Der Energiewende Thread

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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Das Problem ist, aber das Deutschland das Klima alleine nicht retten kann, sehr wohl kann man aber die eigene wirtschaftliche Stabilität alleine kaputt machen.
Das ist auch nur so eine Schutzbehauptung der sich nicht wirklich ändern wollenden Menschen in diesem Land, denn das verlangt auch keiner!

83 Mio. Deutsche sind sicherlich keine 1.3 Mrd. Chinesen. Aber diese Schutzbehauptung lässt absichtlich außer Acht, dass es ja eigentlich 500 Mio. Europäer sind, die zwar noch als Nationalstaaten agieren, sich aber eine gemeinsame Klimapolitik gegeben haben. Wenn man nun also mal Europas CO2-Ausstoß mit dem von China vergleicht, dann relativiert sich vieles. Deswegen ist ja auch die pro Kopf Angabe so wichtig! Das machen aber die Rückwärtsgewandten nicht, weil damit ja deren Argument deutlich an Kraft verlieren würden. Obendrein bauen gerade die Chinesen massiv erneuerbare Energieerzeugung aus - deutlich stärker als bei uns in der EU! Apropos EU; der europäische Süden baut aktuell auch massiv Solar- und Windenergiegewinnung aus.

Übrigens: Wir sind in der EU bei Stromerzeugung mittlerweile bei über 40 % aus erneuerbaren Energien angekommen.

Davon ab, um beim CO2 zu bleiben, folgende Aussage

Chinas CO2-Emissionen im globalen Kontext​

Mit einem Anteil von rund 31 Prozent an den weltweiten CO2-Emissionen stößt China deutlich mehr CO2 aus, als jedes andere Land der Welt. Die USA haben einen Anteil von etwa 13,6 Prozent am weltweiten CO2-Ausstoß im Jahr 2022. China hat jedoch einen Anteil von über 18 Prozent an der Weltbevölkerung. Der pro-Kopf-Ausstoß von CO2-Emissionen in China ist mit etwa acht Tonnen pro Kopf deutlich niedriger als der der westlichen Industriestaaten. Die USA haben einen pro-Kopf-Ausstoß von 14,95 Tonnen CO2. Die USA führen ebenfalls die Liste der Länder mit dem größten kumuliertem CO2-Ausstoß seit 1850 an. Chinas Emissionen sind mit etwa 284,4 Gigatonnen CO2 seit 1850 die zweitgrößten weltweit, allerdings noch weit hinter den 509,1 Gigatonnen CO2, die die USA im selben Zeitraum ausgestoßen haben.
Die EU folgt China aber an der Stelle auf dem Fuße, wobei wir ja aktiv gegensteuern.

Es sei an der Stelle auch gesagt, dass an vielen Stellen auf der Welt daran gearbeitet wird, Energie nicht mehr aus der Verbrennung von fossilen Brennstoffen zu gewinnen. Teils, weil man erkannt hat, welche Folgen das für die Welt hat, aber auch, weil es schlicht billiger ist als fossile Energieträger zu importieren.

Global gesehen, steigt der CO2-Ausstoß, ja. Der Anstieg wird aber ein Ende haben. Der globale Norden wird in den kommenden Jahrzehnten rein von der Anzahl der Menschen kleiner werden. Das betrifft uns Europäer, die Nordamerikaner als auch Russen und Chinesen. Erst überaltern diese Gesellschaften, und dann werden es über die Zeit einfach weniger Leute sein. Weniger Menschen werden auch weniger CO2 produzieren. Wenn man das dann mit CO2-Sparmaßnahmen koppelt und dem "personell" wachsenden globalen Süden hilft, nicht an unsere CO2-Säue-Stelle zu treten, dann kann man durchaus etwas mehr Zuversicht haben.

Nur, wenn man sich hinstellt und so tut, als wäre das eigene Handeln ja nicht relevant, obwohl es genau das doch ist, und meint, man müsse sich nicht ändern, dann wird es niemand tun. Dann reiten wir in den klimatechnischen Untergang. Aber hey, kann den Reaktionären in diesem Land ja egal sein. Ausbaden, im wahrsten Sinne des Wortes, müssen es ja nur andere.
 
