zum Eigentor.
 
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Wenn Heranwachsende Toeten als unterhaltsam kennenlernen, ist das ein ethisches Problem und keine Frage des persoenlichen Geschmacks. Es ist auch keine Frage individuellen Geschmacks, dass es keine Gladiatorenkaempfe mehr gibt, bei denen die "Darsteller" nach Wahl des Spielers, pardon: Imperators, an die Loewen verfuettert werden oder nicht. Und doch, das ist (letztlich) dasselbe. Nur nicht fuer Menschen, die die Bedeutung des Begriffs Ethik nicht verstanden haben oder ihn fuer antiquierten Ballast halten.


kuck mal ab nachmittags rtl2 da wird schon kleinstkindern gezeigt wie toll das töten ist egal in welcher form. also komm net damit das jetzt ein pc spiel dran schuld sein soll

alles hinkt vorn und hinten was du hier von dir gibst.
 
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Wenn Heranwachsende Toeten als unterhaltsam kennenlernen, ist das ein ethisches Problem und keine Frage des persoenlichen Geschmacks. Es ist auch keine Frage individuellen Geschmacks, dass es keine Gladiatorenkaempfe mehr gibt, bei denen die "Darsteller" nach Wahl des Spielers, pardon: Imperators, an die Loewen verfuettert werden oder nicht. Und doch, das ist (letztlich) dasselbe. Nur nicht fuer Menschen, die die Bedeutung des Begriffs Ethik nicht verstanden haben oder ihn fuer antiquierten Ballast halten.
Ach herrje, jetzt wird schon das VIRTUELLE computerspiel mit REALEN ereignissen gleichgesetzt. Langsam kriege ich den Eindruck, dass sämtliche Jugendlichen den unterschied Virtuell/Real besser kennen als all die Kritiker, die ihnen das absprechen.
 
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Gut, lassen wir die Politiker unserer Wahlen doch die Spiele verbieten. Im gleichem Atemzug sollte dann die gesammte Jugendkriminalität auf Null sinken, keine Amokläufe, keine Überfälle mehr. Alles wird gut...

Das Probelm welches sich jedoch daraus ergibt, was machen denn die Jugendlichen dann!?

Verfehlte Arbeitsmarktpolitik kostete Ausbildungsplätze, Lehrermangel und Schulschließungen kosteten den Jugendlichen gute Schulbildungen, schlechte Finanzpolitik der Kommunen Freizeitmöglichkeiten und Jugendtreffs...

Was kommen wird ist klar, dumme, geistig minderbemittelte jugendliche Rumtreiber verstopfen die Straßen, denn am PC hocken die ja nicht und Agressionen haben die auch nicht mehr. Lasset die Schallmein erschallen...

(Bitte den Satz als reine Hypothese ansehen, ist Sarkasmus und nicht meine Meinung!!!)

Also muss ein neues Gesetz her, Arbeitsdienst wäre ja was, wir bauen dann wieder Autobahnen, damit die Jugendlichen eine "sinnvolle" Aufgabe bekommen...

Tschuldigung Leuts ob der Ausdrucksweise, es beschließen Innenminister das nicht mehr am PC gemordet werden darf, gleichwohl dient unsere Bundeswehr als Erfüllungsgehilfe kriegstreibender Staaten wie die USA!?

Ich könnte kotzen, bei der BW dürfte ich im Erstfall auf alles schießen was sich bewegt, daheim am PC sagt mir so ein Sesselfurzer der nie beim BUND war, hier darf ich nicht!?
 
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ja das darf er weil er von eben solchen die keine ahnung haben gewählt wurde
 
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Wenn Heranwachsende Toeten als unterhaltsam kennenlernen, ist das ein ethisches Problem und keine Frage des persoenlichen Geschmacks.
Mir ist klar, dass ein Wiederholung offenensichtlicher Fakten nichts bringt, aber nochmal für alle Kritiker: Es ist per Gesetz nicht vorgesehen, dass Menschen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben in Kontakt kommen mit spielen, in denen z.B. Krieg eine tragende Rolle spielt, und die daher ab18 sind.
Dieser Fall: "Kinder spielen Killerspiele und stumpfen ab" ist ein Verstoß gegen geltendes Recht! Verkauft ein Händler einem Minderjährigen so ein spiel, macht er sich strafbar, und das schon seit Jahren. Genau wie bei ungeschnitten Horrorfilmen. Läd ein Kind so ein Spiel runter und zockt es, während die Eltern davon nichts mitkriegen, weil sie zu beschäftigt mit Karriere, Scheidung oder was weiß ich sind, ist das eine grobe Verletzung ihrer Aufsichts- und Sorgfaltspflicht, für die der Spielehersteller nichts kann.

Und ich habe auch schon (mehrfach) erwähnt, dass Zigaretten und Alkohol weitaus schädlicher sind für Kinder und Jugendliche. In den letzten Jahren sind die Zahl der Alkoholvergiftungen und die Zahl der Alkoholtoten bei Kindern und jugendlichen deutlich gestiegen. Es vergeht kein Wochenende, in der in jeder deutschen Klinik nicht zig Jungen und Mädchen mit lebensgefährlichen Promillewerten aufschlagen.
Der Zigarettenverkauf wurde deutlich beschränkt, dennoch rauchen die Jugendlichen weiterhin (sehe ich jeden Tag, weil hier eine Schule nebenan ist).
Welche Kosten das verursacht und welche Folgeschäden und Probleme, muss ich hoffentlich nicht weiter ausführen?
Und das betrifft keine 2-3 Fälle in 4 Jahren wie bei den Amokläufern, sondern vermutlich Hunderte Fälle täglich. Die analoge Vorgehensweise wäre natürlich, Zigaretten und Alk komplett zu verbieten, da diese Produkte nicht lebensnotwendig (sondern schädlich) sind und bestehende Gesetze offensichtlich nicht ausreichen.
Bringt irgendein Potiliker diesen vorschlag? Nein! Weil erstens verdient der Staat am Saufen und rauchen, zweitens gäbs dann Revolution. Ich will da nicht außen vorbleiben, immerhin trinke ich ab und zu auch gern mal etwas.

Wo ist also der Unterschied? Die Dringlichkeit im Rahmen des Jugendschutzes wäre doch bei alk und Kippen auch gegeben?
In meinen Augen haben Computerspiele einfach nicht die ausreichende Lobby. Kiddies zählen nicht, erwachsene Spieler gibt es nicht so viele, und der Mehrheit der Bürger kann es eh egal sein, die zocken gar nicht. Und da liegt imho der hund begraben.

Ist es denn ethisch vertretbar, dass Sportschützen tödliche Waffen benutzen für ihren Sport? mit einem Luftgewehr ist noch keiner Amok gelaufen, aber auch damit kann man auf Zielschieben schießen (wird ja auch praktiziert). warum müssen es tödliche Waffen sein, und warum müssen diese Zu Hause gelagert werden? Ok, auch hier sind Verschärfungen geplant, aber auch hier war es in jedem Falle so, dass die waffenbesitzenden Eltern oder Verwandten ihre Aufsichts- und Sorgfaltspflicht verletzt haben.

