Deutsche Telekom: Vectoring ist Wettbewerb und Reseller sind Jammerlappen

..........................
Gerade VF sollte jetzt eher den Ball nach der Übernahme von Kabel Deutschland verdammt flach halten. Denn das eigentliche Netz von Kabel Deutschland stammt noch aus den Zeiten, als die damalige Deutsche Bundespost dieses aufgebaut und auch betrieben hatte, aber dieses im Zuge der Privatisierung verkaufen mußte. Kabel DE mußte dann "nur" noch die Knotenpunkte aufbauen und die technischen Voraussetzungen schaffen, damit Internet über das Kabelnetz möglich war. Den kostenintensivsten Part des eigentlichen Netzaufbaus hatte damals jedoch noch die Deutsche Bundespost als Staatsunternehmen gemacht.


Im Prinzip hast du da Recht, aber denk mal nach, woher die T-Kom die Leitungen hat. ;)

Zum Glück haben wir hier htp und ich bin seit Jahren zufriedener Kunde mit vollen 50MBit.:daumen:
 
Reseller hingegen sollten weniger jammern und mehr machen.
Es wäre besser für Deutschland, wenn andere auch ausbauen würden. Darum habe ich höchsten Respekt vor den lokalen Anbietern, die das tun. Aber ich habe wenig Respekt vor denen, die nichts investieren und ihre Gewinne auf fremden Netzen einstreichen. Jammern baut kein Netz. Besser investieren als kritisieren. Dann haben wir echten Wettbewerb der Infrastrukturen.

Dito, leider hat er komplett Recht, und kein Reseller investiert in das Netz.
 
Dito, leider hat er komplett Recht, und kein Reseller investiert in das Netz.
Selbst wenn, wie sollte das denn gehen wenn die Telekom die Exklusivrechte auf die Verteiler hat?
Soll jetzt jedes Unternehmen die Straße aufreißen dürfen um ihre eigenen Leitungen zu verlegen? Was machst du bei 3-4 Anbietern, separat 3-4 Kabel verlegen, die Straße 3-4 mal aufreißen? Wie stimmt man die Ausbautermine ab, wer darf zu Erst etc.?

Die Telekom muss ihr Bundespost-Netz aber auch instand halten.
Natürlich. Sie müssen ihr Netz was sie für ein APpel und ein Ei bekommen haben ohne ein eigenes aufzubauen und mit dem sie sich jetzt eine goldene Nase verdienen instandhalten, völlig normal.

MfG
 
Ich glaub Vodafone ist in der Sache auch relativ ruhig. Sie wissen schon warum. Es ist eher das Team Marcel Davis was da rumplärrt

Vodafone hat KD gekauft und baut ihre VDSL-Sparte ab so hart wie es geht. Sie wissen schon warum, sie wollen als Anbieter gesehen werden, nicht als Resale-whatever.

Die Anbieter motzen aber zurecht, es darf kein Monopol in dem Bereich geben. Und würde die Telekom nur FTTH verbauen, wäre das gar kein Thema, aber nein, sie wollen das Land noch über 10 Jahre mit dem Kupferkabel quälen so wie die "Roadmap" aussieht.
Ich hoffe mal die Telekom kriegt richtig eins aufs Dach, wenn nicht von unseren Politikern, dann auf der EU-Ebene.
 
Soll jetzt jedes Unternehmen die Straße aufreißen dürfen um ihre eigenen Leitungen zu verlegen? Was machst du bei 3-4 Anbietern, separat 3-4 Kabel verlegen, die Straße 3-4 mal aufreißen? Wie stimmt man die Ausbautermine ab, wer darf zu Erst etc.?

Genau das ist das große Problem beim FTTH Ausbau. Es ist Stückwerk bei dem jeder sein eigenes Süppchen kocht. So wird der deutschlandweite Ausbau aber nie etwas. Da muss (von staatlicher Seite) ein klares Konzept her, wie und mit welchen Modalitäten FTTH ausgebaut wird. Und alle Anbieter müssen da mitziehen und ihren (finanziellen Teil) dazu beitragen. Aber die Beine hochzulegen nach dem Motto "Telekom mach mal" ist der absolut falsche Weg.
 
