Die SPD in der Krise - das Ende der großen Koalition?

Es ändert ja nichts an ihrer Kompetenz als Politikerin.
Sorry,
wenn/falls sie betrogen hat, ändert das rein gar nichts mehr, an ihrem nicht mehr vorhandenen Leumund, genauso wie bei Guttenberg.
Das ist keine Lapalie!
Wenn du in ein Geschäft gehst und da hängt ein Meisterbrief, dann verlässt man sich darauf, wie bei allen Zertifikaten.
Außerdem bringt es auch Monetär etwas, ein Meister verdient auch mehr als ein Geselle, insoweit ist es auch dort Betrug.
Mal ganz abgesehen neben dem Betrug, ist es auch ein Hohn gegeüber allen ehrlichen Doktorranden, die sich dafür around 1 Jahr ihres Lebens abstrampeln müssen.
Doch. Du hattest behauptet das es kaum jemand überprüfen kann.
Nein, ich habe behauptet, das ein einzelner Prof oder sein 2-3 Mann Team, das in einigen Fächern kaum kontrollieren können. Wenn sich damit mehrere hundert Menschen über das Internet beschäftigen, ist die Chance um Welten größer, falsche Zitierungen, Plagiate oder abschreiben etc zu erkennen und zu finden.
Dazu kommt, das die Promozionsarbeit in z.B. Politik/internationalen Beziehungen von Max Mustermann oder Hein Müller, die in 2 oder 3 Ausgaben in ein paar Bibliotheken in Deutschland stehen, so gut wie überhaupt miemanden interessieren, von bekannten Politikern wie Guttenberg oder Giffey schon wesentlich mehr.

Edit.
Nur mal als Beispiel, die Doktorarbeit von Helmut Kohl stand mit zwei Büchlein in der Uni Bibliothek Heidelberg (ich glaube nur dort), weil er dort auch promoviert hat (ich habe da auch mal studiert). Ich glaube da haben nur sehr sehr wenig Leute mal darüber geschaut und von Prüfung außerhalb seines Profs glaube ich auch nicht wirklich. Hält man sich das analoge Zeitalter bis Anfang der 2000er Jahre vor Augen, war nämlich auf "Fehler", falsche Zitierungen und Plagiate prüfen eine heiden Arbeit, die mehrere Wochen reine Bibliotheks oder Archiv Arbeit war, denn es gab nichts Online und im Internet.
Also hätte man alle zitierten Bücher und andere Quellen in Bibliotheken und Archiven sichten müssen und Nicht Zitate oder Plagiate wären ein reiner Zufallsfund, weil es gab eben kein Internet und Google.
Hätte Helmut Kohl einen Spiegel Artikel aus den Fünfziger Jahren nicht zitiert und die Gedanken des Autors als Eigenleistung "verkauft", wäre die Chance wie ein sechser im Lotto, dass das auffallen würde.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das erzähl' jetzt mal denjenigen, die sich für ihren Doktortitel wirklich den Arsch aufreißen mussten. ;)
Die halten Plagiarismus mit Sicherheit auch nur für eine Lappalie.^^
Für eine Politikerin ist es wichtig eine richtige Vision für die Gesellschaft zu haben als einen akademischen Grad. Der freiwillige Verzicht auf den Titel ist ein Zeichen der Solidarität mit den Arbeiter*innen in der Gesellschaft. Meinen Respekt hat sie damit verdient.
 
Für eine Politikerin ist es wichtig eine richtige Vision für die Gesellschaft zu haben als einen akademischen Grad. Der freiwillige Verzicht auf den Titel ist ein Zeichen der Solidarität mit den Arbeiter*innen in der Gesellschaft. Meinen Respekt hat sie damit verdient.
Was für ein Bullshit. Sie will damit einfach nur, dass der Schaden, der für sie entsteht, geringer wird.
 
wenn/falls sie betrogen hat(...)

Genau - falls. Eigentlich macht das den Rest des Textes in weiten Teilen ueberfluessig. Denn anstaendig - auch vom messerwetzenden politischen Gegner - waere hier, die zweite Entscheidung der FU abzuwarten. Stattdessen hat die NSAfD mit einer Anfrage an den Berliner Senat im Maerz 2020 diese Leiche wiederbelebt und laufen auf der Zielgeraden zur Bundestagswahl nun alle im Windschatten hinterher. Wenn es klappt, ist die SPD beschaedigt; wenn es nicht klappt, ist sie es auch.