Nicht, dass ein Waffenverbot die Lösung wäre, aber vielleicht ein effektiveres Herumdoktoren an den Symptomen? klar, der Begriff Waffe ist dehnbar, töten kann man auch mit einem Briefbeschwerer oder einem Küchenmesser, wenn man es drauf anlegt, aber darum gehts auch nicht. Schusswaffen sind die weltweit effektivsten Tötungswerkzeuge, sie bieten Präzision, Reichweite, Effektivität und wichtigerweise auch Distanz. Um mal technsich zu bleiben: Bei Schlagwerkzeugen oder Messer muss man nahe ran an das Opfer, die Hemmschwelle ist größer, die Effektivität geringer, die Gefahr, überwältigt zu werden auch größer als bei Feuerwaffen. Daher verwenden Attentäter oder Amokläufer halt traditionell Schusswaffen und verfügen immer über Training, denn wie allgemein bekannt hat das lässige Rumballern a la Hollywood wenig mit der Realität gemein, ein Anfänger kann das nicht, Videospiele hin oder her. Genausowenig wie man man bei Guitar Hero das Gitarre spielen lernt oder bei Gran Tourismo das Autofahren.

Was ein weiterer wichtiger Punkt ist, der Unterschied Realität und Fiktion. die meisten Spieler wissen, das ein Spiel nur ein Spiel ist, und dass man dabei keine realen Tätigkeiten lernt. Ebenso kann man da die Handlung abstrahieren, und am Ende ist das Ballern auf einen Gegner halt nicht tragischer, als einem Legomännchen den Kopf abzureißen, letztendlich ist das alles doch nicht real und tut niemandem weh. Das ist wie Geisterbahnfahren, man weiss, dass es nicht echt ist, und darum macht es Spaß. Wäre es echt, würden 99,99% der Spieler ohnmächtig werden oder einen Nervenzusammenbruch bekommen.
Es sind größtenteils die Kritiker, die das 1 zu 1 übertragen, ich nehme an oftmals aus mangelnder Erfahrung auf dem Gebiet.

Dann gibt es noch das Argument des "Anheizens". Wenn man den Schalter "Amoklauf" im Kopf schon umgelegt hat und alles bereit ist, können solche Spiele natürlich anheizen und einen auch geräuschmäßig einstimmen. Dann ist man aber an einem Punkt, wo es eigentlich eh schon zu spät ist.
Jemand, der nicht auf die Idee kommt, in ein paar Stunden Amok zu laufen, wird durch die auch nicht in Stimmung gebracht. Da wirken Ballerspiele auf längere zeit eher ermüdend, weil man sich dabei ja dauernd konzentrieren muss und angespannt ist.
Außerdem kann man auch andere Sachen machen, bevor man Amok läuft, Bowling zum Beispiel. Hat Michael Moore ja filmisch behandelt.

Was die "neuen Medien" angeht: Warum gab es eigentlich früher keine derartigen Amokläufe, Mobbing an der Schule gab es doch schon immer? Betroffene Jugendliche begingen früher wohl eher suizid, was fehlte, war dieser Rachegedanke an den Peinigern, bzw. er war sehr viel seltener oder wurde früher nicht ausgelebt. Jemand eine Idee dazu, woher das kommt?
liegt es am sozialen Umgang in unserer Gesellschaft, oder ist es wirklich vorwiegend der Drang, zu trauriger historischer Berühmtheit zu gelangen? Da bin ich mir persönlich nicht so ganz klar, was in den Amokläufern vorgeht.
Vielleicht auch Aufmerksamkeit? Ein Suizid allein ist ja heutzutage leider derart "normal", dass man davon in den Nachrichten nichts hört. :(

Die Frage war nicht im geringsten rhetorisch gemeint. Welchen Anteil willst Du, zum Beispiel durch Verzicht, leisten, damit die Gesellschaft, die Du anprangerst, besser wird? Und wenn Du nicht zu verzichten bereit bist, mit welchem Recht forderst Du es von anderen (z. B. Waffenbesitzern)? Wie kannst Du von der Gesellschaft Veraenderung fordern, fuer Dich aber Stillstand beanspruchen?
Habe ich im Grunde schon oben angesprochen, aber hier nochmal kurz: Videospiele und Waffen zu vergleichen ist einfach nur Panne. Das eine ist erfunden worden zu Unterhaltungszwecken ohne Gefahr für Leib und Leben, das andere würde erfunden, um eine größere Zahl an Menschen effektiver und aus größerer Entfernung zu töten als mit Pfeilen oder Schwertern.
Das eine ist ein Spielzeug (bei ab18-Spielen halt für Erwachsene), das andere ist ein Tötungswerkzeug.

Wobei ich ja tolerant genug bin, jedem Sportschützen seine Wumme zu gönnen, ich fordere aber auch, dass diese dann nicht als Sportausrüstung, sondern als Waffe gehandhabt wird mit strengsten Auflagen. Im Gegenzug nehme ich meine Verantwortung bei ab18-Spielen wahr, gebe diese nicht an Minderjährige weiter, greife ein, wenn ich sehe, wie ein Minderjähriger so ein Spiel spielt, und werde außerdem echten Waffen fern bleiben, weil ich zwischen Spielzeug und Waffe ja unterscheiden kann. ;)
Ist das genug Anteil, oder muss man sich noch selbst geißeln?

Fakt ist, dass bei Beachtung des geltenden Waffenrechtes keiner der Amoklaeufer Zugang zur Tatwaffe haette haben duerfen (O.K., bei Brasilien bin ich mir da nicht so sicher).
Sehr schön formuliert. :daumen:
Und was sagt uns das? richtig, ignorieren wir die Tatwaffen und gehen wir gleich zu den Spielen über, denn die Waffe allein und das Training im Verein machen noch keinen guten Schützen, dafür braucht es Kaunterstreik! :ugly::D

Man koennte Deine Theorie und die aus ihr hergeleitete Forderung also populistisch nennen.
Das Waffenverbot wäre genauso populistisch wie das Spieleverbot, mit dem Unterschied, das Waffen halt einen etwas schlechteren Ruf genießen als Spiele. Und der Tatsache, dass man ohne Spiele Amok laufen kann, ohne Waffen eher nicht... Aber das sind freilich unwichtige Details. :ugly:

PS: Ja, ich weiß, bei einigen(?) klingeln jetzt alle Glöckchen und die pawolwschen Reflexe springen an, der finger zuckt zum Antwortbutton... daher der hinweis: Ich werde wenn überhaupt nur auf sachliche, objektive und logische Antworten eingehen, nicht auf Stammtischparolen, Anfeindungen, Pseudoargumente oder gebetsmühlenartig wiederholte Phrasen. Ich will ja niemanden indoktrinieren sondern hier lediglich ein paar Denkanstöße geben. :)
 
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wieso böse werden was du sagst kann ich nur zustimmen. games wie cod oder gta sind ab 18 und han in andren händen nix zu suchen fertig. somit wird zwar ein amoklauf nicht verhindert aber zumindest kann dann nicht immer die schuld drauf geschoben werden wenn dies geltende recht endlich durchgesetzt wird
 
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Das Problem ist ja, dass Politiker etwas machen müssen, um sagen zu können, dass sie etwas gemacht haben. Da sie aber am wirklichen Problem (mangelnde Aufsichtspflicht der Eltern, Mobbing in der Schule,...) nichts so einfach ändern können, stellen sie halt die Egoshooter an den Pranger.

