Der demografische Wandel in Deutschland - Kriegen wir zu wenig Kinder?

Vielleicht sollte man wegen den unterschiedlichen Anforderungen an die Infrastruktur und den nicht so gemeinsamen Vorlieben verschiedene Bereiche in einer Stadt gezielt für bestimmte Zielgruppen umbauen. ... . Da haben sie dann auch Ruhe vor den Kindern ;) Oder ist das zu sehr Ghetto?

Ghetto heißt ja, dass eine unfreiwillige Konzentration (hmmmm) vorgenommen wird. Achtung! Jetzt kommt das Totschlagagrument: Es kostet zu viel!;)
 
Erst wenn der letzte Landwirt in Rente,
der letzte Metzger in den Ruhestand gegangen,
der letzte Bäcker nicht mehr arbeitet,
werden die Senioren feststellen,
dass Kinder doch ganz gut schmecken. :ugly:

Wenn ich jetzt Zyniker wäre, würde ich sagen, dass junges Fleisch zarter ist und besser schmeckt als altes Fleisch. :ugly:

Was passiert eigentlich, wenn alle Frauen in den Wechseljahren sind, haben wir dann die Geburtenrate des Vatikan?
 
Den alten gehört die Zukunft oder wie?
Andernorts gibts immernoch zu viele Kinder, da sie dort gebraucht werden/es nicht verhindert werden kann.
Hier will man keine Kinder mehr, da die Kosten enorm hoch sind.
Schade, aber um heutzutage ein Kind bis zur Lehre durchzubekommen, is schon nicht leicht, wenn man nicht allzu viel verdient.
Das bringt halt die moderne Welt so mit sich.
Ich frag mich doch mal wo der Kern dieses Problems ist?!
 
Gibts eine Statistik, wie viel es kostet ein Kind groß zu ziehen?
Hatte früher mal was von 150.000 Mark gelesen, ist aber halt schon sehr lange her.
 
Einen Betrag in der Höhe hat mein Vater auch veranschlagt :D
€: Können aber auch € gewesen sein...
 
Seht ihr den demografischen Wandel in Deutschland auch als Problem? Wenn ja, wie würdet ihr es lösen?

Ich sehe ihn nicht als Problem an, im Gegenteil:
Unter ökologischen und (mitlerweile u.a. dadurch) auch ökonomischen Gesichtspunkten begrüße ich eine (prinzipiell) schrumpfende Bevölkerung. Die meisten "großen" Probleme unserer Tage sind groß, weil sich die kleinen Fehler vieler Menschen addieren oder/und weil die vernünftigen Lösungen viele Menschen betreffen/von vielen Menschen fordern. Dazu kommt die prinzipielle Steigerung des proKopf-Vermögens bei Vererbung an kleiner werdende Generationen - imho einer der wenigen Ansätze, wie in den nächsten Jahrzehnten ein steigender Lebenststandard denkbar wäre, ohne zu ethisch fragwürdigen Maßnahmen zu greifen.

Soviel zum "Gegenteil", passender zur Diskussion "warum der Generationenwandel kein Problem darstellt", insbesondere für das Rentensystem (Krankenpflege könnte irgendwann kritischer werden, aber auch da gibts tollerable Lösungen):
Unsere Rente kriselt nicht, weil wir zuwenig Kinder haben/hatten. Das Problem unserer Rente sind zuwenig Arbeiter und wie ein kurzer Blick auf die HartzIV-Statistik zeigt (7 Millionen iirc?) scheitert das nicht an zuwenig Arbeitskraft, sondern an zuwenig Gehalt. Erstere könnten wir problemlos aus Einwanderern oder durch höhere Lebensarbeitszeit decken. (Wer "mit 70 ist man kaputt" argumentieren möchte: Bedenkt, dass wir hier von den Jobs in 20-30 Jahren reden und dass die fast-Rentner dieser Zeit 1980-1990 ins Berufsleben eingestiegen sind. Schwerste körperliche Arbeit sollte ein Ausnahmeproblem darstellen)
Mehr Gehalt dagegen können wir nur zahlen, wenn wir mehr Geld pro Kopf zur Verfügung haben. Und da sind z.B. Kinder eher kontraproduktiv, die Lösung muss in der Wertschöpfungs- und vor allem Wertvernichtungskette liegen (inkl. Außenhandel). Anstatt Geld für Verbrauchsgüter wegzugeben, müsste es in die innerdeutsche Wertschöpfung investiert werden. (z.B.: EEG statt Ölimport, Deutsche Technikprodukte statt Urlaub in Libyen)
 
