Innenminister beschließen Verbot von Killerspielen

AW: Innenminister beschließen Verbot von Killerspielen

Die Nationalhymne. Sie zu singen -und zwar von Anfang bis Ende- tut niemandem weh, richtet keine bleibenden Schaeden an - und trotzdem laesst man es mit der dritten Strophe bewenden. Warum? Und koennte man nicht wenigstens eine "uncut"-Version ab 18 verkaufen?

Man tut es nicht, weil es gesellschaftlichen Konsens gibt - dass die erste Strophe, die zusammen mit dem Horst-Wessels-Lied von den Nazis gesungen wurde, ein Symbol fuer etwas ist, wovon man sich distanziert. Fuer diesen Konsens braucht es keine Individualerfahrung mit dem sogenannten Dritten Reich. Ein wenig Ver- und Anstand genuegen hier seltsamerweise.
Och, die erste Strophe wird ja auch heute durchaus in einigen brauneren Kreisen gesungen, die haben da keine moralischen Bedenken.

Wobei die Begrenzung auf eine Strophe wohl auch aus Gründen der Länge erfolgt, alle drei wären für Sportveranstaltungen etc. wohl auch zu lang. Strophe 2 über Weiber, Treue und Alk wird immer sträflich vernachlässigt ;)

Es ist afaik aber rechtlich weder verboten, Strophe 1, noch das ganze Deutschlandlied zu singen. Den Text kann bloß keiner. Bei der Fußball WM 1954 sang man noch Strophe 1, weil jeder nur die kannte.

Klar gilt es gemeinhin als verwerflich, die von den Nazis besudelte Strophe zu singen, verboten ist es aber nicht. Meinetwegen darf auch jeder Killerspiele für verwerflich halten.
Aber ob jemand hinter verschlossener Haustüre die erste Strophe singt oder solche Spiele spielt, sollte nicht der staat entscheiden. Womit wir wieder beim Recht auf Privatsphäre wären.

Bei Spielen - stellt man diesen Konsens auf den Kopf: man belaesst das, wofuer es steht, in voller Grafikpracht und kantengeglaettet im Spiel und entfernt lediglich einzelne Symbole wie z. B. Hakenkreuze (obwohl die ihren Ursprung weit vor den Nazis und eine voellig andere Bedeutung haben, als gemeinhin mit ihnen assoziiert wird). Wer das kritisiert, dem mangelt es eben an Medienkompetenz und Zugang zu dieser speziellen Art von "Kunst".
Da begibst du dich schon wieder auf gefährliches Glatteis. die Symbole werden ja nur in deutschen Versionen entfernt, und auch nur deshalb, weil Spiele rechtlich nicht als Kunst gelten, im Gegensatz zu filmen, wo in jedem Porno oder drittklassigem Actionfilm Swastikas ohne Ende rumgewedelt werden dürfen, auch wenn das Niveau des Films im Bereich "Sondermüll" residiert. So Gott will, wird das aber irgendwann mal geändert. Die Mediengesetze sind ja mehr als nur angestaubt in der Hinsicht.
Die meisten WKII-spiele befassen sich überdies aber rein mit Wehrmacht, Marine oder Luftwaffe, SS-Truppen werden nicht gezeigt (außer vielleicht bei den Wolfenstein-Spielen) und auch die Nazi-Greueltaten werden nicht gezeigt. In Guten Filmen wie Band of Brothers oder Soldat James Ryan beschränkt man sich ja ebenso auf Darstellung von Schlachten. Ok, bei BoB wird auch die Befreiung eines Nebenlagers vom ** Dachau (?) gezeigt.
Die Darstellung eines ** in einem populären Spiel ist mir nicht bekannt. Man spielt ja für gewöhnlich nur die aliierten Truppen und auf die Darstellung von Kriegsverbrechen beider Seiten wird weitestgehend verzichtet.

Spiele der Art, wie die Innenministerkonferenz sie beschrieben hat -also solche, die "die virtuelle Ausuebung von wirklichkeitsnah dargestellten Toetungshandlungen oder anderen grausamen oder sonst unmenschlichen Gewalttaetigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen" sind keine "Kunst", sondern eine Schande fuer diese Gesellschaft.
Das du dieser Meinung bist, hast du ja schon mehrfach verdeutlicht. Aber hier gibt es eben keinen moralischen Konsens, ich und viele andere sehen das Abballern von humanioden Aliens oder Zombies halt als gruselige Unterhaltung an, nicht schlimmer als eingängige Filme. Geschmacklich sicher diskutabel, wie auch die Filme, aber für einen normalen Menschen nicht psychisch schädigend im Hinsicht auf Agression oder Gewalt.
Die Nachstellung historischer Schlachten ist für mich eben so legitim, sei es als Film den man sich im Kino ansieht, in Form von handbemalten Plasiksoldaten oder in einem Videospiel, solange man sich dabei streng an geschichtliche Fakten hält und es mit der Gewalt nicht übertreibt. Wenn ein Soldat einen Zivilisten erschießt, wird er dafür belangt, dasselbe erwarte ich auch im Spiel.