Genau das ist das große Problem beim FTTH Ausbau. Es ist Stückwerk bei dem jeder sein eigenes Süppchen kocht. So wird der deutschlandweite Ausbau aber nie etwas. Da muss (von staatlicher Seite) ein klares Konzept her, wie und mit welchen Modalitäten FTTH ausgebaut wird. Und alle Anbieter müssen da mitziehen und ihren (finanziellen Teil) dazu beitragen. Aber die Beine hochzulegen nach dem Motto "Telekom mach mal" ist der absolut falsche Weg.

Das ist aber jetzt schon so und wird auch genau so bleiben, denn die Telekom kriegt Geld in den Popo geblasen, anstatt alles selbst zu investieren.
Man muss die Telekom dazu verdonnern das gesamte Glasfasernetz bis zum Kunden im Land hier auszubauen und es dann jedem willigen bereitzustellen - genau so wie es z.B. beim Strom ist.
Nur dann wird das auch was.
Blöderweise weigert sich die Telekom und unsere Politiker sind da weicher als ein nasser Schwamm wenn es darum geht, bei der Lobby mal richtig die Eier einzuklemmen und denen zu sagen das es halt nicht so geht. Ich hoffe mal das die EU-Politiker etwas härtere Eier haben, ansonsten sind wir hier auf sehr lange Zeit auf das "bis zu"-Internet mit beschissenen Geschwindigkeiten verdammt.
 
Man muss die Telekom dazu verdonnern das gesamte Glasfasernetz bis zum Kunden im Land hier auszubauen und es dann jedem willigen bereitzustellen - genau so wie es z.B. beim Strom ist.

Nö. Man kann nicht von einem Konzern verlangen, dass er ganz alleine für alle anderen ein ganzes Netz für Deutschland baut.
 
Nö. Man kann nicht von einem Konzern verlangen, dass er ganz alleine für alle anderen ein ganzes Netz für Deutschland baut.

Klar kann man, denn dieser verdient damit sein Geld, entweder direkt oder wenn er das Netz vermietet, so funktioniert der Spaß halt. In vielen anderen Bereichen auch.
Ansonsten hast du dann solche Zustände wie in einigen anderen Ländern, wo jeder Anbieter seinen Kabelsalat hinhängt. Ausserdem ist es bereits so, bei FTTH wird die Telekom nicht zu 100% alles ausbauen, aber sehr viel, mit großem Abstand zu anderen Anbietern. Da hängt auch damit zusammen wie die Verteilung aktuell ist und wieviel Kohle die Konzerne eigentlich haben.
Was denkste warum kleine lokale Anbieter nicht das gesamte Gebiet ausbauen - na weil sie das finanziell nicht stemmen können, die Telekom kann dies hingegen.
Niemand verlangt das die Telekom draufzahlt wie es z.B. Google mit ihrem Fibre machen (denn bei den Preisen lohnen sich die Leitungen nicht in absehbarer Zeit bei denen).

Aber das hatten wir schon.
Ich freue mich schon drauf wenn die EU dem Konzern mal mächtig in den Hintern tritt. Speziell deswegen weil sie nicht wie unsere Politiker vor der Telekom auf die Knie fallen.
 
Die EU wird da aber keinen Dampf machen, die sind viel zu beschäftigt damit, sich durch das 2017 kommende TTIP "nehmen" zu lassen.
Ich denke mal bis bei mir ("Randgebiet", auf der Roadmap nicht mal ein Ausbau geplant) was passiert, bin ich Bundeskanzler und war schon 3x auf der Sonne.
Da kann dein Wohngebiet noch so schön sein, wenn du an guten Tagen 6-8Mbit reinbekommst, macht es einfach keinen Spaß.
 
Genau das ist das große Problem beim FTTH Ausbau. Es ist Stückwerk bei dem jeder sein eigenes Süppchen kocht. So wird der deutschlandweite Ausbau aber nie etwas. Da muss (von staatlicher Seite) ein klares Konzept her, wie und mit welchen Modalitäten FTTH ausgebaut wird. Und alle Anbieter müssen da mitziehen und ihren (finanziellen Teil) dazu beitragen. Aber die Beine hochzulegen nach dem Motto "Telekom mach mal" ist der absolut falsche Weg.
Genau das ist der Punkt aber statt sich sinnvolle Gedanken um den zukunftssicheren Gesamtausbau zu machen und diesen zu finanzieren, beauftragt man lieber "ein" Unternehmen damit alte Bestandstechnologie auszureizen und schließt gleichzeitg auch noch den Wettbewerb aus. Genau das ist ja der Kern der Kritik. Dazu dann noch die kontraproduktive Zeitvorgabe, die eigentlich keinen vernünftigen Ausbau zulässt. SO kann das wirklich nichts werden.