Ich verstehe nicht warum man hier der Meinung ist, dass man nur Vorreiter sein kann oder reaktionär. Die EU gibt 2050 als Ziel vor, Deutschland hat sich 2045 vorgenommen. Das ist lobenswert, wenn es gut läuft. Nur würde ich nicht sagen, dass es gut läuft.


Oder beim Thema E-Auto. Man kann von Norwegen lernen, denn die haben nicht nur mit Push- und Pull-Maßnahmen gearbeitet, sie haben auch frühzeitig gesteuert, dass die richtigen Neuwagen gekauft werden.

In Deutschland kannst Du dir immer noch einen 2,5t 500Ps Vebrenner SUV kaufen ohne irgendwelche Lenkungsmaßnahme des Staates. Nein wir verlassen uns da komplett auf den Energiepreis und bestrafen damit jene am härtesten, die wenig Geld haben und sich nur Gebrauchtautos für wenig Geld leisten können. Sorry, aber so etwas regt mich auf.

 
Zuletzt bearbeitet von einem Moderator:
Der Ausbau von Wind- und PV Anlagen in der BRD kommt langsam voran. Und wenn die Sonne scheint und der Wind weht wird auch ordentlich Strom produziert. Sehr gut! Jetzt kommen wir direkt zur alles entscheidenden Frage: wie stellt man mit PV und Windkraft die Grundlast-Versorgung von Industrie, Landwirtschaft, Dienstleistungen und Bevölkerung sicher? Ich könnte jetzt mit Grundlasten, Bedarfsorten, Netzlasten, Verteilungen, Lastspitzen, Überlast und außergewöhnlichen Ereignissen ein Szenario aufbauen, aber dazu habe ich keine Lust. Lass uns doch einfach mal folgenden Chart anschauen der die paar Tage beleuchtet.

@inhuman_nature ... lass uns nun mal ein paar Tage Realität anschauen. Bei PV und Windenergie macht es Sinn sich die Zeiträume Frühjahr, Sommer, Winter eines Jahres zu betrachten. Die Jahreszeiten haben nämlich spezifische Ertragswerte. Damit es möglichst einfach bleibt, betrachte ich nur die Grundlast!

1. Frühjahr / KW07 2024: https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE&year=2024&week=07&source=total

Frühjahr.JPG


Die Grundlast betrug Wochentags ca. 50.000MW, ok?

Hier der Chart zur Erzeugung für die Woche nur PV und Wind: https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE&year=2024&week=07&source=sw

Frühjahr_PV_WK.JPG


Erzeugung zur Absicherung der Grundlast Minimum 2.500MW und im Schnitt 12.000MW. Wir erinnern uns, die Grundlast in dieser Woche betrug 50.000MW. Das bedeutet, dass zu diesem Zeitpunkt mit PV + Wind nur ca. 24% der Grundlast bereitgestellt werden konnten. Und zwischen dem 17.02. und 1802. waren es nur 5%.

Frage: woher nehmen wir im Frühjahr die fehlenden Energie?


2. Sommer / KW24 2024: https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE&year=2024&week=24&source=total

Sommer.JPG


Die Grundlast betrug Wochentags ca. 40.000MW. Ok?

Hier der Chart zur Erzeugung für die Woche nur PV und Wind: https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE&year=2024&week=24&source=sw

Sommer_PV_WK.JPG


Erzeugung zur Absicherung der Grundlast Minimum 4.500MW und im Schnitt 8000MW. Wir erinnern uns, die Grundlast in dieser Woche betrug 40.000MW. Das bedeutet, dass zu diesem Zeitpunkt mit PV + Wind nur ca. 20% der Grundlast bereitgestellt werden konnten. Und zwischen dem 13.06. und 14.06. waren es nur 11%.
Aber, es wurden kumulative Leistungsspitzen von bis zu 52mW erreicht. Bei der theoretischen Möglichkeit einer Speicherung dieser Erträge könnte eine Grundlast von bis zu 25MW abgedeckt werden. Das Delta zur Soll-Grundlast beträgt dann noch immer 15MW.

Frage: woher nehmen wir im Sommer die fehlenden Energie? Und wie sieht die technische Lösung aus täglich 32MW nur für die Grundlast zu speichern und was wir es kosten?


