Gendern? Ja/Nein/Vielleicht

Eine Umfrage sagt erstmal gar nichts aus. Vor allem wenn die von RTL/n-tv in Auftrag gegeben wurde.
Eine Umfrage ist immer zu interpretieren. Man schaut sich die größe der Gruppe an und wie sie auisgewählt wurden. Das ist immer besser als eine Einzelmeinung.

Genervt bin ich auch. Trotzdem erkenne ich den Sinn dahinter. Ich bin auch von Frauenquoten genervt und finde die sie in vieler Hinsicht eher trennend als vereinigend. Aber es ist nur ein Schritt für einen kurzen Weg. Ist das Monopol der Männer in machtpolitischen Schaltstellen erst einmal gebrochen, und wir sind auf gutem Wege dahin, dann kann mit all den Quoten und den Sprachoptimierungen wieder aufhören.

Ich weiß noch, als in unserem Fachbereich aus sechzehn Professoren die erste Frau dazu kommen wollte. Ich war, die Studentenschaft vertretenden, mit in der Berufungskommision. So einen Sexismus erlebte ich selten. Ist jetzt über dreißig Jahre her, machte mich trotzdem fassungslos. Das sollte heute besser laufen.
Sicherlich nicht überpriviligierte alte weiße Frauen...
Das sagt doch auch niemand. Dein Strohmannsargument kannst Du stecken lassen
 
Eine Umfrage ist immer zu interpretieren. Man schaut sich die größe der Gruppe an und wie sie auisgewählt wurden. Das ist immer besser als eine Einzelmeinung.
Es kommt ja auch drauf an wie und wodie Fragen gestellt werden.
Genervt bin ich auch. Trotzdem erkenne ich den Sinn dahinter. Ich bin auch von Frauenquoten genervt und finde die sie in vieler Hinsicht eher trennend als vereinigend. Aber es ist nur ein Schritt für einen kurzen Weg. Ist das Monopol der Männer in machtpolitischen Schaltstellen erst einmal gebrochen, und wir sind auf gutem Wege dahin, dann kann mit all den Quoten und den Sprachoptimierungen wieder aufhören.
Ich bin für das Gendern einfach weil jeder mitgenommen/angesprochen wird.
Dass das Thema eigentlich nur noch instrumentalisiert wird um Stimmung zu machen erkennt man daran wer ständig davon spricht.
 
Das sagt doch auch niemand.
Das sagen eine ganze Menge...
Geh nur einmal durch die Debatten und schau dir an wie viele, gerade "alte weiße Frauen", im Kaliber einer Alice Schwarzer und 4th wave Feministinnen, meinen von sich sie hätten etwas zu diktieren, würden es aber mindestens zu gerne, wenn sie es nur könnten.

Dein Strohmannsargument kannst Du stecken lassen
Ahh, nicht salzig werden, nur weil es dir nicht passt.
 
Dass das Thema eigentlich nur noch instrumentalisiert wird um Stimmung zu machen erkennt man daran wer ständig davon spricht.
Volle Zustimmung. Und da smuss man immer wieder sagen. Es sidn einfach völlig unnötige Diskussionen, denn jeder man machen, was er will. Niemand wird sprachlich zu irgendwas gewzungen. Und wenn jetzt eine bestimmte Gruppe meint, sie können das nicht ertragen und es tut ihnen weh, dann kann diese Gruppe sicher sein, dass es genügend Menschen gibt die Aussagen dieser Menschen nicht mehr ertrasgen können und die weh tun. Wenn Frau Weigel wieder faselt "Ich lasse mir mein Schnitzel nicht verbieten", dann fragt man sich nur, was sie für Wahnvorstellungen hat,
nicht salzig werden
Wenn ich Deine Wortwahl nutze, ist das also salzig. Aha. Dann stellt sich mir nur die Frage, warum Du salzig bist. Ist aber egal, eigentlich interessiert es mich nicht die Bohne.
Geh nur einmal durch die Debatten und schau dir an wie viele, gerade "alte weiße Frauen", im Kaliber einer Alice Schwarzer und 4th wave Feministinnen, meinen von sich sie hätten etwas zu diktieren, würden es aber mindestens zu gerne, wenn sie es nur könnten.
Ich weiß nicht, was Du für Debatten schaust. Ich erlebe nur junge Studentinnen, die ich zum Essen einlade und mit denen ich Diskussionsrunden führe. In der Regel sind das die Freundinnen meiner Tochter, und für die bin ich reaktionär. Und dann freue ich mich, dass es doch schneller weiter geht, als ich dachte.

Dann muss ich immer an Max Planck denken, und weiß, man muss die alten weißen Männer nicht überzeugen. Das regelt sich von alleine:
„Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, daß ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, daß ihre Gegner allmählich aussterben und daß die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist.“
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin auch von Frauenquoten genervt und finde die sie in vieler Hinsicht eher trennend als vereinigend.
Es ist vorallem ein Mittel der besitzenden und privilegierten Klasse, dass man "unter sich" bleiben kann. Denn in den Kreisen und Schichten wo man sich mit der Quote bewegt, ist vorallem der Stallgeruch der sozialen Herkunft wichtig. Also das kulturelle, soziale, ökonomische und symbolische "Kapital", dass man durch Geburt in diese Schicht erworben hat.
Wenn man etwas an den Verhältnissen ändern will, dann bräuchte man vielmehr eine Quote für Personen aus den unteren sozialen Schichten.
 
