AW: Gtx 590/580/560 und 550Ti Overclocking/Undervolting-Thread
Hier gehts ja bis jetzt nur um die fetten Brummer!
Es wird Zeit, das sich daran was ändert!
Okay, fangen wir mit der Karte an:
Gainward GTX 560 Ti
Die Karte ist völlig unspektakulär, was die technischen Daten angeht:
Referenztakt 822/1644 MHz Core/Shader bei 0,987 V, 2004 MHz Speicher, Performance Level 2.
Spannung bei PL 0 und 1 jeweils 0,95 V
Das PCB entspricht dem bekannten Gainward/Palit-Eigendesign:Kurz, kompakt, Stromversorgung oben.
Das war für mich der Kaufgrund, eigentlich wollte ich damals nur eine simple Referenzdesign-560er, Hersteller egal.
Die Karte ist bis auf den Schriftzug optisch identisch mit der Gainward GTX 460 1GB GLH, unter der Haube gibt es allerdings minimale Änderungen, natürlich die 560er-GPU und den dazu passenden schnelleren Speicher. Dazu kommt noch eine zusätzliche VRM-Gruppe. Wie bei der 460er sind die VRMs leider komplett ohne Kühlkörper. Das habe ich inzwischen geändert (tschüss Garantie). Die Grundeinstellung des einzelnen Lüfters liegt bei 30% (460 GLH bei 40% glaube ich mich zu erinnern), im Desktop-Betrieb unhörbar (wichtig für mich), auch bei abgeklemmten Festplatten. Um etwas zu hören, muss man seine Ohren bei offenen Rechner schon mindestens bis auf 10 cm an die Karte bringen.
Mein Ziel war und ist, die GPU möglichst sparsam zu betreiben.
Übertaktung mit mehr Spannung, bis der Arzt kommt, ist im Moment nicht so interessant, weil sie im Vergeich zu ihrer Vorgängerin (8800 GT) eine Rakete ist. Außerdem mache ich sowas lieber im Hochsommer mit 30° C Zimmertemperatur. Dann sieht man erst, wo der Frosch die Locken hat. Was sie in dem Klima stabil laufen lässt, taugt dann als Standard für die anderen Jahreszeiten.
1. Die beiden Desktop-Power-Level PL0 (P12) und PL1 (P8):
Was mich zuerst gestört hat, war die recht hohe Spannung von 0,95 V beim Desktopidle PL0 und im "Videomodus" (in den sie bei jeder Art von Video schaltet, nicht nur bei Blu Ray) PL1.
Die Spannungen wurden erstmal beide auf 0,825 V (dem absoluten Minimum, man kann zwar andere Werte einstellen, unter 0,825 V geht zumindest meine Karte nicht) gesetzt.
Das klappte zuerst mal ganz gut.
Die Karte war, per Fingerprobe an der Platinenrückseite auf Höhe VRMs "gemessen", knapp unter Körpertemperatur. Hinter der GPU selbst war kaum was von Wärme zu spüren, vielleicht knapp über Zimmertemperatur. Die Temperaturanzeige von GPU-Z war durch die Spannungssenkung nicht beeindruckt, egal ob 0,825 oder 0,95 V im Idle, es gab immer 26° C. Bei 0,95 V ist die Rückseite allerdings fühlbar wärmer.
Dann lief es sporadisch nicht mehr so gut. Ab und zu gab es bei der Umschaltung von PL0 auf PL1 (durch Starten eines Videoplayers) einen schwarzen Bildschirm, in dem die Karte komplett den Kontakt zum Monitor verlor. Der Monitor ging dann hektisch seine Anschlüsse durch, um wieder Kontakt zu finden. Den fand er dann auch immer wieder, nach höchtens zwei, drei Sekunden war wieder alles gut, Bild wieder da und das Video lief als wäre nichts geschehen.
Abhilfe schaffte hier eine moderate Spannungserhöhung auf 0,837 V für PL1. Bis jetzt gab es keine weiteren Probleme.
2. Der 3D-Leistungsmodus PL2 (P0):
Der war nicht so fummelig, da lief alles ohne weitere Auffälligkeiten.
Also kurz und knapp:
Stabil sind
- 0,9 V für den Referenztakt
- 0,95 V bei 870/1740 MHz GPU, 2250 MHz VRAM
- 0,987 V (die eigentliche Standardspannung) 900/1800 MHz GPU, 2250 MHz VRAM
Die Werte haben alle noch etwas Luft, da wurde nicht ums letzte MHz gekämpft. Vor allem beim Speicher habe ich gerne einen gewissen Sicherheitsspielraum.
Bei Standardspannung wird es im Bereich 940-950 MHz wackelig. Aber wie geschrieben, da kümmere ich mich später mal drum. Dann kommt auch der Basteltrieb bestimmt auf und vielleicht auch der Gedanke an einen Alternativkühler. Bis jetzt gefällt mir die Karte, so wie ist, noch sehr gut.
So, das war es. Comments welcome.
