Die AfD-Wehr

Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Nicht nur Reservisten, ich hab das auch schon gemacht.

Aber wenn du das als Heldenkult siehst hast du das ganze System nicht verstanden. Es geht um diesen Gefallen selbst, was waren sie außer Soldaten? War es ein Vater der Frau und Kinder hinterlassen hat? Was hat er im zivilen gemacht?

Ich sehe es in der Form, wie es heute gemacht wird, als Teil eines hochproblematischen Konstrukts. Es geht um den Kontext, in dem die Gefallenen geehrt werden, nicht darum, dass sie geehrt bzw. an sie erinnert wird. Sofern dieser Kontext nicht ganz klar ein anti-militaristischer ist, werden die Toten meiner Meinung nach missbraucht.
 
Wenn Russen und Deutsche gemeinsam ihre Toten aus dem Weltkrieg neu bestatten ist das für mich Völkerverständigung und kein Militarismus.

Wenn das mit militärischem Pomp passiert, sich da Minister an Minister und General an General reiht, dann ist es Militarismus. Ich denke, wenn die Toten sprechen könnten, dann würden sie unter anderem etwas sagen in der Art von "Ihr Gesäßgeigen, wegen euch und euresgleichen ist das doch alles erst passiert. Was erdreistet ihr euch, hier nun Gedenken zu heucheln, wenn ihr und eure Politik uns doch in den Tod geschickt habt! Wehe euch, die ihr mit Propaganda-Events wie diesem noch versucht, neues Kanonenfutter zu werben..."
 
Ein einfacher Grundsatz der immer im Leben gilt:

Reaktion gibt gegen Reaktion. (Oder aktuell sagen es ist Alternativlos und Hände falten ; Und nebenbei wie Salmonellen der USA in den Darm kriechen)


Das Leben kann so einfach sein, da kann man noch 1 Million Seiten füllen es bleibt bei dem kurzen Teil.
 
Zuletzt bearbeitet:
Da gibt es sicherlich regen Austausch. Die RAF trainierte im Libanon, was mag die NSAfD in Syrien wollen?

Vielleicht informieren sie sich über Israel.


Es waren nicht nur Nazis, es waren mordende Freischärler Banden. Das ist reinste Provokation.
Wenn das keine Konsequezen für den rechtsextremen AfD Spender aus dem Bundestag hat,
dann ist die Partei eine Fall für den Verfassungsschutz. Und diese Deppen wollen die Richtlinien
unserer Verteidigungsarmee definieren.

Die Spende dürfte nicht illegal gewesen sein und die einzigen Anforderungen jenseits von "legal verhalten" an Abgeordnete definieren sich über die Tagungsordnung des Bundestages, die sich aber nicht auf solche Aspekte erstreckt. Einzig Partei und/oder Wähler können hier Konsequenzen ziehen und es ist wohl offensichtlich, welche Art von Konsequenzen AfD und AfD-Wähler für angemessen halten...


Furchtbar zwiespältige Kiste. Gibt ja bspw. den recht bekannten Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge, für den regelmäßig Bundeswehrreservisten vor Friedhöfen etc. sammeln. Schreiben sich ja ganz viel Völkerverständigung und z.T. auch Friedensarbeit auf die Fahnen. Stützen aber gleichzeitig den ganzen militaristischen Heldenkult um die gefallenen Soldaten, statt einfach mal zu sagen: "Es reicht! Dieses ganze Militärgedöns, dieser ganze olivgrüne Puderzucker, den Politik und Wirtschaft über das "Handwerk" der Soldaten (also Töten & Getötet werden) streuen, mit dem (insbesondere) junge Leute ge- und verblendet werden, damit sie bereit sind, sich selbst und andere zu opfern für oft genug fadenscheinige Rechtfertigungen. Schluss damit! Schluss damit! Der Militarismus hat diese Toten produziert, und wenn wir uns nicht ganz stark gegen genau jenen einsetzen und gegen den Glauben, dass letztlich die militärische Lösung, das Recht des Stärkeren legitim ist, dann trampeln wir de facto auf den Gräbern der toten Soldaten herum, statt sie zu ehren."

Und dann kommt da so eine Krampe-Knarrenbauer daher...

PS: Nein, ich bin kein Pazifist und nicht gegen Soldaten.

Das "Ehren von Gefallenen" ist halt in der Regel etwas ganz anderes, oft gegenteiliges, als das "Ächten von Kriegsbeteiligten". Es gibt eine große Schnittmenge zwischen den Leuten, die Kriegsgräberfürsorge betreiben und den Leuten, die an den ehrenhafte/sinnvolle Tode [für das Vaterland] glauben. Einzig positiver Aspekt solcher Vereine ist, dass es aufgrund der geographischen Verteilung der Gräber in Europa tatsächlich zu Völkerverständigung kommt. Ob man eine globale Vernetzung von Rechtskonservativen toll findet, steht auf einem anderen Blatt.


