Evolutionstheorie vs. Kreationismus

  • Ersteller Ersteller Thomas5010
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Hiermit öffnet man die Tür für Diskriminierung von religiösen Menschen. Siehe Türkei, wo der Gedanke überspitzt umgesetzt, ironischerweise dazu führte, dass türkische Mädchen, die sich aus religiösen Gründen verschleiert haben, aus Bildung ausgeschlossen wurden.
Also quasi das, was man den Taliban heute vorwirft, nur aus sekulärer Ecke.
Glaube wird eben vom Staat getrennt und das schließt Bildungseinrichtungen mit ein und solange die Verschleierung religiöse Hintergründe hat, muss eben entweder der Schleier weichen oder man sucht sich eine Bildungseinrichtung, die das nicht bewertet.
Ist doch das gleiche wie in Bayern, wo in jedem öffentlichen Gebäude ein Kreuz hängt. Auch das hat da nichts zu suchen, da man eben dadurch eine Richtung bevorzugt.
Wobei bei uns der Staat ja für die Kirche die Steuer eintreibt. Sowas gehört auch verboten.
 
Anm.: Ich habe 8 Seiten Spam zu Seelen, Ahnenforschung, Dunkler Materie, christliche Gemeinschaft & Co mal. Sollte da doch was zum Thema drin stehen, dass ich übersehen habe, bitte ich um Entschuldigung.
:offtopic:


Ich glaube auch nicht, dass diese, jahrhunderte alte, Diskussion ausgerechnet durch die PCGH.de Kellerkinder user gelöst wird, aber, da diese Debatte bisher ausnahmsweise mal erfrischend gesittet und, vor allem, regelkonform abgelaufen ist:
Was spricht dagegen?

Du musst ja nicht mehr daran teilnehmen :ka:

Ich fühl mich zunehmend an meine virtuelle Jugend erinnert. Nahostkonflikt, Kreationismus - das waren zwei von drei Themen, mit denen ich meine Online-Diskussionsaktivitäten seinerzeit begonnen habe. (Wenn Geschichte so zyklisch ist, dann hier der Pro-Tipp: Schnell nochmal New York besuchen, aber sicherheitshalber nur aus der Ferne gucken.)


Die Evolutionstheorie ist weitestgehend überholt. Lamarck hatte in vielen Teilen Recht, Lebewesen beschreiben ihre Gene über Steuergene aktiv, allerdings nicht "bewusst", es sind vorgegebene Regelmechanismen. Darum können Lebewesen sehr schnell auf geänderte Lebensbedingungen reagieren. Und diese Veränderungen halten sich ein paar Generationen. Z.B. werden Menschen in Notzeiten kleiner, wenn die Nahrungsmittelversorgung schlecht ist. Auch wenn sich nach wenigen Jahren die Versorgung stabilisiert, bleiben die Menschen klein. So etwas kann Darwin nicht erklären.

Darwin beschreibt Prozesse auf langen Zeitskalen, Lamarck beschreibt die wesentlicheren kürzeren Intervalle. Im heutigen Neolamrckismus finden aktuelle Forschungsergebnisse berücksichtigung. Dagegen ist Kreationsmus absoluter Mumpitz.


Heute nennt man es Epigenetik, aber es ist im Prinzip genau das, was Lamarck postulierte. Lebewesen können aktiv "Steuergene" nutzen, um sich an verönderte Umweltbedingungen anzupassen. Und genau diese veränderten Steuergene, nennen wir es Reglereinstellungen der Gene, werden dann auch weitervererbt

Wen das Thema interessiert, sollte sich hier grob einarbeiten und dann vertiefen. Ganz spannendes Thema

Du solltest das entscheidende Kapitel vielleicht noch einmal lesen...

