Ich kann nicht für andere Religionen sprechen, aber als gebildeter Muslim kann ich für den Islam sprechen, soweit mein Kenntnisstand natürlich reicht. Wir sind zbsp keine Kreationisten, und glauben daher auch nicht daran, dass die Welt nur 10.000 Jahre alt ist. Der Islam ermutigt sogar die Muslime die Natur zu beobachten, sodass im Mittelalter viele muslimische Gelehrte Wissenschaftler waren, von dessen Erkenntnisse unsere heutige moderne Welt bis heute profitiert (allein Algebra...).
Auf jeden Fall. als in Europa die dunkle Zeit herrschte und die Kirche alles erstickte, gab es im arabischen Raum viele Gelehrte. Schade, dass es heute nicht mehr der Fall ist und dass in einigen Ländern Frauen an ihrer entwicklung behindert oder ausgeschlossen werden.
Meine Religion steht somit kein bisschen im Widerspruch zur Wissenschaft.
Religion sollte auch nicht im Widerspruch stehen. Religion sollte das bieten, was Menschen außerhalb von Fakten und wissenschaftlicher Forschung suchen, wie eben Liebe, Geborgenheit, Mut, Kultur.
Ein Alleinstellungsmerkmal des Islams ist sogar, dass Naturphänomene im Qur'an explizit erwähnt werden, die damals die Menschen unmöglich wissen konnten, und heute erst einen Sinn ergeben.
Wieso aber steht nirgendwo die Zahl Pi?
Die Kreiszahl war den alten Griechen schon bekannt, aber niemand hat sie in einem der monotheistischen Religionen aufgeschrieben.
Aber was viel beeindruckender am obigen Vers ist, dass im Arabischen für das Anhängsel das Wort 'alaqah benutzt wird. 'Alaqah hat im arabischen zwei Bedeutungen; zum einen Anhängsel und zum anderen Blutegel.
Da das Leben auf der erde einen gemeinsamen Ursprung hat, durchläuft ein embryo auch die Stadien der Entwicklung. Das ist jetzt keine neue Erkenntnis und dazu braucht es auch keine Glaskugel.
Eine Religion steht in keinerlei Widerspruch zu der Wissenschaft. Ein gläubiger Wissenschaftler bleibt ein Wissenschaftler, hat aber mehr Freude bei der Arbeit, da er neben den Vorgängen in der Natur auch seinen Gott besser kennenlernt (Kreativität, Humor, Genialität)
Du weißt also, dass ein gläubiger Wissenschaftler mehr Freude bei seiner Arbeit hat?
Hast du sämtlich Wissenschaftler gefragt oder woher kommt diese Behauptung?
Wenn die Kreationisten wirklich glauben, dass die Schöpfung sich in ein paar tausend Jahren abgespielt hat, dann disqualifizieren sie sich schon selber damit. Es gibt Millionen fossiler Funde welche anhand von wissenschaftlicher Methoden auf deutlich älter datiert wurden. Das sind Fakten!
Die Kreationisten gehen ja von einem Schöpfer aus, also jemanden, der die Erde erschaffen hat. Demnach ist das Sonnensystem nicht aus einer Supernova entstanden, sondern jemand hat alles erschaffen (keine Ahnung, wie das abgelaufen sein soll) und natürlich ist die Erde unverändert. Evolution gibt es ja nicht.
Dass man die Plattentektonik messen kann und man das Alter der Erde bestimmen kann, wird als Hirngespinst und Lügen abgetan.
Ein starker Hinweis darauf ist ja auch, dass sämtliche Materie aus Atomen und Molekülen besteht.
Warum ist das ein Hinweis?
Materie besteht übrigens aus Elementarteilchen.
Das hat schon was von einer Unterschrift, da es eindeutig auf ein einheitliches System hinweist, was wiederum sehr verblüffend ist, da die Formen der Dinge so krass unterschiedlich ausfallen, aber im Grunde alle aus Atomen bestehen.
Das ist ja das größte Problem der Kosmologie. Die leuchtende Materie besteht aus Elementarteilchen, die sich zu einem Atom verbinden können.
Was ist aber mit der dunklen Materie? Wozu hat er die denn erschaffen? Wozu hat er die dunkle Energie erschaffen?
Ich sehe das etwas anders: Gott hat die Anfangsbedingungen erschaffen. Energie eingefügt und die Naturgesetze. Daraus hat sich alles weitere "selbstständig" entwickelt.
Dann musst du dich fragen, wer Gott erschaffen hat.
Warum die Naturgesetze so sind, wie sie sind, ist eine große Frage, auf die es noch keine Antwort gibt. Es kann durchaus sein, dass der Urknall Milliarden Mal stattgefunden hat, es aber nie zu einem Universum geführt hatte, weil die Anfangsbedingungen (also die vier Kräfte und alles weitere) nicht passten.
So funktionieren die Abstandsgesetze nur in einem dreidimensionalen Raum.