Masterchief's Retro GFX - Tag 8: Asus AGP-V6800 32/64MB DDR (GeForce 256 DDR)
Release: Herbst 1999
Chip: NV10 (220nm)
3D: DirectX 7.0 / OpenGL 1.2
Ram: 32MB SD-Ram
Takt: 120/300MHz
01 Score: 3617 marks
Heute dann wie angekündigt das Review für den NV10 Chip in Kombination mit DDR Speicher - in Form der Asus V6800-Deluxe. Hier sieht man nun, wie leistungsfähig der Chip wirklich für einen Pre-2000-Chip ist: Über 3600 Punkte erzielt die Karte im 3D Mark 01. Oder
die Karten sollte man wohl sagen, denn ja, ich habe zwei davon.

Eine mit 32MB und eine mit 64MB DDR Speicher. Mit einem Neupreis von 689DM hat Asus sich das Paket aber auch ordentlich bezahlen lassen. Die Karte mit 64MB Speicher kostete gar über 800DM zum Start.
Zur Hintergrundgeschichte ist ja mittlerweile genug gesagt, daher zu den Unterschieden zwischen den beiden Karten:
Die erste heißt mit vollem Namen Asus AGP-V6800 Deluxe 32MB DDR. Ich habe das Glück, diese Rarität inklusive Zubehör und OVP mein Eigen nennen zu können, und das kann sich sehen lassen: Asus legt ein Spiele-Paket, kostenlose Software-Vollversionen, natürlich Treiber und Utilities und die Karte selbst bei. Das besondere Schmankerl sind allerdings die beiden 3D-Shutterbillen, mit denen man Spiele um die Jahrtausendwende in 800x600 in vollwertigem 3D erleben kann

Dementsprechend vollgepackt sind PCB und Slotblende dann auch. Der Speicher verteilt sich auf beide Seiten und sowieso sitzen viele Bauteile auf der Rückseite der Karte - sehr unüblich für die damalige Zeit, was man auch sieht, wenn ihr euch mal die bisherigen Bilder der Rückseiten anschaut.
Die zweite heißt dann Asus AGP-V6800 Pure 64MB DDR (sprich ohne Deluxe-Paket und ohne 3D-Brillen). Von dieser habe ich auch "nur" das Handbuch und CDs. Selber Chip, doppelter Speicher. Das PCB ist hier deutlich einfacher gehalten, da eine Menge Features fehlen: Composite Out, SVideo Out, SVideo In und VR Out findet man im Gegensatz zur 32MB Version auf dieser Karte nicht. So verteilen sich die Bausteine dieses Mal auch bloß auf der Vorderseite. Der 3D Mark Score ist mit 3505 Punkten interessanterweise etwas niedriger, wahrscheinlich hat der Speicher nicht so straffe Latenzen - der Takt ist jedenfalls identisch.
Es waren High-End-Karten ohne Kompromisse. Auch die VGA-Signalqualität ist exzellent, zumindest bei der 32MB Version gleichwertig mit Matrox-Karten (zur Info: bei manchen AGP-Grakas ist das Bild leicht verschliert und Text wirkt verschwommen. Bei meiner MSI 4200Ti-8x sehr schlimm). Erstmals ist per
Asus Smart Doctor (auch schon 15 Jahre alt) die
Chiptemperatur und
Lüfterdrehzahl auslesbar, somit bietet das Ding sogar eine Lüftersteuerung

. Per
Asus Tweak lässt Asus sogar damals schon den User
Taktänderungen vornehmen - ein weiteres Novum. Am Ende dann noch ein Fotovergleich mit einem weiteren Highend-Modell von Nvidia, aber diesmal aus einer anderen Ära
Größere Fotogalerie heute hier zu finden:
Galerie: Asus GeForce 256 - abload.de