Nö. Man kann nicht von einem Konzern verlangen, dass er ganz alleine für alle anderen ein ganzes Netz für Deutschland baut.
WIeso nicht, wenn dass der Staat bezahlt, sie wie jetzt fast auch siehe Vectoringausbau?

MfG
 
WIeso nicht, wenn dass der Staat bezahlt, sie wie jetzt fast auch siehe Vectoringausbau?

Das bezieht sich auf vorherige Diskussionen mit Cryon. Er erwartet nämlich nicht nur, dass die Telekom alleine ausbaut, sondern die Kosten in Höhe von geschätzten 70-80 Mrd. € auch noch aus eigener Tasche bezahlt. Und das ist unrealistisch.
 
Das bezieht sich auf vorherige Diskussionen mit Cryon. Er erwartet nämlich nicht nur, dass die Telekom alleine ausbaut, sondern die Kosten in Höhe von geschätzten 70-80 Mrd. € auch noch aus eigener Tasche bezahlt. Und das ist unrealistisch.

Anbieter in anderen Ländern machen das auch und motzen nicht, verlangen nicht so hohe Preise, decken ihre Kosten aber.
Auch hier machen die kleinen Anbieter was, die lassen sich nicht von Papa Staat durchsponsorn damit das machbar wird. Und rate mal, die stellen ihre Netze sogar anderen zur Verfügung.

Ich warte mal ab was passiert, irgendwer kriegt auf jeden Fall aufs Dach und ich sehe da ein fettes rosa Dach. Nicht nur ich.
Die Telekom ist die größte Fortschrittsbremse die wir hier in diesem Land haben. Abschaffen geht aber nicht, mit etwas (viel) Druck sollte der Konzern aber mal in die Gänge kommen.
 
Selbst wenn, wie sollte das denn gehen wenn die Telekom die Exklusivrechte auf die Verteiler hat?
Soll jetzt jedes Unternehmen die Straße aufreißen dürfen um ihre eigenen Leitungen zu verlegen? Was machst du bei 3-4 Anbietern, separat 3-4 Kabel verlegen, die Straße 3-4 mal aufreißen? Wie stimmt man die Ausbautermine ab, wer darf zu Erst etc.?


Natürlich. Sie müssen ihr Netz was sie für ein APpel und ein Ei bekommen haben ohne ein eigenes aufzubauen und mit dem sie sich jetzt eine goldene Nase verdienen instandhalten, völlig normal.

MfG
Leider stimmt das nicht, Ausbau kann jeder und die KVz kann jeder kaufen und Ausbauen. Angebote sind dazu da.

Und die alten Leitungen vor der Verstaatlichung, gibt es nicht mehr. Darüber lässt sich nichts über ISDN realisieren.

Bis 2018 will Telekom alle auf Annex J und 50k umstellen. Das ist gigantisch.

Gesendet von meinem SM-N915FY mit Tapatalk
 
Und die alten Leitungen vor der Verstaatlichung, gibt es nicht mehr. Darüber lässt sich nichts über ISDN realisieren.
Jein, die TALs sind, von OPAL, dem modernen FTTH und Neubaugebieten abgesehen, aus Bundes- oder Reichspost-Zeiten, das Backbone aber selbstverständlich nicht.
Bis 2018 will Telekom alle auf Annex J und 50k umstellen. Das ist gigantisch.
Und stimmt nicht. Bis 2018 will die Telekom alle Anschlüsse auf VoIP umgestellt haben, das bedeutet aber nicht immer Annex J. Annex J gibt es nur mit ADSL2+, aber es gibt auch ADSL2+-IP-Anschlüsse mit Annex B. VDSL2(-Vectoring) gibt es nicht mit Annex J. Und es wird natürlich auch noch nicht überall eine Geschwindigkeit von 50 Mbit/s verfügbar sein, das hat die Telekom aber auch nie behauptet.
 
