Um die Ressourcen aus der EU nutzen zu können, muss in den kompletten Strang von der Erschließung, Förderung, Verarbeitung und Herstellung investiert werden. Mir EU Löhnen wird sich ein PV Modul überschlagsweise im Preis fast verdreifachen.
Das halte ich für übertrieben. Der Produktpreis hängt ja nicht linear von den Lohnkosten ab.
Da von Nov-März die PV Erträge praktiv fast gegen null laufen, bleibt nur Windkraft.
Naja, "nur" ist gut. Die macht ja aktuell rund das Doppelte der Solarenergie aus. Im Winter weht auch in der Regel fast so viel mehr Wind, dass das die niedrigen Solarerträge fast kompensiert. Man darf aber halt nicht vergessen, dass im Winter auch geheizt werden muss, wofür im Moment hauptsächlich fossiles Gas verwendet wird. Aber das ist auch nicht ganz so schlimm, weil Wärmepumpen ja nur einen Bruchteil der Energie benötigen. Wenn man wirklich das ganze Jahr über rein erneuerbare Nutzen will, wird es sich vermutlich schon anbieten, im Sommer Wasserstoff zu erzeugen und den im Winter zu verbrauchen. Aber das sollte natürlich einen möglichst geringen Anteil des Verbrauchs ausmachen, weil das ziemlich ineffizient ist.
Aber wie gesagt, es müssen ja nicht 100% sein, damit man einen spürbaren Effekt hat.
Nutzung von BiDiLaden: der Akku des Fahrzeuges wird damit gestresst und damit fällt der Wiederverkaufspreis für den Halter.
Naja, dafür müsste der Akku aber auch der Flaschenhals bei der Lebensdauer sein. Im Moment deutet viel darauf hin, dass das aber nicht so ist.
Bei einem Überschuss müsste der Wagen angeschlossen und per fernsignal vollgeladen werden: sind der Großteil der Autos tagsüber, wenn die Sonne scheint, an der Ladesäule?
Autos stehen generell fast nur rum, das sollte sich also einrichten lassen.
Reicht deren Kapa für den Überschuss aus? Kann der Überschuss auch mit so hohen Strömen in die Akkus geladen werden? Lassen das die Kunden zu und zu welchem Preis pro KWh? Was ist mit den Steuervorteile? Lässt sich die Komplexität des EU-Stromnetzes in Echtzeit steuern?
Ist doch egal, ob sie reicht. Sie nicht zu nutzen, wäre trotzdem unsinnig. Hohe Ströme sollte man eigentlich eh nicht brauchen, man hat ja mehrere Stunden Zeit. Idealerweise sollten die Kunden das schon zulassen, weil sie den Strom für mehr Geld abgeben können, als sie für ihn bezahlt haben. Dazu müsste man aber vermutlich noch mal ein ernstes Wörtchen mit den Netzbetreibern reden.
Seit Jahren Fragen über Fragen und bisher wenige Antworten und Lösungen. Leider.
Naja, ich weiß ja nicht. Ich habe eher das Gefühl, dass da bewusst Zweifel gesäht werden, um mit etablierten Methoden noch länger Geld machen zu können. Und ständig wird haufenweise Geld in irgendwelche aussterbenden Industrien versenkt, um Arbeitsplätze zu erhalten, die dann trotzdem abgebaut werden, während hier sich voraussichtlich langfristig lohnende Arbeitsplätze förmlich darum betteln, geschaffen zu werden.
Und ich weiß auch nicht, warum gerade in dem Bereich scheinbar so gar kein Selbstvertrauen da sein soll, während extrem viel Innovation in dem Feld eh schon aus Deutschland kommt und auf der anderen Seite im Brustton der Überzeugung irgendwas von "hocheffizienten Verbrennern" gefaselt wird, die für einen relevanten Effekt weit jenseits der Grenzen der uns bekannten Physik operieren müssten.