Natürlich ging von syrischen Boden Anschläge und somit Angiffe aus, genauso wie AlQuaida das gleiche von afghanischen Boden gemacht hat!
Weder das eine noch das andere ist oder war der Fall. Al Kaida ist vor allem für Anschläge von US- und südafrikanischem Territorium aus bekannt und von Syrien wurden Kampfhandlungen maximal in den Irak getragen.
Dr Unterschied ist ledeglich, das die damalige afghanische "Regierung" Al Quaida gedeckt hat und ihnen alle logistischen Mittel zur Verfügung gestellt hat
Der zweite Teil ist übrigens auch falsch und der erste relativ. Al Kaida hatte in Afghanistan nur wenig direkte Unterstützung, Nachfolgeorganisationen bekämpfen sich heute sogar mit der Taliban. Letztere war Bin Laden nur wesentlich näher als den USA und entsprechend nicht bereit, ihn auszuliefern. Aber ein gemeinsamer Feind macht noch keine Freundschaft. Noch genauer könnte man sagen: Sie wurden nicht einmal in angemessener Weise danach gefragt, denn sie waren aus Sicht beinahe der gesamten restlichen Welt nicht "die afghanische Regierung", auch wenn sie fast das gesamte Land kontrollierten. Für die USA und Deutschland war die Nordallianz "Afghanistan", nicht das Emirat. Und nach einigen schnellen direkten Angriffen gegen Al Kaida basen ohne jegliche Völkerrechtliche Deckung haben die USA auch "an der Seite" der Nordallianz ihren Krieg geführt. (So ähnlich wie sie in Vietnam nur "zur Hilfe kamen", etc.)
Es ist völlig Scheißegal welchen Pass ein Angreifer hat, was nicht egal ist, wo das Logistikzentrum steht, in dem alles geplant wurde, ausgebildet und bewaffnet wurde und wie groß die Gefahr ist, dass sich das ständig wiederholt!
Die Staatsbürgerschaft ist sogar einer der wichtigsten Aspekte überhaupt...
Und beispielsweise Al Kaidas Ausbildungszentren waren in diversen Ländern verteilt, eine Logistik hatten sie gar nicht und die Vorbereitungen für 9/11 fanden komplett in Deutschland und den USA statt. Die Finanzierung lief mutmaßlicherweise über Saudi-Arabien, Teile der Kommunikation über Frankreich. Wenn du daraus einen Angriff "aus Afghanistan" ableiten kannst, dann ist 39 nicht Deutschland, sondern Österreich in Polen einmarschiert, die RAF wäre ein Verteidigungsfall der NATO gegen die UdSSR gewesen und wenn das nächste Mal ein Berliner(!) Eintracht-Fan einen HSVler beleidigt, wird das Waldstadion abgerissen.
Diese Gefahr ist und war sowohl bei Al Quaida gegeben, als auch beim IS. Dazu ist es noch höchst fraglich, ob man einen Staat als souverän ansehen kann, der nicht in der Lage ist einen territorialen Terrorstaat auf seinem eigenen Staatsgebiet zu verhindern und das über Jahre.
"Kann" ist nicht fraglich. "Kann" ist definitiv möglich. Beweis: Deutschland kann das, die USA können das, Frankreich kann das und 190 weitere Staaten weltweit können das auch.
Ob man es "sollte" ist tatsächlich fraglich. Ich finde das auch ehrlich gesagt reichlich bescheurt und in dem Moment, in dem man erkannt hätte, dass der IS zwar ein Arschlochstaat ist, aber eben ein Staat, hätte man auch diverse völkerrechtliche Regelungen auf ihn anwenden können. Hat man aber nicht. Genausowenig wie man Rovaja anerkennt, Tranistrien, Palästina (okay, letztere haben auch nur eingeschränkte Kontrolle über ihr Territorium) oder Taiwan. Wenn du mit dem Völkerrecht schon zu kämpfen hast, dann solltest du über Diplomatie gar nicht erst nachdenken, sondern einfach hinnehmen, dass diverse "ist"s nicht so wirklich zu einem intuitiven oder vorgegebenen "sollte" passen.
Ich weiß nicht, ob du es gesehen hast (bei mir liegt der Beitrag genau auf Beginn einer neuen Seite), aber zwischen diesem deinem Post und dem, auf dem du antwortest, wurden noch zwei weitere mit Bezug zu einer deiner vorherigen Aussagen geschrieben.