Damals, Anfang der 90er, habe ich meinen Lebensstil an einem grau verpackten 386er mit MS-DOS begonnen. Also habe ich bereits Erfahrung im Umgang mit einer Eingabeaufforderung, auch wenn ich es nie bis zum scriptkiddie geschafft habe. Das Wort trägt etwas wichtiges in sich: du sitzt vor einem beinahe blanken Bildschirm, und der wartet, dass du etwas gescheites machst. Ein GUI macht selber etwas: es zeigt dir Optionen, what you see is what you get. Ein Linux-Terminal erzeugt eine gewisse Hemmschwelle. Der Guide zielt auf diese Hemmschwelle. Aber da darf man auch nicht zu viel erwarten. Gibt Tausende Linux-Guides, und trotzdem nutzen die meisten Windows.
Behandelt werden also Themen, die ein Überblickwissen schaffen, wie Distributionen und Derivate, Dateisysteme, Partitionen, Verzeichnisstruktur, Desktopumgebung, Paketmanager. Dann kann man sich überlegen, was Menschen so machen, wenn sie ein Betriebssytem neu aufgesetzt haben: WLAN, Treiber, Anwendungen installieren, Systemsteuerung kennenlernen, Anpassung der Desktopumgebung, usw. Da muss man sich halt fragen, wie sinnvoll es im Einzelnen sein wird, derlei Anleitungen in einem Guide zu behandeln, der weiterhin auf sich warten lässt, wenn es doch im Netz bereits sehr differenzierte Anleitungen gibt. Bei solchen Dingen ist man spätestens mit einem LLM gut beraten. Wir sind ja nicht mehr in den 90ern.