Der Aerger mit Standards ist uebrigens, dass man ihnen im Zweifel auch selbst gerecht werden muss, wenn man glaubhaft ihre Einhaltung verlangt. Und da hat Eure Truppe mit Klein Philipp und zuletzt den Maskendeals keine gute Figur gemacht. Muesste ich mich entscheiden, ob ich das oder eine qualitativ ungenuegende Doktorarbeit schlimmer finde - ich braeuchte nicht lange zu ueberlegen. Klein Philipp wurde uebrigens von der CDU in Mecklenburg-Vorpommern mit ueber 90 Prozent zum Spitzenkandidaten fuer die Bundestagswahl gewaehlt.
 
Genau - falls. Eigentlich macht das den Rest des Textes in weiten Teilen ueberfluessig. Denn anstaendig - auch vom messerwetzenden politischen Gegner - waere hier, die zweite Entscheidung der FU abzuwarten. Stattdessen hat die NSAfD mit einer Anfrage an den Berliner Senat im Maerz 2020 diese Leiche wiederbelebt und laufen auf der Zielgeraden zur Bundestagswahl nun alle im Windschatten hinterher. Wenn es klappt, ist die SPD beschaedigt; wenn es nicht klappt, ist sie es auch.

Der Aerger mit Standards ist uebrigens, dass man ihnen im Zweifel auch selbst gerecht werden muss, wenn man glaubhaft ihre Einhaltung verlangt. Und da hat Eure Truppe mit Klein Philipp und zuletzt den Maskendeals keine gute Figur gemacht. Muesste ich mich entscheiden, ob ich das oder eine qualitativ ungenuegende Doktorarbeit schlimmer finde - ich braeuchte nicht lange zu ueberlegen. Klein Philipp wurde uebrigens von der CDU in Mecklenburg-Vorpommern mit ueber 90 Prozent zum Spitzenkandidaten fuer die Bundestagswahl gewaehlt.
Was soll der Schwachsinn?
Ich habe Guttenberg genauso erwehnt und es geht nicht um die Qualität einer oder "der Doktorarbeiten", sondern um akademischen Betrug! Falls du den Unterschied nicht kennst, mache dich schlau!
 
Für eine Politikerin ist es wichtig eine richtige Vision für die Gesellschaft zu haben als einen akademischen Grad. Der freiwillige Verzicht auf den Titel ist ein Zeichen der Solidarität mit den Arbeiter*innen in der Gesellschaft. Meinen Respekt hat sie damit verdient.
Öhm, sorry, aber was sagt das denn über den akademischen Grad aus, wenn man trotz - mutmaßlichem - Beschiss ein öffentliches, politsches Amt bekleiden darf? Politiker sind Personen der öffentlichen Wahrnemung und erfüllen zudem als Vertreter des wählenden Volkes eine gewisse Vorbildfunktion. So einer kann sich derartige Leichen im Keller nicht erlauben, daher war der Rücktritt auch aboslut richtig, wie schon bei Schavan, Guttenberg und co.
 
Öhm, sorry, aber was sagt das denn über den akademischen Grad aus, wenn man trotz - mutmaßlichem - Beschiss ein öffentliches, politsches Amt bekleiden darf? Politiker sind Personen der öffentlichen Wahrnemung und erfüllen zudem als Vertreter des wählenden Volkes eine gewisse Vorbildfunktion. So einer kann sich derartige Leichen im Keller nicht erlauben, daher war der Rücktritt auch aboslut richtig, wie schon bei Schavan, Guttenberg und co.
Das ganze ist doch ganz einfach, bewirbst du dich mit falschen "Voraussetzungen" (gefälschte Zeugnisse andere Zertifikate), kannst du sofort fristlos gekündigt werden (auch nach "40 Jahren") und bist unter gewissen Umständen sogar Schadensersatzpflichtig. Das Gesetz ist da recht eindeutig und wie du bereits richtig ausgeführt hast, kommt Politikern noch eine Vorbildfunktion zu, die Ottonormalverbraucher so nicht hat.
Betrug ist Betrug, allerdings sollte man bei Giffey das endgültige Urteil abwarten.
 
