[Energie-Idee] Aquanox

oha - extreme quoting :ugly:
Dann kriegt mal jeder sein Fett weg ;)

Öhm, da muss ich doch gleich mal gegenhalten. :D

Der nordatlantische Gyre und damit der Golfstrom sind zu über 90% direkt windgetrieben. Damit da nenneswert was weniger wird, müsstest du die Kontinente verschieben oder die Sonne abschalten ;)
Nur die nördlichen Ausläufer des NA-Stroms Richtung Arktis, sprich das, was Nordeuropa heizt, sind durch Schmelzwasser ggf. bedroht.

Die Quote liegt bei ungefähr 25-40%, mehr nicht, der Golfstrom ist ja sowohl direkt unterhalb des Meerespiegels anzutreffen als auch am Meeresboden, der Golfstrom transportiert in einer Woche mehr Wasser als der Amazonas in einem Jahr.
Die Luft über dem Golftrom ist wärmer als abseits, das ist es wohl, was du meinst, begründet sich aber durch das Wasser und nicht durch die Luft. Ohne Golfstrom keine warme Luft, die nach Europa wandert, ergo wäre es ohne Golftrom so wie in Kanada.

Geothermie kann fast überall einsetzen (in Erdbebebengebieten und aktiven Vulkanen könnte die Haltbarkeit eingeschränkt sein), nur die Preise ändern sich.

Natürlich kann man sie letztendlich überall einsetzen, genauso wie Solarenergie, aber der Kosten/Nutzen Faktor ist dann sehr schlecht. Es lohnt sich noch nicht, so tief zu bohren.
Genauso kann man den Ölschlamm in Kanada abbauen und daraus Rohöl herstellen.
Die Technik dafür ist aber noch in den Kinderschuhen und das ganze wäre viel zu teuer, von dem ökologischen Schaden rede ich da noch nicht mal, aber den gibts auch beim Kohleabbau ganz deutlich.
Genauso muss man Kilometer tief graben um an Uran ranzukommen.
Trotzdem wird das immer noch gemacht.
In Deutschald für die Kohle sogar mit staatlicher Unterstützung, dass man dabei ganze Regionen unterhöhlt hat ist scheinbar nebensächlich.

Besonders schlimm fand ich gestern den Satz des FDP Vertreters in der Runde im ZDF. Der die Verlängerung der Atomenergie damit verteidigt hat, dass man dann nicht sofort ein Endlager für die Brennstäbe finden müsste, da man sie ja erst mal wieder aufarbeiten kann.
Doch was ist dann in zwanzig Jahren, wenn sie abgestellt werden?
Dann gibts deutlich mehr atomare Abfälle als jetzt.
Den Typen hätte ich am liebsten eine in die Schnauze gehauen. :motz:

Die Lagerkosten für Atommüll über mehrere Jahrhundertausende dürften in jedem Fall höher sein.
Viel höher.

Die Technologie entwickelt sich auch in diesem Bereich weiter, vielleicht können wir mittels Neutron-Proton Austausch bei Abgabe von Myonen die Isotpe verändern und daraus strahlungsfreie Elemente herstellen.
Theorien gibts dazu schon. ;)
Aber genauso sucht man ja auch nach einer Technologie, CO² zu binden und dann zu lagern.
Tja, wenn man die Technologie hätte, könnte man O von C trennen und dann hätte man das Problem gelöst. :schief:

Standorte sind definitiv kein Problem, eher die Nicht-Ausbaupolitik derjenigen Konzerne, die die Stromnetze geschenkt bekommen haben. (bzw. auch diejenigen Politiker, die das so unterstützen...)

Dass der Ausbau von vernünftigen Energien auch politisch und wirtschaftlich begrenz wird, ist ja nichts Neues.
Man bedenke nur die Abwrackprämie, da werden die fossilien Autos heimischer Produktion unterstützt anstatt das Geld in Sinnvolleres zu investieren.
Was nützt der Arbeitsplatz, der dadurch gehalten konnte, wenn der nächstes Jahr doch dran glauben muss.
Mit dem Verhalten macht sich die Politik unglaubwürdig. :daumen2:
Einer der Gründe, warum die Volksparteien für mich nicht mehr wählbar sind, da müssen dringend neue Ideen her, neue Köpfe, neue Profile.

dito. Politisch herrscht einiges an Aufholbedarf in Sachen Energiepolitik, auch (gerade?) in Deutschland.

Tja, die Gewinne der Konzerne wandern weder in die Erneuerung der Stromnetze noch in die Entwicklung alternativer Energiegewinnung. Offensichtlich denken die Konzerne, dass wenn der Laden zusamenbricht und die Versorgung nicht mehr sichergestellt ist, der Staat dann schon eingreifen wird.
Dass er das machen muss, liegt auch daran, dass die Versorgung der Bevölkerung gesetzlich festgelegt ist, das wissen die Konzerne und legen deshalb die Hände in den Schoß.
Die Banker haben ja vorgemacht, wie das geht.

Äh - eigentlich regeneriert sich Holz ganz gut. Das nennt man dann "Baum".

Äh, wie lange dauert es einen Baum zu fällen und einen neuen nachwachsen zu lassen? ;)
Wind ist immer da, Sonne auch, Wasser auch (Fluss oder Gezeiten), doch ein Baum ist nicht mehr da, wenn er gefällt ist, daher sehe ich einen Baum nicht als regenerative Energie in dem Sinne, als dass was ich davon verstehe und deshalb lehne ich den Werbespot von Tetrapak auch ab.

Quantentheorie greift aber erst bei subatomaren Effekten, womit wir dann wieder bei der Kernenergie wären ;)

Tja, dann sollten wir uns mal über ein Vakuumkraftwerk Gedanken machen, das den Tunneleffekt zur Energiegewinnung nutzt. :D



Wenn sogar Deutschland von den eigenen Dächern leben kann, dann kann Spanien das erst recht ;)
(und damit mein ich nicht nur das Wetter, sondern auch die Siedlungsdichte)[/QUOTE]

Und wie werden Solaranlagen hergestellt?
Die Energie dafür muss auch erst mal aufgebracht werden.