Ich sehe es in der Form, wie es heute gemacht wird, als Teil eines hochproblematischen Konstrukts. Es geht um den Kontext, in dem die Gefallenen geehrt werden, nicht darum, dass sie geehrt bzw. an sie erinnert wird. Sofern dieser Kontext nicht ganz klar ein anti-militaristischer ist, werden die Toten meiner Meinung nach missbraucht.

Siehe oben: Hängt von der Einstellung der Toten ab. Die meisten dürften, zumindest kurz vor ihrem Tod, eine derartige Einstellung gehabt haben, aber das wird jeder, der irgendwie mit Militär zu tun hat, grundlegend abstreiten. Immerhin sind 99% der Bevölkerung Kriegsgräber komplett egal, sodass diese Aktionen außerhalb des ohnehin bestehenden und mental eingenordeten Interessenkreises keine stimmungsbeeinflussende Wirkung haben.


Wenn Russen und Deutsche gemeinsam ihre Toten aus dem Weltkrieg neu bestatten ist das für mich Völkerverständigung und kein Militarismus.

Beides ist kein Widerspruch, sondern gerade in solchen Fällen oft kombiniert.
 
Es waren nicht nur Nazis, es waren mordende Freischärler Banden. Das ist reinste Provokation.
Wenn das keine Konsequezen für den rechtsextremen AfD Spender aus dem Bundestag hat,
dann ist die Partei eine Fall für den Verfassungsschutz. Und diese Deppen wollen die Richtlinien
unserer Verteidigungsarmee definieren.
Ich bin mir ziemlich sicher das die "mordenden Freischärler Banden" die ab 1919 in Schlesien kämpften sich als Widerstandkämpfer gegen polnische Gebietsansprüche gesehen haben.
Aufstaende in Oberschlesien – Wikipedia

"National Sozialisten" sind damals übrigens auch die SPDler gewesen, welche der Abtretung von Teilen des deutschen Reiches an Polen nur wiederwillig zugestimmt hatten, und die mit Hilfe mordender Freischärlerbanden die "internationalen Sozialisten" um Rosa Luxenburg & Karl Liebknecht daran gehindert hatten aus dem Deutschen Reich eine Sowjetrepublik zu machen.
 
Da gibt es sicherlich regen Austausch. Die RAF trainierte im Libanon, was mag die NSAfD in Syrien wollen?

Warum vergleichst Du die RAF mit der AfD ?
Die RAF war eine streng antifaschistische Gruppe die den antiimperialistischen Kampf des Vietnamesischen Volkes gegen den US-Agressor zum Vorbild genommen hat um durch militanten Aktivismus einen sozialistischen Aufstand in der kapitalistisch-faschistischen BRD auszulösen.
Während der Vietcong erfolgreich war und es mit Hilfe der nationalen Volksarmee Nordvietnams und der Waffenhilfe der Sowjetunion schaffte Südvietnam zu befreien und die Amis sowie die chinesischen Kapitalisten aus dem Land zu werfen haben die Arbeiter und Intellektuellen der BRD die RAF und damit die Revolution durch mangelhafte Unterstützung verraten.
Die RAF wurde auch von der deutschen demokratischen Republik - dem ersten antifaschistischen Staat auf deutschen Boden - und ihren Waffenbrüdern von der PLO unterstützt, die damals gegen die Israelische Besetzung arabischen Landes gekämpft haben. Immerhin konnten die Araber zwischen 1948 - 1973 große Teil der illegalen jüdischen Siedlungen im Rest von Arabien (von Marokko bis Jemen) befreien.

Wie Du siehst, die RAF hat nichts mit irgendwelchen Nationalismen zu tun oder Diktaturen die an der Grenze auf Flüchtlinge schießen oder gar mit Judenhassern. ;-)
 
Ich bin übrigens der Meinung das die BRD umgehend die Wehrpflicht wieder einführen sollte.
Das ist die einzige Chance rechte Soldaten aus der Bundeswehr durch neues Personal zu ersetzen.
Und wer als deutsche Staatsbürger in einer Zeit wo die AfD kurz davor steht das vierte Reich zu errichten nicht bereit ist ein Jahr seines Lebens für die Verteidigung der BRD zu opfern sollte nicht mehr wählen dürfen.
 
