Ich will (endlich) mit Linux anfangen!

Ich würde mich über ein Kapitel freuen, wie man eine bestehende Windows-Installation nicht ohne Datenverlust-Risiko als Dual-Boot erhält, sondern idealerweise via Virtualisierung in ein neues System einbindet.
Würdest du sowas mit oder ohne Netzwerkadapter laufen lassen? Ich frage wegen der Telemetrie und auch DRM-Nutzung bzw. den X-Box Diensten für MSFS.
 
Die Idee ist, ein reifes Windows 10 über QEMU/KVM zu virtualisieren, dem aber den Netzwerkadapter zu deaktivieren (Sicherheit, Telemetrie). Das mag für nostalgische Ausflüge, für die es ohnehin keine Updates mehr gibt, genügen, scheitert aber bei dem Versuch, Spiele mit DRM oder bspw. den MSFS zu starten, befürchte ich. Steam-Zocken geht ja zumeist über Linux.
 
Achso, du meinst wegen Thorsten's Anforderung ein Windows für alte Spiele. Wenn es wirklich um sehr alte Spiele geht, sollte das tatsächlich kein Problem darstellen, da keine Updates und wohl auch keine Server mehr verfügbar sind.
Mit der GPU-Passthrough-Idee zwischendurch war ich noch auf einer anderen Fährte :D
 
Achso, du meinst wegen Thorsten's Anforderung ein Windows für alte Spiele. Wenn es wirklich um sehr alte Spiele geht, sollte das tatsächlich kein Problem darstellen, da keine Updates und wohl auch keine Server mehr verfügbar sind.
Mit der GPU-Passthrough-Idee zwischendurch war ich noch auf einer anderen Fährte :D
Wobei ich annahm/hörte, dass alte Spiele über Dosbox gerade gut auf Linux laufen sollten, oder nicht (Selbst ausprobiert habe ich es nicht)? Wäre so etwas, was Thorsten vorschwebt überhaupt notwendig?
 
Wobei ich annahm/hörte, dass alte Spiele über Dosbox gerade gut auf Linux laufen sollten, oder nicht (Selbst ausprobiert habe ich es nicht)? Wäre so etwas, was Thorsten vorschwebt überhaupt notwendig?
Tja keine Ahnung, ich hab das auch mal in Frage gestellt. DOS-Spiele laufen, wie du schon sagst, normalerweise problemlos in DOSBox und neuere Spiele laufen dann auch nur mit GPU-Passthrough. Das macht dann aber die Linux-Partition zum Zocken wieder sinnlos.
 
Welche alten Windows-Spiele wären das denn? Aus der Win 3.X Ära? Civ2 ...? Gab es da so viele?
Naja, ältere Spiele eben über Linux und Dosbox und neuere über Linux mit Steam/Heroic Games Launcher/Proton... oder nicht?

@Andreas1975 Ja, warum nicht so eine Tetris-Variante ... falls einem:einer Railroad Tycoon (via Dosbox) mal zu anstrengend und graphisch komplex ist ... :haha:
 
Welche alten Windows-Spiele wären das denn? Aus der Win 3.X Ära? Civ2 ...? Gab es da so viele?
Naja, ältere Spiele eben über Linux und Dosbox und neuere über Linux mit Steam/Heroic Games Launcher/Proton... oder nicht?
Ich nehme an solche Games wie Diablo II, die in der alten Version nicht über 800x600 hinaus kommen. Aber wie gesagt laufen die ohne GPU-Passthrough bei mir in der VM auch nicht.
Aber ohne dass Thorsten sich hier nochmal meldet, werden wir das wohl nie erfahren :D
 
Okay. Ich habe Diablo II gerade zufällig als Browser Übersetzung gefunden. Thorsten könnte es also auch am Smartphone spielen ... :haha:
Diablo ist bei solchen Spielen wohl eine Ausnahme, da es ja ein Remaster davon gibt. Also Grafikaktualisierung ohne, dass der Inhalt verändert wurde. Soll wohl auch gut angekommen sein, wenn ich mich nicht irre. Mensch kann es also auch in zeitgemäßer Grafik zocken ...
 
