Sorry, ist vielleicht komisch rübergekommen, ne Kabeltrommel ist jetzt nicht die Allzweckwaffe für die derzeitige Ladeinfrastruktur.Wo eine Kabeltrommel möglich ist, ohne eine Stolpergefahr darzustellen, Radfahrer und Kinderwagen zu behinderten und Gehbehinderte das Leben noch weiter zur Sau zu machen, also da wo das Auto direkt an der eigenen Hauswand parken kann, da geht auch eine Wallbox. Rechtssituation ist mitterlweile so, dass ein Vermieter die kaum noch blockieren kann.
Aber 99% aller nicht-privaten Parkplätze (und selbst von denen sehr viele) sind halt auf der anderen Seite von Straße/Fuß/Radweg und damit hat sich die Sache schon erledigt. 50 cm Breite für Ladetechnik und rumliegende Kabel am Straßenrand sind in Städten, wo um jeden Millimeter gekämpft wird, purer Hohn.
Was ich meinte ist das ne Schuko in der Regel zum aufladen reicht und bei dem einen oder anderen, je nach örtlichen Gegebenheiten, eine Kabeltrommel ein probates Mittel zur Selbsthilfe darstellt.
Wobei ich ehrlich sagen muss: Würde man nicht Milliarden in Batterieautos versenken anstatt den ÖPNV auszubauen, sondern sich endlich auf umweltfreundliche Verkehrsmittel konzentrieren, dann wäre Laden zu Hause komplett egal. Wer auf dem Land lebt, wo Individualverkehr mangels Bevölkerungsdichte unvermeidbar ist, der hat den Platz und wer in der Stadt lebt, sollte in einer idealen Welt das meiste nur mit Fahrrad und ÖPNV erledigen. Das für längere Individualfahrten unverzichtbare Auto nimmt der idealisierte Stadtbewohner der Zukunft im Alltag nur noch, wenn er Getränke holt oder ähnliches und für die 10 km pro Woche braucht sein utopischer 600-km-Autobahnreichweite-Wagen nur alle zwei Jahre nachgeladen zu werden.
Da gehe ich mit dir, der ÖPNV kommt einfach zu kurz. Für den notwendigen mobilen Individualverkehr sehe ich den Elektro als beste Lösung, sei es als eigenes Fahrzeug oder als Teil einer Car-Sharing-Flotte.
Was ein viel, viel, viel größeres Problem ist: Das Laden am Ende der Langstrecke. Wenn ich 600, 800, 1000 km zu Besuch, Urlaub, Veranstaltung, Spezialhandel, whatever fahre, dann ist es vollkommen egal, ob ich eine private Lademöglichkeit zu Hause habe. Dann brauche ich eine öffentliche Lademöglichkeit am Ziel, an der ich parken und stehenbleiben kann. Und das vollkommen unabhänig davon, wo das Ziel liegt - wir haben wortwörtlich an jedem zweiten Bordstein europaweit (und darüber hinaus) Parkmöglichkeiten für Leute, die dort nicht wohnen. Ein Mobilitätskonzept, dass vorsieht, dass ein Auto häufig mit fast leerem Speicher am Ziel ankommt und dann dort über Nacht nachlädt, muss an jedem einzelnen dieser Bordsteine eine Lademöglichkeit bieten. (Auch an den Bordsteinen, die gar keine Bordsteine sind. Sondern z.B. ein Ackerrand am Festivalgelände.)
Good Luck.
Wenn ich auf <150 km Reserve runter bin, halte ich bis auf weiteres an der letzten Tanke vor dem Ziel für 5 Minuten und bin dann die nächsten 2 Wochen / 700 km versorgt.
Bis jetzt habe ich immer am Ende einer "Langstrecke" (und dazwischen) eine Lademöglichkeit gefunden. Selbst Hotels die keine Wallboxen haben sind oft bereit eine Steckdose für den Ladeziegel bereitzustellen.
Aber auch hier, ist alles Ausbaufähig siehe mein Beispiel von meinen Nachbarn was Schule machen sollte.
Wenn der Bedarf sinkt wird aufgrund der Kosten auch die Produktion zurückgefahren bis auf einen Level der die dann noch notwendige Nachfrage abdeckt (Industrie usw.).Maximal können sie sich an die Preise von E-Fuels annähern.
Auch das nur, wenn Politiker entscheiden, dass sie das sollen. Aber wenn in deinen Zukunftsvorstellungen der Bedarf an Öl immer weiter zurückgeht, weil Steuergeldgeschenke alle Verbraucher zu einer Umstellung auf Strom überreden, dann wird der Ölpreis stetig sinken. Die Förder- und Verarbeitungsanlagen sind nämlich schon gebaut und die Konzerne haben jetzt nur die Wahl, ihren Stoff zu verramschen oder zu warten, bis in gar keiner mehr will. Aber steigende Einkaufspreise für den Sprit gibt es nur so lange, wie der Verbrauch steigt bzw. langsamer sinkt als die Produktion und wir haben schon heute mehr Öl und Gasvorkommen erschlossen, als wir und eigentlich noch zu verbrauchen erlauben können.