3. Winter / KW1 2025: https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE&year=2025&week=01&source=public

Winter.JPG


Die Grundlast betrug wochentags ca. 50.000MW. Ok?

Hier der Chart zur Erzeugung für die Woche nur PV und Wind: https://www.energy-charts.info/charts/power/chart.htm?l=de&c=DE&year=2025&week=01&source=sw

Winter_PV_WK.JPG


Durchschnittliche Grundlastversorgung ca. 17,5MW (35%). Die minimale Grundlastversorgung betrug 8 MW (16%).

Frage: ist die selbe.

Wie sieht dein Vorschlag aus bzw. wie möchte die Bundesregierung und die EU diese Thematik lösen? Denn bei Betrachtung der Spitzenlasten wird die Herausforderung noch viel größer.

Hinweis: ich möchte nichts totreden oder belehren. Ich möchte lediglich aufzeigen was man vor hat und das der Weg den wir aktuell eingeschlagen haben, nicht nur meiner Meinung nach, der falsche ist. Denn wenn keine Sonne scheint und auch kein Wind bläst, dann bringt uns mehr PV und mehr Windräder auch nichts. Und wer mehr als 150.000MW Energie für 48-72 Stunden speichern möchte, der braucht eine bisher nicht existente Technologie und hunderte Milliarden Euro/USD um es nur in Deutschland zu realisieren.
Und noch eine Sache ist zu betrachten: Überproduzierte Spannungen sind Sprengstoff für Stromversorgungsnetze. Das bedeutet, selbst heute schon muss der teilweise zu viel produzierte Strom ins Ausland verkauft werden oder die Erzeugen abgeschaltet werden. Das heißt, der Investor verdient in dieser Zeit kein Geld. Es sei denn, jemand zahlt eine Entschädigung. Und das wiederum heißt, die Erzeugerkosten würden weiter steigen. Oder?

Ich packe noch einen drauf: aktuell sind ca. 5% der Fahrzeuge auf deutschen Straßen e-Fahrzeuge. Wenn das Ziel der Bundesregierung evtl. irgendwann mal erreicht werden würde, dann würden diese Millionen an zusätzlichen Fahrzeugen den Grundlastbedarf nochmals ordentlich anheben. Die technische Herausforderung würde massiv steigen.

Übrigens, ich halte die fossilen Rohstoffe für viel zu wertvoll, als das man sie zur Energieerzeugung verbrennt.
 

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In Deutschland kannst Du dir immer noch einen 2,5t 500Ps Vebrenner SUV kaufen ohne irgendwelche Lenkungsmaßnahme des Staates. Nein wir verlassen uns da komplett auf den Energiepreis und bestrafen damit jene am härtesten, die wenig Geld haben und sich nur Gebrauchtautos für wenig Geld leisten können. Sorry, aber so etwas regt mich auf.
Das liegt an der Autolobby bei uns. Die hat man in Norwegen nicht.

Erstaunlich ist zudem, dass die Norweger ihren Wohlstand ja auf fossilen Energieträgern aufbauen, während man gleichzeitig aber bei über 99 % Strom aus erneuerbaren Energien liegt. Und das, oh Wunder!!, sogar ohne Kernkraftwerke.

Warum Humbug? Weil dir das Ergebnis nicht gefällt? Hast du eine Antwort auf meine Fragen, dann los! Vielleicht irre ich mich ja ;)
Weil es Humbug ist in einem Verbundnetz, wo je nach Bedarf, Situation und Preis von Ost nach West von Nord nach Süd und kreuz und quer Strom durch die Leitungen Europas fließt.

Wenn du jetzt mit einem Chart kommt, in dem steht, dass Deutschland sich in bestimmten Momenten nicht 100 % alleine versorgen kann, obwohl das ÜBERHAUPT NICHT NOTWENDIG IST, dann ist das halt geframter Quatsch und nichts weiter.
 
Erstaunlich ist zudem, dass die Norweger ihren Wohlstand ja auf fossilen Energieträgern aufbauen, während man gleichzeitig aber bei über 99 % Strom aus erneuerbaren Energien liegt. Und das, oh Wunder!!, sogar ohne Kernkraftwerk.
Erstaunlich? Das ist meiner Meinung das konsequente nutzen von vorhandenen Ressourcen. Die NOR können es sich halt aussuchen und trotzdem wird für die Energiegewinnung noch Gas verbrannt. Welche Verschwendung!