Betrug ist Betrug,
Es hat aber niemanden geschadet.
Betrügst du in deinem Job, fliegst du raus, landest im Knast oder hast richtig dran zu knabbern.
Das gilt bei Politikern nicht. Dazu haben sie schlicht zu gute Kontakte geknüpft.
Anette Schavan geht es gut, Guttenberg geht es besser und andere sind auch gut dabei.
 
Es hat aber niemanden geschadet.
Betrügst du in deinem Job, fliegst du raus, landest im Knast oder hast richtig dran zu knabbern.
Das gilt bei Politikern nicht. Dazu haben sie schlicht zu gute Kontakte geknüpft.
Anette Schavan geht es gut, Guttenberg geht es besser und andere sind auch gut dabei.

Ja, weil sie Politiker sind, und es für politische Posten, kein Verfahren gibt, andernfalls müsste der Bundestag, der Landtag oder Stadtrat, für politische Posten so etwas wie "Stellenausschreibungen" mit bestimmten Voraussetzungen erstellen. Dann hättest du eine Handhabe andernfalls eher nicht.
In wie weit du damit durchkommst/ nicht durchkommst, wenn du dich im Urlaub oder deinen Bekannten als "vermeintlicher" Doktor ausgibst und damit auffliegst, läuft ungefähr auf das gleiche hinaus.

Eine verwertbare Straftat kommt erst dann zustande, wenn du dir auf grund des "vermeintlichen"Titel etwas bewusst erschleichst.
 
Die Doktorarbeit und damit auch der Titel ist offiziell der Nachweis der Fähigkeit forschen zu können. Ergo ist er notwendig um als Forscher zu arbeiten oder um potentielle Forscher auszubilden (=Professur). Dass er woanders als Titel missbraucht wird ist imo ein Unfall den es sowieso zu beheben gilt.
Wer will z.B. dass der Hausarzt an einem forscht? Niemand! Eben weil der Titel aber quasi nötig ist um ernst genommen zu werden will ihn jeder Mediziner und das Ergebnis aktuell ist die totale Entwertung des Medizin Doktors.

Das Thema Doktortitel für Politiker schlägt genau in die selbe Kerbe. Wenn man sich von dem Gedanken verabschieden würde dass ein "ausgebildeter x-Forscher" einen guten Politiker macht gäbe es auch nicht das ganze Gemauschel um an die Titel zu kommen.
 
Die Doktorarbeit und damit auch der Titel ist offiziell der Nachweis der Fähigkeit forschen zu können. Ergo ist er notwendig um als Forscher zu arbeiten oder um potentielle Forscher auszubilden (=Professur). Dass er woanders als Titel missbraucht wird ist imo ein Unfall den es sowieso zu beheben gilt.
Wer will z.B. dass der Hausarzt an einem forscht? Niemand! Eben weil der Titel aber quasi nötig ist um ernst genommen zu werden will ihn jeder Mediziner und das Ergebnis aktuell ist die totale Entwertung des Medizin Doktors.

Das Thema Doktortitel für Politiker schlägt genau in die selbe Kerbe. Wenn man sich von dem Gedanken verabschieden würde dass ein "ausgebildeter x-Forscher" einen guten Politiker macht gäbe es auch nicht das ganze Gemauschel um an die Titel zu kommen.
Na ja,
du hast zum großen Teil recht, aber es gibt durchaus auch Posten in der Wirtschaft, die das als Voraussetzungen haben wollen und es auch mit einem höheren Gehalt honorieren.
In Jura z.B verdienst du als angestellter Anwalt in einer Großkanzlei wesentlich mehr mit Promotion als ohne.
Also so ganz ohne ist das nicht, es erzeugt ja auch Reputation für Unternehmen in der Außenwirkung.
 
Naja, ich finde ja nicht schlimm wenn jemand keinen Doktor hat. Und muß man ja auch nicht haben um als Politiker zu arbeiten. Es geht mir nur um den Betrug selber. Und in so einer Vorbildfunktion ist der Rücktritt dann die einzige logische Konsequenz. Und nochmal: wenn es nicht stimmen würde, dann würde sie nicht freiwillig auf ihren Titel verzichten.

Anderes Extrembeispiel: Kevin Kühnert. Hat meines Wissens alles abgebrochen es aber trotzdem weit geschafft. Ich halte ihn für sehr gebildet und als Politiker geeignet. Er steht auch dazu und ist kein Hochstapler.
 
