Die Atomkraft, egal ob Spaltung oder Fusion, hat das Problem, dass sie wirtschaftlich gegen erneuerbare verliert.
Hat das wirklich mal jemand mit Hilfe einer Vollkostenrechnung und co² Bilanz über den gesamte Lebenszyklus inkl. der aktuell noch fehlenden Recycling Problematik bei PV und den 24/7 Stromverbräuchen eines jeden Wechselrichters und Speichers seriös berechnet? Ich habe dazu bisher noch nichts verwertbares gesehen. Du scheinbar schon. Hättest du bitte diesbezüglich eine Quelle für mich? Danke
Ich will doch keine Atomkraftwerke haben, die immer laufen und Windkraft zugeschaltet werden kann.
Das ist genau das Spannungsfeld: man kann mit temporär verfügbaren Quellen keine Grundlast zu 100% sicherstellen, ohne massiv überdimensionale Puffer zu generieren und um jeden erdenklichen Eintrittsfall abzudecken. Puffer sind wie überall sonst auch teuer und helfen im Ideal nur ein Problem nicht wirken zulassen. Die eigentliche Ursache bleibt bestehen.
Zur sicheren Bewältigung der Grundlast und Spitzenlasten müssen wie früher auch Kraftwerke vorgehalten werden, bspw. Gas, damit bei Wegfall der Erträge von PV und Wind kein Defizit entsteht.
Im Detail für Deutschland mit Blick auf Autarkie:
Variante 1: PV und WK werden soweit ausgebaut, dass bei Spitzenertrag der PV und WK die Spitzenbedarf im Mittel gedeckt ist. Als Redundanz werden Gaskraftwerke zur Bereitstellung der Spitzenlasten vorgehalten. Hier wäre der Nutzen von PV und WK am Größten. Mögliches Update: man nutzt die Akkus von Autos an der Ladesäule als Speicher, aber nicht statisch, sondern dynamisch nach Bedarf. Was meine ich damit? Der Fahrer fährt 0630 mit seinem E-Auto zur Arbeit und stellt sich an eine Ladesäule, weil er nur noch 30% Akku hat. Er hinterlegt im Auto das er voll aufladen möchte und das bis 1600. Das Auto gibt den Ladeauftrag weiter an eine zentrale Steuerung. Diese prüft den Auftrag gegen die verfügbare Kapa aus dem Netz und stellt fest, dass diese nicht vohanden ist ohne ein zusätzliches Gaswerk zu aktivieren. Der Ladevorgang wird deshalb bis 0920 ausgesetzt, weil dann laut Wetterprognose die PV und WK Leistung hoch genug ist, dasd ohne Gaskraftwerke die Republik versorgt werden kann. 0920 prüft die ZS den Ist-Zustand, sieht die Prognose bestätigt und beginnt das Laden je nach vorhandener Kapa. Durch die zusätzliche Info bis wann aufgeladen sein muss, kann unnötige Last im Netz vermieden und somit der Einsatz Gaskraftwerk minimiert werden. Aber diesw Funktionalität muss erst noch aufgebaut werden und wird vermutlich ordentlich Rechenleistung benötigen und ein oder mehrere Zentralsysteme. Man könnte eine weitere Informationen ins Spiel bringen, bspw die gewünschte Fahrleidtung pro Tsg für die nächsten 7 Tage. Mit dieser Info könnte das ZS mit dem Fahrerprofil und den Wetterdaten den Energiebedarf pro Tag ermitteln und so im Bedarfsfall wenn die PV-und Wind-Leistung abfällt als Puffer wirken bis die Restakkukapa nur noch für die kommende Tageskeistung plus Sicherheitsbestand beträgt.
Das würde aber voraussetzen, dass der Besitzer des Autos keinen wirtschaftlichen Schaden aus der Nutzung seines Akkus erfährt. Und PV und Wind dürfen nur so weit ausgebaut werden, dass das Netz die einstehende Strommenge auch verbrauchen kann. Überkapazitäten würden das Netzwerk beschädigen.
Variante 2: ein Teil der Grundlast ist von Wasserkraft, Geothermie oder Atomstrom zu tragen und zwar so, das wir uns im betrieblichen Kostenoptimum bewegen und noch genug Bedarf besteht, dass PV tagsüber von März bis Oktober einspeißt und Windkraft 24/7 bei Wind. Als Backup, wenn Wind und/oder Sonne fehlen, könnten Gaskraftwerke temporär einspringen.
Anmerkung: ein Stromnetz ohne Kraftwerke würde auf Grund der fehlenden Blindleistung nicht funktionieren.
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