Das ist die einzige Chance rechte Soldaten aus der Bundeswehr durch neues Personal zu ersetzen.
Aha, nein irgendwie hat das keinen direkten Zusammenhang.
Nein das Problem mit den Extremisten die es in der Bundeswehr ja durchaus gibt soll schön der MAD lösen bzw die jeweiligen Vorgesetzten auf dem Dienstweg.
 
.
Und wer als deutsche Staatsbürger in einer Zeit wo die AfD kurz davor steht das vierte Reich zu errichten nicht bereit ist ein Jahr seines Lebens für die Verteidigung der BRD zu opfern sollte nicht mehr wählen dürfen.

Verteidigung? Ach ich vergaß, Deutschland wird ja am Hindukusch verteidigt. Die Bundeswehr beteiligte und beteiligt sich im Rahmen des Natobündnisses an völkerrechtswidrigen sogenannten Missionen auch um die Rohstoffversorgung oder weitere Interessen der westlichen Wertegemeinschaft zu wahren. Und da man mit seiner Wahltimme den etablierten Parteien dafür auch noch die Legitimation ausstellte, kann der Nichtwähler konstatieren, nicht Teil des Kapitalfaschistischen Systems gewesen zu sein

Gesendet von meinem SM-G920F mit Tapatalk
 
Er nennt erst den Hindukusch als Beispiel und dann redet er von Rohstoffen. Er impliziert, dass Afghanistan dazu gehört.
 
Noch ist Afghanistan Kriegsgebiet, aber die Vorkommen (Lithium, Kobalt, Gold, Molybdän, Kupfer,...) gelten als verdammt interessant für die Zukunft. Hier und jetzt ist die Lage von großer geostrategischer Bedeutung, wenn man militärische Kontrolle über das Öl des mittleren Osten und Handels- sowie Schmuggelrouten zwischen dessen Förderländern und China sowie Russland ausüben möchte.

Was nicht heißt, dass ich diesen Teil von Andregees Argumentation teile. Schröder ist nun wirklich nicht dafür bekannt, dass seine strategischen Planung weiter als "Kohle ist geil und Verbrenner ebenfalls" reicht. WIR sind in Afghanistan, weil wir zu feige waren, die USA auf eine miserable Beweislage, die Unmöglichkeit eines Verteidigungsfalls in einem laufenden Konflikt und auf deren globalen strategischen Interessen anzusprechen. Ein besseres Beispiel für die Verteidigung der deutschen Wirtschaft durch die Bundeswehr bzw. das nachputzen hinter letzterer wären die Einsätze in Afrika.
 
Er nennt erst den Hindukusch als Beispiel und dann redet er von Rohstoffen. Er impliziert, dass Afghanistan dazu gehört.

Die Aussage kommt von Peter Struck "Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt"´
und das wir uns im Rahmen des Natobündnisses an völkerrechtswidrigen Missionen beteiligt haben trifft auch zu.
In dem Zusammenhang wird der Punkt mit den Rohstoffen genannt und auch da hat er recht.

"Wir" schauen ansonsten gerne weg wenn es nichts zu holen gibt und verkaufen auch gerne Waffen um deutsche Arbeitsplätze zu sichern.
Die Saudis stehen voll auf unsere Waffen....
 
Die Aussage kommt von Peter Struck "Die Sicherheit Deutschlands wird auch am Hindukusch verteidigt"´
und das wir uns im Rahmen des Natobündnisses an völkerrechtswidrigen Missionen beteiligt haben trifft auch zu.
In dem Zusammenhang wird der Punkt mit den Rohstoffen genannt und auch da hat er recht.

"Wir" schauen ansonsten gerne weg wenn es nichts zu holen gibt und verkaufen auch gerne Waffen um deutsche Arbeitsplätze zu sichern.
Die Saudis stehen voll auf unsere Waffen....
Selbstverständlich wird Deutschlands Sicherheit auch am anderen Ende der Welt verteidigt. Der Bündnisfall war gerechtfertigt, ob der Einsatz noch weiterlaufen muss ist eine andere Frage.

Außerdem sollten die, die sich immer auf das Völkerrecht berufen wenn sie so eine Diskussion beginnen auch beachten, dass Recht abgewogen werden muss.
Nur deswegen haben auch die Grünen beim Kosovo mitgemacht. Vielleicht fällt dir das entsprechende Zitat dazu auch ein.
 
Die Taliban sind stärker als sie es 2001 waren und gegen solche Jihadisten helfen keine ausländischen Truppen, nur eine starke, entschlossene heimische Armee. Die gibt es dort nicht.
 
Status
Für weitere Antworten geschlossen.
Zurück