AW: Gründe für einen Ryzen R7
Die Anwendungsleistung ist bei HT4U, CB und Anandtech gleichauf mit dem 7700k.
Warum? Weil genauso wie bei Spielen nicht jede Software auf viele Kerne setzt, AMD bietet also mit dem Ryzen 1700 gegenüber dem Intel 7700k eher das schlechtere Preisleistungsverhältnis.
Die Rechnung versteh ich gerade absolut nicht!
Halten wir mal die Eckpunkte und Fakten beider CPUs fest:
Intel i7-7700K:
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+ höherer Takt und höhere Monoleistung (gerade bei Spielen)
+ offener Multiplikator (den man hier allerdings teuer mit der K-Version erkaufen muß!)
- nur 4 echte Kerne
- höhere TDP
- schlechtere Kühlbarkeit durch Wärmeleitpaste zwischen Heatspreader und Die
- anfälliger Sockel mit Pins die leicht verbiegen
- vergleichsweise teuer (ca. 374 Euro)
AMD Ryzen R7-1700:
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+ echte 8 Kerne (mit 16 Threads)
+ offener Multiplikator für einfaches Übertakten
+ niedrige TDP (von nur 65 Watt)
+ günstiger Preis, erstrecht gemessen an der enormen Multicoreleistung (ca. 359 Euro)
+ Heatspreader verlötet, dadurch gute Kühlbarkeit
+ hochwertiger PGA-Sockel
- niedrigerer Grundtakt, der allerdings ganz normal auch der hohen Kernanzahl geschuldet ist (auch bei Intel hat der 10-Kerner nur 3 GHz Grundtakt!)
- bei Spielen manchmal noch etwas niedrigere Monoleistung (allerdings ist das Jammern auf hohem Niveau)
Bei Anwendungen ist der R7-1700 oft dramatisch schneller als der i7-7700K, schaut nur z.B. mal auf Cinebench R15.
Das es auch Ausnahmen gibt, wo der i7 schneller ist, verwundert doch nicht, da die Architektur des i7 schon lange auf dem Markt ist und die Software dahingehend über die Jahre mehr und mehr optimiert wurde.
Das könnte sich nun aber in den nächsten Jahren ändern, und langfristig geht es klar in Richtung mehr Kerne, die der R7 schon heute bietet und das zu sogar niedrigeren Preisen!
Was ich mich bei der CPU-Entwicklung frage, wenn es SMT gibt, wo ein Kern zwei Threads bearbeitet, was meist vorteilhaft ist, aber bei Spielen manchmal auch Nachteile bedeutet, warum gibt es dann keine CPU, die auch das Gegenteil vom SMT beherrscht, also einen Thread mit zwei Kernen bearbeitet, so daß man dann doppelt so viel Leistung pro Thread hätte?
Idealerweise könnte eine zukünftige CPU dann selbst erkennen, wo SMT vorteilhaft ist und wo nicht und entsprechend selbst zwischen 1 Kern - 2 Threads; 1 Kern - 1 Thread und 2 Kerne - 1 Thread in Echtzeit umschalten.