Volle Zustimmung. Und da smuss man immer wieder sagen. Es sidn einfach völlig unnötige Diskussionen, denn jeder man machen, was er will. Niemand wird sprachlich zu irgendwas gewzungen. Und wenn jetzt eine bestimmte Gruppe meint, sie können das nicht ertragen und es tut ihnen weh, dann kann diese Gruppe sicher sein, dass es genügend Menschen gibt die Aussagen dieser Menschen nicht mehr ertrasgen können und die weh tun. Wenn Frau Weigel wieder faselt "Ich lasse mir mein Schnitzel nicht verbieten", dann fragt man sich nur, was sie für Wahnvorstellungen hat,
Es ist aber keine kleine Gruppe die es stört sondern 3/4 der Bevölkerung. Umfragen hatte ich zwei gepostet.

Dann muss ich immer an Max Planck denken, und weiß, man muss die alten weißen Männer nicht überzeugen. Das regelt sich von alleine:
„Eine neue wissenschaftliche Wahrheit pflegt sich nicht in der Weise durchzusetzen, daß ihre Gegner überzeugt werden und sich als belehrt erklären, sondern vielmehr dadurch, daß ihre Gegner allmählich aussterben und daß die heranwachsende Generation von vornherein mit der Wahrheit vertraut gemacht ist.“
Und was ist beim Thema Gendergerechtigkeit die "Wahrheit"?

Das ein kleine Minderheit das gesamte bestehende und gut funktionierende Sprachsystem aufmischen darf?
 
... Wenn man etwas an den Verhältnissen ändern will, dann bräuchte man vielmehr eine Quote für Personen aus den unteren sozialen Schichten.
Natürlich, auch daran muss man arbeiten. Aber das kann man nicht alles den Frauen zumuten. Natürlich sind es in der Regel priviligierte Frauen, die vor verschlossenen Türen stehen und die für sich einen Schlüssel wollen. Anderen Gruppen steht es jederzeit frei, für ihre Rechte einzustehen. Schwule Männer haben das mit Jahrzehnte langem Kampf mit vielen tragischen Schicksalen geschafft. Aber auch noch nicht wirklich. Ich kenne noch genug Abteiliungsleiter in der Autoindustrie, die keinesfalls wollen, dass das Thema bekannt wird, weil sie um ihre reduzieren Aufstiegschancen wissen.

Aber, wir haben das gerade an anderer Stelle, der Kampf "reich gegen arm" wird mit aller Härte geführt und es wird darum schwer für Menschen ohne die richtige Herkunft, das zu durchbrechen. Das ist war ein Thema, was 90% der bürger angeht, aber sie lassen sich von den Verheißungen locken weiter aufzusteigen und bemerken gar nicht, dass die Mehrheit absteigt.
Und was ist beim Thema Gendergerechtigkeit die "Wahrheit"?
Die neue Wahrheit ist, dass Frauen nicht mehr rechtlose Objekte sind, sondern in jeder Hinsicht gleichberechtigt. Juristisch, ökonomisch und sozial. Der erste Schritt, der juristische, ist umgesetzt, die beiden anderen Folgen langsam. Das dauert noch ein paar Generationen.
 
Die neue Wahrheit ist, dass Frauen nicht mehr rechtlose Objekte sind, sondern in jeder Hinsicht gleichberechtigt. Juristisch, ökonomisch und sozial. Der erste Schritt, der juristische, ist umgesetzt, die beiden anderen Folgen langsam. Das dauert noch ein paar Generationen.
Das sind sie auch ohne Gendersprache.
 
Huiii ich finde da sollte man ein eigenes Thema daraus machen.
Nein. Das passt ganz gut hier mit rein. Denn dieses ganze Gender und Quotenthema, scheint mir mittlerweile ein vorallem Kampf von maximal besitzstandswahrenden Frauen aus der besitzenden und privilegierten Klasse gegen die Unterschicht zu sein. Also ganz klassischer Klassismus.

Rotk… ähhh, Neuer_User
Der Spaß wieder. Ich hol schonmal die MEW raus.
 
Das sind sie auch ohne Gendersprache.
Was sind sie? Ich habe drei Themen genannt, Eines ist umgesetzt, zwei noch nicht. Und zur Umsetzung dieser beiden Ziele meinen viele, eine neutrale Sprache würde helfen. Vermutlich ist dem so.

