Die SPD in der Krise - das Ende der großen Koalition?

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Ersteres stimmt und Letzteres ist Blödsinn. Dort hocken die SED-Leute wie Petra Pau und Gregor Gysi. Wären die nicht für die SED und den Sozialismus gewesen wären sie in der SED nie hochgekommen.
Zudem wird vom demokratischen Sozialismus geredet, also auch Sozialismus.
Demokratisch dann am besten so wie in der Demokratischen Deutsch Republik. Sie können das so nur nicht sagen, weil sonst werden sie wieder beobachtet.

Das man in der (späteren) SED erfolgreich war, wenn man für Sozialismus war, würde ich mal als systematisch gestreutes Gerücht beschreiben.... Mit Sozialismus hatte die Führungsriege auch nicht mehr am Hut als mit Demokratie.


1990 Umbennung in PDS, 2007 Verschmelzung mit der WASG und Umbennung in die Linke.

2005 Abspaltung von der SPD, 2007 Verschmelzung mit der PDS und Umbennung in die Linke. "Die Linke" ist die SPD!

...für Leute, für die "ganz einfach" wichtiger als "auch nur ansatzweise richtig" ist. :wall:
 
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2005 Abspaltung von der SPD, 2007 Verschmelzung mit der PDS und Umbennung in die Linke. "Die Linke" ist die SPD!
Blödsinn. Es ist ein Zusammenschluss aus einem Bruchteil der SPD und der PDS.

Zudem ist die SPD auch sozialistisch, sie hat eine Jugendorganisation, die nennen sich Jungsozialisten. Die Partei selbst fordert(e) den demokratischen Sozialismus. Also Sozialismus.
 
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Empfehlung: Erst denken, dann Wörter wie "Blödsinn" in den Mund nehmen. Oder eben besser nicht.

"Ein Bruchteil der SPD" mag heute nach "ganz, ganz wenig" klingen, aber 2007 waren das noch 11500 Leute. Die PDS dagegen hatte damals auch nur 62000 Mitglieder und von denen waren wiederum ettliche 1000 erst in den 90er eingetreten. Und den Großteil der Zugänge bis heute sind sowieso die Neueintritte seit 2007. Im Schnitt 5500/Jahr macht 65000 bis heute. Summasummarum kann man sagen, dass maximal 1/3 des Mitgliederzustroms, der in die Linke gemündet, SED-Vergangenheit hatte.

Zu klären wäre, wie viele davon heute noch drin sind - bei 140000 Zugängegen insgesamt und 65000 Mitglieder heute könnten natürlich auch die ganzen Demokraten direkt wieder die Drehtür genommen haben, sodass alle ~45000 (potentiellen) Ex-SEDler heute immer noch drin sind. Aber schon die PDS hatte vor 20 Jahren das Problem, dass ihr die Altklientel schlicht weggestorben ist und das wird sich garantiert nicht verbessert haben, sodass der Anteil an den heutigen Mitgliedern noch einmal deutlich geringer als im Zustrom sein wird. Vielleicht 20%? 15%?

Man muss sich auch mal vor Augen halten, dass der Niedergang der SED nicht plötzlich 2 Stunden vor den ersten großen Demonstrationen 89 begonnen hat. Schon in den späteren 70ern war es für jeden offensichtlich, dass das System DDR ******* läuft und dass die SED dafür verantwortlich ist. Natürlich sind zahlreiche Rückgratlose trotzdem weiterhin eingetreten, aber das waren eben keine überzeugten Verfechter des real existierenden Sozialismus, sondern Karrierearschlöcher. Also genau die Klientel, die heute als allerletzte etwas mit der Linken zu tun haben will. In den Jahren nach der Wende sind 95% der SED-Altmitglieder schlicht ausgetreten. Politische Identifikation mit der Partei? Gab es nicht. Vermutlich auch beim Rest nur bedingt, die alten Strukturen sind ja auch einfach ein Verein, in dem man Freunde trifft.

Aber das letzte mal für überzeugte Sozialisten attraktiv war die SED in 60ern, das ist über 50 Jahre her. Wer mit 20 Jahren seine Karriere als junger Vollzeitpolitiker im Namen des Sozialismus gestartet hat, ist heute also ein 70+ jähriges Wrack oder direkt Asche. Aber kein Parteiarbeiter für die Linke mehr. 40% der heutigen Parteimitglieder sind nicht einmal alt genug, um irgend eine Rolle in der SED gespielt zu haben und von den restlichen 60% haben es die meisten, siehe oben, auch nicht gemacht.