 
Zuletzt bearbeitet:
Das liegt an der Autolobby bei uns. Die hat man in Norwegen nicht.

Erstaunlich ist zudem, dass die Norweger ihren Wohlstand ja auf fossilen Energieträgern aufbauen, während man gleichzeitig aber bei über 99 % Strom aus erneuerbaren Energien liegt. Und das, oh Wunder!!, sogar ohne Kernkraftwerke.
Und erreicht hat man damit nur, dass unser Automobilindustrie rückständig geworden ist. Und die E-Autos vergleichsweise unattraktiv. Leider ist das einzige was der Regierung einfiel, die Energie und Benzin teurer zu machen. Norwegen zeigt uns, dass man die Ziele auch anders erreichen kann. Da kostet das Benzin nicht wesentlich mehr als hier, aber einen neuen Verbrenner zu kaufen ist teuer.
 
Und erreicht hat man damit nur, dass unser Automobilindustrie rückständig geworden ist.
Ja, es gibt sogar Videos, wo Vorstandschefs deutscher Autobauer Tesla verlachten, um kaum 5 Jahre später den Anschluss verpasst zu haben und Zehntausende zu entlassen. Eigentlich gehören solche Manager vor ein Gericht.

Die NOR können es sich halt aussuchen und trotzdem wird für die Energiegewinnung noch Gas verbrannt.
Für 1,1 % des Bedarfs. Du machst dich lächerlich und merkst es nicht. Sehr bedauerlich.
 
Für 1,1 % des Bedarfs. Du machst dich lächerlich und merkst es nicht. Sehr bedauerlich.
Mir ist egal was du meinst. Es ist belanglos solange du hier nur rumtrollst, nicht auf berechtigte und herausgearbeitete Fragestellungen eingehst und dich in den Austausch von zwei Personen ungebeten von Beiden einmischt.
Weiter wirfst du anderen User vor sie stellen nir "Schutzbehauptungen" auf. Dabei bist du es der sich beinahe stetig einer faktenbasierten Diskussion mit entzieht.

Bemerkenswert wäre es, wenn die Ressourcen von NOR in einem eu-Projekt zur Versorgung der Grundlasten von allen EU Staaten genutzt werden könnten. Selbiges mit Geothermie auf Island und Gezeitenkraftwerke. Nur das bringt Sicherheit für die Grundlast. Wind und PV sind nur Filler. Das kann man in meinem Beitrag sehen. Und wie decken die restlichen EU Staaten ihre Grundlast? Mit Wind und PV? Nein hauptsächlich mit Öl, Gas, Kohle und Atomkraft. Das ist die Realität.
 
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ist, dass wir ein Verbundnetz in Europa haben. So, wie wir Strom aus Wasserkraft aus Norwegen, Atomstrom aus Frankreich als auch Kohlestrom aus Polen und bei uns aus Kohle und Gas beziehen, so versorgen wir andere Länder mit Strom, wenn bei uns der Strom im Überfluss da ist. Damit werden Pumpspeicherkraftwerke im Sommer in Norwegen gespeist und Frankreich versorgt, wenn deren AKW z.B. wegen zu warmer Flüsse mit minderer Leistung gefahren werden müssen.

Du betrachtest D als einzelnes Land und tust dabei so, als wenn wir hier zu wenig Strom hätten. Für sich betrachtet stimmt es auch, aber es ist egal! Ich sitze und saß in 2024 weder im Dunkeln, noch war das bei unseren Nachbarn so.

Also, wo ist dein Problem? Ich sehe es nicht, und ich erlebe es nicht.