Epigenetik ist größtenteils stink normale Genexpression und hat rein gar nichts mit Vereerbung, somit schon rein logisch auch nichts mit vollständig abserviertem Lamarckismus zu tun. (technisch auch nicht)
Und Darwin respektive Evolution im allgemeinen kann man mit Details zu DNA-Co-Molekülen ohnehin nicht widerlegen, denn dazu hat er, ein rundes Jahrhundert vor Watson&Crick gar nichts geschrieben.
 
oder man sucht sich eine Bildungseinrichtung, die das nicht bewertet.
Klar, wenn man gerne Parallelgesellschaften durch Ausschluss schaffen möchte ;)

Mich wundert immer, wenn "aufgeklärte" Menschen bewusst oder unbewusst so ein intolerantes Zeugs vertreten.

In einer inklusiven und integrierenden Gesellschaft sollten alle Menschen, unabhängig vom Glauben und Ansichten friedlich zusammenleben können, ohne dass sie angefeindet werden müssen für ihren Glauben.

Dachte, dass das Demokratie ausmacht...
 
Mich wundert immer, wenn "aufgeklärte" Menschen bewusst oder unbewusst so ein intolerantes Zeugs vertreten.
In Unis wird das Gendern verboten. Wer ist also nicht tolerant?
Wenn der Staat vorschreibt, dass keine religiösen Botschaften in öffentlichen Einrichtungen erlaubt sind, dan muss man sich daran halten.
Diskriminierend wird es dann, wenn eine Gruppe benachteiligt wird und andere nicht.
Dann musst du auch die kritisieren, die die Hälfte der Bevölkerung ausschließt.
 
Wenn der Staat vorschreibt, dass keine religiösen Botschaften in öffentlichen Einrichtungen erlaubt sind, dan muss man sich daran halten.
Halte ich für Quatsch! Religion ist ein fester Bestandteil im Alltag Millionen Menschen. Das Gebäude selber frei von religiösen Symbolen sein sollen, um Neutralität zu wahren, finde ich ja noch okay. Aber zu meinen, dass Menschen jetzt völlig frei von religiösen Überzeugungen seien, nur weil sie ihr Kreuz oder Kopftuch ablegen, macht einfach keinen Sinn.
In Unis wird das Gendern verboten.
Das wäre mir neu. Zu meiner Zeit an der Uni wurde es frei überlassen.
 
Halte ich für Quatsch! Religion ist ein fester Bestandteil im Alltag Millionen Menschen. Das Gebäude selber frei von religiösen Symbolen sein sollen, um Neutralität zu wahren, finde ich ja noch okay. Aber zu meinen, dass Menschen jetzt völlig frei von religiösen Überzeugungen seien, nur weil sie ihr Kreuz oder Kopftuch ablegen, macht einfach keinen Sinn.

Das wäre mir neu. Zu meiner Zeit an der Uni wurde es frei überlassen.

Siehst du. Deswegen meinte ich, dass es ziemlich gut ist, wenn man das ablegen soll.
Den anders rum betrachtet:
Man weiss nie an wen man gerät. Wozu soll er jemanden an sehen können, welcher Religion er angehört und in deswegen anders behandeln.
 
Halte ich für Quatsch! Religion ist ein fester Bestandteil im Alltag Millionen Menschen. Das Gebäude selber frei von religiösen Symbolen sein sollen, um Neutralität zu wahren, finde ich ja noch okay. Aber zu meinen, dass Menschen jetzt völlig frei von religiösen Überzeugungen seien, nur weil sie ihr Kreuz oder Kopftuch ablegen, macht einfach keinen Sinn.
Gehst du heute mit der Kippa offen als Jude zur Uni, wirst du beschimpft, beleidigt, ausgegrenzt, verprügelt oder was auch immer.
Sperrt man religiöse Symbole, fällt niemand auf und es gibt weniger Stress.
 
Wozu soll er jemanden an sehen können, welcher Religion er angehört und in deswegen anders behandeln.
Finde ich ehrlich gesagt keinen guten Ansatz für eine moderne, gemischte Gesellschaft in der wir ja quasi schon leben. Deiner Argumentation nach sollte man Uniformität durchsetzen, damit man Diskriminierung ausschließt, obwohl wir doch alle genau wissen, zu welcher Religion eine schwarzhaarige Fatima und Ali wahrscheinlich angehören. In meiner Kindheit und Jugend hat es andere Asis, trotz fernbleiben solcher Symbole nicht daran gehindert uns zu diskriminieren.
Diskriminierung wird man niemals komplett vermeiden leider, sofern man sie so unbearbeitet lässt.

