OK aber was ist denn der konkrete Lösungsansatz,
was soll jetzt sofort denn getan werden das ist mir noch nicht so klar?
Das einzige, was schnell umsetzbar ist, sind Verbrauchseinsparungen durch Verzicht. Nicht schön, aber ganz unabhängig davon, wie man welche Krise allgemein einstuft.
Das passt aber zu dem, was wir _angeblich_ sowieso vorhaben, denn wir wollen unseren Verbrauch ja sowieso allgemein senken und dafür müssen diverse Verbraucher halt weg. Und je schneller desto besser. Klar wird das schmerzhaft und es erfordert viel Ausgleich für Härtefälle, weswegen es bislang am Geld gescheitert ist.
Aber was ist plötzlich da ohne Ende? Geld. In Uniper stecken schon daumen*pi 20 Milliarden. Für den ""Schutzschirm"" sind 200 Milliarden da. An Energiekonzerne zahlen die Verbraucher täglich mehrere Milliarden extra, davon den gesamten Sommer mehr als eine halbe an Putin. Was könnte man mit diesem Geld alles erreichen, wenn man es nicht denen geben würde, die schon viel haben und die man eigentlich loswerden will?
Da große Summen intuitiv schwer vorstellbar sind, eine Überschlagsrechnung:
=> Mittleres Einkommen 1600 €/Monat = 19200 €/Jahr. => 200 Milliarden Rettungsschirm + 200 Milliarden Mehr-Energieausgaben = 20000000 solcher Jahreseinkommen
=> 43 Millionen Erwerbstätige in Deutschland, davon ettliche Halbzeit
=> Das zum Erhalt der fossilen Wirtschaft, die wir eigentlich loswerden wollen, mobilisierte Kapital würde ausreichen, um 50% aller Arbeitsplätze direkt zu ersetzen.
Man kann das Ganze auch ins Lächerliche ziehen. Es kommen mehrere sehr ungünstige Krisen zusammen und wenn man die zusammenfasst, hat man diese Kombination sehr lange nicht erlebt.
Dieser Spruch wird jetzt seit mindestens 30 Jahren wiedergekäut. Ein gutes Argument war er nie. Wie dargelegt: Wenn das alte nicht mehr will, ist "das alte geht den Bach runter" kein zusätzliches Problem. Es im Gegenteil ein Grund mehr, endlich den Kurs zu ändern, anstatt sich darüber zu streiten, wie lange man sich noch an was altes klammern will.
Die Lieferungen russischen Urans bleiben aus, die bislang einzig erfolgreiche "Entsorgung" deutschen Atommülls durch Verlagerung nach Russland ist nicht mehr möglich, Menschen haben existentiell Angst vor Waffen. Und diverse Politiker, vor allem ein gewisser Söder, fordern mehr Atomkraft, während 10H bestand hat.
Bauern fordern Schadenersatzzahlungen wegen einem trockenen Sommer (obwohl überdurchschnittliche Ernten eingefahren wurden), jammern rum dass sie nicht genug Dünger bekommen. Eine Erfassung von Düngereinsatz und Jaucheverklappung wird verweigert, von einer Durchsetzung der seit Jahrzehnten ausstehenden Grundwasserschutzmaßnahmen will ich gar nicht erst reden.
Die Welt hungert, die Massentiermast verschlingt auch für Menschen geeignetes Getreide, die Züchter leiden unter den wegen Überproduktion kollabierenden Preisen. Eine Reduktion der Haltungsdichte zum Tierwohl wird verweigert.
Ein Wahnsinniger verwüstet Europa mit Unterstützung Chinas, die größte Sorge im Pazifikraum ist Chinas Außenpolitik, sämtlichen Menschenrechtsorganisationen schlagen Alarm wegen den Bedingungen in China, Arbeitsplätze gehen aus Deutschland nach China verloren, deutsche Konzerne investieren Gewinne aus Deutschland in China. Wichtiger Punkt auf der Tagesordnung: Hermesbürgschaften und direkte Wirtschaftshälfte für Geschäfte in China müssen weiterfließen.
Wir haben heute akute Energiepanik wegen einem kriegstreiberischen, Menschenrechte missachtenden Autokraten. Wir schließen Verträge mit kriegstreiberische, Menschenrechte missachtenden Autokraten, die bei ersterem Gas einkaufen und defintiv nicht heute, aber vielleicht irgendwann 2023 oder 2024 welches an uns liefern sollen.
Kann es sein, dass einige den Knall nicht gehört haben, weil die Kugel schneller war und das Hirn mitgenommen hat?
Ich rede von Luft/Luft aka Klimaanlage, da dürfte ich bei 1 zu 3 liegen wenn es gut läuft, sonst eher 1 zu 2.
1:2 wäre bei heutigen Temperaturen schon richtig mies. Aus der Praxis sind mir bislang Mittelwerte um 1:3 geläufig und aktuell haben ja noch leicht überdurchschnittliche Temperaturen. Aber dieser auf dem Papier eindrucksvolle Wirkungsgrad muss halt, wenn kein erneuerbarer Überschuss zur Verfügung steht (und das macht er in der Heizperiode nur gelegentlich und das auch nur in Norddeutschland wegen des fehlenden Netzausbaus), mit der Ineffizienz der Übertragungssysteme und vor allem der Kraftwerke gegengerechnet werden. Und gesamtwirtschaftlich ggf. noch mit einer Investition in Energieeinsparmaßnahmen in gleicher Höhe: Dank Wärmepumpenwirkungsgrad im Jahresschnitt 30% weniger Primärenergie zum Heizen brauchen, aber eben eine Wärmepumpe, ggf. noch Fußbodenheizung, ausreichend dimensionierte Stromleitungen, Reservekraftwerke die gerade in der kältesten Jahreszeit und auch Nachts liefern, etc. vs. allgemein 30% weniger Heizenergie brauchen, weil man besser isoliert, einen leistungsfähigen Röhrenkollektor auf dem Dach hat, etc.. Was von beidem ist billiger bzw. bringt mehr fürs gleiche Geld?
Frage an der Stelle: Gibt es eigentlich Wärmepumpen mit Gas- oder Dieselmotor? Ist von der Auslegung her in der Leistungsklasse natürlich nicht ganz einfach bzw. eher was für ganze Wohnblöcke, würde aber eine effektivere Nutzung des gleichen Energieträgers bei automatisch exzellenter KWK und ohne zusätzliche Stromnetzbelastung bringen.