E-Fuels kommen erst in Betracht wenn wir uns den Luxus leisten können, sprich wir in der Menge an EE Strom quasi umkommen.
Bis dahin fahren wir aber alle elektrisch oder mit den ÖPNV.
Das ist jetzt schon möglich und ohne großen Aufwand siehe Tibber Pulse und aWattar, da kann man jetzt schon die Marktmechanismen nutzen und z.B. sein Auto Nachts spottbillig auftanken."Relativ einfach"? Wenn man mittags neben einer Solarzelle parkt: Ja.
Wenn man ein Verkaufskonzept braucht, bei dem man am 15.12. abends nach Hause kommen und am nächsten Tag wieder auf Arbeit fahren kann: Nein. Entschieden Nein.
Es ist zwar nicht unmöglich, aber man braucht einiges an teurer Technik und eigentlich sollte man sich dreimal überlegen, ob das Argument "andere Lösungen wären zu teuer" dann überhaupt noch gilt.
.....
Da gibt es EXTREM stark schwankende Angaben, was zum Teil natürlich auch an den stark unterschiedlichen Transportwegen und Raffineriebedürfnissen liegt. Zum Teil ist es aber auch einfach Propaganda-Bullshit. Spätestens wenn jemand den zusätzlichen Aufwand in kWh ausdrückt und dann 10:1 in Batterieauto-Kilometer umrechnet, sollte man das lesen einstellen und den Propaganda-Link löschen. Denn da geht es größtenteils um thermische Energie und selbst die genutzte mechanische wird aus Wärmekraftmaschinen genommen. Mit z.B. 2 kWh Hitze rollt ein Batterieauto aber keinen Meter weit und wenn man stattdessen ein thermisches Kraftwerk drum rum baut, sind es nur noch 0,5 kWh elek. Ooops.
Bei den Texten, die zumindest den Hauch einer Quelle oder Herführung angeben, habe ich bislang einen Bereitstellungsoverhead vom Erdölvorkommen bis zum Tank von 10 bis 30% gesehen. Wirklich überzeugt hat mich keine dieser "Studien" (entweder zu diffus oder zu Industrienah, weswegen ich auch keinen Link aufbewahrt habe), aber wenn es stimmt, wären die relativen Verluste nicht viel größer als auf dem Weg vom Kraftwerk bis in den Ladestecker und kleiner, als auf dem Weg vom Kraftwerk bis in den E-Motor. Um 7 Liter Benzin in einem Verbrenner zu verbrauchen, müssten also 8-9 l Benzin-Äquivalent aus dem Boden geholt werden (genaues Volumen hängt von der Öl-Zusammensetzung ab), genauso wie im Moment des Ladens 22-30 kWh eingespeißt werden müssen, damit ein Batterieauto später 15-20 kWh verfahren kann.
Kenne keine genaue Daten aber hier wird ganz klar dargestellt das die Produktion und Transport von Rohölprodukten immens ist.
Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst:
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
Eingebundener Inhalt
An dieser Stelle findest du externe Inhalte von Youtube. Zum Schutz deiner persönlichen Daten werden externe Einbindungen erst angezeigt, wenn du dies durch Klick auf "Alle externen Inhalte laden" bestätigst:
Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit werden personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt.Für mehr Informationen besuche die Datenschutz-Seite.
Nenne mir ein Auto unter 30.000€ was 100 kw/h hat oder um es dir einfacher zu machen unter 50.000€.....Hmmm....gibts nicht komisch, da sind die Autos von Preis Leistung ja doch nicht so ähnlich.
Es kommt auf das Verhältnis zwischen Kapazität des Fahrakku und des Energieverbrauchs* an. Die Speicherkapazität alleine ist nicht alles.
Und es gibt einige Modelle die unterhalb 30000€ angeboten werden (bzw. mit Förderung) und für viele Interessant sein könnten.
MG 4 oder 5, Renault Zoe/Twingo, Dacia Spring, Hyundai Kona/ Kia EV, Mokka-E usw.
Selbst mit einen Spring könnte man im Idealfall sicherlich 24h mit Heizung wohltemperiert im Stau stehen ohne das der Strom ausgeht.
Weiterhin und nochmal, ein Elektro ist im Fahrbetrieb deutlich günstiger als ein Verbrenner.
Viele Grüße,
stolpi
*Wir sind uns alle einig das es eigentlich keinen Energieverbrauch gibt.
Zuletzt bearbeitet:
.
.gif)