Rivellon
Komplett-PC-Aufrüster(in)
Doch entgegen der minimalen Anforderungen startet das Spiel tatsächlich auch mit nur 8 GiByte Hauptspeicher. Allerdings leidet die Performance mit dermaßen knappem Hauptspeicher stark, es treten mit 8 GiByte RAM obendrein sehr unschöne, kräftige und regelmäßige Ruckler auf. Prinzipiell spielbar ist Hogwarts so zwar, wir würden aber dringend zu mindestens 16 GiByte empfehlen, denn tatsächlich nutzt Hogwarts Legacy im Vergleich zu anderen aktuellen Titeln eine durchaus beträchtliche Menge Hauptspeicher. 16 GiByte werden sofort nach dem Spielstart voll belegt, mit 32 GiByte, vollen Details, nativer 4K-Darstellung samt Raytracing werden schon in relativ begrenzten Gebieten knapp 18 GiByte des Hauptspeichers in Beschlag genommen - selbst 24 GiByte wirken knapp. Wir raten ausdrücklich zu 32 GiByte. Diese Empfehlung und Menge ist für hohe Auflösungen und Ultra-Details nicht übertrieben.
Hat sich ja schon in den letzten Game-Releases herauskristalliert, dass 32GB bald der empfohlene Standard sind. Dadurch, dass Arbeitsspeicher so günstig ist, dürfte das jedoch auch für die Leute hier kein Problem mehr sein. Und 16GB wird standardmäßig sowieso in fast jedem aktuellen Gaming PC verbaut.
Wenn Sie auf Raytracing und einige Details sowie hohe Auflösungen verzichten, lässt sich Hogwarts Legacy allerdings auch mit schwächerer Hardware gut spielen. Mit der Polaris-GPU RX 570/8G, dem Preset Hoch, Full HD samt FSR 2 Quality (entspricht einer internen Renderaufösung von 1.280 × 720) erzielen wir gute 40 Fps, allerdings ist selbst hier der 8-GiByte-Speicher knapp. Grafikkarten mit nur 4 GiByte können wir zum Spielen von Hogwarts Legacy selbst für Full HD nicht empfehlen.
Deutlich besser läuft Hogwarts in Full HD mit einer Radeon RX 6700 XT/12G, hier erzielen Sie mit etwas Upsampling-Unterstützung saubere 60 Fps. Für WQHD braucht es etwas schwerere Geschütze, 8 GiByte sind selbst für reduzierte Details sehr knapp, es kann zu Einbrüchen oder zu anderen speicherbedingten Auffälligkeiten kommen, etwa sichtbar verspätet ladende Texturen oder auch größeren Hängern und erzwungenen Wartepausen, wenn Sie sich durch die Open World bewegen.
Die Sache mit dem VRAM dürfte widerum kritischer sein. Für QHD fallen mir schon paar Karten ein, die grundsätzlich die Rohleistung dafür hätten, aber durch die 8GB daran scheitern könnten. Dass zudem 4GB Karten, - selbst für FHD und reduzierte Details - ausgedient haben, dürfte hier keine Überraschung sein.