Vor allem überschwemmt man im Flachland gigantische Flächen, selbst wenn man sich mit wenigen Metern Stauhöhe zufrieden gibt. (Fallhöhe für wirklich effektive Turbinen: 50-100m :ugly:)
Und selbst wenn man den Energieverbrauch über jeglichen Naturschutz stellt (wobei man dann keine WKWs bauen würde):
Da leben auch Menschen.[/QUOTE]

Die Chinesen hatten keine Probleme damit, dass dort Menschen lebten, wo jetzt der Drei Schluchten Staudamm ist.
Da stellt sich dann die Frage, wie sinnvoll unsere Gesetzesgebung ist, wenn man für den Ausbau einer Startbahn am Flughafen 20 Jahre lang rumklagen muss, die Chinesen haben die Leute einfach umgesiedelt und schon war der Flughafen gebaut. :D
Aber bei uns klagt ja jeder gleich rum, wenn er einen Vogel sieht, der bedroht sein könnte.
Da werden Krötentunnel unter der Autobahn gebaut und die Kröten interessieren sich nicht dafür. :ugly:
 
Und ich geh wieder mal leer aus, toll.:ugly:

Das sollte dir zu denken geben :ugly:

Die Energiesparlampen sind sowieso nur eine Übergangslösung, bis die LED Technik soweit ist, dass man sie überall verwenden kann.
Es gibt sogar schöne LED Birnen.:schief:

Hmmm - abgesehen von der etwas aufwendigeren Endsorgung (aber die hat man bei LEDs auch, wenn man die große Menge wertvoller Rohstoffe darin recyclen will), sind Energiesparlampen&Leuchtstoffröhren doch sehr nah am Optimum, was die großflächige Beleuchtung angeht.

Für Deutschland wären eventuell noch Gezeitenkraftwerke interessant.

Eher nicht. Die Ostsee hat fast gar keine regelmäßige Tide und an der Nordsee sind die Gezeiten nur wegen der extrem flachen Topographie eindrucksvoll.
Der Höhenunterschied beträgt aber meist nur wenige Meter und ist es vermutlich nicht wert, dafür das weltgrößte Wattenmeer zu vernichten...

Öhm, da muss ich doch gleich mal gegenhalten. :D

Dafür müsstest du aber jedem eine Antwort verpassen :P

Die Quote liegt bei ungefähr 25-40%, mehr nicht, der Golfstrom ist ja sowohl direkt unterhalb des Meerespiegels anzutreffen als auch am Meeresboden, der Golfstrom transportiert in einer Woche mehr Wasser als der Amazonas in einem Jahr.

Genaugenommen transportiert er von Montag bis Freitag schon mehr, als alle Flüsse der Welt zusammen pro Jahr.
Aber die Tiefenwasserbildung im Nordatlantik beträgt gerade mal 10% davon - wie soll die deiner Meinung nach 60-75% der Strömung verursachen? Bzw. welche Quellen behaupten das?

Die Luft über dem Golftrom ist wärmer als abseits, das ist es wohl, was du meinst, begründet sich aber durch das Wasser und nicht durch die Luft. Ohne Golfstrom keine warme Luft, die nach Europa wandert, ergo wäre es ohne Golftrom so wie in Kanada.

Das mein ich schon, aber nur in dem Teil zum nördlichen Ausläufer des NA-Stroms, nicht in dem Teil zum Antrieb des ganzen Prozesses. Denn ein Großteil fließt über den Kanarenstrom weiter und der hat imho wenig mit Polareis bzw. thermohalinen Prozessen am Hut.

Besonders schlimm fand ich gestern den Satz des FDP Vertreters in der Runde im ZDF. Der die Verlängerung der Atomenergie damit verteidigt hat, dass man dann nicht sofort ein Endlager für die Brennstäbe finden müsste, da man sie ja erst mal wieder aufarbeiten kann.

Keine Ahnung von Atomkraft, aber darüber regieren wollen... :(

Die Technologie entwickelt sich auch in diesem Bereich weiter, vielleicht können wir mittels Neutron-Proton Austausch bei Abgabe von Myonen die Isotpe verändern und daraus strahlungsfreie Elemente herstellen.
Theorien gibts dazu schon. ;)

Theorien ja, aber ehe man sich drauf verlässt und Kosten/Nutzen-Rechnungen anstellt, möchte ich gerne etwas Praxis sehen.

(generelle Anmerkung: http://extreme.pcgameshardware.de/w...nschaft/29655-atomenergie-energiepolitik.html )

Aber genauso sucht man ja auch nach einer Technologie, CO² zu binden und dann zu lagern.

Von "binden" habe ich noch nichts gehört, nur von der Schaffung weiterer Zeitbomben.

Tja, wenn man die Technologie hätte, könnte man O von C trennen und dann hätte man das Problem gelöst. :schief:

Die Technologie haben wir. Aber die bösen, bösen Thermodynamiker behaupten, dass wir dafür mindestens die Energie brauchen, die wir bei der Verbrennung gewonnen haben.
Und die haben Recht.

Man bedenke nur die Abwrackprämie, da werden die fossilien Autos heimischer Produktion unterstützt anstatt das Geld in Sinnvolleres zu investieren.
wärs nur heimische Produktion und eine echte Unterstützung gewesen...
Offensichtlich denken die Konzerne, dass wenn der Laden zusamenbricht und die Versorgung nicht mehr sichergestellt ist, der Staat dann schon eingreifen wird.
Dass er das machen muss, liegt auch daran, dass die Versorgung der Bevölkerung gesetzlich festgelegt ist, das wissen die Konzerne und legen deshalb die Hände in den Schoß.
Die Banker haben ja vorgemacht, wie das geht.

Da muss man sich gar nicht auf Gesetze verlassen. Wer schön den Profit optimiert und Geld in eigene Taschen schaufeln kann, dem geht es in Zukunft so oder so nicht schlecht. Wer Geld dafür ausgibt, dass es anderen besser geht, ist in diesem System halt der Dumme.