Bei dieser Zielgruppe verliert man auch nicht sonderlich viele Wählerstimmen, zumindest vorerst nicht und was danach kommt kann den jetzigen Politikern ja egal sein, weil sie das nicht mehr wirklich betrifft.

Klar wäre es richtig im gleichen Atemzug auch Alkohol und Zigaretten zu verbieten, aber das kostet ja, wie schon öfters angemerkt, Wählerstimmen, die kurzfristig ein Problem für die dafür verantwortlichen Parteien darstellt.

@Adrenalize
Autofahren habe ich bei Gran Tourismo nicht gelernt, aber driften.:D
 
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@Adrenalize,

das war der bislang beste Beitrag von dir und ich kann dir nur zu 100% zustimmen :daumen: .
 
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Ist es denn ethisch vertretbar, dass Sportschützen tödliche Waffen benutzen für ihren Sport? mit einem Luftgewehr ist noch keiner Amok gelaufen, aber auch damit kann man auf Zielschieben schießen (wird ja auch praktiziert). warum müssen es tödliche Waffen sein, und warum müssen diese Zu Hause gelagert werden? Ok, auch hier sind Verschärfungen geplant, aber auch hier war es in jedem Falle so, dass die waffenbesitzenden Eltern oder Verwandten ihre Aufsichts- und Sorgfaltspflicht verletzt haben.

Darüber habe ich letztens einen sehr interessanten Beitrag gesehen.
Es wird gezeigt, dass eine Laufverriegelung, wie sie für Handfeuerwaffen vorgesehen ist, absolut nichts bringt und leicht entfernt werden kann.

https://www.youtube.com/watch?v=et1qpEh4O30

Nicht, dass ein Waffenverbot die Lösung wäre, aber vielleicht ein effektiveres Herumdoktoren an den Symptomen? klar, der Begriff Waffe ist dehnbar, töten kann man auch mit einem Briefbeschwerer oder einem Küchenmesser, wenn man es drauf anlegt, aber darum gehts auch nicht. Schusswaffen sind die weltweit effektivsten Tötungswerkzeuge, sie bieten Präzision, Reichweite, Effektivität und wichtigerweise auch Distanz. Um mal technsich zu bleiben: Bei Schlagwerkzeugen oder Messer muss man nahe ran an das Opfer, die Hemmschwelle ist größer, die Effektivität geringer, die Gefahr, überwältigt zu werden auch größer als bei Feuerwaffen. Daher verwenden Attentäter oder Amokläufer halt traditionell Schusswaffen und verfügen immer über Training, denn wie allgemein bekannt hat das lässige Rumballern a la Hollywood wenig mit der Realität gemein, ein Anfänger kann das nicht, Videospiele hin oder her. Genausowenig wie man man bei Guitar Hero das Gitarre spielen lernt oder bei Gran Tourismo das Autofahren.

Genauso ist es, geschossen habe ich auch schon mal und wenn man keine Ahnung hat, die Waffe nicht korrekt hält, dann rutscht der Schlitten beim Nachladevorgang so derbst über die Hand, dass man sich die Haut aufreißt.
Ganz zu schweigen davon, dass es ein sehr großen Unterschied unterschied ist, ob man auf Pixeltypen im Computer oder mit einer echten Waffe auf eine Zielscheibe oder tatsächlich auf einen lebenden Menschen, der einem dabei wohl noch anschaut, schießt.
Wenn aber der Junge von Winnenden mit einer Großkaliberpistole hervorragend schießen konnte, er es aber nicht im Schützenverein üben durfte (rein offiziell, da er noch nicht alt genug ist für so eine Waffe), woher konnte er es dann?
 
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Mir ist klar, dass ein Wiederholung offenensichtlicher Fakten nichts bringt, aber nochmal für alle Kritiker: Es ist per Gesetz nicht vorgesehen, dass Menschen, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben in Kontakt kommen mit spielen, in denen z.B. Krieg eine tragende Rolle spielt, und die daher ab18 sind.

Ich habe auch nicht bemaengelt, dass Spiele in falsche, weil nach Rechtsnormen zu junge Haende geraten sind. Ich bemaengele das Angebot als solches - naemlich Krieg "spielbar" und damit zu einem Unterhaltungsobjekt zu machen. Ich halte bereits viele Kriegsfilme fuer grenzwertig (obwohl es da Ausnahmen gibt, die gewollt schockieren - siehe Eroeffnungssequenz von "Private James Ryan"), aber bei diesen reduziert sich die Interaktionsmoeglichkeit des "Konsumenten" wenigstens auf die Betaetigung der Stopp-Taste am DVD-Player. Wenn Krieg dagegen zum interaktiven Erlebnis wird, bei dem sich die Anbieter mit immer neuen Visualisierungen des Toetens und Sterbens ueberbieten, wird eine Grenze ueberschritten, die nicht ueberschritten werden sollte. Ausdruecklich auch nicht von Personen, die 18+ sind. Warum? Frag eine Person Deiner Wahl, die Krieg erlebt hat. Sie wird es Dir mit wenigen Worten besser erklaeren koennen als ich mit einem Aufsatz.

Dieser Fall: "Kinder spielen Killerspiele und stumpfen ab" ist ein Verstoß gegen geltendes Recht!

Wie gesagt, der juristische Aspekt der Verbreitung ist nicht so sehr mein Thema. Und dafuer, dass es eine abstumpfende Wirkung gibt, gibt es ebensoviele Beweise wie es Wiederlegungen gibt. Allein das haarspalterische Aufzaehlen von Studien offenbart, wie gross das ethische Problem mittlerweile ist.

Läd ein Kind so ein Spiel runter und zockt es, während die Eltern davon nichts mitkriegen, weil sie zu beschäftigt mit Karriere, Scheidung oder was weiß ich sind, ist das eine grobe Verletzung ihrer Aufsichts- und Sorgfaltspflicht, für die der Spielehersteller nichts kann.

Klassische Egoistenlogik. Wenn A Shice baut, weil B einen Fehler macht, kann C nichts dafuer. C ist man entweder selbst oder bietet etwas an, was man gerne moechtet. Sachlich nicht zu beanstanden, moralisch fragwuerdig.