Gibts eine Statistik, wie viel es kostet ein Kind groß zu ziehen?
Hatte früher mal was von 150.000 Mark gelesen, ist aber halt schon sehr lange her.

Ist zwar keine Statistik:
Die SZ schreibt:
Heute hingegen investiert einer neueren Schätzung zufolge eine Mittelstandsfamilie in den USA 190.000 Dollar bis ein Kind das 18. Lebensjahr erreicht hat; in Deutschland dürfte die Größenordnung ähnlich sein.

2006 lagen die Kosten in D bei ca. 124.000€ Quelle
 
Ich sehe ihn nicht als Problem an, im Gegenteil:
Unter ökologischen und (mitlerweile u.a. dadurch) auch ökonomischen Gesichtspunkten begrüße ich eine (prinzipiell) schrumpfende Bevölkerung. Die meisten "großen" Probleme unserer Tage sind groß, weil sich die kleinen Fehler vieler Menschen addieren oder/und weil die vernünftigen Lösungen viele Menschen betreffen/von vielen Menschen fordern. Dazu kommt die prinzipielle Steigerung des proKopf-Vermögens bei Vererbung an kleiner werdende Generationen - imho einer der wenigen Ansätze, wie in den nächsten Jahrzehnten ein steigender Lebenststandard denkbar wäre, ohne zu ethisch fragwürdigen Maßnahmen zu greifen.

Du musst das aber halt weltweit sehen, was nützt es, wenn in Deutschland in 50 Jahren nur noch 65 Millionen Menschen leben statt 80 Millionen, es aber auf der Welt dann 10 Milliarden gibt?

2006 lagen die Kosten in D bei ca. 124.000€ Quelle

Dann ist das aber deutlich gestiegen, wenn ich da an die 150.000 denke, das sind ja 75.000 Euro, schon krass.
Aber wenn ich nicht irre, kann man bei 2 Kindern nicht einfach die Ausgaben verdoppeln.
 
Mehr Gehalt dagegen können wir nur zahlen, wenn wir mehr Geld pro Kopf zur Verfügung haben. Und da sind z.B. Kinder eher kontraproduktiv, die Lösung muss in der Wertschöpfungs- und vor allem Wertvernichtungskette liegen (inkl. Außenhandel). Anstatt Geld für Verbrauchsgüter wegzugeben, müsste es in die innerdeutsche Wertschöpfung investiert werden. (z.B.: EEG statt Ölimport, Deutsche Technikprodukte statt Urlaub in Libyen)

Die Bevölkerung eines Landes lebt nicht von dem, was sie nominell verdient, sondern davon dem was sie produziert. Das, was die Bevölkerung produzieren kann, nimmt mit der Zahl der Arbeiter zu, solange keine äußeren Faktoren wie Land oder Ressourcen für den Maschinenbau stark limitierend wirken.

@Quantenslipstream

Richtig. Manche Sachen werden von den Kindern gemeinsam/ hintereinander genutzt.
 
Richtig. Manche Sachen werden von den Kindern gemeinsam/ hintereinander genutzt.
Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass dies mit dem Alter abnimmt. Klar, es gibt immer Sachen die von allen bentzt werden. Aber meine älteste Tochter hat durch Abnutzung bereits einen so hohen Klamottenverschleiß, dass ihre jüngere Schwester viele Dinge eben nicht mehr bekommt, so wie es am Anfang war. Dazu kommt noch, dass die irgendwann kein Bock haben, Sachen aufzutragen. Außerdem geht bei mehr Kindern auch mehr kaputt. Insgesammt kann man die Summe wahrscheinlich direkt für jedes Kind ansetzen. Vielleicht +/- 10.000€.
 