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Es hat schon seinen Grund, warum ich mich immer und immer in dir verbeiße. Du kommst immer mit negativen Aussagen daher. Die Ukraine: Schon verloren. Der Westen: Verkommen. Die Energiewende: Funktioniert nicht. Und und und. Du kannst dich noch so sehr über "personenbezogene Angriffe" beschweren. Ich werde dir, solange es in meinen Augen nachweislich, weil real nicht existent, Humbug ist, auch immer wieder deine Aussagen genau deswegen um die Ohren hauen. Das einzige, was ich nicht mehr machen werde, ist dich irgendwie zu titulieren, denn das ist bei denen, die dich mittlerweile lange genug kennen und hier mitschreiben, eh bekannte Sache.
 
ist, dass wir ein Verbundnetz in Europa haben. So, wie wir Strom aus Wasserkraft aus Norwegen, Atomstrom aus Frankreich als auch Kohlestrom aus Polen und bei uns aus Kohle und Gas beziehen, so versorgen wir andere Länder mit Strom, wenn bei uns der Strom im Überfluss da ist. Damit werden Pumpspeicherkraftwerke im Sommer in Norwegen gespeist und Frankreich versorgt, wenn deren AKW z.B. wegen zu warmer Flüsse mit minderer Leistung gefahren werden müssen.

Du betrachtest D als einzelnes Land und tust dabei so, als wenn wir hier zu wenig Strom hätten. Für sich betrachtet stimmt es auch, aber es ist egal! Ich sitze und saß in 2024 weder im Dunkeln, noch war das bei unseren Nachbarn so.

Also, wo ist dein Problem? Ich sehe es nicht, und ich erlebe es nicht.
Nur weil du es nicht siehst und erlebst heisst es nicht das es nicht existiert.
Wir warten mal auf die Antwort auf meine Fragen. In dem Zusammenhang werde ich dir anhand von Fakten aufzeigen, was der Harken an dem Konstrukt mit Bezug auf die Umweltziele ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
was der Harken an dem Konstrukt mit Bezug auf die Umweltziele ist.
Fakten basieren auf Belegen und nicht auf politisch gefärbte Projektionen.

So wie wir im Straßenverkehr eine Mischung auch Verbrennern und E-Fahrzeugen erleben werden, so werden wir auch im Bereich der Wärme- als auch Stromgewinnung einen Mix erleben. Ich sehe da weder einen Haken noch ein Problem. Die Klimaziele werden trotzdem erreicht und weder muss wer frieren, noch werden wir deshalb allesamt im Dunkeln sitzen, und erst recht werden wir alle nicht bitterarm dadurch.

Nur weil du es nicht siehst und erlebst heisst es nicht das es nicht existiert.
Okay. Ich spiele das kranke Spiel einfach mal mit. Bitte einen Link liefern, der belegt, dass es wegen zu wenig grundlastfähigen Kraftwerken Blackouts bei uns gab. Danke.
 
Oder beim Thema E-Auto. Man kann von Norwegen lernen, denn die haben nicht nur mit Push- und Pull-Maßnahmen gearbeitet, sie haben auch frühzeitig gesteuert, dass die richtigen Neuwagen gekauft werden.
Ich hatte die mit der Energiewende verknüpfte Mobilitätswende im Thread zuvor bereits mal angeführt. Mensch müsste nicht nur die Klimaerhitzung sondern auch die Umweltzerstörung (und dessen Folge 6. Artensterben) in den Fokus nehmen und hierfür Lösungen entwickeln und umsetzen. Neuproduktionen, auch neue E-Autos, bedeuten mehr Umweltzerstörung und Energieverbrauch. Dann kommt noch hinzu, dass Mobilität anhand Autos ineffizient/verschwenderisch organisiert ist. Anhand ÖPNV, Bahn und Fahrrad geht das wesentlich effizienter. Dies würde auch einen geringeren Energieverbrauch bedeuten - um mal @brooker eine Brücke zu bauen. Wie auch immer benötigt es unbedingt die Energiewende und es müsste sich dringend darum gekümmert werden, Treibhausgase aus der Atmosphäre rauszukriegen - am besten anhand der Mittel der Natur. Ansonsten stimme ich @Tekkla bezüglich der Abpufferungs- und Verteilungsfunktion des EU-weites Stromnetzes für Deutschland zu.
 
Na da wird es aber ganz viele Menschen mit niedrigen Einkommen geben welche sich nur einen alten Gebrauchten leisten können.

Dejavu?
Eben nicht, weil man die Belastung schrittweise eingeführt hat und das planbar über einen längeren Zeitraum war.
Dazu waren E-Autos (unter ~48.000 Euro Neupreis sind sie es heute noch) sogar von der Mehrwertsteuer befreit.