Und ich habe auch schon (mehrfach) erwähnt, dass Zigaretten und Alkohol weitaus schädlicher sind für Kinder und Jugendliche. In den letzten Jahren sind die Zahl der Alkoholvergiftungen und die Zahl der Alkoholtoten bei Kindern und jugendlichen deutlich gestiegen. Es vergeht kein Wochenende, in der in jeder deutschen Klinik nicht zig Jungen und Mädchen mit lebensgefährlichen Promillewerten aufschlagen.

Dasselbe Prinzip - sachlich nicht zu beanstanden. Aber was bedeutet es, denkt man den Gedanke zu Ende? Ich kann die (spekulativ) groessere Fehlentwicklung nicht verhindern (was so nicht stimmt; es wird Praeventionsarbeit geleistet und ausgebaut - auch wenn der Erfolg nicht befriedigen kann), also kann man mir meine ganz private, (wiederum spekulativ) weniger schlimme Fehlentwicklung nicht absprechen?

Um mal technsich zu bleiben: Bei Schlagwerkzeugen oder Messer muss man nahe ran an das Opfer, die Hemmschwelle ist größer, die Effektivität geringer, die Gefahr, überwältigt zu werden auch größer als bei Feuerwaffen.

Falsch. Gewaltkriminalitaet hat rasant zugenommen; jeder Kriminologe wird Dir bestaetigen, dass speziell die Jugendgewalt ein bis vor wenigen Jahren nicht vorstellbares Mass an Brutalitaet erreicht hat. Und zwar laengst nicht nur in Muenchner U-Bahn-Stationen. Die Hemmschwelle ist also nicht so hoch, wie Du vermutest - oder es faellt immer leichter, sie zu ueberwinden.

Klick! (<- Vorsicht, schon wieder so ein paar materieferne, sesselfurzende Theoretiker)

PS: Ja, ich weiß, bei einigen(?) klingeln jetzt alle Glöckchen und die pawolwschen Reflexe springen an, der finger zuckt zum Antwortbutton... daher der hinweis: Ich werde wenn überhaupt nur auf sachliche, objektive und logische Antworten eingehen, nicht auf Stammtischparolen, Anfeindungen, Pseudoargumente oder gebetsmühlenartig wiederholte Phrasen. Ich will ja niemanden indoktrinieren sondern hier lediglich ein paar Denkanstöße geben. :)

Keine Sorge, meine Motivation zum Antworten ist inzwischen auch in diesem Thread nahe Null. Meinen Standpunkt sollte inzwischen jeder verstanden haben, der daran Interesse hegt.
 
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Falsch. Gewaltkriminalitaet hat rasant zugenommen; jeder Kriminologe wird Dir bestaetigen, dass speziell die Jugendgewalt ein bis vor wenigen Jahren nicht vorstellbares Mass an Brutalitaet erreicht hat. Und zwar laengst nicht nur in Muenchner U-Bahn-Stationen. Die Hemmschwelle ist also nicht so hoch, wie Du vermutest - oder es faellt immer leichter, sie zu ueberwinden.

In diesem Fall ging es aber rein um den Verlgeich Schusswaffe oder Messer. Mit einer Schusswaffe kann man aus der Entfernung angreifen, da ist es egal, ob der Gegner einen Knüppel, Messer oder nichts hat. Mit einem Messer sieht es schon anders aus, da man sich die Hände deutlich stärker "schmutzig machen" muss.

Dass die Gewaltbereitschaft unter Jugendlichen zugenommen hat, steht außer Frage, bezieht sich aber meist auf Jugendliche, die in Gruppen auftreten und Schwächere bedrohen.
Ein einzelner gewaltbereiter Jugendlicher hätte zuviel Angst davor mit seiner Aktion zu scheitern, daher suchen sie den Anschluss an einer Gruppe, denn nur da finden sie sich stark und überlegen, obwohl das Gegenteil der Fall ist.
Aber versuch das mal denen zu erklären... :ugly:
 
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"Meine" Medienthese habe ich zeitlich belegt -selbst in Deinem Link fallen Amoklaeufe von Heranwachsenden im schulischen Umfeld in Deutschland zeitlich mit Internet, Videospielen & Co. zusammen- und ist im Uebrigen nicht "meine" Theorie, sondern die von Soziologen (Du erinnerst Dich vielleicht an den Link ... ?). Deren Ansicht ich ein klitzekleines bisschen hoeher bewerte als Deine.
Und ich habe dem genug andere Links gegenübergestellt von diesen sogenannten "Sesseslfurzertheoretikern", die genau das Gegenteil aufzeigen. Wie gesagt, den Zusammenhang zwischen den "neuen Medien" und insbesonderre den "Killerspielen" und Amokläufen, konnte bis jetzt noch niemand nachweisen/belegen.
"Spitzen" - feil an Deinem eigenen Diskussionsstil, ehe Du mich massregeln willst.
Wenn ich nur der Einzige wäre der Dich "maßregelt..." ;)
"Grundlegend opportun" - wenn zwei dieselbe Meinung haben, ist einer von ihnen ueberfluessig. (Churchill) Wenn die Meinung falsch ist, sogar beide. (JePe)
Wenn man eine Meinung hat, soll man sie auch sagen, egal ob falsch oder richtig. (DaStash)
Es ist der Sinn einer Diskussion, unterschiedliche Meinungen zum Vortrag zu bringen - und auszuhalten. Mit letzterem scheinst Du immense Probleme zu haben.
Sicherlich ist es der Sinn und entgegen deiner Behauptung habe ich keine Probleme, wenn jemand eine andere Meinung hat. So lange er nicht seine eigene Meinung über die von anderen stellt und deren Meinungen und Ansichten(siehe deine steten Angriffe auf "linke" Ansichten und systemkritische Bemerkungen) diffarmiert und als wertlos deklariert, dann gibts diesbezüglich auch keinerlei Probleme.
"Ploetzliches Verbleiben" - ich vermute mal, das hier "Fernbleiben" gemeint war. Wann ich eine Diskussion als nicht mehr sinnvoll erachte und / oder mich aus Gruenden, die Dir zu nennen ich nicht verpflichtet bin, ich mich von einzelnen "Gespraechs"partnern abwende, willst Du freundlicherweise mir ueberlassen. Vielen Dank im voraus.
Du erweckst dadurch jedoch den Eindruck, dass du bei Falschansichten nicht die größe hast diese dann auch einzugestehen. Schau die Spam_Bot an, er hat nach langer Debatte auch eingesehen, dass seine spezielle Internetzensuransicht falsch war. Und mit ihm konnte man auch konstruktiv streiten ohne das einer der beiden Positionen diffarmiert oder persönlich angegangen wurde.
"Argumentativ" - ich finde hier keine Argumente. Nur ein paar Links zu Studien, die sonstwas belegen sollen, wogegen von mir verlinkte Studien als falsch abgetan werden.
Das stimmt so nicht was du schreibst. Ich hatte ja auch geschrieben, dass es im Prinzip für beide "Theorien" noch keine richtigen Beweise gibt. Deshalb ja auch die Kritik an der Entscheidung von den Innenministern, auf Grundlage von Vermutungen, die eben nicht naheliegend sind - siehe meine Links, solch eine Entscheidung herbeizuführen.
Aneinandergereihte Behauptungen ohne jeglichen Beleg (siehe auch Deine Wahrnehmung des gesellschaftlichen Umfeldes von Kindern gutsituierter Eltern). Jede Menge Sprechblasen rund um die Begriffe "Staat" und "Gesellschaft" bei gleichzeitiger Einsichtsverweigerung, dass wir selbst die Gesellschaft sind und der Staat nur ein administratives Instrumentarium - dem Du gleichwohl wertepostulierende Bedeutung beimisst. Was sehr praktisch und bequem ist - denn wenn der Staat die Werte vorgibt, braucht man das ja selbst nicht mehr zu tun. Genau das meine ich mit "Vollkaskodeutschland".
1.) Ich sagte bereits das es eine "persönliche" These ist und 2.) Habe ich nicht abgestritten oder geleugnet das "Wir" die Gesellschaft sind und der Staat unseren Vertreter darstellt. Ich verweise nur darauf und das ist ja das was die Regierung imemr stets betont, dass sie nur Rahmen und Werte schaffen kann. Welche dies sind und zu was sie führen können, habe ich ja bereits dargelegt. ;)
Der x-te plumpe Versuch, Nebenkriegsschauplaetze zu eroeffnen. Ich hatte gesagt, dass trotz ungleich restriktiverem Waffenrecht in Deutschland die Zahl der Amoklaeufe von Heranwachsenden im schulischen Umfeld in den letzten zehn Jahren deutlich zugenommen hat - und das deutsche Waffenrecht ist im selben Zeitraum mehrfach weiter verschaerft worden. Deine Forderung nach einer nochmaligen Verschaerfung ist also vorhersehbar nicht zielfuehrend.
Ich sagte wenn man diese beiden Punkte, Waffenrecht und "Killerspiele" als Argument herführt, "dann" sollte man sich eher dem Waffenrecht witmen und nicht einer offensichtlich unbewiesenen Vermutung. Ich persönlich würde an beiden nichts ändern, denn die jetzigen Regelungen sind ausreichend, dass weiß ich, da mein Großvater und mein Vater beide Jäger sind. Familienfreundlichere Politik, mehr Freizeitangebote für Jugendliche, Ganztagsschulen bei gleichzeitiger Erhöhung des Lehrerpersonals, bessere psychologische Betreuung in Schulen, Förderung sozialer und gesellschaflticher Projekte etc... Das sind Sachen die man angehen müsste um dem Problem effektiv zu entgegnen.
Was ja auch richtig ist.

