Cleriker
PCGH-Community-Veteran(in)
Freut mich für dich und ich denke du wirst auch weiterhin Spaß haben.Habe nun seit ein paar Tagen mit Linux angefangen. Es macht Spaß.
Habe einige Zeit damit verbracht, ein Multiboot-System mit Grub bzw. rEFInd zu konfigurieren. Neben Anleitungen etc. habe ich auch ChatGPT genutzt, was für vieles sicher sehr schnelle und angemessene Hilfe anbietet, besonders weil die Rücksendung direkter Terminal-Logs quasi ein Gespräch zwischen Linux und ChatGPT ermöglicht. Die KI hat aber auch ihre Grenzen. Die OS lassen sich für gewöhnlich leicht und zügig installieren und nebeneinander nutzen, aber Grub und rEFInd können wirklich widerspenstig sein.
Jedenfalls habe ich ein paar Sachen in der Hand gehabt, und mich nun für ein Dual-Boot aus CachyOS und Windows 11 entschieden. Zwar ließ sich Linux Mint mehrfach sehr leicht installieren, gefühlt direkt nutzen und zeigt sich konfigurationsfreudiger als Windows. Doch die Ausrichtung von CachyOS aufs Gaming ist maßgeblich. CachyOS Hello fängt mich gut auf, verweist auf weitere Optionen, die deutschsprachige Wiki ist nützlich, "Install Gaming packages" - das kann Einsteiger schon überzeuigen. Die Konsolennutzung stört mich nicht, mit DOS ging's ja auch. GNOME ist nicht mein Geschmack. KDE Plasma macht sich für den Anfang gut.
Wie bei vielen Dingen wirkt Linux auch bei der Partitionierung angenehm direkter und nicht so schwamming benutzerfreundlich. Wenn ich bei Windows 200.000 MB für eine Partition eingebe, erhalte ich 199 GB - wenn ich bei CachyOS 2048 MiB eingebe, erhalte ich 2 GiB. Eine Partition zum Booten (p1), eine fürs System (p2), eine für Programme und 'eigene Dateien' (p3), alles weitere nach Wunsch.
Auf eine swap-Partition könnte man bei CachyOS gut verzichten. Wie erwähnt, nutzt CachyOS ohnehin ZRAM (virtueller Speicher liegt nicht auf SSD sondern im RAM, daher schneller), die swap-Partition ist also ein Luxus bei viel Platz für den Suspend-to-Disk-Ruhemodus. Wird darauf verzichtet, nutzt Cachy nur den ZRAM im RAM. Falls das zu knapp wird, gibt's OOM. Daher sollte wenigstens eine swap-Datei eingerichtet werden. Diese liegt standardmäßig in /root (hier: p2), kann aber je nach Konfiguration auch anderorts unterkommen. Man sollte nur bei der Partitionierung daran denken, dass /root neben OS, Temp und sonstwas auch Platz für die swap-Datei erhät.
Bei mir sieht es jetzt so aus:
Partition Größe Dateisystem Mountpunkt(e) nvme1n1p12 GiB FAT32 /boot/efinvme1n1p250 GiB Btrfs /,/var/cache,/var/log,/var/tmp,/srv,/rootnvme1n1p3200 GiB Btrfs /homenvme1n1p432 GiB Linux Swap [SWAP]nvme1n1p5200 GiB Btrfs (Backup, Snapshots) nvme1n1p63,3 TiB Btrfs /mnt/SteamSpiele
Ich meine mich zu erinnern, dass ich mit der Netzwerkeinrichtung unter Windows seit jeher immer etwas Heckmeck hatte, möglicherweise lag das Problem auch vor dem Bidschirm - CachyOS hat bereits funktionierende Treiber installiert, SSID, Passwort, fertig.
Den alten Dell-Drucker konnte ich mit ChatGPT einrichten, dauerte ein paar Minuten.
Vorerst kann ich nicht klagen. Werde noch ein gutes Monitoring für FPS & Temps einrichten. Mir fehlt noch ein guter Ersatz für Fancontrol, besonders die Lüfter der Grafikkarte mitsamt der unteren Lüfter im Torrent will ich selber einstellen können. Falls da jemand was empfehlen kan, würde ich mich freuen.
Genau sowas ist aber auch der Grund warum ich weiterhin der Meinung bin, dass Linux eben noch immer nicht für jedermann ist und schon gar nicht vergleichbar mit der Einfachheit eines Windows 11.
Ich mein... wie lang läuft der thread bereits? Ich bin sicher ein anderer Schlag Mensch als du, aber wenn mir einer auch nur drei Tage darüber berichtet ein simples OS zu installieren und einzurichten, dann steh ich mich um und rede nicht mehr mit ihm.
Du beschreibst sogar, dass du einen chatbot und das Wiki zur Hilfe genommen hast. Wofür? Wenn du Hilfe brauchtest, ist es schon nicht mehr vergleichbar.
Klar, Geschmäcker sind verschieden und ich beispielsweise mag die Kombi aus Debian und Gnome lieber, aber hier an deinem Beispiel sieht man sehr gut, wie einfach Windows es Nutzern macht und warum Windows noch der Klassenprimus ist. Nachdem einem quasi alles abgenommen und auf einem Silbertablett gereicht wird im Vergleich zu Linux.
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Oder Du erstellst einen Thread mit allgemeiner Einführung, Übersicht über "das System" Linux, oder verlinkst Guide-Videos von YouTube oder so. Das Rad muss ja nicht neu erfunden werden ...
schreiben, dass Windows auch nicht so glatt laufen muss. Kauft mensch sich als DAU die Windows Home Edition, ist mensch bspw. buggy Updates ausgesetzt, nachdem, was ich so an Beiträgen gelesen habe. Will mensch das nicht, muss mensch sich auch bei Windows mit mehr Details auseinandersetzen. Oder mensch will von vorhinein mehr Datenschutz. Dann braucht es auch mehr Wissen, Fähigkeiten, um diesen unter Windows zu erreichen. Das fängt ja schon mit dem Umgehen von Account-Anlegung an. Will Computernutzer:in also stabiles System mit Datenschutz und wäre sie:er ein:e DAU, so fiele Windows eigentlich aus der Auswahl von empfehlenswerten Betriebssystemen heraus.