Äh, wie lange dauert es einen Baum zu fällen und einen neuen nachwachsen zu lassen? ;)
Wind ist immer da, Sonne auch, Wasser auch (Fluss oder Gezeiten), doch ein Baum ist nicht mehr da, wenn er gefällt ist, daher sehe ich einen Baum nicht als regenerative Energie in dem Sinne, als dass was ich davon verstehe und deshalb lehne ich den Werbespot von Tetrapak auch ab.

Den kann man aufgrund der angepeilten Konkurrenz (die i.d.R. keine schlechtere Ökobilanz hat) und der in Tetrapaks eben doch enthaltenen nicht regenerativen-Rohstoffe ablehnen. Aber Bäume wachsen tatsächlich recht zügig und gerade in Deutschland besteht da noch einiges an Potential. Weiterhin vergammeln große Mengen geschlagenes Holz in den Wäldern, weil der Markt fehlt. (und der Wille, den Wald der Natur zu überlassen)

Und wie werden Solaranlagen hergestellt?
Die Energie dafür muss auch erst mal aufgebracht werden.

Mitlerweile ist sie (deutlich) geringer, als die später gewonnene Energie.
Erst recht bei solar-thermischen Kraftwerken, die in Spanien wohl kein Problem sein sollten.

Die Chinesen hatten keine Probleme damit, dass dort Menschen lebten, wo jetzt der Drei Schluchten Staudamm ist.

Der steht aber nicht im Flachland.

Da stellt sich dann die Frage, wie sinnvoll unsere Gesetzesgebung ist, wenn man für den Ausbau einer Startbahn am Flughafen 20 Jahre lang rumklagen muss, die Chinesen haben die Leute einfach umgesiedelt und schon war der Flughafen gebaut. :D

Und beide blockieren dann eine faire Besteuerung von Kerosin, um die Arbeitsplätze zu retten...

Aber bei uns klagt ja jeder gleich rum, wenn er einen Vogel sieht, der bedroht sein könnte.
Da werden Krötentunnel unter der Autobahn gebaut und die Kröten interessieren sich nicht dafür. :ugly:

Das ist halt das Ergebniss, wenn Naturschützer Probleme aufzeigen, aber Bürokraten in Zusammenarbeit mit der Wirtschaft die ""Lösung"" ausarbeiten...
 
Zuletzt bearbeitet:
Verdammter Mist!

Jetzt habe ich zwei Anläufe genommen, verdammt lange und detaillierte Antworten zu schreiben, und jedesmal ist mein Text verloren gegangen, weil ich aus Versehen auf die Rücktaste im Browser gekommen bin oder mir PCGH beim Posten gesagt hat, meine Sitzungsdauer wäre überschritten und ich wäre nicht mehr eingeloggt.

Deshalb jetzt die Kurzform:

Exa schreibt Schwachsinn.
Ruyven_Macaran schreibt teilweise Schwachsinn. Naja, keinen Schwachsinn, aber er läßt ein bis zwei sehr wichtige Punkte in Beziehung auf Finanzierbarkeit und Rentabilität von privaten Solaranlagen völlig außer acht.

Und ich bin STINKSAUER!

Edit: Vielleicht nehme ich heute Abend nochmal einen Anlauf...
 
Jetzt habe ich zwei Anläufe genommen, verdammt lange und detaillierte Antworten zu schreiben, und jedesmal ist mein Text verloren gegangen, weil ich aus Versehen auf die Rücktaste im Browser gekommen bin oder mir PCGH beim Posten gesagt hat, meine Sitzungsdauer wäre überschritten und ich wäre nicht mehr eingeloggt.
Nimm halt Firefox, der speichert was im Textfeld steht, auch wenn man ne Seite zurück surft.
 
Du hast ja recht. Aber ich bin bei der Arbeit. Wir haben zwar *auch* Firefox, aber hier benutze ich halt immer den IE. Firefox ist hier auch irgendwie so konfiguriert, daß der gar nichts speichert. :-(
 
Ich warte dann mal auf "später", möchte aber gleich vorn weg anmerken, dass ich einen auf sogenannte "Rentabilität" pfeife, wenn es um unsere zukünftige Lebensgrundlage geht.
Sollte die Argumentation also irgendwie in die Richtung gehen, dass fossile oder nukleare Energie im Moment einfach nur billiger ist, wird direkt der Vorwurf folgen, dass diese Rechnung nur einen Bruchteil der Kosten berücksichtigt.

Auf Argumente, die mir "Schwachsinn" belegen und die obiges berücksichtigen, bin ich gespannt :)

P.S.:
Auch bei Opera verschwinden Texte nicht einfach - notfalls kann man bei langen Posts aber auch einfach mal copy/paste bemühen.
 
Keine Sorge. Es geht nur um mangelnde Anreize und die Irrationalitäten scheinbar rationaler politischer Teilkonzepte in Bezug auf private Solaranlagen.

Das mit Copy & Paste hätte ich mal tun sollen. Ich hatte noch darüber nachgedacht, aber dann... :rollen:
 
Zuletzt bearbeitet:
Keine Sorge. Es geht nur um mangelnde Anreize und die Irrationalitäten scheinbar rationaler politischer Teilkonzepte in Bezug auf private Solaranlagen.

Das mit Copy & Paste hätte ich mal tun sollen. Ich hatte noch darüber nachgedacht, aber dann... :rollen:

@ Icejester....


Wolltest du nicht noch was ausführliches schreiben


Back @ topic

Außer der Solar und Windkraft wird also nicht mehr viel bleiben...