Wo genau hatte ich gleich geschrieben, dass dies einzig den "neuen Medien" anzulasten sei? Das naemlich legst Du mir unablaessig in den Mund.
Hab ich Dir nie unterstellt. Aber selbst das sie eine Teilschuld haben und darauf weise ich ja stets hin, ist eben nicht wie von Dir Behauptet nachzuweisen.
Nur geklickt oder auch gelesen?

Als Reaktion auf den Amoklauf von Winnenden verlangen die Innenminister der Laender ein zuegiges Verbot von Computer-Killerspielen. Auf diese Forderung einigte sich am Freitag die Innenministerkonferenz in Bremerhaven.

(Formatierung dient dem besseren Verstehen, wo noetig.)
Beides sicherlich und du??? ;)
Angestrebt wird ein Herstellungs- und Verbreitungsverbot - und dass "so schnell wie möglich".
Wenn Heranwachsende Toeten als unterhaltsam kennenlernen, ist das ein ethisches Problem und keine Frage des persoenlichen Geschmacks. Es ist auch keine Frage individuellen Geschmacks, dass es keine Gladiatorenkaempfe mehr gibt, bei denen die "Darsteller" nach Wahl des Spielers, pardon: Imperators, an die Loewen verfuettert werden oder nicht. Und doch, das ist (letztlich) dasselbe. Nur nicht fuer Menschen, die die Bedeutung des Begriffs Ethik nicht verstanden haben oder ihn fuer antiquierten Ballast halten.
Verbieten wir dann jetzt auch Comboy und Indianer spielen, wo es doch schon im frühesten Kindesalter um fiktives Töten geht??? Ich meine, nach deine Auffassung dürften doch all diese Kinder den Begriff Ethik nicht verstanden haben und deren Eltern auch nicht?!
Die Frage war nicht im geringsten rhetorisch gemeint. Welchen Anteil willst Du, zum Beispiel durch Verzicht, leisten, damit die Gesellschaft, die Du anprangerst, besser wird? Und wenn Du nicht zu verzichten bereit bist, mit welchem Recht forderst Du es von anderen (z. B. Waffenbesitzern)? Wie kannst Du von der Gesellschaft Veraenderung fordern, fuer Dich aber Stillstand beanspruchen?
Ich wäre zum Beispiel bereit, höhere Sozialabgaben zu leisten, dadurch auf mehr Gehalt zu verzichten und meine oben genannten Punkte zu fördern.
Fakt ist, dass bei Beachtung des geltenden Waffenrechtes keiner der Amoklaeufer Zugang zur Tatwaffe haette haben duerfen (O.K., bei Brasilien bin ich mir da nicht so sicher).
Stimmt. Das gleiche gilt im Übrigen auch für die Killerspiele. ;) Außerdem ist es im Vergleichsfall ja wohl klar, was das schlimmere von beiden ist, wenn man eben widerrechtlich doch daran kommt.
Man koennte Deine Theorie und die aus ihr hergeleitete Forderung also populistisch nennen.
Wie ich schon schrieb. Wenn man unbedingt etwas an einem der beiden Zustände ändern will, was ich nicht unbedingt beführworte, siehe weiter oben, dann sollte man dies bei den Waffen machen. Und populistisch sind beide Forderungen, von daher kann ich deine Frage mit ja beantworten. ;)

Adrenalize schrieb:
In meinen Augen haben Computerspiele einfach nicht die ausreichende Lobby.
Genauso ist es, bzw. noch nicht. Das sollte ja eine Generationsfrage sein. ;)

Dann gibt es noch das Argument des "Anheizens". Wenn man den Schalter "Amoklauf" im Kopf schon umgelegt hat und alles bereit ist, können solche Spiele natürlich anheizen und einen auch geräuschmäßig einstimmen.
Ja, das geht dann so ziemlich bei allen Gelegenheiten, wo Adrenalin im Spiel ist, wie zum Beispsiel fast jede Sportart, die man im fernsehen schaut. Ich hatte mal einen Bericht gelesen wo sie aufgezeigt hatten, dass man bei Fußball gucken genausoviel Adrenalin ausschüttet wie beim Ego-Shooter spielen. ;)
Sehr schön formuliert. :daumen:
Und was sagt uns das? richtig, ignorieren wir die Tatwaffen und gehen wir gleich zu den Spielen über, denn die Waffe allein und das Training im Verein machen noch keinen guten Schützen, dafür braucht es Kaunterstreik! :ugly::D
:D Ja genau und Call of Duty nicht vergessen, damit kann man auch schön das geplante Töten trainieren. ;)

Das Problem ist ja, dass Politiker etwas machen müssen, um sagen zu können, dass sie etwas gemacht haben. Da sie aber am wirklichen Problem (mangelnde Aufsichtspflicht der Eltern, Mobbing in der Schule,...) nichts so einfach ändern können, stellen sie halt die Egoshooter an den Pranger.
Genau das was ich sage. Reinste Symbolpolitik und blinder politischer Aktionismus.