Zuletzt bearbeitet:
Anbieter in anderen Ländern machen das auch und motzen nicht, verlangen nicht so hohe Preise, decken ihre Kosten aber.

In welchen demokratischen Ländern in denen freie Marktwirtschaft betrieben wird, baut ein einzelnes privatwirtschaftliches (börsennotiertes) gewinnorientiertes Unternehmen komplett auf eigene Kosten, ohne Zuschüsse, für das ganze Land und für die Konkurrenz FTTH? Und das dann trotz Milliarden Investitionen und gleichzeitig niedrigen Preisen auch noch kostendeckend (Quadratur des Kreises...)???
 
Zuletzt bearbeitet:
Jein, die TALs sind, von OPAL, dem modernen FTTH und Neubaugebieten abgesehen, aus Bundes- oder Reichspost-Zeiten, das Backbone aber selbstverständlich nicht.
Und stimmt nicht. Bis 2018 will die Telekom alle Anschlüsse auf VoIP umgestellt haben, das bedeutet aber nicht immer Annex J. Annex J gibt es nur mit ADSL2+, aber es gibt auch ADSL2+-IP-Anschlüsse mit Annex B. VDSL2(-Vectoring) gibt es nicht mit Annex J. Und es wird natürlich auch noch nicht überall eine Geschwindigkeit von 50 Mbit/s verfügbar sein, das hat die Telekom aber auch nie behauptet.
Und stimmt auch nicht, im ADSL-FMDB hab ich gesehen, 100k mit Vectoring und Annex-J. Selbst mit 25 und 50k möglich.

Ha, die TAL sind nur geringfügig noch von...., da die Leitung in den letzten Jahren getauscht wurden weil es nur Probleme gab.

Gesendet von meinem SM-N915FY mit Tapatalk
 
Und stimmt auch nicht, im ADSL-FMDB hab ich gesehen, 100k mit Vectoring und Annex-J. Selbst mit 25 und 50k möglich.
Meinst du vielleicht „ohne Splitter“?
Annex J mit VDSL2 gibt es nicht, auch nicht mit Vectoring.
Außerdem bedeutet „Annex“ bei VDSL2 sowieso etwas anderes.
Die Bedeutung des Annexes bei ADSL(2+) hat bei VDSL2 der Bandplan.
 
In welchen demokratischen Ländern in denen freie Marktwirtschaft betrieben wird, baut ein einzelnes privatwirtschaftliches (börsennotiertes) gewinnorientiertes Unternehmen komplett auf eigene Kosten, ohne Zuschüsse, für das ganze Land und für die Konkurrenz FTTH? Und das dann trotz Milliarden Investitionen und gleichzeitig niedrigen Preisen auch noch kostendeckend (Quadratur des Kreises...)???

Eigentlich überall, denn das rechnet sich über die Laufzeit der Leitungen. Man darf halt nicht erwarten das diese Leitungen beim vermieten nach 4-5 Jahren schon reine Gewinne abwerfen. Die werden sich 20-30 Jahre lang refinanzieren, bis sie auf schwarze Zahlen kommen. Das ist normal. Auch bei unseren Preisen. Oberleitungen sind da billiger.

Was denkste wie die Stadtwerke das hier machen (wenn sie ausbauen, sind ja net so viele)? Die verlegen das nebenbei wenn sie buddeln, sparen extrem viel Geld und können das deutlich schneller in die Gewinnzone bringen.
 
Eigentlich überall.

Ich möchte kein lapidares "überall" sondern konkrete Beispiele, wo das so läuft wie von mir beschrieben und von dir gegenüber der Telekom gefordert.
Wo konkret baut also ein gewinnorientiertes privatwirtschaftliches Unternehmen auf eigene Kosten und ohne Zuschüsse für ein ganzes Land (und für die Konkurrenz) ein FTTH Netz?

Was denkste wie die Stadtwerke das hier machen (wenn sie ausbauen, sind ja net so viele)? Die verlegen das nebenbei wenn sie buddeln, sparen extrem viel Geld und können das deutlich schneller in die Gewinnzone bringen.

Dir ist aber bewusst, dass Stadtwerke keine privatwirtschaftlichen Unternehmen sind, sondern städtische Betriebe, und sich nicht mit der Telekom vergleichen lassen?
 
Zuletzt bearbeitet:
Zurück