@Andreas1975 Ja, warum nicht so eine Tetris-Variante ... falls einem:einer Railroad Tycoon (via Dosbox) mal zu anstrengend und graphisch komplex ist ... :haha:
Man sollte Anfänger ganz langsam an die Möglichkeiten von Games in Linux heranführen. Schritt für Schritt nicht das sie völlig geflasht sind, soll ja dem ein oder anderen schon bei Desktopbildern passiert sein, und vergessen, dass man mehr als nur Spielen kann mit einem Rechner. Der nächste logische Schritt wäre jetzt ein erstes 3DGame um die 3D Fähigkeit zu demonstrieren ohne zuviel drumherum was ablenkt. Wie Blockout zum Beispiel.
Eine etwas aufwändigere 3D Grafik bietet Ultimate Stunts. Hier lernt der Linux Neuling auch gleich wie er/sie Datenpakete selber kompilliert. Braucht man nicht zwingend aber gut wenn man es kann und schon mal gemacht hat. Als Belohnung gibt es ein feines Game.
 
viele Leute wollen einfach nicht umschwenken hin zu Linux, dass ist die Wahrheit....
Mag ja sein aber in diesem Thread geht es ja um jemanden der mit Linux anfangen möchte. Sprich es geht um eine ganz konkrete Person und nicht um viele Leute.
Btw der von Dir zitierte Satz enthält durchaus auch ein schmunzeln bzw augenzwinkern.

Es obligt jedem selbt welches OS er nutzt und auch mit welchen Prioritäten er dieses auswählt.
 
Naja, ältere Spiele eben über Linux und Dosbox und neuere über Linux mit Steam/Heroic Games Launcher/Proton... oder nicht?
86box und PCem sind auch noch eine Lösung.
Ansonsten ist ein Offline gehaltene Retro-PC für Windows XP nicht schlecht. z.B. wegen EAX. Kompatible Hardware dafür ist noch günstig. Je nach Hardwarewahl kann man damit sogar noch Windows Vista/7 abdecken, für noch mehr Offlinefreuden mit Träne im Knopfloch.
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Zuletzt bearbeitet:
Der Guide richtet sich eher an Umsteiger, d.h. User, die bisher noch mit Windows 10 oder bereits Windows 11 arbeiten, aber sich an Linux versuchen wollen. Was du beschreibst, geht meinem Verständnis deutlich darüber hinaus. Die Zielgruppe ist erstmal froh, wenn sie ihr Windows weiterhin benutzen können und Linux startklar haben. Die bestehende Windows-Installation dann über Linux laufen lassen zu wollen, ergibt sich erst, wenn man sich an Linux gewöhnt hat und feststellt, dass Windows keine eigene Domäne mehr benötigt.

Wenn man einen Weg findet, eine bestehende Installation in eine virtualisierte Umgebung zu holen, dann ist das gerade für Einsteiger interessant. Dann ist die volle Funktionalität des alten Systems nämlich im Zweifel nur einen Mausklick entfernt.
Bonus zudem: Man kann auch ganz einfach weitere virtualisierte Maschinen einrichten und diverse Distributionen durchprobieren, ohne jedes Mal Gefahr zu laufen, durch Unachtsamkeit etwas am Host-System oder dem Windows-Container kaputt zu machen.

Ich kann es nicht so genau einschätzen, aber ich denke tatsächlich, dass es bei den meisten gar nicht mal soo viel ist.

Nicht zwingend viel mehr als eine komplette Neuinstallation mit einem anderen Betriebssystem. Aber bereits die wird von vielen gescheut und die "Gefahr", dass es noch umständlicher werden könnte, stoppt das ganze Projekt dann schon vor dem ersten Versuch.

Würdest du sowas mit oder ohne Netzwerkadapter laufen lassen? Ich frage wegen der Telemetrie und auch DRM-Nutzung bzw. den X-Box Diensten für MSFS.