MfG
 
Zuletzt bearbeitet:
AW: Innenminister beschließen Verbot von Killerspielen

@Adrenalize
Autofahren habe ich bei Gran Tourismo nicht gelernt, aber driften.:D
:D
Wenn jedes Auto in Wirklichkeit so driften würde wie in den Games, dann wäre was los auf den Straßen! :)

Darüber habe ich letztens einen sehr interessanten Beitrag gesehen.
Es wird gezeigt, dass eine Laufverriegelung, wie sie für Handfeuerwaffen vorgesehen ist, absolut nichts bringt und leicht entfernt werden kann.
Danke für das Video, kannte ich noch nicht, sehr interessant. Da sieht man auch mal wieder, wie wenig Ahnung die Politiker von technischen Dingen haben. Beispiel Biometrie vs Zahlencode: Das ist einfach eine andere art der Kryptographie, inwiefern soll sich dadurch denn die Sicherheit erhöhen? Fingerabdrücke kann man abnehmen und nachmachen, so kompliziert ist das nun auch nicht. Zumal, was der Beitrag auch schön zeigte, das alles keine Rolle spielt, so lange das System mechanische Schwachstellen hat.
Fällt mir immer wieder auf, dass die Parteien in Sachen Kryptographie und Sicherheitsverfahren wohl irgendwie schlechte Berater haben, oder aber wissentlich wenig effektive Verfahren als die Lösung schlechthin anpreisen... siehe auch KiPo-Filter. Jeder IT-Security-Spezialist kritisiert das Teil aus technischer sicht, da fragt man sich echt, wer das ding dann erfunden hat. ein Hobby-Progger? :ugly:

Ich habe auch nicht bemaengelt, dass Spiele in falsche, weil nach Rechtsnormen zu junge Haende geraten sind.
Du hast dich mehrfach darauf bezogen, dass Minderjährige das spielen, und das ist halt ein Punkt den die Politik auch bringt: Verbot, um damit die Minderjährigen zu schützen. Dafür bräuchte es aber kein neues Gesetz, weil die alten es bereits verbieten.
Wo steckt da die Logik? Ich habe ein Gesetz, das offensichtlich nicht durchführbar ist oder nicht effektiv, also erlasse ich ein Schärferes, das vermutlich ebensowenig effizent sein wird?
Natürlich kann man, wenn es die Spiele nicht mehr in der Ladentheke gibt, ein paar Verkäufe (= Fehltritte der Ladenbesitzer) verhindern, aber sozial isolierte, psychopathische Jugendliche (aka Amokläufer in Spee) werden wohl kompentent genug sein, sich das Zeug zu saugen. Torrent oder Rapidshare sind ja so kompliziert nicht...

Ich bemaengele das Angebot als solches - naemlich Krieg "spielbar" und damit zu einem Unterhaltungsobjekt zu machen. Ich halte bereits viele Kriegsfilme fuer grenzwertig (obwohl es da Ausnahmen gibt, die gewollt schockieren - siehe Eroeffnungssequenz von "Private James Ryan"), aber bei diesen reduziert sich die Interaktionsmoeglichkeit des "Konsumenten" wenigstens auf die Betaetigung der Stopp-Taste am DVD-Player. Wenn Krieg dagegen zum interaktiven Erlebnis wird, bei dem sich die Anbieter mit immer neuen Visualisierungen des Toetens und Sterbens ueberbieten, wird eine Grenze ueberschritten, die nicht ueberschritten werden sollte.
Moral ist so eine Sache, die ist nicht in Stein gemeißelt. Was der eine als empörend empfindet, ist dem anderen egal oder gar sympathisch. Aber davon abgesehen? Ist es Aufgabe des Legislative, sich zur höchsten Moralinstanz aufzuschwingen und hierbei zu zensieren? Es gibt Tierschützer, die Jagd als Freizeitsport für moralisch inakzeptabel halten, oder das Halten von Nutztieren auf engstem Raum (Hühner z.B.). Strenge Christen sehen homosexuelle Beziehungen als moralisch verwerflich an. Ein weiteres Thema wäre die Darstellung von Pornographie und die Verbreitung durch das Internet, welches auch bei Jugendlichen eine Rolle spielt. Wo also darf der Staat verbieten, und wo nicht?
Deshalb bin ich nicht Fan dieses Moralarguments, ich erlaube mir kein Urteil über die Freizeitbeschäftigungen der Leute. Solange andere darunter nicht zu leiden haben.
Ausdruecklich auch nicht von Personen, die 18+ sind. Warum? Frag eine Person Deiner Wahl, die Krieg erlebt hat. Sie wird es Dir mit wenigen Worten besser erklaeren koennen als ich mit einem Aufsatz.
Mein Großvater war in Russland, das Problem ist nur, dass er davon nicht wirklich traumatisiert ist. Wohl nicht nah genug an Stalingrad dran, oder so, auf jeden Fall ist er da nicht der geeignete Ansprechpartner, fürchte ich.
wie dem auch sei, den Spielen wird hierbei gerne unterstellt, den Krieg als amüsant und spaßig darzustellen. Das ist oft gar nicht so, nehmen wir mal die Call of Duty-Reihe. Hier wurden oft Filmszenen nachgebaut, was die Spiele recht authentisch wirken lässt, etwa Normandielandung, Kesselschlacht um Stalingrad usw. In CoD2 z.B. startet man als russischer Soldat mit einem Magazin in der Hand ohne Waffe. Die soll man, historisch korrekt, von einem gefallenen Kameraden aufheben. die ersten Minuten des Spiels bestehen darin, wehrlos zu sein und am Leben zu bleiben. Ist das unterhaltsam? Nicht wirklich; es ist eine Herausforderung, und es vermittelt einen Eindruck über die damalige Brutalität des Krieges und der Lebenserwartung eines Soldaten von oft nur wenigen Minuten. In CoD4 z.B. gibt spielt man im Vorspann einen Politiker, der exekutiert wird, später dann einen sterbenden Soldaten in einem abgestürzten Heli. Das Spiel schafft es dabei ohne Übertreibungen zu vermitteln, dass Krieg keine Sieger kennt, dass die Guten nicht immer überleben. Es gibt kein Happy End.
Im Grunde genommen die Botschaft, die auch viele Kriegsfilme rüberbringen, mit dem Unterschied, dass man hier selbst die Hauptperson ist, nicht Tom Hanks oder Mel Gibson.