Das deutsche Konzept: CO2 teurer machen, dann zwingt man die Menschen zum Umstieg.
 
Das deutsche Konzept: CO2 teurer machen, dann zwingt man die Menschen zum Umstieg.
Das ist das EU-Konzept und basiert auf dem Gedanken, dass es eine Regulierung über einen ab 2027 am freien Markt gehandelten Preis für 1t CO2 geben wird. Ich stehe dem auch sehr skeptisch gegenüber, denn ich sehe ja, wo der Markt ach so toll alles regelt, nicht. :ugly:

Ich gebe @inhuman_nature vollkommen damit recht, wenn er sagt, dass das Gros der privat genutzten Fahrzeuge hierzulande gar nicht benötigt wird und meine zusätzlich, dass viel zu viele Ressourcen für individuellen Personennahverkehr auf dem Altar der scheinbaren Freiheit geopfert werden. Meine Frau und ich sind ein gutes Beispiel dafür. Wir wohnen in einer Stadt. Sie braucht kein Auto. Sie arbeitet im (nun eher Home-) Office in einem 8-5-Job. Wenn es ins Office geht, dann die rund 10 km mit dem Rad oder bei miesem Wetter mit dem ÖPNV. Ich dagegen bin sogar im Kundendienst unterwegs und gestalte den Tagesablauf so, dass ich nicht für nur einen Kunden extra irgendwo hinfahren muss, was in 95 % der Fälle klappt. Und trotzdem steht das Fahrzeug mehr als die Hälfte der Zeit eines Tages nur nutzlos in der Gegend. In gut 2 Jahren steht ein neues Fahrzeug an. Ich hoffe auf ein E-PKW, mit dem ich bidirektional laden bzw. entladen kann. Dann habe ich jedenfalls in 9 von 12 Monaten im Jahr an vielen Abenden was vom über den Mittag produzierten Strom vom Dach.

Würde der nachweislich existente Temperaturanstieg nicht so unverhältnismäßig schnell vonstattengehen, ich würde auch sagen, dass man nicht so eine Welle machen solle. Das ist aber nicht der Fall. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Verschleppung durch Scheinargumente, die man sich ausdenkt, aber dann doch nicht erlebt, halte ich für mindestens grob fahrlässig, aber in der von einigen hier vorgetragenen Vehemenz bereits für mutwillige Zerstörung unseres Planeten.
 
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Es sind imho keine Scheinargumente. In eine Demokratie muss man die Menschen mitnehmen. Eine AfD Regierung würde Klima mehr schaden, als die Klimaneutralität erst 2050 statt 2045 zu erreichen.

Was mich in diesem Land immer wundert, ist die hartnäckige Weigerung vom Ausland zu lernen. Frankreich zeigt Wege auf wie man individuelle Mobilität bezahlbar halten kann und trotzdem CO2 Ziele verfolgen, Norwegen exakt das Gleiche. Und bei der Energiepolitik ist man auf dogmatisch unterwegs, ohne sich an verändernde Realitäten anzupassen. Kohlekraftwerke stilllegen um LNG Gaskraftwerke zu bauen und zu betreiben ist Humbug.
 
Es sind imho keine Scheinargumente.
Natürlich sind das Scheinargumente zu sagen, dass man das nicht machen kann, weil es nicht geht, obwohl es ja doch geht, oder weil man schlicht nicht muss. Daran ändert auch nichts das Wahlverhalten von Menschen. Die können das noch so Kacke finden und die Anti-Öko-Nazi-Partei-Für-Deutschland wählen. Am Endergebnis, dass der jetzige Weg mehr oder weniger schnell in den selbst herbeigeführten ökologischen Abgrund führt, wird sich nichts ändern. Verleugnung ist ein schlechter Ratgeber, wenn es um die existenzielle Lebensgrundlage abseits von Wohlstand geht.
 
Wo habe ich etwas von "nichts machen" geschrieben. Besser wäre "richtig machen". Ich bin allerdings davon überzeugt, dass reine Push-Maßnahmen recht schnell dafür sorgen werden, dass reaktionäre Kräfte an die Macht kommen.

Warten wir mal 2027 ab, wenn der durchschnittliche Haushalt 1000 Euro mehr für Gas zahlen wird und der Benzinpreis bei 2,50 Euro liegt.
 
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