AW: Ich hab's euch doch gesagt, liebe Grafikkartenhersteller! - Ein Kommentar von Raffael Vötter
Die Platinen komplett ohne Kühler wäre auch genial. Aftermarket Luft- und Wasserkühlerkäufer würds freuen zusammen mit 15-20% Preisnachlass gegenüber den Kühlermodellen
Sehe ich genauso, Leute die ne Wakü haben zahlen für den Kühler umsonst da hätte ich viel lieber eine Bastlervariante die 25-50€ billiger ist und dafür ohne Kühler.
Glaubt ihr ernsthaft, dass der durchschnittliche R290X Kühler den Hersteller 50 oder gar 80 € (20%) kostet? Wenn es hoch kommt, werden das 5 € sein, keinesfalls 10. Die könnte ein Hersteller euch also Rabatt geben - aber die Händler würden dann nochmal 20-30 € Aufschlag draufpacken, für den Vertrieb einer weiteren Produktvariante mit geringer Nachfrage.
ich fände ein Modell interessant, welches in die andere Richtung auch einen Kühlblock platziert... das gabs doch mal bei nem Passivkühler... glaube von zahlmann(??)
oder einen Kühler, der nicht länger, sondern höher ist...dann kann man da auch 120er Lüfter drauf machen... oder 140er
Zalman hatte mehrere Passivkühler, die auf Vorder- und Rückseite saßen, ein weiterer Konkurrent auch und Gigabyte hat zu 6800er Zeiten mal Serienkühler so gebaut. Das waren allerdings allesamt maximal Single-Slot-Bauhöhen auf der Rückseite (bei Gigabyte auch nur mit halber Höhe) und das zu Zeiten, als es keine übergroßen CPU-Kühler gab. Heute wären Kompatibilitätsprobleme vorprogrammiert - ganz abgesehen davon, dass es mehr als genug Boards gibt, bei denen eine derartige Karte sämtliche x1-Slots blockieren würde. (Was auf einem Board ohne x4 via Chipsatz ziemlich ärgerlich ist, weil man dann eben wieder 0 Erweiterbarkeit hat)
Und deutlich höhere Kühler führen zu Problemen mit Gehäusen. 2-3 cm sind das Maximum, was da drin ist (und im Enthusiast-Bereich auch oft genutzt wird) und selbst das nur in Gehäusen, die keinen Lüfter in der Seitenwand verbauen.
Was ich als Ansatz vermisse, sind anders geformte PCBs, die nicht nur ein Durchströmen von Top-Down-Kühlern ermöglichen, sondern mit denen die Lamellen auch bis auf PCB-Höhe ausgedehnt werden könnten, ohne dass sich die Wärme staut. Bei der GTX670 haben das zwar 1-2 Hersteller praktiziert, aber ich würde noch weiter gehen und z.B. die Spannungsversorgung auf einer getrennten Platine am hinteren Ende unterbringen, so dass dazwischen erstmal 10-15 cm Durchzug möglich sind.
Bei DHE-Kühlern könnte man zumindest mal die Ausströmöffnungen überarbeiten... Wo bleiben Grafikkarten, die sich auf 2x Mini-DP am untersten Ende beschränken (Rest kann via Adapter realisiert werden - selbst VGA, wenn man sich mal bei Apple bedient) und oben einfach offen sind? In der Dicke würde auch noch ein Bisschen was gehen, bei einigen Karten sind PCBs, Chips darauf, Bodenplatte des Kühlers, Oberseite des Kühlers und Zierblende darüber so dick, dass 25-30% des Querschnitts schon verloren gegangen sind. Auch ein fail ist die Platzierung von Spannungswandlern im Lüfter-Bereich einer DHE Karte. So wird das Temperatur-unempfindlichste Bauteil mit der kühlsten Luft versorgt...
Ich glaube als Grafikkartentester wird ihm die Magie nie erliegen, zumindest im Job. Tausch mal bei 50 Grafikkarten die Waküs und das unter Zeitdruck
Ob er gegen Luft- oder gegen Wasserkühler tauscht, macht keinen Unterschied und wenn er mit Serienkühler testen muss, dann kann er halt so oder so nicht tauschen.
(Testen würde mit Wakükarten aber auch länger dauern, einfach weil die großen Kühlkörper so lange brauchen, um sich aufzuheizen)
Du wirst vielleicht lachen, aber nach jedem WaKü-Test überlege ich das ein paar Tage ...
Wir brauchen mehr Wakütests
aber dann denke ich wieder daran, dass ich phasenweise ständig die Grafikkarte wechsle (wir reden jetzt vom Privatrechner). Dann ist eine Wasserkühlung einfach hinderlich. Daher fahre ich auch seit vielen Jahren auf dem Nachrüstkühlergleis: Ob 8800 GTX, GTX 280, HD 5870, HD 7970 oder jetzt die Titan: Stets musste der Referenzkühler dran glauben und idR einem Accelero weichen. So ein Klotz – mit den in der Kolumne geforderten Maßen – kann 300(+)-Watt-Grafikkarten leise kühlen und erlaubt einfaches Wechseln. Daher mag ich den Arctic Hybrid übrigens nicht so; das Teil ist sehr stark, durch den angeschlossenen Radiator wird der Wechsel aber fummeliger als bei gewöhnlichen Kühlern. Wer seine Grafikkarte einmal um- und dann erst zum Aufrüsten wieder ausbaut, für den ist das natürlich kein Argument.
Hmm - rüstests du jetzt ständig auf eine neue Karte auf, oder testest du nur immer mal wieder eine andere?
Letzteres ist auch mit Wakü kein Problem. Man lässt die Schläuche einfach etwas länger und legt/hängt die primäre Karte daneben oder steckt sie in einen sekundären Slot. Je nach Platzangebot im Rechner kann das sogar einfacher sein, als ein Quad-Slot-Monstrum ein- und auszubauen.
Den Kühlerwechsel als solchen finde ich bei Wakü auch einfacher, da man sich den Ärger mit RAM und Spawa Kleberein spart. Nur wenn man zu oft eine Karte umrüsten will, dann gehts halt einfach ins Geld.