Das heißt übrigens nicht, dass die 80-90% SED-freie Linke alle keine Sozialisten wären. Ganz im Gegenteil, wie sich die Partei deutlich auf die Fahnen schreibt. Aber zwischen "Sozialismus" und "real existierendem Sozialismus der DDR" liegt ein himmelsweiter Unterschied.
Und die SPD hat mit beidem in etwa so viel zu, wie die CSU mit "sozial". Da können die sich noch so oft mit "Genosse" anreden, das leitet sich vermutlich vom Genuss diverser Lobbygeschenke ab. "Die Linke = SED" ist jedenfalls einfach nur falsch. Selbst "AFD = NPD" und "70er Jahre CDU = NSDAP" wären noch näher an der Wahrheit. (Aber das ist so ähnlich wie "Dobrindt war fähiger als Scheuer" nur ein Beispiel für "weniger schlimm ist noch lange nicht gut")
 
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Das heißt übrigens nicht, dass die Linke keine Sozialisten beherbergen
würde. Ganz im Gegenteil. Aber zwischen "Sozialismus" und "real
existierendem Sozialismus der DDR" liegt ein himmelsweiter Unterschied.

Bisher ist mir kein Land bekannt, in dem ein Sozialismus auf Dauer funktioniert hat und das keine Diktatur war. Ob real oder in der Theorie ist dabei völlig egal.<br>Sozialismus bedeutet Zwang, Gleichmacherei und später Diktatur.
 
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Bisher ist mir kein Land bekannt, in dem ein Sozialismus auf Dauer funktioniert hat und das keine Diktatur war. Ob real oder in der Theorie ist dabei völlig egal.<br>Sozialismus bedeutet Zwang, Gleichmacherei und später Diktatur.

Und ich kenne kein Land, in dem Kapitalismus erfolgreich ist.
 
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Und ich kenne kein Land, in dem Kapitalismus erfolgreich ist.

In allen Ländern, in denen einer herrscht, ist dieser erfolgreich. Die Einkommen werden größer und die Firmen werden auch größer.
Es bedeutet aber nicht, dass das für alle gilt.
 
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Es bedeutet aber nicht, dass das für alle gilt.

Tja, und das ist eben der Knackpunkt.
Ein Wirtschaftssystem sollte für alle positiv sein, nicht nur für ein paar wenige.
Leider ist Kapitalismus aber eben nur für die von Vorteil, die eben Kapital haben. Denn nur mit Kapital kann man reich werden, mit Arbeit nicht.
Daher bin ich auch dafür, die Steuern auf Arbeit zu senken und die Steuern auf Kapital zu erhöhen.
 
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Bisher ist mir kein Land bekannt, in dem ein Sozialismus auf Dauer funktioniert hat und das keine Diktatur war. Ob real oder in der Theorie ist dabei völlig egal.<br>Sozialismus bedeutet Zwang, Gleichmacherei und später Diktatur.

Der Kapitalismus funktioniert auch nur auf Pump unter Insolvenzverschleppung und wahrlich demokratisch gewählte sozialistische Regierungen sind an den Interventionen des Kapitalismus im Interesse an den hiesigen Rohstoffen gescheitert.
 
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Durch Arbeit kann man Kapital erlangen..

Ach die alte Mär, das jeder mit Fleiß reich werden kann. Man muss auch nur fleißig Lotto spielen, denn jeder kann gewinnen. Nur leider nicht alle. Eine Kapitalkonzentration bedingt immer einen Verlust dessen an anderen Stellen. Wir leben in einem Schuldgeldsystem. Ein Gewinner lässt Verlierer hinter sich.
Es war auch noch schön, als Deutschland, das Land der fleißigen war, während das Umfeld in der sozialen Hängematte lag. Ein erstes erwachen erfolgte, als der Rumäne, der eigentlich als Dieb im Wald hausen sollte, anfangen wollte mit arbeiten, bei Nokia. Was ging da für ein Aufschrei durchs Land.
Auch dumm das der Chinese sich fleißig zeigt und damit in Konkurrenz zu weltweiten Arbeitsplätzen steht. Ist der deutsche nun zu faul und deshalb nicht konkurrenzfähig genug, oder ist er zu gierig? Oder funktioniert der Kapitalismus einfach nicht gesellschaftsübergreifend für die meisten`?
 