Aus eigener Erfahrung kann ich aber sagen, dass dies mit dem Alter abnimmt. Klar, es gibt immer Sachen die von allen bentzt werden. Aber meine älteste Tochter hat durch Abnutzung bereits einen so hohen Klamottenverschleiß, dass ihre jüngere Schwester viele Dinge eben nicht mehr bekommt, so wie es am Anfang war. Dazu kommt noch, dass die irgendwann kein Bock haben, Sachen aufzutragen. Außerdem geht bei mehr Kindern auch mehr kaputt. Insgesammt kann man die Summe wahrscheinlich direkt für jedes Kind ansetzen. Vielleicht +/- 10.000€.

Naja, du gehst jetzt von Kleidung aus. Wohnraum (v.a. Wohnlage: Vorstadt/Land) und andere Dinge betrachtest du vielleicht nicht als von den Kindern abhängig.

Wirtschaftsforschungsinstitute haben festgestellt, dass Kinder von der Gesellschaft in etwas Leistungen von knapp 400.000 Euro bekommen, für Schule, Krankenversicherung und Kindergeld. Ist ein Kind erst erwachsen, bringt es als Steuerzahler und in Form der Sozialabgaben wieder 470.000 Euro zurück. So ist jedes Kind statistisch gesehen ein volkswirtschaftlicher Gewinn.
Quelle

KP ob das inflationsbereinigt ist. Keine sonderlich hohe Gewinnmarge.:D
 
Du musst das aber halt weltweit sehen, was nützt es, wenn in Deutschland in 50 Jahren nur noch 65 Millionen Menschen leben statt 80 Millionen, es aber auf der Welt dann 10 Milliarden gibt?

Deutschland: ein bißchen
Der Welt: ziemlich wenig
Aber ich sag ja nicht, dass es eine Revolution gleich kommt - nur dass ich es positiv bewerte.


Die Bevölkerung eines Landes lebt nicht von dem, was sie nominell verdient, sondern davon dem was sie produziert. Das, was die Bevölkerung produzieren kann, nimmt mit der Zahl der Arbeiter zu, solange keine äußeren Faktoren wie Land oder Ressourcen für den Maschinenbau stark limitierend wirken.

Wie gesagt: Arbeiter zu bekommen ist kein Problem. Und in Deutschland limitieren aktuell wohl andere Ressourcen, denn wir haben deutlich mehr Arbeitskraft zur Verfügung, als wir produktiv nutzen können.
 
Deutschland: ein bißchen
Der Welt: ziemlich wenig
Aber ich sag ja nicht, dass es eine Revolution gleich kommt - nur dass ich es positiv bewerte.

Dann könnte man das wieder mit der weltweiten Geburtenkontrolle eins Gespräch bringen, eventuell Zwangssterilisation.
Aber ich will wissen, wie man das mit den Menschenrechten im Einklang bringen will, wenn man den Menschen die Möglichkeit der freien Entfaltung beraubt (und dazu gehört nun mal das unkontrollierte Bekommen von Kindern).
Man könnte natürlich auch die medizinische Versorgung für Menschen über 80 Jahre einstellen.
[Zynismus]einige müssen sich halt opfern um den Planeten zu retten[/Zynismus]

KP ob das inflationsbereinigt ist. Keine sonderlich hohe Gewinnmarge.:D

Ist das ein Durchschnittswert?
 
Dann könnte man das wieder mit der weltweiten Geburtenkontrolle eins Gespräch bringen, eventuell Zwangssterilisation.
Aber ich will wissen, wie man das mit den Menschenrechten im Einklang bringen will, wenn man den Menschen die Möglichkeit der freien Entfaltung beraubt (und dazu gehört nun mal das unkontrollierte Bekommen von Kindern).

