Finde keinen passenden KH (Techno)

Schon geil, bei (vermeintlichen) Klangunterschieden im Hifibereich kommt für viele offenbar nur die Voodooerklärung in Frage auch wenn es sich so einfach messen und erklären lässt wie im Falle von Schallwandlern (Boxen und Kopfhörer).

Außerhalb von Hifi sind solche Einlaufprozeduren dagegen allgemein aktzeptiert, nur bei Hifi ists natürlich ein Ammenmärchen...:schief: Das ein Automotor oder ein Getriebe sich am Anfang anders verhält gehört zum Allgemeingut, aber wenn ein KH das auch tut ists ein Ammenmärchen?!

Dabei sollte es jedem Techniker einleuchtend sein, dass speziell sich bewegende Systeme am Anfang ein wenig brauchen bis es optimal läuft. Im Falle von Gummisicken sind es z.B. Reckprozesse im Material, die dafür sorgen, dass die Sicken oder auch die Zentrierungen erst weichgeknetet werden. Das es dabei für gewöhnlich zu Klangsteigerungen kommt ist auch logisch. Schließlich erfolgt die Abstimmung beim Hersteller anhand von eingespielten Exemplaren.

Die "frische" Sicke sorgt u.a. für erhöhten Klirr und reduzierte Feindynamik. Das kann man sogar ganz locker messen! Mitunter verändert sich im Laufe des Einspielens auch der sogar für Laien anschauliche Frequenzgang. Nicht umsonst werden Messungen von z.B. Lautsprecherchassis erst gemacht nachdem diese x Stunden eingespielt werden. Die Effekte sind je nach Kontruktion nicht immer gleich stark bzw. auffällig, aber dennoch immer da.

Wers nicht glaubt kann ja gerne mal selbst nachmessen!
 
also die messungen und tests, die ich bisher gesehen habe, sehen zwar geringe Änderungen durch Burn-in, aber die sind wirklich sehr gering. Mit den Offenbarungen, von denen manche Hifi-vodooisten predigen, hat das recht wenig zu tun. Ich meine jetzt mal ganz ehrlich: wieso sollte eine firma den kopfhörer in angeblich so suboptimalen zustand ausliefern? burn-in würde nicht viel kosten....

btt:
der dt770 ist eine ziemlich bass-maschine. wenn du einen kopfhörer willst, der den sound noch stärker verzerrt (schon der dt770 ist alles andere als neutral), dann bist du meiner meinung nach sehr weit von hifi weg.
du könntest mal den sennheiser hd 650 ausprobieren, der hat weniger höhen als der dt 770, aber auch weniger bass.

grundsätzlich ist die frage, ob du man musik gefällig verzerrt oder im original hören will. mir persönlich macht es mehr spaß, analytisch zu hören. bass im equalizer zu boosten macht mal spaß, aber mich nervt es dann auch recht schnell wieder, wenn alles davon erdrückt wird.
 
also die messungen und tests, die ich bisher gesehen habe, sehen zwar geringe Änderungen durch Burn-in, aber die sind wirklich sehr gering. Mit den Offenbarungen, von denen manche Hifi-vodooisten predigen, hat das recht wenig zu tun.
Wie schon oben gesagt: Bei den meisten meiner Kopfhörer habe ich keine Veränderungen feststellen können. Explizit beim DT770 hingegen schon.
Ich meine jetzt mal ganz ehrlich: wieso sollte eine firma den kopfhörer in angeblich so suboptimalen zustand ausliefern? burn-in würde nicht viel kosten....
Ich bezweifle, dass sie das extra machen :D Materialien die konstant bewegt werden, verändern sich nun mal mit der Zeit, ganz besonders am Anfang.
Die Hersteller sorgen dafür, dass der Kopfhörer sozusagen in der Mitte seines Lebens gut klingt, da das mit Abstand der längste Zeitraum ist.
Wäre er am Anfang perfekt und würde nach wenigen Wochen schon nachlassen, wäre auch keinem geholfen.
btt:
der dt770 ist eine ziemlich bass-maschine. wenn du einen kopfhörer willst, der den sound noch stärker verzerrt (schon der dt770 ist alles andere als neutral), dann bist du meiner meinung nach sehr weit von hifi weg.
Da stimme ich absolut zu.
 
wenns einfach mehr bass sein soll, einfach die Custom Studios nehmen, sollen einen besseren klang haben und den bass kann man einstellen :daumen:
 
Aber MEHR Bass wird er nicht haben. Man kann ihn eher zwischen "neutral" und "dt770-niveau" justieren.