Problem bei Wind: weht nicht immer.... :wall:
Problem bei Sonne: scheint nicht immer.... :wall:

---> Teufelskreis<---

Also muss man eine Alternative finden. Atomstrom ist schon nicht schlecht, nur ein großes Risiko... siehe Tschernobyl... :what:
 
Abgesehen von Geothermie ist die Sonne halt unsere einzige regenerative Energiequelle - entweder nutzen wir sie direkt, oder die von ihre Verursachten Bewegungen (weniger Effizienz, aber derzeit billiger) oder ganz indirekt (und ineffizient) über Pflanzen.
Die ungleichmäßige Verteilung können wir mit unseren heutigen Leitungsverfahren und Speicher-WKWs sowie anderen, bereits installierten Systemen, ganz gut abfangen. (nicht vergessen: Aktuell haben wir ein Spitzenlastproblem, weil AKWs und Kohlekraftwerke nicht in der Lage sind, auf hohen Bedarf zeitnah zu reagieren)
Weitere Speicherverfahren sind in Entwicklung (und dürften -bei der derzeitigen Entwicklung...- einsatzbereit sein, bevor es zu Grundlastproblemen kommt) und Biomasse und Geothermie sind ja auch noch da, um weiter zu puffern. Im Worst Case könnte man sich bei einer komplett erneuerbaren Energieversorung (inkl. Verkehr und Industrie) auch ein Backup auf Erdgas Basis erlauben.
Und nicht vergessen: Leichte Überkapazitäten in erneuerbarer Energie bedeuten nur ein bißchen Wartungskosten und stehen in der gerade optimalen Region auf Knopfdruck bereit. Kein Vergleich zu AKWs/KKWs, bei denen man entweder ne Woche vorher bescheid sagen muss, damit sie hochgefahren werden oder die man dauerhaft im ineffizienten Teillastbetrieb laufen lassen muss, damit man mal mehr Energie abgreifen kann.
Ein Windrad dagegen kann man in ein paar Minuten anschmeißen, wenn der Wind woanders mal außergewöhnlich stark schwächelt.
 
Abgesehen von Geothermie ist die Sonne halt unsere einzige regenerative Energiequelle - entweder nutzen wir sie direkt, oder die von ihre Verursachten Bewegungen (weniger Effizienz, aber derzeit billiger) oder ganz indirekt (und ineffizient) über Pflanzen.
Die ungleichmäßige Verteilung können wir mit unseren heutigen Leitungsverfahren und Speicher-WKWs sowie anderen, bereits installierten Systemen, ganz gut abfangen. (nicht vergessen: Aktuell haben wir ein Spitzenlastproblem, weil AKWs und Kohlekraftwerke nicht in der Lage sind, auf hohen Bedarf zeitnah zu reagieren)
Weitere Speicherverfahren sind in Entwicklung (und dürften -bei der derzeitigen Entwicklung...- einsatzbereit sein, bevor es zu Grundlastproblemen kommt) und Biomasse und Geothermie sind ja auch noch da, um weiter zu puffern. Im Worst Case könnte man sich bei einer komplett erneuerbaren Energieversorung (inkl. Verkehr und Industrie) auch ein Backup auf Erdgas Basis erlauben.
Und nicht vergessen: Leichte Überkapazitäten in erneuerbarer Energie bedeuten nur ein bißchen Wartungskosten und stehen in der gerade optimalen Region auf Knopfdruck bereit. Kein Vergleich zu AKWs/KKWs, bei denen man entweder ne Woche vorher bescheid sagen muss, damit sie hochgefahren werden oder die man dauerhaft im ineffizienten Teillastbetrieb laufen lassen muss, damit man mal mehr Energie abgreifen kann.
Ein Windrad dagegen kann man in ein paar Minuten anschmeißen, wenn der Wind woanders mal außergewöhnlich stark schwächelt.



Und wie siehts mit Sateliten aus, die die Energie aufnehmen und per Laser an eine Bodenstation weitergeben???

Hört sich verrückt an oder? :ugly:
 
Nicht außergewöhnlich verrückt. Die Idee ist älter, als die Raumfahrt - die Idee, was bei Fehlern passiert aber auch (siehe SimCity2000 ;) )
Die Nachteile haben sich seitdem nicht geändert:
- Extrem teuer im Bau
- Extrem gefährlich, wenn der übertragende Stahl falsch auftrifft
- Extrem ineffizient, was die Übertragung angeht
- Ansonsten nichts weiter, als ein normales Solarkraftwerk.
Der einzige Vorteil ist eine gewisse Platzersparniss auf der Erde und der Wegfall von Wolken.
Letzteres wird aber durch (Mikro)Meteoriten ganz schnell wieder kompensiert und zur Zeit scheitert der Ausbau von Sonnenkraftwerken nicht am Platz, sondern am Geld.
 
In den 60ern hatten das alle vor, aktuell wäre mir nichts mehr bekannt. Solange es keinen großen Maßstab annimmt (und ich sehe dafür keinen Anlass), dürfte die Verlegung eines Stromkabels um längen billiger sein, als der UW-Aufbau eine geothermischen Kraftwerkes.
 
wiso ist das eine Einschränkung??? weils nicht schön aussieht???

im Bad kannm an dann Halogenlampen einsetzen, oder auch die neuen LED-Lampen

Ja, weil es nicht schön aussieht und die Dinger vor allem nicht in alle Lampen passen. Wir haben genug daheim, die wir mit sowas unmöglich betreiben können. Oder hast Du schonmal Energiesparlampen mit Bajonettfassung gesehen?

Im Badezimmer habe ich übrigens zwei Halogenstrahler à 50 Watt. Wo die jetzt weniger verbrauchen sollen als eine normale 100-Watt-Birne, ist mir allerdings schleierhaft.

Und Energiesparlampen gehen im Badezimmer ja mal gar nicht, weil sie die Farbdarstellung verfälschen. Stell Dir mal vor, eine Frau schminkt sich da, geht ans Tageslicht und siehe da: Völlig grauenvolle Ergebnisse, weil man im sparsamen Energiesparlicht eben nicht einschätzen konnte, wie das wohl bei Tag aussehen würde.

hast du Läden am Haus (so richtig schön alte Holzläden)? Die zuzumachen wenns Dunkel wird bringt auch schon einiges...
Nein, habe ich nicht. Wenn ich welche hätte, würde ich die sicher auch schließen. Aber wieso sollte ein Vermieter sowas nachträglich anbauen? Er hat die Kosten, aber von der Ersparnis hat er nichts. Die Miete kann er bei so einer Maßnahme bei bestehenden Mietverträgen auch nicht einfach erhöhen. Hausbesitzer, die Wohnungen vermieten, haben nicht die geringsten Anreize, in solche Modernisierungen zu investieren.

Geothermie kann fast überall einsetzen (in Erdbebebengebieten und aktiven Vulkanen könnte die Haltbarkeit eingeschränkt sein), nur die Preise ändern sich.