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Die heutige Linke ist nicht die SED und hat mit ihr auch nichts gemeinsam.

Die Linke ist ganz offiziell Rechtsnachfolger der SED:
An Eides Statt erklärte Bundesschatzmeister Karl Holluba: „,Die Linke‘ ist rechtsidentisch mit der ,Linkspartei.PDS‘, die es seit 2005 gab, und der PDS, die es vorher gab, und der SED, die es vorher gab.“
Prozess: Die Linke – Wir sind Rechtsnachfolgerin der SED - WELT

Und weil das nun mal so ist, fühlte man sich auch 2014 (wie schon 1990 zumindest bei der SPD) dazu genötigt, sich für das Wirken ihrer Partei in der DDR zu entschuldigen (natürlich nicht ohne die üblichen Relativierungen).

Vorausgegangen war eine Auseinandersetzung mit Wolf Biermann im Bundestag, der so trefflich feststellte:
Biermann schrieb:
"Ihr seid dazu verurteilt, das hier zu ertragen", sagte er in Richtung Linksfraktion. "Ich gönne es euch. Ich weiß ja, dass die, die sich links nennen, nicht links sind und nicht rechts, sondern reaktionär. Dass die, die hier sitzen, der elende Rest sind von dem, was zum Glück überwunden ist."

Ehemalige SED/Stasi-Mitglieder/Spitzel (bspw. Holm, Kuschel, Gysi, etc. pp.) spielen auch heute noch in der Partei eine große Rolle. Würde die Linke die eigene Vergangenheit tatsächlich ehrlich verarbeiten, dann würde sie solche Leute aus der Partei ausschließen.
Denn diese haben tatsächlich aktiv anderen Menschen das Leben zur Hölle gemacht.
Mehr gibt es dazu gar nicht zu sagen.
 
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Der Sozialismus scheitert an anderen Dingen. Wenn halt der Staat meint, er könne alles besser, wird eben alles schlecht.
So war es bisher immer.
 
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Das das wenig mit der Ausrichtung einer Staatsregierung zu tun hat merkst du aber schon? Das eigentliche Problem -meiner Ansicht nach- bei den bisherigen Regierungsformen ist, dass es scheinbar feste Mechanismen gibt, die die falschen Leute an die für das Fußfolk falschen Stellen spült. Würde sich die Macht nicht auf so enge, vervetterte Kreise konzentrieren, bestünde die Möglichkeit, dass eine soziale Politik ohne übereifrige Kontrollzwänge möglich ist. Da darf es halt nicht 'den Minister' oder 'die Ministerin' geben, sondern die Aufgabe muss auf ein Konsortium aufgeteilt werden, das entweder in festen Zeitabständen oder je nach Thema rolliert. So ähnlich, wie es Timo Rieg hier beschreibt: YouTube (der Ton ist dort leider schlecht).
 
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Durch Arbeit kann man Kapital erlangen.

Wann ist denn das letzte Mal ein Tellerwäscher dadurch Millionär geworden, dass er viele Teller gewaschen hat?

Der Sozialismus scheitert an anderen Dingen. Wenn halt der Staat meint, er könne alles besser, wird eben alles schlecht.
So war es bisher immer.

Und die Privatwirtschaft kann alles besser?
Hat man ja 2007 gut gesehen.
 
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Wann ist denn das letzte Mal ein Tellerwäscher dadurch Millionär geworden, dass er viele Teller gewaschen hat?



Und die Privatwirtschaft kann alles besser?
Hat man ja 2007 gut gesehen.

Die Privatwirtschaft sorgt dafür, dass immer wieder neue Dinge entwickelt werden und ein Konkurrenzkampf entsteht. Im Sozialismus legen Parteien fest was produziert wird.
Fortschritt ist da keiner zu erwarten.
 
