Irgendwie beantwortet dieses Beispiel meine Frage nicht unter dem Aspekt den ich eigentlich meinte.
Das Erbgut hat sich ja nicht verändert, sondern beide existierten bereits, und das passende, hat sich durchgesetzt und diese Population vermehrt sich.
Survival of the fittest. Ok.
Aber wenn man das so beschränkt, dann wäre es doch legitim zu sagen, dass der Mensch nicht vom Affen (vom gleichen Vorfahren) abstammt, sondern beide haben schon immer koexistiert und der Mensch hat sich nicht verändert, sondern einfach durchgesetzt.
Vorab:
Ich bin kein Evolutionsbiologe, insofern diskutiere ich in diesem Punkt mit dem Allgemeinwissen und dem Wissen aus dem WWW mit.
So weit mir bekannt, verändert sich das Erbgut bei jeder biologischen Lebgenseinheit ständig.
Das meiste wird quasi intern "ad acta" gelegt und bei paarung nicht weitergegben, weil daraus kein Vorteil für die jeweilige Spezies entseht.
Genau genommen ist ja viele allgegenwärtigen Krebserkrankungen auch sprunghafte Mutationen in Zellen.
Meist bei uns Menschen eben auch zurückführend auf äußere Einflüsse.
So weit erforscht, ist der Erbgutunterschied zw. den nächsten Verwandten aus dem Tierreich ja nur um wenige % abweichend.
Es finden sich in entdeckten Weichteilen, aus denen man DNA Stränge auslesen kann (z. B. Ötzi als Bekanntesten, aber der hat nur wenige tausend Jahre auf dem Buckel), schon signifikannte Mutationen innerhalb Sapien sapiens über nur 30-40 t Jahre.
Als der nach Europa einwanderte und auf die Neandertaler traf, waren das alles Menschen,
die optisch am ehesten den heutigen Somalies entsprachen.
Die Neandertaler hattten wieder andere Gensequenzen, die man in kleinem Umfang bei allen heutigen Europäern wiederfindet und am erstaunlichsten ist, dass ein relativ großer Neandertalergenpol in Südostasien zuu finden sind.
Es lassen sich ja parallele DNA Entwicklungen lückenlos bis in ca. 500 -600 v. Chr. zurückverfolgen.
Die Ergebnisse sind eindeutig:
Die heutigen Menschenaffensind natürlich Parallelentwicklungen, wir stammen nicht von Bonobos oder Orang-Utans ab.
Aber alle existierenden Menschenaffen wie auch der Mensch haben genetisch nachgewiesene Stammväter/Mütter.
DerOrang-Utan ist quasi evolutionstechnisch unser Onkel und wir alle haben einen gemeinsamen Ur-Opa.
Die oft rezitierten "Missing-links" bestehen ja zu Zeiträumen von vor ungefähr 2 Mio. Jahren.
Davor hat man Stammväter ausgebuddelt und festgestellt, dass die Trennung von vor ungefähr 3 Mio. Jahren statt fand.
Die Missing-links bestehen darin, als dass eben in einem Zeitraum vor 2-0,5 Mio. Jahren es ganz offensichtlich mehrere eindeutig humanoide Spezies gab und es nicht ganz klar ist, welche von diesen Vorahnen genau dann unser direkter Vorfahr war. Die Unterschiede untereinander waren dNA technsich sehr gering, optisch gab es aber extreme Abweichungen. Eventuell sind wir schlichtweg eine Mischung aus all diesen Vorspezies.