AW: Innenminister beschließen Verbot von Killerspielen
Ich scheine eine magische Anziehung auf Dich auszuueben.
Mag sein das du so empfindest, jedoch trifft eher das Gegenteil zu. Dennoch kann man offensichtlich nicht leugnen, dass wir uns beide für gleiche, bzw. ähnliche Themengebiete interessieren.
Ein Amoklauf wie in Winnenden ist ein relativ neues Phaenomen und korrespondiert zeitlich mit den neuen Medien - ob Dir das passt oder nicht.
Aha. Hier mal eine kleine Auflistung, zur besseren Übersicht.
Die schlimmsten Amokläufe
Der erste Amoklauf im schulischen Umfeld fand in Deutschland 1964 in Volkhofen statt und wurde von einem 40jaehrigen veruebt, der zweite 1983 in Eppstein-Vockenhausen von einem 34jaehrigen (weshalb beide auch nur bedingt in dieses Schema passen); alle weiteren fanden ab 1999 statt und hatten Taeter ab 15 Jahre. Wenn Du anderer Meinung bist, ist es Dir unbenommen, sie zu belegen.
Ja und was heißt das? Das aus dem Grunde die "neuen Medien" mitverantwortlich sind? Warum ergeht es denn nicht abermillionen anderer aus dieser sogenannten "Zielgruppe" genauso? Sollte man nicht eher nach anderen Ursachen suchen, als sich medienwirksame Themen rauszupicken, die man nicht nachweislich mit Amokläufen in Verbindung bringen kann?
Die Logik die dort angewendet wird läßt auch solche Rückschlüsse zu wie, das alle Amokläufer Gemeinsamkeiten hatten wie z.B.: Cola trinken, Fahrrad fahren oder Brot essen. Und dann dieses Fastfood, haben sie alle gegessen. Vielleicht sollte man das der Fairnishalber auch öffentlich benennen und anprangern. Aber das würde ja nur die Lächerlichkeit der Argumentation darlegen.
Soziologen sehen als Ursache ein Konglomerat aus etwa einem Dutzend Faktoren - und gewalttaetige / -verherrlichende Computer- und Videospiele gehoeren dazu.
Es gibt auch genug Untersuchungen die beispielsweise aufzeigen, dass das Aggressionspotenzial beim Fußball gucken genauso hoch ist wie beim Computer spielen. Oder das generell viele Sportarten aggressionsabsorbierend wirken. Und das ist bei Computerspielen nicht anders. Das Problem an der Sache ist, dass es einfach keine Beweise für dein Geschriebenes gibt und Sicherlich in gleicher Weise für meines auch nicht. Das sind bis jetzt nur Studien die Ähnlichkeiten aufweisen aber noch nicht belegen können, dass man durch spielen gewalttätiger COmputerspiele potenziell mehr Amoklaufgefährdet ist. Ich werfe den Politikern reine Symbolpolitik vor, da ihnen dieser Umstand bewußt sein muss und sie dennoch solchen blinden politischen Aktionismus betreiben.
Wo die Verherrlichung von Gewalt beginnt, ist dabei vom Individuum und seinem Abstraktionsvermoegen abhaengig - weshalb der "Deutsche Kulturrat" auch besser geschwiegen haette anstatt sich mit Hinweisen auf "groessere USK-Kennzeichen auf den Verpackungen" der Laecherlichkeit gefaehrlich anzunaehern. Shice hinterlaesst keine weniger hartnaeckigen Flecken, nur weil der Kringel besonders gross ist. Im Zweifel steigt nur die Wahrscheinlichkeit, dass man irgendwann in sie hineintritt.