Natürlich sind nicht alle Spiele hier Positivbeispiele, insofern wäre es auch mal wichtig, den Begriff "Killerspiel" hart zu definieren. Ist jedes Kriegsspiel automatisch ein Killerspiel? Ist ein Geballere auf mutierte alien-Zombies a la Deadspace gleichzusetzen mit einem historisch korrekten WKII-spiel ohne übertriebene Gewaltdarstellung?
Die Poltik umschifft diese Definition bisher natürlich gekonnt.

Noch ein Beispiel: Das spiel Defcon von Introversion ist eine Hommage des Szenarios "Thermonuklearer Krieg" aus dem Film Wargames. Das Spiel zeigt eine vereinfachte Weltkarte ohne Texturen mit Städten und militärischen Einrichtungen. Es werden nacheinander die Defcon-Phasen durchlaufen und am Ende filegen die Atomraketen. Es gewinnt die Seite mit dem höheren Bodycount. soweit alles genau wie im Film.
Ich hab das spiel mal eine Runde lang getestet und fand es total verstörend. Gewaltdarstellung ist nicht vorhanden, aber der Einschlag einer Atomrakete in einer Großstadt und die nüchterne Anzeige von Millionen Toten als einfache Zahl fand ich um vieles verstörender als irgendeinen Shooter. einem Freund von mir ging es ähnlich, er fand das spiel zu makaber.
Wer will, kann ja mal die Demo testen, ich finde es ein hervorragendes Beispiel dafür, dass die Grausamkeit eines spiels nicht unbedingt etwas mit grafischer Gewaltdarstellung zu tun haben muss.

Wie gesagt, der juristische Aspekt der Verbreitung ist nicht so sehr mein Thema. Und dafuer, dass es eine abstumpfende Wirkung gibt, gibt es ebensoviele Beweise wie es Wiederlegungen gibt. Allein das haarspalterische Aufzaehlen von Studien offenbart, wie gross das ethische Problem mittlerweile ist.
Genau das ist das Problem: Beim Verfassen und Erlassen von Gesetzen geht es numal um die juristischen Aspekte. Nicht umsonst sitzen im Bundestag soviele Anwälte, das ist genau deren Ding. Sinn von Gesetzen ist es doch, klar definierte Regeln für ein Gesellschaftliches miteinander zu definieren. Dabei sind die Begriffe Recht und Gerechtigkeit nicht immer deckungsgleich, insofern halte ich moralbasierte Zensurgesetze für gefährlich, wenn das juristische System an sich nicht moralisch einwandfrei ist.
Niemand hat ein Problem mit deiner moralischen Ansicht zu dem Thema, nur die Forderung, diese Ansicht juristisch in Stein zu meißeln, teilen wir eben nicht.

Klassische Egoistenlogik. Wenn A Shice baut, weil B einen Fehler macht, kann C nichts dafuer. C ist man entweder selbst oder bietet etwas an, was man gerne moechtet. Sachlich nicht zu beanstanden, moralisch fragwuerdig.
Darauf kann ich jetzt im Grunde nicht eingehen, weil es methaphysisches Geblubber ist. Wenn C immer verantwortlich ist, könnte man quasi alles verbieten, weil A mit sehr vielen Dingen ******** bauen kann, falls B einen Fehler macht.

Dasselbe Prinzip - sachlich nicht zu beanstanden. Aber was bedeutet es, denkt man den Gedanke zu Ende? Ich kann die (spekulativ) groessere Fehlentwicklung nicht verhindern (was so nicht stimmt; es wird Praeventionsarbeit geleistet und ausgebaut - auch wenn der Erfolg nicht befriedigen kann), also kann man mir meine ganz private, (wiederum spekulativ) weniger schlimme Fehlentwicklung nicht absprechen?
War nur der hinweis darauf, dass es in Hinsicht auf den Jugendschutz auch andere, dringliche Probleme gibt, die man juristisch strenger angehen könnte, es aber nicht tut.
Mir stellt sich halt die Frage, warum nicht? Oder anders: Wenn über jeden toten Jugendlichen, bei dem Alkohol im Spiel war, wochenlang in den Medien berichtet werden würde, kämen dann auch sofort Gesetzesvorschläge für ein generelles Alkoholverbot?
Ich werfe der Politik hier eben Aktionismus vor, die drehen ihr Fähnchen nach dem Wind der Medien und der Wählerstimmen, die Moral wird zwar vorgeschoben, dahinter steht aber das Buhlen um die Gunst der Wähler.
Die Politiker können den Eltern ja schlecht sagen: Schaut, wenn ihr euch mal mehr mit eurem Nachwuchs befassen würdet, wüsstet ihr, ob die Spiele spielen, die sie dem Gesetz nach gar nicht haben dürfen, und ob sie psychische Probleme haben, in der Schule gemobbt werden usw.
Weil das wäre zwar sachlich korrekt, würde aber Wählerstimmen kosten.

Wobei es relativ betrachtet ja halbwegs zu funktionieren scheint, es gibt ja genug Familien, die Umziehen, oder ihre Kinder auf andere Schulen schicken, und oft reicht das schon, um dem Martyrium des Mobbings ein Ende zu setzen. Nur selten kommen all diese Faktoren (Gewalt, Mobbing, psychische Labilität, ignorante Eltern, Erfahrung mit Waffen...) zusammen und es kommt zum Amoklauf. Wobei ich selbst aber auch den Eltern der Mobbing-Täter einen Vorwurf mache. Oft gibt es da 1-2 Rädelsführer und der Rest sind Mitläufer. Es ist möglich, auch Kindern und Jugendlichen soweit ein Unrechtsbewusstsein zu vermitteln, dass sie bei sowas nicht mitmachen oder für das Mobbingopfer Partei ergreifen. Nur ist das nicht Aufgabe der Lehrer (die sollen lehren ,nicht erziehen) und Spiele und Medien sind dafür nicht geeignet. Kinder brauchen Vorbilder. Bekommen sie keine, suchen sie sich die Falschen...