Aber der Custom Studio ist trotzdem ein sehr geiler Kopfhörer :D

Bei Gelegenheit wollte ich mal den Untschied hören gehen zischen den COS und T70.

Aber war es nicht so das bei den Studios 4 stufen für den Bass da sind, wovon stufe 2 mit den dt770 vergleichbar sein soll ?? Hatte ich mal hier irgendwo gelesen, kann mich natürlich auch irren :P
 
Ich bezweifle, dass der COS auf Stufe 2 von 4 wie der DT770 klingt. Dann wäre er doch recht weit von einem gut klingenden Treiber entfernt.
 
also die messungen und tests, die ich bisher gesehen habe, sehen zwar geringe Änderungen durch Burn-in, aber die sind wirklich sehr gering. Mit den Offenbarungen, von denen manche Hifi-vodooisten predigen, hat das recht wenig zu tun.

Die Frage ist eher was für Messungen hast du denn dazu gesehen? Wenn du alleine die TSP eines z.B. Tieftöners vor und nach dem Einspielen misst, wirst du sehen, dass sich sehr viele dieser Parameter ändern, u.a. die Resonanzfrequenz. D.h. wenn man diese Daten für eine Gehäuseberechnung oder Weichensimulation zugrunde legt kommen unterschiedliche Boxen raus. Nicht umsonst sind solche Werte immer im eingespielten Zustand angegeben.

Die Klirrmessungen unterscheiden sich obendrein erheblich (neu mit mehr Klirr, eingespielt mitunter erheblich weniger Klirr). Das kann man dann natürlich auch hören.

Aber klar, wenn ein PKW Getriebe die ersten 1000km hakelig ist, dann ist das normal aber bei Hifi kanns ja nur Einbildung sein das es nach ein paar Stunden besser klingt...;)

Ich meine jetzt mal ganz ehrlich: wieso sollte eine firma den kopfhörer in angeblich so suboptimalen zustand ausliefern? burn-in würde nicht viel kosten....

Burn In würde nicht viel kosten? Jetzt überleg mal wieviele KHs ein großer Hersteller am Tag macht. Für jeden dieser KHs müsste ein Verstärkerher(und für die vom Vortag oder besser 2 Vortage auch, weil solange kann es dauern), Alleine der Platzbedarf wäre enorm, dazu kommen Stromkosten, Handlingskosten usw. (ich würde mal mit meinen semiprofessionellen Kenntnissen in Wertanalyse sagen 10-20€ sind gleich beinander) und am Schluss darf der "nur" 200€ kosten. Und dann kommt der nächste und sagt, warum sind meine 30€ KHs nicht auch eingespielt?!

Es gibt Hersteller, die spielen alle ihre Geräte ein, bloß unterhalten wir uns da über andere Preiskategorien. Burmester macht es meines Wissens...
Warum sollte der Hersteller die auch einspielen? Das macht der Kunde doch sowieso automatisch im Betrieb.
 
Nabend zusammen,
was ist denn der Unterschied zwischen den COP und den COS?
Ich sehe dort nur ein anderes Polster und die Impedanz steigt von 16 auf 80 Ohm.
Die beiden würden sonst auch auf meiner Wunschliste stehen, aktuell ist der schwarze allerdings schlecht verfügbar.
Der Crossfade LP² (denke mal der ist neuer als der LP, da letzterer nichtr lieferbar ist) steht nun auf der Liste, ist aber sehr schlecht verfügbar, da bleibt dann nur der Audio Technica M50x, den es mei Amazon gut zu bestellen gibt. Allerdings kann ich die Größe des Ohrpolsters nicht einschätzen, sehen eher klein aus...
 
Wenn du ordentlich Bass (vor allem Tiefbass) möchtest, musst du dich auf geschlossene Kopfhörer begrenzen.
Höre mal die NAD VISO HP50 probe. Sind keine Basskanonen, geizen damit aber auch nicht und klingen sonst hervorragend.
 
Habe den COP sowie den COS. Der COS hat klar die Nase vorn. Den V-Moda hatte ich auch schon hier, ist für meinen Geschmack aber zu "spaßig" und dadurch weniger detailreich. Für das Geld ganz klar den COS.
 
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