Ob das wirklich so ist, ist nach den jüngsten Ereignissen ja nicht so sicher. Jedenfalls sollte man sowas vorher wohl in dicht bewohnten Gegenden erstmal nicht in großem Maßstab probieren.

Wenn sogar Deutschland von den eigenen Dächern leben kann, dann kann Spanien das erst recht ;)
(und damit mein ich nicht nur das Wetter, sondern auch die Siedlungsdichte)
Das mag sein. Aber wer soll die Installation von Solaranlagen auf privaten Dächern zahlen? Das ist höllisch teuer. Und der normale Hausbesitzer hat zwar ein Haus, das durchaus einige Hunderttausend wert sein mag, aber sein Barvermögen ist in der Regel eher klein.

Als Beispiel: Die Eltern meiner Freundin haben vor einem knappen Jahr ihr Haus generalüberholt und das Dach neu decken und die Fassade komplett sinnvoll isolieren lassen. Das hat in etwa soviel gekostet, wie der Kaufpreis des ganzen Hauses vor ca. 25 Jahren. Nämlich sage und schreibe 300.000 Euro. Da schluckt man schonmal. Wenn die jetzt noch Sonnenkollektoren auf das Dach hätten bauen lassen, wären sie nochmal mit 50.000 bis 100.000 mehr dabei gewesen. Welcher normale Mensch kann sich das leisten?!

Außerdem heben solche Maßnahmen den Wert einer Immobilie. Daran kann aber der Besitzer möglicherweise kein Interesse haben. Wenn nicht gesichert ist, wie in den nächsten Jahren der Verkehrswert von Immobilien berechnet wird und wie sich die Erbschaftssteuer entwickelt, kann es sein, daß das Erbe zur Schuldenfalle wird bzw. ein Haus nicht an die Nachkommen weitergegeben werden kann, weil diese die nötigen Steuern nicht berappen können. Das ist im Falle von direkten Nachkommen noch einigermaßen unproblematisch, aber umso entfernter das Verwandtschaftsverhältnis, desto eher wird da massiv besteuert (um nicht zu sagen: geklaut). Da bleibt dann nur der Verkauf. Damit hätte man sich einen kolossalen Bärendienst erwiesen. Also wird die Generation, die ungefähr jetzt in den Ruhestand geht und sich ihren Grund und Boden erarbeitet hat, aber über kein gigantisches Barvermögen verfügt, hüten, den Wert der Immobilie maßgeblich zu steigern, wenn sie nur als eigene Wohnung dient und keine Einnahmen aus Vermietung generiert. Langfristige Planung und Investitionen, die über Werterhalt hinausgehen, verbieten sich momentan aus solchen Gründen leider von selbst.


Vor allem überschwemmt man im Flachland gigantische Flächen, selbst wenn man sich mit wenigen Metern Stauhöhe zufrieden gibt. (Fallhöhe für wirklich effektive Turbinen: 50-100m :ugly:)
Und selbst wenn man den Energieverbrauch über jeglichen Naturschutz stellt (wobei man dann keine WKWs bauen würde):
Da leben auch Menschen.
Ich bin ja auch nicht der Meinung, daß wir das tun sollten. Ich hatte nur gesagt, daß meines Wissens Deutschland in punkto Wasserkraft ziemlich ausgeschöpft ist. Da geht eben nichts mehr. Damit müssen wir leben.


*gequält zustimm*
Wobei es Produktionstechnisch ja eigentlich kein Problem sein sollte, das Rohr mal um die Elektronik zu wickeln oder zumindest den Sockel ebenfalls mit abzudecken. Aber vielleicht bessert sich das im Zuge des Verbotes endlich.
Wobei das Problem weniger die Optik als die Temperatur ist. Fass mal den Sockel von einer Energiesparlampe an, wenn sie einige Stunden gebrannt hat. Das ist alles andere als kühl. Wenn man das Rohr um den Sockel wickelt, wird das ganze Ding sicher noch heißer. Schon heute hat man das Problem, daß Energiesparlampen in engen Gehäusen nicht ansatzweise ihre versprochene Lebensdauer erreichen, weil es die Elektronik brät. Das führt zu dem schönen Paradox, daß wir energieineffiziente Lampen gegen zehnmal so teure Lampen tauschen sollen, die an manchen Stellen so lange wie die alten, billigen halten, aber in der Herstellung schon deutlich mehr Energie verbraucht haben, die sie nie wieder wett machen können, weil sie an manchen Orten eben nicht die angepeilte Lebensdauer erreichen können. Lustig, oder? Der Gelackmeierte ist, wie so oft bei solchen Projekten, der Verbraucher.


Eingeschränkt. Moderne Energiesparlampen sind nicht mehr ganz so schlimm, was den Einschaltstrom angeht - das lohnt sich schon für 15min. Ich hab die Deckenbeleuchtung mit Energiesparlampe und den Spiegel mit Glühbirnen bestückt (was anderes kommt -Sockel again- eh kaum in Frage), so kann man flexibel wählen.
Interessant ist ja nicht der Einschaltstrom. Interessant ist, wie schnell die Dinger hell werden und wieviele Schaltungen sie vertragen. Was nützt es, wenn sich das Einschalten für 15min lohnt, die fragliche Lampe aber nie länger als für 2 Minuten am Stück (z.B. im Treppenhaus, in der Abstellkammer) betrieben wird?

Die Folge ist doch, daß die Leute - wie es jetzt auch meine Mutter tut - die Lampen einfach nicht mehr ausschalten oder dauernd neue kaufen müssen.

Früher wurde bei uns in der Küche das Licht ausgemacht, wenn keiner drin war. Heute brennt die 20-Watt-Energiesparlampe dort den ganzen Abend von 18 Uhr bis tief in die Nacht, wo sonst die 100-Watt-Glühbirne vielleicht eine Stunde insgesamt an war. Wo ist da die Ersparnis? Eben. Nirgends. Aber wer in ein Zimmer kommt und was tun will, will sofort sehen, was er tut, und nicht 10 Minuten warten, bis die Lampe mal geruht, ihre volle Helligkeit zu erreichen.


