Far Cry 6 (7.75/10)
Nach 46 Stunden bin ich jetzt auch mit Far Cry 6 fertig, und ich dürfte auch alles gemacht haben was das Spiel so hat (alle Basen, Nebenmissionen, Schatzsuche usw.).
Zum Einen gefällt mir, wie für Far Cry üblich, das Gameplay bzw Gunplay sehr, es macht einfach Spaß mit den unterschiedlichen Waffen und Gadgets zu spielen, das ist definitiv ein Pluspunkt.
Grafisch finde ich es mit RT außerordentlich hübsch, um es hier anhand einiger Screenshots zu verdeutlichen (3440*1440P, alles Ultra außer Schatten auf Hoch inkl. Raytracing Reflektionen und 1.2 facher Auflösungsskalierung):
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Um bei der Technik zu bleiben, die KI scheint doch relativ doof zu sein, der Soundtrack ist "ok", die Radiomusik gefiel mir nur selten. Die Fahrzeugsteuerung gefiel mir wiederum um einiges besser.
Das Spiel bietet Ubisoft typischen Füllstoff an, wie Basen usw.
Ich fand diese diesmal ganz unterhaltsam, gerade die Schatzsuchen waren schon sehr toll gemacht.
Die Nebenmissionen sind zumeist nicht allzu vielfältig, die eine oder andere hat jedoch eine ganz interessante Hintergrundgeschichte.
Und nun zur Story, und da stört mich vieles.
Zum Einen hat man natürlich den typischen Bösewicht, und der wird von Giancarlo Esposito grundsätzlich gut gespielt, nur kommt er meiner Meinung nach einfach zu selten vor, abseits von Zwischensequenzen nach bestimmten Ereignissen.
Sehr negativ zu bemerken ist jedoch dass Ubisoft es nicht geschafft hat, bei einem so ernstem Thema, einer Revolution gegen einen Diktator, eine gewisse Ernsthaftigkeit zu zeigen. All die Akteure, fast alle relevanten Story Charaktere sind "hip" und "cool". Die Revolution scheint wie ein Spiel zu sein, man feiert komische "Partys" nach bestimmten Ereignissen, der "Cringe Faktor", um es mal so zu nennen, ist extrem hoch, in einigen Szenen wollte bzw konnte ich kaum zuhören bzw zusehen, so hoch ist der Fremdschämfaktor.
Das ist bei Ubisoft kein Einzelfall, bei Watch Dogs 2 bzw 3 hatte man das genauso oder auch in Far Cry New Dawn.
Das ganze Szenario mit einem so guten Schauspieler hat wahnsinnig viel Potential, man hätte hier eine tolle Geschichte aufbauen können und das ganze ernst belassen müssen, nicht so "hipp" und "cool", als wäre eine Revolution wie eine Party.
Das tolle Gameplay, die wirklich wunderschöne Spielwelt, der Umfang an Waffen, Gadget und Möglichkeit sehr vieles zu customizen und der Bösewicht der, wenn er in Erscheinung trat das sehr gut gemacht hat (genauso wie ein paar andere Bösewichte auch), das sind alles große Pluspunkte, aber praktisch alle anderen Story Charaktere sind einfach nur richtig cringe.
Beim nächsten Mal bitte, gerade bei so einem Thema, die Ernsthaftigkeit beibehalten, keine 0815 peinlichen Cringecharaktere aufbauen, dann passt der Rest auch, Ubisoft hat hier enorm viel Potential verschenkt.
Was mich auch etwas störte war die doch geringe Anzahl an normalen NPC's in der Hauptstadt, es ist unglaubwürdig wenn 80% der "Bürger" Soldaten sind.