Die ersten negativen Folgen, die mir bei Computerspielen oder Internetsurfen einfallen, sind Übergewicht durch Bewegungsmangel, soziale Abgrenzung, Verlernen von sozialer Interaktion, da der Umgang mit andere über Chats und Foren eben nicht das persönliche Miteinander ersetzen kann.
Die Jugend hat heute sicher viele Probleme, sie haben weniger soziale Kompetenzen als früher, leiden öfters unter Übergewicht, lesen oft keine Bücher mehr... da gibt es vieles.
Aber wenn Millionen pubertärer Zocker das Erwachsenenalter erreichen ohne Amok zu laufen, und sich erfolgreich im Berufsleben etablieren, wie es momentan der Fall ist, dann sehe ich da keinen Handlungsbedarf.
 
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Die wissen doch gar nicht was ein "Killerspiel" ist. Haben sie bestimmt noch nichtmal gespielt. Aber dann wir denen ja auch nur negatives über solche Spiele erzählt.
 
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Die Nationalhymne. Sie zu singen -und zwar von Anfang bis Ende- tut niemandem weh, richtet keine bleibenden Schaeden an - und trotzdem laesst man es mit der dritten Strophe bewenden. Warum? Und koennte man nicht wenigstens eine "uncut"-Version ab 18 verkaufen?
Stellt sich jetzt die (sehr einfache) frage, was die Nationalhymne mit einem Computerspiel zu tun hat? Aber schon mit solchen "Fragen" zeigt sich, wie sehr die Computerspiel-Kritiker rudern müssen, um die Computerspiele in Verruf zu bringe...
 
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AW: Innenminister beschließen Verbot von Killerspielen

Die ersten negativen Folgen, die mir bei Computerspielen oder Internetsurfen einfallen, sind Übergewicht durch Bewegungsmangel, soziale Abgrenzung, Verlernen von sozialer Interaktion, da der Umgang mit andere über Chats und Foren eben nicht das persönliche Miteinander ersetzen kann.
Die Jugend hat heute sicher viele Probleme, sie haben weniger soziale Kompetenzen als früher, leiden öfters unter Übergewicht, lesen oft keine Bücher mehr... da gibt es vieles.
Aber wenn Millionen pubertärer Zocker das Erwachsenenalter erreichen ohne Amok zu laufen, und sich erfolgreich im Berufsleben etablieren, wie es momentan der Fall ist, dann sehe ich da keinen Handlungsbedarf.
Also ich kann hier im Forum wesentlich intelligentere Gespräche führen, als z.B. mit meinen Arbeitskollegen. Da sterben während des Redens meine Gehirnzellen.:D
Dass immer weniger Jugendliche Bücher lesen, finde ich auch traurig.
 
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Aber schon mit solchen "Fragen" zeigt sich, wie sehr die Computerspiel-Kritiker rudern müssen, um die Computerspiele in Verruf zu bringe...
Desinformation, Defarmierung und schlichtes Ignorieren sind auch häufig eingesetzte Mittel, ungewünschter, weil oft berechtigter Kritik, aus dem Weg zu gehen. ;)

MfG
 
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Desinformation, Defarmierung und schlichtes Ignorieren sind auch häufig eingesetzte Mittel, ungewünschter, weil oft berechtigter Kritik, aus dem Weg zu gehen. ;)
Der Pfeiffer hält so ein ganzes "Institut" am Leben - das sollte einen zu denken geben.
 
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irgendwie kommt mir das bekannt vor nicht ganz so krass aber ja so gehts auf deutschlands hauptschulen zu, und da hat unsre bildungspolitik definitiv schuld.
 
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Wenn die Killerspiele verboten sind und dann trotzdem noch Leute Amoklaufen, was wollen die Politiker dann machen :D
Dann sind die Waffengesetzte schuld, oder die Filmindustrie.
 
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Wenn die Killerspiele verboten sind und dann trotzdem noch Leute Amoklaufen, was wollen die Politiker dann machen :D
Dann sind die Waffengesetzte schuld, oder die Filmindustrie.
Da dürften zuerst die Filme dran kommen, d.h. kein einziger ab 18 Film mehr.