Insgesamt betrachtet sind solche Häuser aber in der absoluten Minderheit (und wenn sie es nicht wären, wären sie ja auch nicht so kostbar und Erhaltungswürdig ;) )

Im Falle von Fenstern gilt das Argument aber sowieso nicht:
Da der Denkmalschutz in der Regel nur die Optik betrifft und moderne 3-Glas-Wärmeverglasung mit weiß gestrichenem Mehrkammerrahmen genauso aussieht, wie 100 Jahre alte Schaben mit weiß gestrichenem Rahmen (nämlich Glas mit Rahmen ;) ), kann man die auch in alte Häuser einbauen.
Nur die Isolierung der Wände ist bei (teilweise) unverputzen Gebäuden ein Problem. (wenn man sich aber anguckt, in welchem Zustand Ziegelmauern nach 100 Jahren zum Teil sind, lohnt sich die Bewahrung der Fassade auch nicht in jedem Fall. Bei uns dürfte wohl eher der Vermieter das Hinderniss sein...)
Wie ich oben schon schrieb: Es gibt für Vermieter nicht die geringsten Anreize, Geld in derartige Modernisierungen zu investieren, weil sie die Kosten nicht ohne weiteres wieder reinholen können. Der Hausbesitzer wäre schön blöd, für einige tausend Euro Fenster austauschen zu lassen, wenn er die Mieten nicht im gleichen Zug erhöhen kann. Aber das geht eben bei bestehenden Mietverträgen (zum Glück) nicht. Es trifft also zu, daß der Vermieter, wie Du schriebst, das Hindernis ist. Aber wer kann es ihm verdenken? Kein klar denkender Mensch würde es an seiner Stelle anders machen.

@ Icejester....


Wolltest du nicht noch was ausführliches schreiben

Habe ich ja jetzt. Auch wenn's lange gedauert hat. Das gebe ich zu. Aber ich hatte die letzten Tage/Wochen wirklich viel zu tun und keine Zeit, hier großartige Aufsätze abzusondern. Tut mir leid. Mir ist klar, daß es kein feiner Zug ist, was anzukündigen und dann ewig darauf warten zu lassen. Ich hoffe, Ihr nehmt es mir nicht allzu übel.
 
Im Badezimmer habe ich übrigens zwei Halogenstrahler à 50 Watt. Wo die jetzt weniger verbrauchen sollen als eine normale 100-Watt-Birne, ist mir allerdings schleierhaft.

Ich vermute mal, er meinte Leuchtstoffröhren. Halogen ist jedenfalls nur minimal effizienter (d.h. etwas heller als 100W Glühbirne in deinem Fall)

Und Energiesparlampen gehen im Badezimmer ja mal gar nicht, weil sie die Farbdarstellung verfälschen. Stell Dir mal vor, eine Frau schminkt sich da, geht ans Tageslicht und siehe da: Völlig grauenvolle Ergebnisse, weil man im sparsamen Energiesparlicht eben nicht einschätzen konnte, wie das wohl bei Tag aussehen würde.

Privat bevorzuge ich es ja eher, meine Freundin zu sehen, als eine breite Palette der neuesten Kosmetikprodukte, aber jedem das seine.
In jedem Fall dürfte für diese Zwecke eine zusätzliche Beleuchtung unmittelbar am Spiegel nötig oder zumindest sehr, sehr vorteilhaft sein (um Schattenwurf zu vermeiden), d.h. die Lichttemperatur der Deckenbeleuchtung spielt keine Rolle. (Glühbirnen mit ihrem überhöhte Gelbanteil sind da übrigens auch nicht besser geeignet, als moderne Energiesparlampen in "warm weiß")

Nein, habe ich nicht. Wenn ich welche hätte, würde ich die sicher auch schließen. Aber wieso sollte ein Vermieter sowas nachträglich anbauen? Er hat die Kosten, aber von der Ersparnis hat er nichts. Die Miete kann er bei so einer Maßnahme bei bestehenden Mietverträgen auch nicht einfach erhöhen. Hausbesitzer, die Wohnungen vermieten, haben nicht die geringsten Anreize, in solche Modernisierungen zu investieren.

Der Politik sei gedankt...

Ob das wirklich so ist, ist nach den jüngsten Ereignissen ja nicht so sicher. Jedenfalls sollte man sowas vorher wohl in dicht bewohnten Gegenden erstmal nicht in großem Maßstab probieren.

Zugegeben: Stellenweise sollte man beim Anlegen von Bohrungen mehr über Abdichtung und weniger über kurzfristige Kostenminimierung nachdenken.
Letztere ist ja auch die Wurzel des gesamten Problems, aber leider fehlt dieses Problembewußtsein weiterhin vollständig, so dass es auch beim rumdoktorn an den Symptomen weiterhin für Fehler sorgt.

Das mag sein. Aber wer soll die Installation von Solaranlagen auf privaten Dächern zahlen? Das ist höllisch teuer. Und der normale Hausbesitzer hat zwar ein Haus, das durchaus einige Hunderttausend wert sein mag, aber sein Barvermögen ist in der Regel eher klein.

Again: Über sowas mach ich mir Gedanken, wenn ich zur Wahl gehe (~33% der Wahlberechtigten leider nicht :( ).
Natürlich ist es für den Hausbesitzer kurzfristig nicht rentabel. Aber es ist für die Gesellschaft langfristig mit massiven Einsparungen verbunden. (Jahrtausende Lagerkosten für Atommüll, geopolitische Kriegsführung zur Sicherung von Ölvorkommen, Multi-Milliardenschäden durch Zerstörung der Ökosphäre, gigantische Subventionen für nur kurzfristig einsetzbare Techniken, enorme Kosten beim in wenigen Jahrzehnten zwangsweise und kurzfristig nötigen Umschwung,...)
Wenn die Vernunft der Bevölkerung nicht ausreicht, um langfristige Aspekte ins alltägliche Handeln einfließen zu lassen, ist es Aufgabe der Politik, sie in kurzfristige Anstöße umzuformulieren.
(naiver) Vorschlag: Volle Steuern inkl. CO2-Abgabe auf sämtliche Fossilenbrennstoffe von der Braunkohle bis zum Heizöl, Vorrauszahlung der Folgekosten für Atomkraft. (wohlgemerkt: Das ist nur eine Gleichstellung. Es ist noch keine Berechnung der vollen Kosten, die langfristig von der Gesellschaft getragen werden müssen und es ist erst recht kein Strafzuschlag, um den Umschung zu beschleunigen. Es ist nur Fairness). Die zusätzliche Einnahmen zu 100% in Zuschüsse für Solarthermie, Photovoltaik, Windenergie,... (um den kleinen Mann nicht überzubelasten könnte man einen Teil auch direkter zurückführen und z.B. die Mehrwertssteuer auf ökologisch erzeugte Produkte abschaffen)
Was glaubst du, wie du schnell du ne Solaranalge auf dem Dach und Läden vor den Fenstern hättest, wenn Strom&Heizen auf einmal das kosten, was sie wert sind?