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Die Privatwirtschaft sorgt dafür, dass immer wieder neue Dinge entwickelt werden und ein Konkurrenzkampf entsteht. Im Sozialismus legen Parteien fest was produziert wird.
Fortschritt ist da keiner zu erwarten.

Wieso konnten dann sowjetische Physiker den Tokamak Fusionsreaktor entwickeln, der heute in Frankreich gebaut wird?
Und was war nochmal mit dem FCKW freien Kühlschrank, der von einem DDR Unternehmen entwickelt wurde?
 
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Wieso konnten dann sowjetische Physiker den Tokamak Fusionsreaktor entwickeln, der heute in Frankreich gebaut wird?
Und was war nochmal mit dem FCKW freien Kühlschrank, der von einem DDR Unternehmen entwickelt wurde?

Das kam alles von oben. Wäre da jemand privat drauf gekommen wäre das nicht passiert. Forschung staatlich zu unterstützen schadet nicht, wenn man aber die freie Wirtschaft behindert, werden haufenweise Ideen auch verhindert.
Die Dinge, die im Sozialismus entstanden sind, sind auch oft vom Militär gebraucht worden bzw. dieses war an der Entwicklung interessiert.
Aber Dinge für Privatleute wurden da nicht groß weiterentwickelt, es sollte ja jeder das gleiche haben.
 
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Das kam alles von oben. Wäre da jemand privat drauf gekommen wäre das nicht passiert. Forschung staatlich zu unterstützen schadet nicht, wenn man aber die freie Wirtschaft behindert, werden haufenweise Ideen auch verhindert.

Echt?
Das bedeutet also, wenn man es der freien Wirtschaft überlassen hätte, hätte die Erde heute keine Ozonschicht mehr?
Wäre doch aber egal, oder? Denn dann hätte auch der Katalysator nie den Weg ins Auto gefunden.
Ach ja, stimmt, wäre auch egal gewesen, denn wir wären eh schon alle an den Folgen von Asbest gestorben.
Ja, ja, die private Wirtschaft -- sie kümmert sich, sie achtet auf alle und denkt nur an Nächstenliebe. :schief:
 
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Bisher ist mir kein Land bekannt, in dem ein Sozialismus auf Dauer funktioniert hat und das keine Diktatur war. Ob real oder in der Theorie ist dabei völlig egal.<br>Sozialismus bedeutet Zwang, Gleichmacherei und später Diktatur.

Ist dir denn ein Land bekannt, das eine Diktatur war/ist und in dem der Sozialismus (gemäß seiner Theorie) auf Dauer funktioniert hat? Mir nicht. Ich kenne kein einziges Land, dass überhaupt einen Sozialismus eingeführt hat und das vorher nicht totalitär war. Nimmt man umgekehrt autokratische Führungen, die kapitalistische Wirtschaftsformen praktiziert haben / praktizieren (Hitler, Pinochet, Lukhaschenko würden mir spontan einfallen), sieht die Bilanz für die Bevölkerung auch ziemlich ******* aus.
Fazit: Diktaturen sind ******* (Überraschung!). Unabhängig von der Wirtschaftsform und dem Gesellschaftssystem.


In allen Ländern, in denen einer herrscht, ist dieser erfolgreich. Die Einkommen werden größer und die Firmen werden auch größer.
Es bedeutet aber nicht, dass das für alle gilt.

Ist ja toll, dass die Firmen größer werden. Demnach ist der Kapitalismus also toll, wenn man ihn nach DEM Maßstab des Kapitalismus bewertet? Wow, haut mich von den Socken. Falls es dir noch nicht aufgefallen ist: So ziemlich jedes System ist nach seinen eigenen Vorstellungen toll. Wenn man objektiv rangeht und die Auswirkungen des Kapitalismus auf die Bewohner dieses Planeten betrachtet, dann ist die Bilanz dagegen ziemlich miserabel. Könnte man irgendwann die letzten 20-30 Jahre auch mitbekommen haben, nahezu jede einzelne Nachrichtensendung aus dieser Zeit sollte mindestens ein Beispiel enthalten und die meisten bestehen zu 2/3 aus schlechten Meldungen, die von kapitalistischen Systemen hervorgebracht werden.