Dann gibt es nur noch Teletubbies für alle (was sicherlich für Massenamokläufe sorgen wird).:D
 
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Ich persöhnlich finde Filme schlimmer als Spiele, wenn man sich zB Saw anguckt^^
 
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also sollte es nur no teletubbie geben werd ich derjenige sein der den reichs ups bundestag in die luft jagt wenn se alle tagen. so weit wirds hoffentlich nich gehen
 
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:D titanicmagazin
 

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Hab das mal aus dem Zensur Thread kopiert, stimmt mich zuversichtlich, dass die bei den Killerspielen Ahnung von der Materie haben:

Die Bundesregierung hat keine Kenntnis, will aber sperren - ODEM.blog

Frage: In welchen Ländern steht Kinderpornographie bislang nicht unter Strafe?

Antwort: Dazu liegen der Bundesregierung keine gesicherten Kenntnisse im Sinne rechtsvergleichender Studien vor. [...]

Frage: Wie viele Server [...] stehen in Ländern, in denen Kinderpornographie nicht unter Strafe steht?

Antwort: [...] [Die Bundesregierung] hat keine Informationen über Serverstandorte in solchen Ländern.[...]

Frage: Über welche wissenschaftlichen Erkenntnisse verfügt die Bundesregierung im Zusammenhang mit der Verbreitung von Kinderpornographie [...]

Antwort: Die Bundesregierung verfügt über keine eigenen wissenschaftlichen Erkenntnisse. [...]

Frage: In welchem Umfang plant die Bundesregierung die vergabe einer wissenschaftlichen Studie über das Ausmaß und die Wege der Verbreitung von Kinderpornographie im Internet und Wege zur Effektiven Bekämpfung solcher Inhalte?

Antwort: Die Bundesregierung plant derzeit nicht die Vergabe einer wissenschaftlichen Studie. [...]

Frage: Welche Sperrlisten anderer Länder hat die Bundesregierung untersucht?

Antwort: Die Bundesregierung hat keine Sperrlisten untersucht. [...]

Frage: Auf welche Datengrundage stützt sich die Bundesregierung bei der Einschätzung des kommerziellen Marktes für Kinderpornographie in Deutschland?

Antwort: Die Bundesregierung verfügt über keine detaillierte Einschätzung des kommerziellen Marktes für Kinderporngraphie in Deutschland. [...]

Frage: Wie Hoch schätzt die Bundesregierung die Gefahr ein, dass Anbieter und Interessenten von Kinderpornographie die Sperren für sich ausnutzen, um zu ermitteln, ob sie sich bereits im Fokus von Ermittlungen befinden? [...]

Antwort: Die Bundesregierung sieht hierin keine Gefahr. [...] [Anmerkung: sprich: technischer Sachverstand: Null.]
 
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irgendwie kommt mir das bekannt vor nicht ganz so krass aber ja so gehts auf deutschlands hauptschulen zu, und da hat unsre bildungspolitik definitiv schuld.
Wenn es um Erziehung geht, haben die Eltern immer noch die Hauptverwantwortung, aber auf die möchte man es ja nicht schieben.
 
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Frage: Auf welche Datengrundage stützt sich die Bundesregierung bei der Einschätzung des kommerziellen Marktes für Kinderpornographie in Deutschland?

Wie hoch ist die Zahl der Verstoesse gegen das Betaeubungsmittelgesetz?

Antwort: Die Bundesregierung verfügt über keine detaillierte Einschätzung des kommerziellen Marktes für Kinderporngraphie in Deutschland. [...]

Gleiches Prinzip - weil es Kontrolldelikte sind. Was bedeutet das nun?

Genau. Gar nichts. Der Blogger hat sich die Rosinen herausgepickt; ich hoffe, dass wenigstens ein paar Leser sich die Muehe gemacht haben, dass verlinkte PDF zu lesen. Das ergibt naemlich ein etwas differenzierteres Bild.
 
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Tja, ich kann leider im Bezug auf Katamaranoid´s Aussage:"Die Bundesregierung hat keine Kenntnis, will aber sperren", nichts differenziertes in der angehängten PDF finden. So ziemlich jeder Punkt wird damit abgetan, dass man noch keine genauen Kenntnisse hat. Welche Punkte genau ergeben denn ein differenziertes Bild?

MfG
 
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tja jepe tut uns leid aber du stehst alleine da, und es nervt langsam tierisch das du so fesgesesen auf deinem standpunkt bleibst und nichts andres gelten lässt.
 
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Tja, ich kann leider im Bezug auf Katamaranoid´s Aussage:"Die Bundesregierung hat keine Kenntnis, will aber sperren", nichts differenziertes in der angehängten PDF finden. So ziemlich jeder Punkt wird damit abgetan, dass man noch keine genauen Kenntnisse hat.
MfG

genau das ist ja der punkt ;)
 
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