AW: Die gegenwärtige Flüchtlings- und Asylproblematik
und früher oder später werden diese Idioten zu Mördern und ihre Kinder für die sie ihr Land schützen wollen, lerne sie
im Knast kennen.
Das bezweifle ich... wenn die deutsche Geschichte eines gezeigt hat, dann, das solche Taten nie die erforderlichen Konsequenzen nach sich gezogen haben. Sei es die Justiz in der Weimarer Republik, der Umgang mit den Alt-Nazis nach dem zweiten Weltkrieg oder jüngst das jahrelange Ignorieren der NSU-Terroristen, mit freundlicher Unterstützung des Bundesverfassungsschutz. Stattdessen bespitzelt man lieber verfassungswidrig nachweislich harmlose "linke" Studenten, Politiker usw.
Und solches Pack, dass ihre Kinder dann im Knast kennen lernt, ist mittlerweile Gesellschaftsfähig geworden. Neulich hat einer meiner "Freunde" auf Facebook einen Artikel geliked, in dem gefeiert wurde, dass Eltern den Vergewaltiger ihrer Tochter umgebracht haben. Und die Kommentare waren fast alle derselben Meinung, wer gegen die Selbstjustiz ausgesprochen hat wurde niedergeschrieben. Dass es vielleicht nicht in Ordnung ist, physisch Kranke einfach nur aus Rache zu ermorden und dass die Kleine jetzt ohne Eltern aufwachsen muss ist vollkommen nebensächlich. Es geht um die Befriedigung niederer Triebe. Sei es nun beim Heime anstecken oder Selbstjustiz feiern. Folgen? Sind doch egal! Und in Zeiten, in denen 24/7-Kindertagesstätten immer ernsthafter diskutiert werden, wobei längst bewiesen ist, was für eine wichtige Rolle gerade die Mutter bei einer normalen Entwicklung zum gesellschaftsfähigen Mitmenschen spielt, muss man sich eigentlich auch gar nicht mehr wundern...
Natürlich habe ich gleich die virtuelle "Freundschaft" beendet, aber gerade im Internet ist der stumpfe, ungebildete Mob mittlerweile absurd groß geworden... man muss sich nur mal die Kommentare auf den größeren Nachrichtenseiten durchlesen.
Ich frage mich immer wieder, warum in dieser Diskussion niemand mal ins Gespräch bringt, die Ursachen zu bekämpfen. Keine Waffen mehr in Krisengebiete, keine Lebensmittelabfälle mehr in die entsprechenden Länder, die den ansässigen Bauern die Lebensgrundlage nehmen, keine Destabilisierung und damit indirekte Unterstützung von Organisationen wie dem IS...
Alle Flüchtlinge im Mittelmeer ersaufen oder an Grenzzäunen verhungern zu lassen darf keine Option sein. Entweder die Ursachen bekämpfen, die wir bekämpfen können oder eben mit den Folgen, also den Flüchtlingsströmen, leben lernen. Letzteres dürfte bei den rechten Dumpfbacken in Teilen Deutschlands leider nicht umzusetzen sein. Also sollte man gefälligst aufhören, den Staaten unsere Hühnchenreste und Tomatenabfälle aufzuzwingen und sie selbst entscheiden lassen, was wie eingeführt werden darf und was nicht. Und die heilige Kuh Arbeitsplätze darf kein Grund sein, weiter Waffen in Krisenregionen zu liefern.
Wie auch immer, wenn es nicht zum ganz großen Krach kommen soll müssen wir uns auf die eine oder andere Art und Weise selbst an die Nase packen und verstehen, dass gleichzeitige Ausbeutung der dritten Welt und Abschottung von derselben auf Dauer nicht gut geht.
Leider ist aber eine Unterstützung der bedürftigen Länder politisch nicht gewollt. Bei der Entwicklungshilfe ist seit Niebel Nachhaltigkeit nicht mehr gefragt, und es wird nicht geholfen, damit es den Bedürftigen besser geht. Mittlerweile muss selbst dort am Ende für uns ein Profit herausspringen... es ist zum heulen. Und wenn man sich mal anguckt, was innerhalb von Entwicklungshilfeorganisationen wie der GIZ nur für Profilierung der Führungsstäbe gezahlt wird, wird einem ganz schlecht.
Und um gleich mal den Kommentaren vorzugreifen: dass wir nicht den gesamten nahen Osten aufnehmen können und am besten noch gleich ganz Afrika ist mir klar. Aber mit geht das Herumdoktern an den Symptomen, inklusive Inkaufnahme von hunderttausenden Toten, mittlerweile dermaßen auf die Nüsse, weil es meiner Meinung nach am Thema vorbei geht und zu nichts führt, außer zu Terror wie hier in Deutschland. Die Ursachen zu bekämpfen sollte das Ziel sein.