Aber wie stoßen jetzt an die Grenzen dessen, dass ökonomische Gleichstellung natürlich bedeutet, dass es eine Umverteilung gibt. Und das will eine Gruppe natürlich nicht. Wenn es nicht mehr reicht, in derselber Verbindung zu sein um einen Job zu bekommen und auf einmal fachliche bessere Frauen den eigenen Job bekommen, dann hört für viele Männer der Spaß natürlich auf.
Nein. Das passt ganz gut hier mit rein. Denn dieses ganze Gender und Quotenthema, scheint mir mittlerweile ein vorallem Kampf von maximal besitzstandswahrenden Frauen aus der besitzenden und privilegierten Klasse gegen die Unterschicht zu sein. Also ganz klassischer Klassismus.
Das ist sicherlich ein Teilaspekt. Da stimme ich völlig mit Dir überein. Und wie man in meinem ersten Teil sieht, gehören die Themen natürlich zusammen
 
Und zur Umsetzung dieser beiden Ziele meinen viele, eine neutrale Sprache würde helfen. Vermutlich ist dem so.
Sprache ist grundsätzlich neutral, weil Sprache primär für ihren Gebrauch praktisch orientiert sein muss.
Was Menschen dann da reininterpretieren ist eine andere / eigene Geschichte und deshalb kannst du am generellen Konstrukt der Sprache auch soviel rumhantieren wie du willst, du wirst immer, durch Interpretation, Ungerechtigkeiten reindichten können.

Oder frei dem Sprichwort, "wer suchet, der findet", nur die Zeit variiert.

Aber wie stoßen jetzt an die Grenzen dessen, dass ökonomische Gleichstellung natürlich bedeutet, dass es eine Umverteilung gibt. Und das will eine Gruppe natürlich nicht. Wenn es nicht mehr reicht, in derselber Verbindung zu sein um einen Job zu bekommen und auf einmal fachliche bessere Frauen den eigenen Job bekommen, dann hört für viele Männer der Spaß natürlich auf.
Für viele Frauen hört der Spaß da genauso auf.
Ein guter Schulfreund von mir, mit dem in zusammen in der Grundschule war, wollte nach der Schule als Mann Erzieher werden, das was er da von seinen weiblichen Kollegen erlebt hat war richtig unschön, bis hin zu anonymen Morddrohungen und falschen Anschuldigungen.

Wie Poulton daher schon richtigerweise schrieb, es ist am Ende keine Frage von Geschlechtergerechtigkeit, sondern sozialer Gerechtigkeit. Ersteres erledigt sich in weiten Teilen durch letzteres automatisch mit.

Dadrum ist es auch nur eine beabsichtigte Nebelkerze, sich an angeblich mehr Gerechtigkeit durch Frauenquoten, Gendersprache, ect. aufzuhängen, um eigentlich möglichst wenig ändern zu müssen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ein Negerkuss war für mich als Kind eine Leckerei.... dann war es Rassistisch.... kam mir vorher nie in den Sinn. Ein Soldat war für mich immer eine neutrale Berufsbezeichnung. Jetzt haben wir Soldat*innen.... verstehe ich nicht. "Liebe Kollegen".... war für mich bisher ebenfalls immer Neutral für alle Geschlechter geltend.... jetzt soll ich Kolleg*innen sagen? Warum?
Abgrenzung und Rassismus fängt im Kopf an, nicht durch Wörter.
 
Aber jetzt erwarte nicht, dass das Frauen machen müssen. Man darf auch mal selber aufstehen.
Warum sollte ich das erwarten?
Ich krieg das scion selber hin, falls es mal passieren sollte.
Das Problem ist doch nur, dass aktuell genau die aufstehen und das Maul gegen die weibliche Emanziation aufreißen, die als Vergewaltiger merken, dass das heute gar nicht so gut geht wie früher und man nicht mehr toller Hecht ist, wenn man unter der Fussballdusche davon prahlt, wie viele Frauen man mit ko-Tropfen betäubte und vergewaltigte.
Bitte was?
So zumindest erzählte es mit mein Mann von seiner Zeit im Fussballverein.
Ich hoffe dein Mann war bei der Polizei.
Und wenn nicht, dass du ihm erklärt hast, was er falsch gemacht hat.

Btw, es geht hier immer noch ums gendern in Sprache und nicht um deinen Krieg für die Befreiung vom Patriarchat.
Deswegen ist das Thema hier für mich abgeschlossen.
Wenn du mit allen drüber diskutieren willst, mach halt ein eigenes Thema.
 
...Ein guter Schulfreund von mir, mit dem in zusammen in der Grundschule war, wollte nach der Schule als Mann Erzieher werden, das was er da von seinen weiblichen Kollegen erlebt hat war richtig unschön, bis hin zu anonymen Morddrohungen und falschen Anschuldigungen.
...
Das ist der Punkt, den ich mit männlicher Emanzipation meine. Das ist eine riesige offene Baustelle. Beispiel. Du bist einkaufen, einem Kind fällt der Schnuller aus dem Mund. Gehe ich hin und geb den Kind seinen Schnuller wieder, ist alles gut und alle freuen sich. Einmal hat das mein Mann gemacht. Uhhh, ganz dumme Idee.

Und daran muss man gesellschaftlich arbeiten. Aber das kann nicht alles der Feminismus machen. Das darf man auch nicht erwarten.
Ich hoffe dein Mann war bei der Polizei.
Und wenn nicht, dass du ihm erklärt hast, was er falsch gemacht hat.
Das ist vierzig Jahre her. Da tickten die Uhren noch anders
 
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