Vielmehr sollten Kinder mit dieser Pluralität aufwachsen und sie als normal ansehen und jedem seinen Glauben zugestehen.
 
Glaube wird eben vom Staat getrennt und das schließt Bildungseinrichtungen mit ein und solange die Verschleierung religiöse Hintergründe hat, muss eben entweder der Schleier weichen oder man sucht sich eine Bildungseinrichtung, die das nicht bewertet.
Ist doch das gleiche wie in Bayern, wo in jedem öffentlichen Gebäude ein Kreuz hängt. Auch das hat da nichts zu suchen, da man eben dadurch eine Richtung bevorzugt.
Wobei bei uns der Staat ja für die Kirche die Steuer eintreibt. Sowas gehört auch verboten.
Ich sehe einen großen Unterschied zwischen Institution und Individuum.
Eine staatliche Institution sollte keine Religion (und politische Einstellung) bevorzugen, aber ein Individuum welches diese Besucht kann deswegen ja trotzdem anziehen was es will.
 
Finde ich ehrlich gesagt keinen guten Ansatz für eine moderne, gemischte Gesellschaft in der wir ja quasi schon leben. Deiner Argumentation nach sollte man Uniformität durchsetzen, damit man Diskriminierung ausschließt, obwohl wir doch alle genau wissen, zu welcher Religion eine schwarzhaarige Fatima und Ali wahrscheinlich angehören.
Diskriminierung wird man niemals komplett vermeiden leider, sofern man sie so unbearbeitet lässt.

Vielmehr sollten Kinder mit dieser Pluralität aufwachsen und sie als normal ansehen und jedem seinen Glauben zugestehen.
Ja. Reicht aber ein einziger an einer falschen Stelle um unnötig Ärger zu machen.
Ich finde es deswegen sehr gut, wenn man in Zeiten in der die Vernunft herrscht, auch vorsorgt für schlechtere Zeiten und Fälle.

Aber das angesprochene Kopftuchverbot an türkischen Unis ist ja auch schon Geschichte.
 
Aber das angesprochene Kopftuchverbot an türkischen Unis ist ja auch schon Geschichte.
Diente nur als mahnendes Beispiel, wenn Säkularisation radikale Züge annimmt.
Na wenn das eher wahrscheinlich ist dann wissen wir das ja doch nicht genau.
Es geht ja nicht darum, ob wir es wissen, sondern vielmehr, was Menschen darein lesen.
Menschen folgen im Umgang mit Anderen, wenn es um Diskriminierung geht, ihren vorurteilsbehafteten Annahmen, und weniger die persönliche Auseinandersetzung mit Person XY.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich sehe einen großen Unterschied zwischen Institution und Individuum.
Eine staatliche Institution sollte keine Religion (und politische Einstellung) bevorzugen, aber ein Individuum welches diese Besucht kann deswegen ja trotzdem anziehen was es will.
Sehe ich anders.
Jeder soll privat glauben was er möchte und woraus er meint für sich Stabilität und Kraft zu schöpfen (wem es hilft).
Wer aber in der Öffentlichkeit Symbole trägt will etwas offensiv praktizieren, in diesen Fall seine Religion (die Institution), nicht seinen Glauben.

In einem perfekten sekularen Staat sollte Religion aber nichts in der Öffentlichkeit zu suchen haben, entsprechend sollten auch jegliche religösen Symbole aus dem öffentlichen Raum verbannt sein und auf die privaten 4 Wände und Gebetsräume beschränkt bleiben.

Wer gläubig ist braucht dazu nicht erst auf der Straße eine Kippa, Kette mit Kreuz, Kopftuch, oder what ever.
 
wir doch alle genau wissen, zu welcher Religion eine schwarzhaarige Fatima und Ali wahrscheinlich angehören
Also mein Arbeitskollege Ali ist Atheist. Seine Familie ist aus dem Iran nach Deutschland gekommen, weil man genug von den religiösen Spinnern hatte.