Zuletzt bearbeitet:
Dass Griffey wegen Betrug zurück treten muss ist für mich selbstverständlich, da muss man gar nicht drüber diskutieren.
Aber dass diverse Menschen meinen einen Doktor zu brauchen weil der Titel so komisch bewertet wird ist halt ein Thema was mir an diversen Ecken auf die Nerven geht.
 
Dass Griffey wegen Betrug zurück treten muss ist für mich selbstverständlich, da muss man gar nicht drüber diskutieren.
Aber dass diverse Menschen meinen einen Doktor zu brauchen weil der Titel so komisch bewertet wird ist halt ein Thema was mir an diversen Ecken auf die Nerven geht.
Es ist teilweise ein Statussymbol und teilweise von der Wirtschaft und Gesellschaft forciert.
Man schaue sich Österreich vor 30-40 Jahren an (ich weiss nicht ob es teilweise heute immer noch so ist), da wurde die Ehefrau eines z.B. Doktors, Professors, Oberstudierat, mit Frau Professorin, Frau Doktor oder Frau Studienrat teilweise angesprochen und vorgestellt, obwohl ihre einzige Leistung darin lag, sich den "richtigen" Mann auszusuchen und von sich zu "überzeugen".
Gott sei Dank ist das hier wohl eher nie so gewesen, aber die Reputation und das Statussymbol sind auch hier durchaus gegeben.
 
Die "Frau Doktor" gab es auch hier mal. In Österreich wurde mein Vater aber auch mal im Urlaub durchgängig mit Herr Dipl. Ing. angesprochen. :stupid:
 
Edit.
Nur mal als Beispiel, die Doktorarbeit von Helmut Kohl stand mit zwei Büchlein in der Uni Bibliothek Heidelberg (ich glaube nur dort), weil er dort auch promoviert hat (ich habe da auch mal studiert). Ich glaube da haben nur sehr sehr wenig Leute mal darüber geschaut und von Prüfung außerhalb seines Profs glaube ich auch nicht wirklich. Hält man sich das analoge Zeitalter bis Anfang der 2000er Jahre vor Augen, war nämlich auf "Fehler", falsche Zitierungen und Plagiate prüfen eine heiden Arbeit, die mehrere Wochen reine Bibliotheks oder Archiv Arbeit war, denn es gab nichts Online und im Internet.

Giffeys Arbeit ist von 2010...
Davon abgesehen stellt sich die Frage, wie beliebige Zeitungsartikel einen maßgeblichen Beitrag zu einer wissenschaftlichen Arbeit leisten können? Keiner der auf die Fresse geflogenen Politiker hat Ärger bekommen, weil die Quellenangaben zu den Untersuchungsobjekten falsch waren, sondern weil sie Argumentationen übernommen haben. Da sollte man sich vielleicht mal fragen, welche herausragende Doktorwürde diese Dissertationen überhaupt nachweisen? Ich habe noch von keinem Dr. phys. gehört, der einen P.M.-Artikel eingereicht hat.


Anderes Extrembeispiel: Kevin Kühnert. Hat meines Wissens alles abgebrochen es aber trotzdem weit geschafft. Ich halte ihn für sehr gebildet und als Politiker geeignet. Er steht auch dazu und ist kein Hochstapler.

Weit geschafft? Der ist in der SPD :D. Und selbst da bleiben ihm hochrangige Ämter verwehrt.


Aber dass diverse Menschen meinen einen Doktor zu brauchen weil der Titel so komisch bewertet wird ist halt ein Thema was mir an diversen Ecken auf die Nerven geht.

Ich weiß von einem Dr. biol. der in den 90ern zur Bahn in die IT gegangen ist und vom Vorgesetzten angewiesen wurde, alle externe Korrespondenz mit "Dr. ..." zu unterschreiben :wall: .
 
Weit geschafft? Der ist in der SPD :D. Und selbst da bleiben ihm hochrangige Ämter verwehrt.
Was soll das denn heissen? "Der ist in der SPD"? :D
Und nur mal zur Info: Stellvertretender Parteivorsitzender ist das zweit bzw dritthöchste Amt nach dem gestellten Kanzler (kandidaten). Eventuell sogar das zweithöchste wenn der Vorsitzende gleichzeitig auch Kanzler (kandidat) ist.
Meistens ist das auch so.
 
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