AW: 400 Flüchtlinge vor Europas Küste ertrunken - Kaum bis keine Reaktion in den Medien - 400 von ca. 23.000 seit dem Jahr 2000
Gut dann wundert es mich nicht dass ihr euch mit solchen Argumenten rechtfertigt, wenn ihr schon vor Leuten wie mir euch fürchtet. Ich enthalte mich dieser sinnlosen Diskussion.Vergiss die Knieschoner nicht wenn du außer Haus gehst.
Sorry, war beschäftigt.
Ich habe schon darauf gewartet, dass sich endlich mal jemand meldet, der Pro-Flüchtlinge ist.
Gucken wir mal:
Finde es immer wieder toll, wie Leute argumentieren wieso und aus welchen Beweggründen auswandern oder flüchten. [...] Nie selber so ein Kriesengebiet besucht hat, aber ja in Call of Duty sieht das ganze auch net so schlimm aus, Fernsehbilder sind ja auch nur Pixel auf einem Monitor.
Wer würde freiwillig in ein Krisengebiet gehen, nur um es sich anzuschauen? Ich meine: Interessant ist es schon, keine Frage. Aber als Tourist fällst du da sicherlich wunderbar auf und hast gleich die Langfinger an deiner Tasche - oder, aus welchen Gründen auch immer, ein paar Projektile durch deinen Körper fliegen. Kann alles passieren, wenn man sich alles aus erster Nähe ansieht. (Moralapostelschild: Nicht, dass ich das jetzt verallgemeinere)
Kauft euch 1 Spiel im Jahr weniger, raucht jährlich 10 Packerl Zigarretten weniger, geht 1x im Jahr weniger ins Restaurant, spendet dieses, und es gäbe genug für die Halbe Welt.
Joaaa~ vielleicht die halbe Welt. Wenn ich mir angucke, was unsere High Society an Spendengalas springen lässt, sind ein paar hundert überzeugte Leute auch nicht so wirklich das Salz im Brot.
Aber natürlich hier fängt das Problem an, denn ihr achso armen Bürger habt eh nix zum fressen mehr wieso dann auf sowas zu verzichten? Und wie solle mann dann noch das Einfamilienhaus, den Neuwagen und die jährlichen Grafikkarten Updates sich finanzieren. Hauptsache immer schreien nach alles muss billiger werden, und mehr Gehalt. Einfach nur verwöhnt, mehr nicht.
Grundsicherung ist eine Sache. Die sollte man erst mal schaffen. Danach kann man schauen, was man macht. Selbst ein paar Finanzreserven anzusparen und quasi dafür zu sorgen, dass man selbst abgesichert ist, sollte die oberste Priorität sein. Wie man dann sein Geld zwischen Luxus und Spenden aufteilt, bleibt jedem selbst überlassen. Du scheinst reichlich Geld übrig zu haben und Spenden kann man von der Steuererklärung absetzen.

Es gibt hier sicherlich reichlich Leute, die nicht mal selbst Geld ranschaffen und sich ohne Skrupel an den Sozialtransfers bedient. "Reicht doch zum Leben" heißt es dann während man um 14 Uhr sein Frühstück futtert und dabei die neuste Folge Game of Thrones über das Internet streamt (natürlich nicht über Netflix und Co).
Was für eine dumme Unterstellung ich sei ein besserer Mensch. Die Kernaussage ist die, man selber mehr haben will aber nichts hergeben will. Aber hauptsache mit dem Finger immer auf die anderen zeigen, aber dass kennt man zugenüge. Du darfst dich glücklich schätzen hier geboren zu sein, denn mehr hast du bis auf deine Geburt nicht geleistet was es dir erlaubt jemanden 3ten zu verbieten ein besseres Leben zu führen.
Ein richtiges Argument ist das nicht. Moralische Appelle sind keine Argumente. Jedenfalls stimmt die Kernaussage (warum die sie auch immer als Kern bezeichnen möchtest).
Ich bezweifle aber, dass hier jemand auf andere zeigen würde und sagt: "Hör auf zu spenden". Man kann wirklich sagen, dass es Glück ist, ein Europäer ferner vielleicht sogar ein Deutscher zu sein (Moralschild: Nein, nicht weil Deutsche besser sind).
Du darfst dich glücklich schätzen hier geboren zu sein, denn mehr hast du bis auf deine Geburt nicht geleistet was es dir erlaubt jemanden 3ten zu verbieten ein besseres Leben zu führen.
Was heißt hier nichts geleistet? Jeder trägt seinen Teil irgendwo zu bei, wenn er ordentlich arbeiten geht. Was ermöglicht Menschen überhaupt den Fortschritt? Überleben, Fortbewegung und Kommunikation? Wer liefert das Essen - in Massen? Läufst du noch zu Fuß, um von Zuhause zur Arbeit zu kommen? Wie schaffen es denn Schriften oder Bücher in deine Hand? Ups. Die werden ja in Massen um die Welt transportiert. Oh und ein Austausch findet leider auch nur über den neusten Klatsch im Dorf statt, bis mal ein Reisender oder ein Brief eintrifft und Neues bringt.
Bevor du hier behauptest, Menschen würden nichts leisten außer ihrer Geburt, denk noch einmal nach, wie viele Menschen zufällig für das Medium, das du gerade benutzt, gearbeitet und geforscht haben.
was es dir erlaubt jemanden 3ten zu verbieten ein besseres Leben zu führen.
Das würde wohl kaum jemand machen. Das Problem an der Sache ist, dass die Menschen einfach reinstürmen, für die entsprechende Gesellschaft noch nichts geleistet haben und im Grunde erst einmal mit Geld gefüttert werden müssen: Erstmal mit Nahrung versorgen; gesundheitlich wieder fit machen und dann sehen wir weiter ob wir zufällig Arbeit für jemanden finden, der kein Deutsch spricht und wahrscheinlich nur für körperliche Arbeiten eingesetzt werden kann. Oh. Solche Jobs sterben ein wenig aus, weil wir Maschinen haben. Schade. Und jetzt? Die Gesellschaft hat Geld investiert und bekommt nichts zurück. 2-3 Generationen später gibt es da vielleicht einen Fortschritt, aber können wir solange weiterhin mehr und mehr Menschen aufnehmen und versorgen?
Inwiefern wurde hier erwähnt dass man irgendwo hinreisen muss um zu helfen?
Ungefähr hier kommt es ungefähr so herüber (ohne helfen, aber zumindest sollte man Reisen)
[...] Nie selber so ein Kriesengebiet besucht hat, aber ja in Call of Duty sieht das ganze auch net so schlimm aus, Fernsehbilder sind ja auch nur Pixel auf einem Monitor. [...]
Hier gehts darum dass von niemanden verlangt wird was zu tun, und selbst das wäre schon zu viel für die meisten und vergönnt einem anderen ein besseres Leben nicht. Und das ist das Paradoxe. Fragen wir mal anders, vor was fürchtet ihr euch?
Paradox ist eigentlich nur, wie sich jemand vorstellt, an einem Schlauch mehr und mehr Verteiler anzuschließen und immer noch alle Anschlüsse voll versorgen zu können.