Religion sollte Privatsache sein. Öffentlich getragene religiöse Symbole sind ideologische Bekenntnisse, die in staatlichen Institutionen Fehl am Platz sind. Es würde ja auch niemand mit Hakenkreuzarmbinde oder "Hammer und Sichel"-Fahne ein öffentliches Gebäude betreten.
Insbesondere das Kopftuch als Symbol patriachaler Unterdrückung. Anderswo sterben die Frauen für ihr Recht die Dinger abnehmen zu können.


Natürlich darf jeder Glauben was er will. Nur sollte man damit nicht anderen Leuten auf die Nerven gehen. Wenn jemand glaubt, dass sein imaginärer Freund die Welt erschaffen hat, schön. Wenn er sich in einer Diskussion darauf beruft, muss er eben damit rechnen nicht ernst genommen zu werden.
 
Sehe ich anders.
Jeder soll privat glauben was er möchte und woraus er meint für sich Stabilität und Kraft zu schöpfen (wem es hilft).
Wer aber in der Öffentlichkeit Symbole trägt will etwas offensiv praktizieren, in diesen Fall seine Religion (die Institution), nicht seinen Glauben.

In einem perfekten sekularen Staat sollte Religion aber nichts in der Öffentlichkeit zu suchen haben, entsprechend sollten auch jegliche religösen Symbole aus dem öffentlichen Raum verbannt sein und auf die privaten 4 Wände und Gebetsräume beschränkt bleiben.

Wer gläubig ist braucht dazu nicht erst auf der Straße eine Kippa, Kette mit Kreuz, Kopftuch, oder what ever.
Aber wo zieht man dann die Grenze?
Was ist mit Che Guevara Shirts, was mit Band-Shirts, was mit Kleidung auf der riesig ein Markennamen prangert.
All das könnte man als Ersatzreligionen bezeichnen. Bzw. wer soll überhaupt unabhängig entscheiden was religiös und was es nicht ist? Siehe z.B. die Kontroverse bei Rüdiger und einem erhobenen Zeigefinger.
 
@Norkzlam
Du bist dir sicher, dass du weisst was öffentliche Gebäude sind?

„Entschuldigung! Hallo! Sie Da! Ich zahle Steuern, ich möchte nicht, dass Sie ein Kopftuch im Krankenhaus tragen! Das ist ja unverschämt!“
 
Aber wo zieht man dann die Grenze?
Was ist mit Che Guevara Shirts, was mit Band-Shirts, was mit Kleidung auf der riesig ein Markennamen prangert.
All das könnte man als Ersatzreligionen bezeichnen. Bzw. wer soll überhaupt unabhängig entscheiden was religiös und was es nicht ist? Siehe z.B. die Kontroverse bei Rüdiger und einem erhobenen Zeigefinger.
Die Symbole der monotheistischen Religionen kann man ja verbieten, bzw. dann bedeckt werden.
Es gibt sicher Apple Jünger, aber als Religion geht das trotzdem nicht durch. ;)
Das gleiche, wenn man sich ein Shirt mit Jesus drauf anzieht. Man weiß, dass das nicht erlaubt ist, also zieht man es gart nicht erst an oder bedeckt es mit einer Jacke.
Soweit ich weiß, ist das Tragen eines Hitler Shirts doch auch verboten, oder (ich hab echt keine Ahnung, Nazi Symbole sind ja verboten, gilt das aber auch für ein Shirt mit Hitlers Gesicht darauf?)?
 
Religion komplett aus dem öffentlichen Raum zu verbannen ist Totalitarismus und zeugt von heftiger Intoleranz gegenüber anderer Lebenswelten.

Mich verwundert es, dass Menschen, die hier sozialisiert worden sind, nach so etwas rufen.
Aber allein, dass Religion mit Nazitum verglichen wird, zeigt welche Aversion dahinter sich verbirgt.

Meistens sind es leider aber auch genau dieser Typus Mensch, der andere diskriminiert.
 
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