Die Frage, die sich imho stellt, ist nunmal nicht "wer kann sich das leisten?",
sondern "können wir uns die Alternative leisten?" - und die Antwort ist "Nein".
Ein Lebensstil, der mit dem auskommt, was die Umwelt geben kann, ist die einzige Alternative und sollte priorität vor so ziemlich allem haben - angefangen beim Computerspiel über die Fernreise bis hin zum Auto. Und damit meine ich nur den Zweit- und Drittwagen.
(bitte keine Antworten, die darauf hinauslaufen, dass in unserer Sozioökonomischen Gesellschaft nicht geht. Ich hab genug Alltag, um zu bemerken, dass die größte Veränderung seit dem Beginn der Industrialisierung gefordert ist und dass sie diesmal gegen die primitivsten Bedürfnisse der Menschen geht. Ich weiße nur darauf hin, dass dieser Planet einen Dreck auf solche Entschuldigungen gibt. Das Öl wird trotzdem alle sein, die Felder verdorren und die Küsten überschwemmt werden. Da ist es vollkommen egal, wie uns jetzt die Umstellung erscheinen mag. Die Natur kann ohne menschliche Zivilisation leben. Umgekehrt nicht.)


Ich bin ja auch nicht der Meinung, daß wir das tun sollten. Ich hatte nur gesagt, daß meines Wissens Deutschland in punkto Wasserkraft ziemlich ausgeschöpft ist. Da geht eben nichts mehr. Damit müssen wir leben.

Womit wir übrigens nicht leben müssten, sind Einschränkungen im Potential der Windkraft. Wie ich kürzlich gelesen habe, dürfen selbige oft nur in sogenannten Vorrangflächen gebaut werden.
In Hessen z.B. 0,5% der Landesfläche :daumen2:

Wobei das Problem weniger die Optik als die Temperatur ist. Fass mal den Sockel von einer Energiesparlampe an, wenn sie einige Stunden gebrannt hat. Das ist alles andere als kühl. Wenn man das Rohr um den Sockel wickelt, wird das ganze Ding sicher noch heißer. Schon heute hat man das Problem, daß Energiesparlampen in engen Gehäusen nicht ansatzweise ihre versprochene Lebensdauer erreichen, weil es die Elektronik brät. Das führt zu dem schönen Paradox, daß wir energieineffiziente Lampen gegen zehnmal so teure Lampen tauschen sollen, die an manchen Stellen so lange wie die alten, billigen halten, aber in der Herstellung schon deutlich mehr Energie verbraucht haben, die sie nie wieder wett machen können, weil sie an manchen Orten eben nicht die angepeilte Lebensdauer erreichen können. Lustig, oder? Der Gelackmeierte ist, wie so oft bei solchen Projekten, der Verbraucher.

Es existieren Halbleiter, die problemlos bei 200-300°C arbeiten.
Zugegeben: Im Kapitalismus wird für die noch mehr brechnet, aber eine Lösung ist möglich.
Prinzipiell glaube ich aber, dass eine Energiesparlampe mit um-die-Elektronik-gewickeltem-Rohr in offener Montage immer noch bessere Kühlmöglichkeiten hat, als eine herkömmliche in einer spritwassergeschützten Kugel im Bad ;)
(und für weitere Verbesserungen soll man hier im Forum fragen. Wir kennen uns aus mit der Kühlung von Elektronik :devil: )

Interessant ist ja nicht der Einschaltstrom. Interessant ist, wie schnell die Dinger hell werden und wieviele Schaltungen sie vertragen. Was nützt es, wenn sich das Einschalten für 15min lohnt, die fragliche Lampe aber nie länger als für 2 Minuten am Stück (z.B. im Treppenhaus, in der Abstellkammer) betrieben wird?

Es gibt mitlerweile Lampen, die eine zusätzliche Heizschaltung haben, mit der sie innerhalb von 1-2 Minuten 80% ihrer Leistung erreichen.
In dem Zeitraum sparen sie dann zwar keinen Strom, verbrauchen aber afaik auch nicht wirklich mehr - für z.B. Badezimmer, die mal lang und mal kurz beleichtet werden, also eine Lösung.
Im Treppenhaus braucht man keine hohen Intensitäten oder angenehmes Licht, da kommt man auch mit heutiger LED-Technik aus.
Abstellkammern könnten ein Problem sein, weil man da selten und kurz, aber sofort helles Licht braucht.
Aber meinetwegen kann man dafür weiterhin Glühbirnen (60W klar gibts ja auch noch ne weile) nehmen - so selten, wie da beleuchtet wird...

Die Folge ist doch, daß die Leute - wie es jetzt auch meine Mutter tut - die Lampen einfach nicht mehr ausschalten oder dauernd neue kaufen müssen.

Von erhöhtem Verschleiß habe ich bei mir noch nichts mitbekommen. (wenn ich dagegen an die Zahl der durchgebrannten Glühbirnen denke... :( )
Das einige Leute nicht kapieren, dass "Licht aus" besser ist, als Energiespaßlampe, musste ich im Bekanntenkreis aber auch feststellen :klatsch:

Früher wurde bei uns in der Küche das Licht ausgemacht, wenn keiner drin war. Heute brennt die 20-Watt-Energiesparlampe dort den ganzen Abend von 18 Uhr bis tief in die Nacht, wo sonst die 100-Watt-Glühbirne vielleicht eine Stunde insgesamt an war. Wo ist da die Ersparnis? Eben. Nirgends. Aber wer in ein Zimmer kommt und was tun will, will sofort sehen, was er tut, und nicht 10 Minuten warten, bis die Lampe mal geruht, ihre volle Helligkeit zu erreichen.