Das das wenig mit der Ausrichtung einer Staatsregierung zu tun hat merkst du aber schon? Das eigentliche Problem -meiner Ansicht nach- bei den bisherigen Regierungsformen ist, dass es scheinbar feste Mechanismen gibt, die die falschen Leute an die für das Fußfolk falschen Stellen spült. Würde sich die Macht nicht auf so enge, vervetterte Kreise konzentrieren, bestünde die Möglichkeit, dass eine soziale Politik ohne übereifrige Kontrollzwänge möglich ist. Da darf es halt nicht 'den Minister' oder 'die Ministerin' geben, sondern die Aufgabe muss auf ein Konsortium aufgeteilt werden, das entweder in festen Zeitabständen oder je nach Thema rolliert. So ähnlich, wie es Timo Rieg hier beschreibt: YouTube (der Ton ist dort leider schlecht).

Wenn du eine funktionierende Idee hast, wie das funktionieren soll, dann schicke sie am besten direkt zum Nobelkomitee. Während es bescheurt ist, die Idee des Sozialismus zu verteufeln, weil real existierende Diktaturen ******* waren/sind (aber reichlich selten sozialistisch), ist die Feststellung, dass es nirgendwo eine größere Ansammlung von Menschen gibt, mit denen sich der theoretische Sozialismus in die Praxis umsetzen ließe, reichlich trivial. Jedes System braucht ein gewisses Maß an Kontrolle. Entweder die Leute kontrollieren sich selbst (machen sie nicht) oder sie werden von oben kontrolliert (ist ******* und unpraktikabel) oder sie hacken sich alle gegenseitig die Augen aus (ist in der Summe fast genauso ******* und ineffizient, aber selbststabilisierend und deswegen das "Erfolgs"konzept des Kapitalismus). Es gibt graduelle Abstufungen dazwischen, aber funktionierende Alternativen hat noch niemand vorgelegt.


Das kam alles von oben.

Ach echt jetzt? Und was ist daran schlechter, als wenn es von unten kommt, solange es genau die gleiche Idee ist?

Wäre da jemand privat drauf gekommen wäre das nicht passiert. Forschung staatlich zu unterstützen schadet nicht, wenn man aber die freie Wirtschaft behindert, werden haufenweise Ideen auch verhindert.

Ideen wie Klimawandel, verseuchtes Grundwasser, Gammelfleisch, Sklaverei, Verbrauch von Reserveantibiotika, Freisetzung von radioaktiven und chemisch gefährlichen Substanzen, Folter, etc. zu behindern würde ich nicht als schlechte Idee bezeichnen.

Die Dinge, die im Sozialismus entstanden sind, sind auch oft vom Militär gebraucht worden bzw. dieses war an der Entwicklung interessiert.
Aber Dinge für Privatleute wurden da nicht groß weiterentwickelt, es sollte ja jeder das gleiche haben.

Dem Narrativ des Kapitalismus zu Folge ist selbst die Teflonpfanne eine Militärentwicklung. Da sehe ich jetzt ehrlich gesagt keinen Unterschied. [Diese Zeilen wurden auf einer militärischen Entwicklung an einer militärischen Entwicklung geschrieben und über eine militärische Entwicklung verschickt]
Und Dinge für den Privatgebrauch wurden selbst im real existierenden Sozialismus weiterentwickelt. (Wenn auch ähnlich lahm wie alles andere auch, sodass man es ganz übersehen kann, wenn man böswillig ist.) Das einzige, was es nicht gab, war Neuvermarktung als Sebstzweck. Und die nenne ich ganz bewusst nicht "Weiterentwicklung", weil es weder ein "weiter" noch eine "Entwicklung" darstellt, wenn man in kurzem Abstand neue Produkte auf den Markt bringt, die genau das gleiche können wie die alten und die nur deswegen gekauft werden, weil die alten so schrottig waren, dass sie ersetz werden müssen. Dieses Konzept, dass im Kaptialismus gerade für Privathaushalte an jeder Ecke zu finden ist (von wöchentlich wechselnden Moden über Mixer die nach zwei Jahren hinüber sind bis hin zu IT-Produkten, die nur deswegen ersetzt werden müssen, weil eigentlich für die Zusammenarbeit geeignete Neuerscheinungen absichtlich inkompatibel gemacht werden.), das gibt es im real existierenden wie theoretischen Sozialismus definitiv nicht.
 
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