Der Kulturrat hat ja nicht nur das gemacht, sondern er verurteilt auch öffentlich die Vorgehensweise der Innenminister, mit diesem Thema. Des Weiteren sollte es eigentlich gar keine Diskussion um Spiele im Zusammenhang mit Jugendlichen geben, die erst ab 18 verkauft werden dürfen. Das dies generell nicht erlaubt ist, sollte wohl klar sein. Vielleicht sollte man mal sein Augenmerk darauf legen, warum keine Maßregelungen in Familien mehr stattfindet und solche Probleme zusehenst auf die Politik geschoben wird?!
Als weiterer Faktor wird das Internet per se angesehen - weniger als Ideenlieferant, sondern wegen der Wahrscheinlichkeit, posthum Beruehmtheit zu erlangen; und sei sie noch so traurig.
Also ich kann da keinen Unterschied zwischen den "alten Medien" wie TV, Radio oder Zeitung und den "neuen Medien" entdecken. Alle Medien stürzen sich bei solch einem Ereigniss wie die Aßgeier auf solch eine Story und fördern damit das öffentliche Interesse und eben auch die Wahrscheinlichkeit möglicher Trittbrettfahrer.
Es ist also nicht mehr und nicht weniger legitim eine Regulierung auch dieser Dinge zu fordern, wie es die Forderung nach einem nochmals verschaerftem Waffenrecht ist.
Spiele ab 18 sind schon stark reguliert und sollten normaler Weise nur Erwachsenen zugängig gemacht werden dürfen. Vielleicht sollte man mal die Läden die die Spiele verkaufen mehr kontrollieren. Ach ne, dass würde ja Geld kosten...^^
Außerdem ist das ein Kampf gegen die Windmühlen, denn wenn es die Spiele nicht mehr so zu kaufen gibt, freuen sich die ausländischen Händler, die wachsende Bestellungen erwarten dürften und die Softwarepiraterie dürfte auch ansteigen. Mit einem solchen Verbot würde man eher das Gegenteil erreichen, nämlich gestiegenes Interesse am Verbotenen. Siehe auch D++m oder den Wolf-Stein in dreideh etc.
Eine interessante, verstaendliche Arbeit zum Thema kannst Du
hier nachlesen. Und ehe Du Dich auf den Satz stuerzt "selbst wenn ein totales Verbot von bspw. Waffen oder Videospielen die Eintrittswahrscheinlichkeit von Amoklaeufen verringern koennte, waere damit nicht das Problem als solches geloest" - ich habe nie etwas anderes behauptet.
Aber mehr als das kann die Politik nicht leisten - den Rest muss die Gesellschaft selbst hinbekommen.
Wie oben beschrieben leistet die Politik aber rein gar nichts, wenn sie diese SPiele verbietet. Ein schärferes Waffengesetz ist aber auf jeden Fall zu begrüßen.
Siehe auch der staatlich institutionalisierte Antifaschismus in den neuen Laendern: nicht eben eine Erfolgsgeschichte.
Was genau meinst du damit und in welchem Zusammenhang steht das mit dem Thema?
Das "soziale Umfeld" von "Killerspielespielern" duerfte haeufig zu einem hohen Teil aus "Killerspielespielern" bestehen. Sollte "sozial" als Platzhalter fuer oekonomisch abgeschlagen gemeint sein: setzen, sechs. Kinder von ALG2-Beziehern sind selten in Schuetzenvereinen organisiert und haben gewoehnlich auch keine Waffenarsenale im Keller ihres Einfamilienhauses. Oder wie definierst Du "soziales Umfeld" und, viel wichtiger, wie glaubst Du, "der Staat" koennte hier nennenswert Einfluss nehmen? Mit welchem Recht forderst Du hier ueberhaupt die Einflussnahme des Staates, wo Du sie ihm anderswo noch unter lautem Geschrei verbieten willst?
Wenn man sich die Chronick der Amokläufe der letzten Jahre anschaut sieht man, dass all die Jugendlichen aus wohlsituierten Familien kommen. Diesen "Tatbestand" nennt man soziales Umfeld, um deine Frage zu beantworten.

