Der Energiewende Thread

  • Ersteller Ersteller Gast1675120202
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Das wird sehr teuer, da Wasserstoff deutlich teuer ist als Erdgas.
Und da sich der Preis immer an der teuersten Herstellung richtet, wird Strom teuer werden.
Deswegen ist es wichtig, dass überall produziert wird.
Nicht nur teurer, sondern sehr teuer ...
das Gas diffusioniert auch sehr stark,
da werden auch viele Mrd. nötig,
um die bestehenden Gasnetzte überhaupt erst mal zu ertüchtigen ...
 
Ich glaube nicht, dass das das Ziel wird. Strom lässt sich deutlich leichter transportieren und Wärmepumpen sind effizienter als Gasheizungen.
Was viele vergessen, ist die Kombination der Systeme. Niemand braucht eine Wärmepumpe, die bei -30° das Haus auf mollige 25°C bringt. So werden von Heizungsfachleuten aber Heizungen ausgelegt. Das sind Szenarien, die alle zehn Jahre mal passieren und dafür hat man zum Zuheizen andere Systeme, wie z.B. den Holzofen mit einer kleinen Reserve für Notfälle.

um die bestehenden Gasnetzte überhaupt erst mal zu ertüchtigen ...
Das hier ist für die Übergangszeit ein tollter Ansatz:
Man kann Wasserstoff und Methan gleichzeitig transportieren und den Wasserstoff jederzeit da, wo man ihn braucht, gezielt aus dem Mischen heraus holen. Und dann kann man in Ruhe in den nächsten Jahrzehnten das Netz umbauen und auf 100% Wasserstoff ertüchtigen.

Wie immer ist das Problem kein technisches, sondern der Unwille zu Veränderungen. Es wird gewartet, gezögert, verschleppt und schlecht geredet, anstatt dringend notwendige Veränderungen einfach mal umzusetzen.
 
Das sind Szenarien, die alle zehn Jahre mal passieren und dafür hat man zum Zuheizen andere Systeme, wie z.B. den Holzofen mit einer kleinen Reserve für Notfälle.
Hat man? Vielleicht da, wo solche Wetterlagen tatsächlich überhaupt noch auftreten. Ich kann mich nicht erinnern, das jemals erlebt zu haben. Und naja, wenn man wirklich mal ein paar Tage alle paar Jahrzehnte keine 20°C oder vielleicht sogar nicht mal die 17°C halten kann, ist das meiner Meinung kein Grund hoffnungslos überzudimensionieren. Ansonsten sind herkömmliche elektrische Heizelemente als Booster vielleicht auch eine Option, die dürften ja nicht so sehr teuer sein.
 
Man kann Wasserstoff und Methan gleichzeitig transportieren und den Wasserstoff jederzeit da, wo man ihn braucht, gezielt aus dem Mischen heraus holen. Und dann kann man in Ruhe in den nächsten Jahrzehnten das Netz umbauen und auf 100% Wasserstoff ertüchtigen.
Du kannst auch Ammoniak nehmen als Träger. Lässt sich gut verflüssigen und transportieren.
 
Du kannst auch Ammoniak nehmen als Träger. Lässt sich gut verflüssigen und transportieren.
Ammonmik ist etwas wunderbares wenn man es hat, die Herstellung aus Wasserstoff und Stickstoff über das Haber-Bosch-Verfahren ist aber äußerst ineffizient. Das lohnt für Schiffe als Treibstoff, in der chemischen Industrie wird asber eh Wasserstoff in riesigen Mengen benötigt eben in der Stahlindustrie, sobald man umstellt.
 
Egal, wie man das dreht und wendet,
ob Ammoniak, Methan oder dergleichen,
man braucht erstmal genug sichere verfügbare grüne Energie,
um das überhaupt stemmen zu können.

Die Bundesnetzagentur ist jetzt schon bemächtigt,
bei Engpässen regional abschalten zu dürfen,
joah, das ist dürfte in den Speckgürteln der Großstädte,
für sehr viel Unmut sorgen.

Da da wohnt ja die Mittelschicht,
welche sich E-Autos und Wärmepumpen leisten können. :D
 
Was viele vergessen, ist die Kombination der Systeme. Niemand braucht eine Wärmepumpe, die bei -30° das Haus auf mollige 25°C bringt. So werden von Heizungsfachleuten aber Heizungen ausgelegt. Das sind Szenarien, die alle zehn Jahre mal passieren und dafür hat man zum Zuheizen andere Systeme, wie z.B. den Holzofen mit einer kleinen Reserve für Notfälle.

