AW: Die gegenwärtige Flüchtlings- und Asylproblematik

Ich glaube, dies ist nicht der "meine Religion ist viel geiler"-Thread.
Hmm, na vieleicht solltest du den Polen, Letten, Esten, usw. mal erzählen das sie ein Problem mit Rechts haben.

Die meisten Länder im Osten Europas hat nicht mehr Probleme mit Rechts als Mittel- und Westeuropa:
http://blog.zeit.de/stoerungsmelder/files/2010/04/europakarte.jpg
Ich weiß ehrlich gesagt nicht, wer warum wie obige Karte zusammengestellt hat, aber eine Erfassung Rechter Aktivitäten in Europa scheint nicht das Ziel gewesen zu sein (ggf. eher eine Auflistung gewaltbereiter Faschisten?). Nicht einmal als Abbild Rechter Politik halte ich sie für geeignet, z.B. Fidesz hat schon mehrfach diverse Positionen bezogen, die in Deutschland der NPD zuzuordnen wären, wird aber bei dieser abstrakten Sortierung nicht berücksichtigt. Die polnische KNP fehlt ebenfalls, dabei trägt sie das "Rechts" sogar im Namen, Rumänien hat gleiche mehrere rechtsliberale, rechtskonservative und z.T. rechtsextreme Parteien im Parlament,...
Den würde deine Meinung / Theorie stimmen, warum kommen dann noch soviele Flüchtlinge nach Dänemark? Wo die Rechten erst jüngst einen zimlich deutlichen Wahlerfolg hatten, oder warum gehen soviele nach Frankreich, England, Norwegen, ect.?
Äh: Wenn ich schreibe, dass es Flüchtlinge in Länder mit einem hohen Anteil Englisch- und Französisch sprechender Bevölkerung zieht, wie könnten dann England, Frankfreich und Norwegen in meine These passen?

Und Dänemark hatte bis vor wenigen Wochen eine sozialliberale Regierung.
Ach in Estland, Lettland, Litauen, Finnland, Polen, Tschechien, usw. spricht man keine englische Sprache? Na da muss ich mich bei meinen Besuchen in den Ländern wohl getäuscht haben...
Durchaus möglich, dass du das hast. Die Sprachkenntnisse mehrer millionen Menschen im alleingang zu analysieren dürfte jedenfalls aus reinem Zeitmangel zu einer sinnlos oberflächen Unterfangen verkommen. Übersicht zum Vergleich mit deinen eigenen Studien:
Englische Sprachkenntnisse weltweit
(Für Französisch habe ich keine vergleichbare Karte gefunden, aber da beschränkt sich die Präferenz entsprechend sprachkundiger Flüchtlinge vermutliauch auch auf Frankreich und Belgien und ggf. noch Spanien und Italien, da der Wechsel von einer zur anderen romanischen Sprache wesentlich einfacher ist, als z.B. ins Finnougrische, was hoffentlich keinem Beleg bedarf.)
Ich glaub du musst dich dran gewöhnen das in Europa immer mehr rechtere Parteien die Macht übernehmen. Schau mal nach Polen, Dänemark und bald auch Frankreich und Österreich.
Und ich seh genug Ausländer in Sachsen, hier hat niemand etwas gegen Russen und Vietnamesen !
Du weißt wie Multikulti bisher immer geendet hat ? Österreich-Ungarn = 1. Weltkrieg, Jugoslawien= Genozid, Sovietunion= fast katastrophaler Bürgerkrieg.
Nicht den US-amerikanischen Bürgerkrieg und diverse Kriege zwischen Preußen und Bayern vergessen!
Multikulti kann NICHT funktionieren ohne das eine Kultur untergeht,
Stimmt. Kulturaspekte wie Ausländerhass, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus gehen im Rahmen von Mulitikulti zwangsweise ein.
Es gibt aber unterschiedliche Meinungen darüber, ob dass ein Problem darstellt.
Die Sorben sind eine Ausnahme da sie seit über 2000 Jahren schon hier leben und auch immer friedlich waren und nie Forderungen wie die Muslime gestellt haben. Und ich habe noch nie von rassistischen Übergriffen auf Sorben gehört, im Gegenteil sie standen sogar bei den Nazis unter Schutz.
Erster Google-Treffer für "rassistischer übergriff auf Sorben", kein halbes Jahr alt
Aussagen wie "ich habe noch nie gehört" hängen halt auch davon ab, was man hört/hören will
Weniger als 1/3 ist gut
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dafür dass 2013 grad mal 9,5% Ausländer in DE lebten halte ich 1/3 an Insassen für recht viel aber ok, das ist Auslegungssache.
Bei solchen Statistiken immer erst einmal alldiejenigen Abziehen, die wegen Verstößen gegen ausländerspezifische Gesetze verhaftet wurden. Das unterdurchschnittlich wenige Deutsche gegen z.B. Aufenthaltsauflagen für Asylbewerber verstoßen, hat nämlich wenig mit einem besonders hohen rechtsbewusstsein der Deutschen zu tun