Wenn die übermäßige Kinderzahl die moralischen Rechte zukünftiger Generationen - z.B. Recht auf eine gesunde Umwelt - verletzt, dann kann man durchaus fordern die Geburten zu kontrollieren. Aber Zwangssterilisation ist zu krass. Eine Möglichkeit wäre die finanzielle Unterstützung für Familien mit 2 Kindern günstiger zu gestalten, als die von Familien mit mehreren (Jaja ich weiß Gleichbehandlung und so). Das Ganze scheitert spätestens an der dazu nötigen internationalen Kooperation.

Man könnte natürlich auch die medizinische Versorgung für Menschen über 80 Jahre einstellen.
[Zynismus]einige müssen sich halt opfern um den Planeten zu retten[/Zynismus]

Oder in jede Werther's Original Packung ein Bonbon mit Arsen packen.:ugly:

Ist das ein Durchschnittswert?

Was solls den sonst sein?;)
 
Dann könnte man das wieder mit der weltweiten Geburtenkontrolle eins Gespräch bringen, eventuell Zwangssterilisation.
Aber ich will wissen, wie man das mit den Menschenrechten im Einklang bringen will, wenn man den Menschen die Möglichkeit der freien Entfaltung beraubt (und dazu gehört nun mal das unkontrollierte Bekommen von Kindern).
Man könnte natürlich auch die medizinische Versorgung für Menschen über 80 Jahre einstellen.
[Zynismus]einige müssen sich halt opfern um den Planeten zu retten[/Zynismus]

Eben aufgrund der ethischen Probleme begrüße ich jeden Fall, in dem aus eigener Entscheidung heraus eine geringere Kinderzahl gewählt wird. In der westlichen Industriegesellschaft tendiert man derzeit eher dazu, dass man Leute belohnt, die ihren Beitrag zur künftigen Welt(über)bevölkerung leisten. Da kann man auch ganz ohne Eingriff in die Menschenrechte noch was ändern.
 
Die Industrienationen sind auch nicht wirklich das Problem, was die Überbevölkerung angeht, wie viele Kinder bekommt denn ein Durchschnittsdeutscher derzeit?
Das liegt doch unterhalb dessen, was gebraucht wird, um die Spezies zu erhalten.
Aber wie sieht das in anderen Teilen der Welt aus?
 
Die Industrienationen sind auch nicht wirklich das Problem, was die Überbevölkerung angeht, wie viele Kinder bekommt denn ein Durchschnittsdeutscher derzeit?
Das liegt doch unterhalb dessen, was gebraucht wird, um die Spezies zu erhalten.
Aber wie sieht das in anderen Teilen der Welt aus?

War das ne rhetorische Frage? Länderliste nach Geburtenrate

Gloria von Thurn und Taxis: "Der Schwarze schnackselt gerne"
 
War schon eine Frage, nur eben bezogen auf Kind pro Frau und nicht pro tausend Einwohner.
Wie sieht es denn mit der Sterblichkeitsrate aus?

Außerdem hat das nichts mit der Aussage der Fürstin zu tun, in Afrika gibts nun mal kein Rentensystem, da hoffen die Eltern, dass sich ein Kind später mal um sie kümmert und je mehr Kinder sie haben, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass eins dabei ist, bei dem sie später leben können.
Das Kinder kriegen ist also so gesehen sehr egoistisch. :ugly:
 
War schon eine Frage, nur eben bezogen auf Kind pro Frau und nicht pro tausend Einwohner.
Wie sieht es denn mit der Sterblichkeitsrate aus?

Geburten Pro Frau: Klick
Mortalitätsrate: Klick

Außerdem hat das nichts mit der Aussage der Fürstin zu tun, in Afrika gibts nun mal kein Rentensystem, da hoffen die Eltern, dass sich ein Kind später mal um sie kümmert und je mehr Kinder sie haben, desto größer die Wahrscheinlichkeit, dass eins dabei ist, bei dem sie später leben können.
Das Kinder kriegen ist also so gesehen sehr egoistisch. :ugly:

Dafür braucht man aber (glaube ich) keine sieben Kinder. Die kosten ja auch was.:schief:
 
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