Anfangs würde ich den Netzwerkadapter aktiv lassen, um die volle Funktionalität zu erhalten. Mittelfristig sollte man aber, gerade wenn man von einem dann Update-losen Windows 10 kommt, anstreben, alle Aktivitäten mit Online-Pflicht auf einen moderneren Teil umziehen zu lassen. Das schöne bei Virtualisierung wäre halt: "mittelfristig". Man kann sich Zeit lassen, muss nicht alles auf einmal stemmen.
Und reine Offline-Sachen können, wenn sie sauber laufen, auf immer und ewig in der virtuellen Maschine bleiben, der man irgendwann einfach den Netzwerkstecker zieht. Sogar eine Zwischensituation ist denkbar: Wenn ein System erst einmal virtualisiert ist, kann man es mit zwei Klicks duplizieren. Eine Kopie übernimmt den Offline-Teil; aus der anderen wird alles entfernt, dass sicherheitskritisch wäre. Im Extremfall bleibt eine Sandbox für 2-3 Windows-only-online-only-Spiele übrig.

Wobei ich annahm/hörte, dass alte Spiele über Dosbox gerade gut auf Linux laufen sollten, oder nicht (Selbst ausprobiert habe ich es nicht)? Wäre so etwas, was Thorsten vorschwebt überhaupt notwendig?
Welche alten Windows-Spiele wären das denn? Aus der Win 3.X Ära? Civ2 ...? Gab es da so viele?
Naja, ältere Spiele eben über Linux und Dosbox und neuere über Linux mit Steam/Heroic Games Launcher/Proton... oder nicht?

@Andreas1975 Ja, warum nicht so eine Tetris-Variante ... falls einem:einer Railroad Tycoon (via Dosbox) mal zu anstrengend und graphisch komplex ist ... :haha:

Nach Win 3.x (mir würde nur Die total verrückte Rallye und Monopoly einfallen; Civ 2 und die Windows-Edition von Sim City 2000 laufen uneingeschränkt unter 9x) kamen noch Windows 9x und XP. Titel ab 1995 sind oft nicht mehr Dosbox-kompatibel und Linux-Unterstützung via Steam kam erst ab 2015 in Mode, bei anderen DRM-Plattformen gibt es sie 2025 immer noch nicht. Dazwischen klaffen eine ganze Menge Titel, bei denen man jeweils einzeln gucken muss, wie man sie zu laufen bekommt – oder die man einfach in einer virtuellen Maschine belässt, wenn schon eine lauffähige Installation besteht. Das ist sicherlich in vielen Fällen nicht die eleganteste Lösung, aber die bequemste da one-for-all.
 
Nicht zwingend viel mehr als eine komplette Neuinstallation mit einem anderen Betriebssystem. Aber bereits die wird von vielen gescheut und die "Gefahr", dass es noch umständlicher werden könnte, stoppt das ganze Projekt dann schon vor dem ersten Versuch.
Möglich. Andererseits reden wir deswegen jetzt aber auch schon über Virtualisierung mit GPU-Passthrough und ähnlichen Kapriolen, die es für Einsteiger auch definitiv nicht weniger umständlich, furchteinflößend oder verwirrend machen.
 
Also in meinem privaten Umfeld schreckt vor allem ab, dass man alles auf einmal durchziehen muss, und nicht einfach zwischendurch pausieren kann. Genau deswegen sind Verfahren, bei denen die bestehende Installation nicht angerührt wird und weiterhin voll funktional bleibt, beliebt. Dual-Boot führt aber oft dazu, dass dann gar nichts mit dem neuen System gemacht wird, weil die vorerst nötigen Zugriffe auf das alte sonst zu umständlich wären.
 
Jeder auf ein Programm, dass in der neuen Umgebung noch nicht installiert wurde. Im hiesigen Kontext wären das vor allem Spiele: Wenn die alle noch auf dem alten System liegen, dann fährt man das nicht runter und bootet in Linux neu, sobald man mal surfen will, sondern macht auch das weiterhin unter Windows. Und schon ist das Linux zu einem "wenn mal Zeit ist"-Grab verkommen.
 
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