Zweiter Faktor: Wie bereits oben dargelegt gibt es eine sehr starke Korrelation zwischen Kriminalität und Wohlstand. Dafür zu korrigieren ist zwar aufwendig, aber unerlässlich. Sonst könnte man umgekehrt auch so sinnvolle Aussagen treffen wie "Flüchtlinge mustergültiges Vorbild: Keine Fälle von schwerer Steuerhinterziehung".
Nur mal ein bisschen Offtopic:
Die Todesstrafe ist in meinem Bundesland (Hessen) noch erlaubt.
Jedoch gilt / Landesrecht bricht Bundesrecht.
Sind wir Hessen jetzt dumm ?
*einen Blick auf die hessischen Landtagswahlen der Vergangenheit werf*
Willst du wirklich eine Antwort?

(Die dürfte sogar aus der Perspektive von wirklich jedem politischen Lager gleich ausfallen

)
Die Naivität der Linken ist einfach grausam, was passiert wenn die Muslime erst in der Mehrheit sind sieht man an den Beispiel des Irans, welcher als Persien noch relativ westlich war und jetzt eine islamische Diktatur ist.
Der Iran ist heute eine Theorkatie und war
davor eine vom Westen am geschaffene despotische Diktatur. Es gibt nun wirklich zahlreiche Beispiele für Unterdrückung durch islamistische Regime (die zwar wenig über den Islam als Religion aussagen, aber das stört geneigte Flamer i.d.R. nicht), aber der Iran gehört nicht dazu. Dessen Geschichte ist vielmehr ein Musterbeispiel für gescheiterte kapitalistische Geopolitik, Religion spielte da eher als Vereinigungsfaktor bei der Bildung politischer Gruppierungen eine Rolle.
Genau, das finde ich auch. Selbst Frauen können kämpfen zumindest machen es die Kurden teilweise so.
Und (Klein-)Kinder erstmal! Die kämpfen bei entsprechendem Drill sogar noch wesentlich wirkungsvoller, als kurdische Soldatinnen, wie mehrfach bewiesen wurde.
Vielleicht sollte man sich aber vorher erst einmal die Frage stellen, welche moralischen Schlussfolgerungen aus "XY kann kämpfen" gezogen werden können, ehe man versucht, damit moralische zu argumentieren?
Es gibt eine paar Leute, die fliehen bevor es eskaliert. Das sind dann die sogenannten "Wirtschaftsflüchtlinge", die laut gewissen Threadteilnehmern ertränkt/erschossen werden sollten und deren Flucht auch nach herrschende Gesetzten gute Chancen hat, mit einem Verlust ihres gesamten Besitzes und einer Abschiebung ins Herkunftland zu enden.
Wenn ich aufgrund deiner Lebensberichte zurückrechne, hättest du übrigens auch vor den Konflikten entlang des eisernen Vorhanges in ein Blockfreies Land fliehen müssen, bevor die Sache eskaliert. Warum hast du es nicht gemacht? Ggf. sogar das Leben deiner Kinder (falls alt genug) riskiert, in dem du in der Nähe der wohl brisantesten Konfliktlinie geblieben bist, die es je gab?
Zum ersten Teil:
Ich habe mich da wohl schlecht ausgedrückt. Was ich meine ist, warum die Menschen dort vorher nicht in aller Ruhe beispielsweise einen Antrag für ein Visum gestellt haben. Das wäre doch möglich gewesen.
Driftet aber schon wieder vom eigentlich Kern des threads ab.
Driftet nicht ab, sondern trifft den Kern des Thread sogar wie die Faust aufs Auge. Es ist eben, ohne erhebliche finanzielle Rücklagen oder bei aktuem Fachkräftemangel im eigenen Sektor, unmöglich ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht für Deutschland zu bekommen. Und als Flüchtling wird man erst recht nicht anerkannt, solange die Kacke noch nicht richtig am dampfen ist. Vor ein paar tausend toten und großflächiger Verwüstung sieht die deutsche Politik keinen Grund, ihr Handel zu überdenken. (Stichwort: Waffenlieferungen, wirtschaftliche Zusammenarbeit,...)