Bei uns in der Küche geht das Licht zwischen Ende des Abendessens (z.T. auch nur der Zubereitung) bis zum Morgen i.d.R. gar nicht an.
Wozu auch?
Wenn ich nachts noch mal was in der Küche will, ist es zu 99,99% im Kühlschrank. Und der hat seine eigene Beleuchtung.


Es trifft also zu, daß der Vermieter, wie Du schriebst, das Hindernis ist. Aber wer kann es ihm verdenken? Kein klar denkender Mensch würde es an seiner Stelle anders machen.

Siehe oben: Ich nehme es Vermietern genausowenig übel, dass sie Energieverschwendung fortführen, wie ich es Zentralafrikanern nicht übel nehme, dass sie versuchen, was vom Kuchen "Europa" abzuhaben.
Aber ich nehme es unseren Politikern übel, wie sie mit beiden umgehen und ich erlaube mir, meine Meinung dazu öffentlich kundzugeben ;)


Habe ich ja jetzt. Auch wenn's lange gedauert hat. Das gebe ich zu. Aber ich hatte die letzten Tage/Wochen wirklich viel zu tun und keine Zeit, hier großartige Aufsätze abzusondern. Tut mir leid. Mir ist klar, daß es kein feiner Zug ist, was anzukündigen und dann ewig darauf warten zu lassen. Ich hoffe, Ihr nehmt es mir nicht allzu übel.

Kein Problem. Ich steck im Diplomstreß und bin froh, wenn hier nicht zuviel interessantes steht ;)
 
Ich habe mir Ende 2000 eine Doppelhaushälfte Bj.62 gekauft.
Wie von der Mietwohnung gewohnt und ohne geschärfte Sinne für Energieverbrauch
haben wir ein Jahr fröhlich vor uns hin geheizt.
Mangels Wärmedämmung endete das nach einem Jahr mit einem Verbrauch von 4000m³ Erdgas -> 40000KW/h.
Warmwasserbereinigt ergab sich daraus ein m² Verbrauch von ca. 336 KW/h.

Das hat dann die Sinne geschärft.

Da die Kasse aber ob des neu gekauften Hauses leer war musste für die nächsten zwei Jahre erstmal die konventionelle Art des Energiesparen herhalten.
Sprich Raumtemperatur absenken,öfter mal eine Decke rausholen,selten genutzte Räume wie zB. das Schlafzimmer erst kurz vor Benutzung anheizen.
Dazu muß ich sagen das bei ausgeschalteter Heizung bei Außentemperaturen um den Gefrierpunkt Raumtemperaturen so um die 10°C herrschten,das war dann doch etwas heftig.

Damit haben wir den Gesamtverbrauch dann auf ca.34000KW/h gedrückt.
Warmwasserbereinigt waren das dann 281 KW/m²

Ende 2003 wurde dann die alte Heizunganlage gegen einen Niedertemperaurkessel ausgetauscht.
Von einem Brennwertkessel wurde uns abgeraten weil wir eine Vorlauftemperatu von min. 65°C fahren mussten.
Und da verliert die Brennwerttechnik anscheinend ihre Effizienz.
In der Folge hat sich der Verbrauch bei ca.27000-28000 KW/h eingependelt - 218KW m².

Ein wirkliches wohlgefühl wollte sich trotzdem nicht einstellen.
Zwar haben wir das Haus warm bekommen,die Wände waren im Winter aber so Kalt das trotz aureichender Lüftung das Wasser von den Wänden lief.
Und wenn so große Flächen Kälte abstrahlen wird es selbst bei 21°C Raumtemperatur nicht angenehm.

Nach langem überlegen und einigen Schlaflosen Nächten haben wir dann 2006 den Entschluss gefasst das ganze Haus energetisch zu sanieren.
Das hieß Keller frei legen und die Erdberührten Wände mit 80mm,,Fassade mit 120mm, das Dach mit 200mm dämmen und rundum neue Fenster verbauen.
Als Auftragsarbeit hätte das ganze ca. 50000€ verschlungen.
Mit Muskelhypothek sind wir im Endeffekt auf ca.35000€ gekommen.
Inklusieve Dachausbau waren das aber die härtesten 4 Monate meines Lebens.
Das Geld gab es damals als Zinsgünstiges Darlehen von der KFW.
Gibt es heute immer noch,nur die Bedingungen die dadran geknüpft sind haben sich geändert.

Jetzt war ich gespannt auf das Ergebnis,denn wenn das ganze nicht so funktioniert hätte wie vorrausberechnet hätte ich schön dumm dagestanden.
Das erste Jahr kam und ging,der zwischezeitlich Blick auf den Gaszähler ließ mich frohlocken.
Letzendlich standen im ersten Jahr 900,im zweiten Jahr 950³ auf der Uhr.
Das waren dann 42 bzw. 46KW/m²
Und das bei 30m² mehr Wohnfläche.

Allerdings waren die Winter 2006/2007 und 2007/2008 sehr mild und waren kein rechtes Maß.
2008/2009 mit einem für unser Breitengrade wirklich kalten Winter stehen nun 1150m³ an,was wiederum wiederum ohne Brauchwassererwärmung 60KW/m² sind.
Ich habe also meine Heizkosten selbst im schlechtesten Fall mehr als gefünftelt bei gleichzeitiger Erhöhung der Wohnfläche,den Kredit der KfW decke ich zu 90% aus der Energieersparnis.

Lange Rede, kurzer Sinn.
Es ist zwar gut und schön und definitiv auch nötig nach neuen und effizienten Maßnahmen zur Energiegewinnung zu suchen.
Viel wichtiger ist es aber die Sinne eines jeden einzelnen dafür zu schärfen Energie Einzusparen.

Momentan zahle ich zwar minimal drauf,aber in 10 Jahren hat das auch ein Ende und ab dann wird mein Grinsen immer breiter.
 
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