Ja, meine Fokusierung liegt primär auf jenem Geld, dass aktuell erwirtschaftet wird.Und weiter heißt es:
Du hast bisher die Einkommenssteuer fokussiert. Ich habe dem entgegnet, dass dies nicht die einzige Form der Besteuerung ist, sondern es auch die Möglichkeit gibt, Vererbung und Vermögen zu besteuern. Angesichts der Reformbedarfe und deren Refinanzierung ist es notwendig, dies fair auszugestalten und entsprechend Vermögen und Vererbungen (damit ist nicht die Rede von bzw. meine auch ich nicht das Haus der Eltern) tatsächlich höher zu besteuern.
Vererbung und Vermögen sehe ich zwiespältig.
Vererbung:
Nur mal auf das Beispiel: Eltern sterben und Kinder erben und rein auf Einfamilienhaus bezogen:
Die aktuelle Gesetzgebung lautet, Kinder haben einen Freibetrag von 400.000 €.
Nun ist es wohlbekannt, dass Immobilien in dne letzten Jahren gut im Wert gestiegen sind.
Auch gleich einschränkend:
Es wird analog zum Bodenrichtwert und nicht zum Verkehrswert das Erbe ggf. steuerlich belangt.
Nutzt man die geerbte Immo dann selbst (z. B. Elternhaus), bleibt das Erbe ohne Steuer, ebenso, wenn man einer 10jährigen Haltepflicht zustimmt.
Obiges beachtend, kommt nachflogendes dann obendrauf:
Quelle: https://www.wuestenrot.de/ratgeber/erbschaftssteuer-bei-immobilien
Jetzt ist es nun mal (leider) Realität, dass ein banales Einfamilienhaus in Stadtrandlage problemlos auch vom Bodenwert her die 2 Mio. Marke knackt, dies obwohl die Eltern wohl 30 Jahre lang einen eigentlich winzigen Kredit über 100.000 € abbezahlt haben und das Haus die Qualität eines einfachen Siedlunghaus aus den späten 1960gern hat.
Würden die Regeln ALLGEMEIN verschärft werden, würden gerade dieser, eher mittlere Mittelstand faktisch enterbt.
Denn die mesiten werden ganz normale Berufe haben und eine additive Steuer von 19% oder 25% schlichtweg nicht leisten können.
Da bin ich DAGEGEN.
Anders sieht es wiederum aus, wenn ganze Mietwohnblöcke vererbt werden, die ja im Bestand über Jahrzehnte Ertrag abwerfen.
Hier gibt es eine ganze Reihe von steuerlichen Schupflöchern, die letztlich dazu führen, das die Erben solcher umfangreichen Immos oftmals noch weniger zahlen müssen, als der gemeine Privaterbe.
Hier bin ich DAFÜR, das Steuerrecht so zu verschärfen, dass zumindest effektiv die 19% beim Staat ankommen.
Inwieweit es dann sinnig ist, darüber hinauszugehen - keine Ahnung.
Das blödste wäre, wenn mittelgroße Bestandhalter dann dazu genötigt werden, verkaufen zu müssen.
Dann landet das Ganze bei Vonovia und Co., was nicht das Ziel sein dürfte.
Vermögen vererben (außerhalb der Immo-Geschichte):
Auch hier muss man wieder aufpassen, dass ein allgemeingültiges Gesetz nicht nur jene trifft, die evtl. beneidenswerte aber letztlich irrelvante 500.000 € vererbt bekommen haben, sondern jene belangt werden, bei denen ein paar Mio. und mehr im Aktienportfolio herumliegen haben.
Wie das im Einzelnen geregelt werden könnte - keine Ahnung.
Grundsätzlich: JA