Zum zweiten Teil:
Ich bin Baujahr 85. Mein Vater ist nach der Grenzöffnung in den Westen, weil die Firma in der er vorher gearbeitet hat, aufgekauft und abgerissen wurde. Ich bin als fünfjähriger in den Westen und wusste bis zur dritten Klasse überhaupt nicht, dass ich anders war als meine Mitschüler... nur ärmer.
Warum überhaupt fliehen müssen? Ist doch nichts passiert
Dann habe ich mich mit dem Alter verrechnet.
Zur zweiten Frage: "Ist doch nichts passiert" kann man hinterher sagen. Wer, wie von dir vorgeschlagen "vorher in aller Ruhe" seine ""Flucht"" vollzieht, kann aber nicht warten, bis etwas passiert. Und die Spannungen entlang des eisernen Vorhanges waren bis weit in die 80er hinein wohl weitaus größer, als alles, was in 2000ern in Nordafrika zu beobachten war. Die Menschen, die heute fliehen, haben auch gehofft, dass alles gut geht - oder/und sie hatten keine Alternative zu dieser Hoffnung. Dass sie jetzt auf der Flucht sind und nicht z.B. wir, ist keine Frage persönlichen Verschuldens, sondern eine von Pech.
Na ich würde erstmal versuchen meine Frau und meine beiden Töchter in Sicherheit zu bringen.
Hätte ich diese nicht, oder wüsste sie sind auch wirklich gerettet, würde ich bleiben und mein möglichstes tun um die zu unterstützen, die meine Heimat versuchen zu retten.
Du würdest also deine Frau zur Witwe und deine Töchter zu Waisen machen, um zu einer ggf. hoffnungslosen "Verteidigung deiner Heimat" beizutragen?
Einige Leute würden dir dazu gratulieren, aber ich hoffe, du kannst auch nachvollziehen, dass andere in so einer Situation anders entscheiden. (Insbesondere auch Leute, die schon zuvor in ihrer "Heimat" Opfer von Unterdrückung waren, bevor aktive Verfolgung einsetzte.)
30.000 Mann ist eigentlich schon viel zu viel, aktuell werden Kriege mit kleinen und kleinsten Einheiten geführt, die strategische Ziele ausschalten. Städte belagern ist nicht mehr in Mode, auch massive Einheiten die massive Logistik erfordern sind auch aus der Mode. Selbst die USA hat das kapiert, bei nahezu grenzenlosem Budget für Kriegsführung.
Die USA führen auch, entgegen vieler Behauptungen, keine Eroberungskriege. Kleine und kleinste Einheiten sind der richtige Weg gegen einen Feind, der selbst eine Minderheit in einem Kampfgebiet darstellt, dass man von ihm "befreien" möchte. Z.B. eine unterdrückendes Regime, eine Armee,... . In einem Eroberungskrieg, der die gesamte Bevölkerung kontrollieren möchte, braucht es ungleich mehr Soldaten. Die NATO und die USA führen solche Kriege nicht mehr bzw. wollen sie nicht mehr führen, aber der IS macht es. Und da er einge große Anzahl an Sympathisanten hat, die nicht vom neutralen Teil der Zivilbevölkerung zu unterscheiden sind, muss auch jeder, der gegen den IS gewinnen will, genauso vorgehen.
(Das gleiche gilt übrigens auch für den Kampf gegen die Taliban und galt für den Kampf gegen den Vietcong oder für die Versuche der Nazis, fremde Länder zu erobern. Und in allen drei genannten Beispielen hat die Geschichte sehr schön gezeigt, wie "erfolgreich" eine vergleichsweise kleine, technisch überlegene Armee bei derartiger Aufgabenstellung ist...)