Falsch. Gewaltkriminalitaet hat rasant zugenommen; jeder Kriminologe wird Dir bestaetigen, dass speziell die Jugendgewalt ein bis vor wenigen Jahren nicht vorstellbares Mass an Brutalitaet erreicht hat. Und zwar laengst nicht nur in Muenchner U-Bahn-Stationen. Die Hemmschwelle ist also nicht so hoch, wie Du vermutest - oder es faellt immer leichter, sie zu ueberwinden.
Sachlich korrekt, aber der Bezug zum Thema Amoklauf fehlt. Das in den U-Bahnen hier bei uns waren alles Jugendliche mit Migrationshintergrund, die legen es bewusst auf körperliche Nähe und persönliche Konfrontation an, oft sogar ohne Waffen und mit bloßen Fäusten. Das sind keine distanzierten Killer sondern einfach nur gemeine Schläger. Völlig anderer psychologischer Hintergrund.
Natürlich auch ein großes soziales Problem, aber da spielen Killerspiele keine große Rolle, eher dieses Gangsta-Milieu nach amerikanischem Ghettovorbild und Musik, in der körperliche Gewalt als Maß für Stärke und Coolness dargestellt wird.

Der Amokläufer hingegen braucht Schusswaffen, er fühlt sich ja als körperlich unterlegen und sucht die Distanz, nicht die körperliche Konfrontation, denke ich.
Keine Sorge, meine Motivation zum Antworten ist inzwischen auch in diesem Thread nahe Null. Meinen Standpunkt sollte inzwischen jeder verstanden haben, der daran Interesse hegt.
Ich denke, ich verstehe deinen Standpunkt, und konnte hoffentlich den meinigen noch etwas weiter beleuchten.
 
AW: Innenminister beschließen Verbot von Killerspielen

War nur der hinweis darauf, dass es in Hinsicht auf den Jugendschutz auch andere, dringliche Probleme gibt, die man juristisch strenger angehen könnte, es aber nicht tut.
Mir stellt sich halt die Frage, warum nicht? Oder anders: Wenn über jeden toten Jugendlichen, bei dem Alkohol im Spiel war, wochenlang in den Medien berichtet werden würde, kämen dann auch sofort Gesetzesvorschläge für ein generelles Alkoholverbot?
man muss sich ja mal folgendes vor augen führen:

während wir über ein verbot oder auch bessere kontrollen der altersvorgaben bei computerspielen diskutieren (deren schädigung ja nun bis heute noch nichtmal ansatzweise nachgewiesen wurde), wird an genau diesem punkt (alkohol/tabak) GAR NICHTS unternommen.

Vergleichen wir mal die Zahlen: Durch den Alkohol/Tabakkonsum sterben in Deutschland jährlich >100.000 Menschen. In den 7 Jahren seit Erfurt also, wo durch Amokläufe nichtmal 50 Menschen ums Leben gekommen sind (so schrecklich das auch sein mag, keine Frage), starben in derselben Zeit über 700.000 Menschen. Wo sind da die Forderungen nach Verbot? Nach stärkeren Kontrollen? Wie VERBLENDET muss man eigentlich als Politiker sein, da nicht mal einzugreifen?

JEDER ernsthafte Soziologe wird zugeben, dass es mit einem Verbot nicht getan ist, das Bildungssystem muss verbessert werden und zwar grundlegend und zügig. Aber dafür ist das Geld nicht da. Daher werden die Computerspiele als Sündenbock für das völlig verfahrene Bildungssystem genutzt, das einige Kinder so dermaßen in die Ecke stellt, dass sie nur noch die Möglichkeit sehen zu töten: Sich oder Sich und andere. DAS ist das wirklich traurige!
 
AW: Innenminister beschließen Verbot von Killerspielen

Wie schon oft erwähnt, die Alkilobby ist deutlich größer.
Versuch mal in Bayern ein Alkoholverbot durchzukriegen. ;)
Jeder Politiker würde sich die Finger verbrennen und die Wahl wäre gelaufen.
Genauso wird auch nie ein Politiker Gesetze verabschieden, die Renter benachteiligen.
 
AW: Innenminister beschließen Verbot von Killerspielen

Moral ist so eine Sache, die ist nicht in Stein gemeißelt.

Aber einen ethischen Grundkonsens sollte es schon geben. Provokantes Beispiel gefaellig?

Die Nationalhymne. Sie zu singen -und zwar von Anfang bis Ende- tut niemandem weh, richtet keine bleibenden Schaeden an - und trotzdem laesst man es mit der dritten Strophe bewenden. Warum? Und koennte man nicht wenigstens eine "uncut"-Version ab 18 verkaufen?

Man tut es nicht, weil es gesellschaftlichen Konsens gibt - dass die erste Strophe, die zusammen mit dem Horst-Wessels-Lied von den Nazis gesungen wurde, ein Symbol fuer etwas ist, wovon man sich distanziert. Fuer diesen Konsens braucht es keine Individualerfahrung mit dem sogenannten Dritten Reich. Ein wenig Ver- und Anstand genuegen hier seltsamerweise.

Bei Spielen - stellt man diesen Konsens auf den Kopf: man belaesst das, wofuer es steht, in voller Grafikpracht und kantengeglaettet im Spiel und entfernt lediglich einzelne Symbole wie z. B. Hakenkreuze (obwohl die ihren Ursprung weit vor den Nazis und eine voellig andere Bedeutung haben, als gemeinhin mit ihnen assoziiert wird). Wer das kritisiert, dem mangelt es eben an Medienkompetenz und Zugang zu dieser speziellen Art von "Kunst".

Spiele der Art, wie die Innenministerkonferenz sie beschrieben hat -also solche, die "die virtuelle Ausuebung von wirklichkeitsnah dargestellten Toetungshandlungen oder anderen grausamen oder sonst unmenschlichen Gewalttaetigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen" sind keine "Kunst", sondern eine Schande fuer diese Gesellschaft. Daran, dass dieser Typus Spiel desensibilisiert, verroht und mittel- bis langfristig Schaden anrichtet, habe ich nicht den geringsten Zweifel - obwohl ich es so wenig beweisen kann wie Ihr es widerlegen koennt.

Auch hier: EOD.
 
AW: Innenminister beschließen Verbot von Killerspielen

Um das nochmal klarzustellen: Ich will kein striktes Alkohol- oder Zigarettenverbot, ich will kein Verbot von Waffen oder Schützenvereinen, und ich will eben auch kein Verbot von Spielen für Erwachsene.

Ich will einfach nur, dass bestehende Gesetze mal konsequenter umgesetzt werden. Und das Eltern, Schüler und Lehrer in diesem Falle aufmerksam sind und etwas gegen das Mobbing tun. Denn bevor es zu einem Amoklauf kommt, wird der Täter ja meist von Mitschülern gemobbt/gefoltert, Lehrer ignorieren es oder beteiligen sich teilweise sogar, die Eltern bekommen nichts mit und der Täter (der ja zu diesem Zeitpunkt noch Opfer ist) schweigt und leidet, anstatt sich Hilfe zu holen.
Da gibt es genug Zeit und Möglichkeiten um einzugreifen und das Ganze zu beenden, bevor es eskaliert, aber dafür benötigt es halt Zivilcourage.
 
AW: Innenminister beschließen Verbot von Killerspielen

schöner hät ichs net schreiben können, dir vollkommen zustimme. denn mitschüler sehen sowas als erstes wenn ein mitschüler gemobbt wird.
 
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