Und genau das habe ich auch damit gemeint. Und ich rede nicht davon in die Familien staatliche einzugreifen sondern grundlegende Sachen in Frage zu stellen, wie z.B.: Gesellschaftlicher Leistungsdruck, kapitalprioritäres Denken und Handeln, Klassengesellschaft etc. Und hier geht das nicht darum alte Systeme einzuführen oder Ähnliches sondern lediglich darum, sich grundlegend zu fragen, ob Deutschland eine gute, sozialekompetente, famililienfreundliche Politik fördert oder nicht. Wenn man sich andere Länder anschaut, wo wesentlich mehr familienfreundliche Politik gemacht wird, wird man solche Taten eher nicht vorfinden. Beispiel Frankreich, skandinavische Länder etc..
"Gesellschaftliche Probleme"? Welche von der Politik zu vertretenden oder ueberhaupt von ihr beeinflussbaren "gesellschaftlichen Probleme" meinst Du? Gesellschaft ist, was wir daraus machen. Und die ueberwaeltigende Mehrheit aller "Dagegen"-Schreier macht rein gar nichts mehr, als sich ueber die selbst auferlegte Fernsehcouchdemokratie zu beklagen und (wenn ueberhaupt) sein Kreuzchen bei Karnevalsvereinen a la LINKE und PIRATEN zu machen, deren "Programm" bequem auf ein A4-Blatt passt, keine Antworten auf wesentliche Fragen enthaelt und stattdessen instinktsicher den Egoismus der Leute anspricht.
1.) Die Gesellschaft wird von dem gesellschaftlichen Grundsatz her geprägt und geformt. Und wenn man stets nur das Kapital, die Arbeit und den Fleiß predigt und ständig suggeriert nur etwas zu sein, wenn man besser ist als andere etc.. dann entseht auch die von Dir weiter oben beschriebene egoistische Gesellschaft.
2.) Danke das du mit dem zweiten Absatz deiner Aussage dargelegt hast, dass du Dich in keinem Falle mit den Wahlprogrammen befaßt hast. Denn deine Aussage ist, wie hier auch schon festgestellt wurde, absolut falsch.
Leider mit (mal mehr, mal weniger) Erfolg. Aber immer mit dem Ergebnis, die Handlungsfaehigkeit der Exekutive weiter einzuschraenken und sich hernach um so lauter genau darueber beklagen zu koennen.
Ist schon wirklich blöd, dass wir in einer Demokratie leben. Was würde Dir denn besser gefallen?
Wenn Dir "die Gesellschaft" nicht passt, unternimm etwas, sie zu verbessern. Mit ellenlangen "Achtung, Zensur!"-Threads in Foren (die dafuer hurenhaft eine Plattform liefern ohne mit der Frage konfrontiert zu werden, ob es nicht moeglicherweise in ihrem ureigenen Interesse liegt, gegen jede kritische Auseinandersetzung mit den Produkten, an denen ihre wirtschaftliche Existenz haengt, zu agitieren) wird das aber gewiss nicht gelingen.
1.) Ich gehe wählen
2.) Ich mache bei bestimmten Petitionen mit
3.) Ich beteilige mich an sinnvollen Demonstrationen
4.) Ich beteilige mich stets bei Volksabstimmungen
5.) ich versuche aufzuklären
Des Weiteren überlege ich einer Partei beizutreten um noch mehr politisch aktiv zu sein aber iich kann mich noch nicht richtig entscheiden.
Unterlasse es also ohne Hintergrundwissen mir solche Oberflächigkeit vorzuwerfen um damit meinen Argumenten auszuweichen und sie ins Lächerliche zu ziehen.
Außerdem, wenn du es schon ansprichst, beantworte doch mal endlich die ganzen Fragen der letzen drei Foristen!!?? Du hast Dich ja tz. sachlicher Debatte einfach aus dem Staub gemacht und das nicht zum ersten Mal....
MfG