Diese Not-Infrastruktur vorrätig zu halten wäre alles andere als einfach und auf Kamine, die Jahre lang nicht benutzt wurden, kann man sich auch nicht verlassen. Dein Vorschlag mag auf dem Land funktionieren, wo für die paar ansässigen Hansel notfalls genug Holz im Wald steht und der Ofen nur ein Kanonrohr durch die Wand braucht. Aber für die >50% der Bundesbürger, die in Städten leben, ist das keine Lösung. Umgekehrt sinkt die Effizienz einer Wärmepumpe afaik nicht, wenn sie mit einer geringeren Differenztemperatur betrieben wird, als maximal eingeplant. Im Gegenteil. Man kann sie also durchaus aufstellen und muss dann nur die Kraftwerke in Reserve halten, was viel zentralisierter organisiert werden kann und auch bei anderen Störungen hilft. Wenn z.B. eine Haupttrasse ausfällt, während eine andere gerade in Reparatur ist, nützt dir ein Ofen wenig für den Betrieb des Medikamentekühlschranks im Hochsommer.

Aber wie Adi1 auch gepostet hat: Das alles ist müßig, solange der Strom überhaupt nicht da ist. klimatisch sind Wärmepumpen aktuell noch nicht so weit von ±0 entfernt, eine Gasheizung würde je nach Betriebszyklus nicht viel mehr CO2 ausstoßen als eine mit Kohlestrom angetriebene Wärmepumpe. Die viel wichtigere Frage ist, wieviel Kohlestrom wir mit den gleichen Investitionen in Erneuerbare ersetzen könnten oder wie viele künstlich erzeugte Wärme wir absolut einsparen, wenn wir für die gleiche Summe mehr Isolierung und Solarthermie hinstellen? Die sind nämlich, im Vergleich zu einer nachbarschaftsfreundlichen Erdsonde sowie eine Aufrüstung der lokalen Stromverteilung, ziemlich billig. Gerade abseits des mein-Fußabdruck-ist-größer-ehemals-im-Grünen-Einfamilien-Idylls sehe ich da einiges an Potential. Man denke nur mal an die ganzen unisolierten Altbauten mit Gasetagenheizung. (Ich denke da beim aktuellen Wetter täglich dran :ugly: )


Wasserstoff aus Elektrolyse ist ebenso ineffizient.

Ammoniak ist nochmal ein ganzes Stück ineffizienter, denn du brauchst ja den gleichen Wasserstoff und dann musst du zusätzlich noch die Verbindung zum Stickstoff herstellen. Vor allem aber ist Ammoniak einfach hochgiftig. Ich bin schon sehr misstrauisch gegenüber dem Einsatz als Energiespeicher und würde lieber das nochmals ineffizientere, aber ziemlich unproblematische Ethanol sehen. Aber für den Energietransport in Netzen ist Ammoniak definitiv die schlechste aller Ideen.
 
Umgekehrt sinkt die Effizienz einer Wärmepumpe afaik nicht, wenn sie mit einer geringeren Differenztemperatur betrieben wird, als maximal eingeplant.
Was meinst du genau mit Differenztemperatur? Mein Stand ist, dass die Effizienz einer Wärmepumpe maßgeblich von der Temperaturdifferenz abhängt. Je kleiner die Differenz, desto höher die Effizienz.
 
Diese Not-Infrastruktur vorrätig zu halten wäre alles andere als einfach und auf Kamine, die Jahre lang nicht benutzt wurden, kann man sich auch nicht verlassen.
Ich bin bei Altbauten. Die haben Schornsteine und es reicht, einnmal im Jahr den Schonsteinfeger durch zu jagen. Es lohnt immer, zwei Systeme zu haben, z.B. Gas und Strom, oder eben Strom und Holz, einfach für die Sicherheit, wenn man wieder im Wintersturm ein Stromausfall ist.

Moderne Häuser mit perfekter Isolation benötigen das nicht. Es geht jetzt darum, wie man die Gesamtkosten für alte Häuser in den Griff bekommt. Und da lohnen dann durchaus nicht zu große Wärmepumpen, die vor allem die Funktion kühlen haben müssen zusammen mit einem schnuckeligen Kanononenofen ein zwei Zentner Kohle für den Notfall im Keller.
 
Was meinst du genau mit Differenztemperatur? Mein Stand ist, dass die Effizienz einer Wärmepumpe maßgeblich von der Temperaturdifferenz abhängt. Je kleiner die Differenz, desto höher die Effizienz.
Natürlich braucht man mehr Energie wenn die Differenz größer ist. Aber man braucht bei gleichbleibender Differenz nicht unbedingt mehr Energie wenn die WäPu so ausgelegt ist dass sie grundsätzlich noch einen deutlich höheren Hub liefern könnte.
 
Natürlich braucht man mehr Energie wenn die Differenz größer ist. Aber man braucht bei gleichbleibender Differenz nicht unbedingt mehr Energie wenn die WäPu so ausgelegt ist dass sie grundsätzlich noch einen deutlich höheren Hub liefern könnte.
Naja, mehr Energie sowieso. Aber wohl auch mehr Energie pro bereitgestellter Wärme. Aber ich glaube, ich weiß jetzt, was gemeint war. Bleibt die Frage, ob Wärmepumpen mit einer anderen Maximaldifferenz andere Nachteile haben.
 
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