Dafür ein Like, aber deshalb hast du meine Frage nicht beantwortet.
Es geht nicht nur um unsere warme Wohnung, sondern um unser Land und die Wirtschaft.
Heute wurde im Heute Journal berichtet das Hakle den Laden dicht macht, weil die Kosten einfach zu hoch sind.
Das wird viele Branchen betreffen und nicht alle Unternehmen werden gerettet werden können.
Falls Hakle dicht macht, teilen sich dessen Mitbewerber den freiwerden Marktanteil unter sich auf, generieren höhere Umsätze und überstehen damit auch diese Krise.
Auch hier gilt wieder: Die Politik ist gefragt, damit die Lasten gerecht verteilt werden. Wenn natürlich Unternehmen und Anleger
trotz Krise die gleichen Gewinne einfahren wollen, wird es nicht funktionieren. Unternehmensinsolvenzen ist für so Manche auch einfach nur ein Mittel, eine unrentable Episode zu überbrücken und anschließend auf wundersame Weise wieder flüssig zu werden, wodurch das Unternehmen und
die Arbeitsplätze [dramatisches Donnergrollen bitte dazudenken] gerettet werden und man die bereits entlassenen Mitarbeiter zu schlechteren Konditionen wieder einstellt.
Solchen Machenschaften muss die Politik einen Riegel vorschieben. Dann gehen nämlich tatsächlich nur jene Unternehmen unter, die ohnehin nicht solide, also tickende Zeitbomben waren. Und wenn der Staat Unterstützung leistet, dann für
tatsächlich systemwichtige Unternehmen.
Geschissen wird zwar immer, aber Toilettenpaier ist - entgegen der Ansicht weiter Teile der hamsternden bundesdeutschen Gesellschaft - kein zwingend notwendiges Gut.
Wo und zu welchem Preis bekommen wir also mittelfristig unsere Energie her und haben wir dann überhaupt noch Geld übrig für die Energiewende?
Es wir immer gerne so getan, als wären die steigenden Energiepreise die Folge dessen, dass Russland zu einem fragwürdigen Lieferanten geworden ist. Tatsächlich müsste selbst der komplette Wegfall der russischen Exporte keine Teuerung bewirken. Alle Unternehmen, die Öl und Gas fördern, arbeiten traditionell nur mit einem Teil ihrer Förderkapazität, um die Preise nicht durch Überproduktion schlecht zu machen.
Und auch hier gilt: Die würden liebend gerne die Markanteile Russlands übernehmen. Aber das machen sie nur, wenn sie sicher sein können, dass ihre Abnehmer tatsächlich mit Russland abgeschlossen haben und nicht beim nächstbesten guten Angebot wieder einknicken und sie auf Vorräten sitzen bleiben, die sie dann billig losschlagen oder sogar - wie Russland es gerade macht - abfackeln müssen. Und in solchen Phasen überschlagen sich die Spekulanten.
Auch der Rohölpreis steigt seit über 50 Jahren. Dazwischen wurden Kriege geführt, Regierungen wechselten sich ab oder wurden ausgetauscht - aber am Ende waren das doch nur Ausreißer in einer
grundsätzlich ansteigenden Kurve. Dasselbe beim Erdgas, wobei dieses noch nicht ganz so lange von Bedeutung ist.
Sprich, fossile Energieträger werden grundsätzlich teurer, weil die weltweite Nachfrage steigt, während die leicht zugänglichen Vorkommen weniger werden.
Ob wir das jetzt bezahlen oder später, ist an sich gleichgültig - doch
jetzt könnte man die Zwangslage nutzen, um grundsätzlich die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern voanzutreiben und sich in Zukunft
niemandem gegenüber erpressbar zu machen. Und wenn man es ganz schlau machen will, dann nutzt man dazu möglichst eigene Kapazitäten und schafft damit sichere Arbeitsplätze, die wiederum mehr Menschen ein menschenwürdiges Leben ermöglichen.
Dass man damit außerdem einem Aggressor das Kriegsführen erschwert, ist nur das Sahnehäubchen.